laut.de-Kritik

Österreichisch-kalifornische Alternative Rock-Freundschaft.

Review von

Eine österreichisch-kalifornische Kollaboration? Klingt erst mal etwas spooky, im Falle der vier Evas geht das Konzept dennoch auf. Auch wenn die Frage nach dem Bandnamen durchaus mal gestellt werden darf. Immerhin war man von Anfang an als Trio unterwegs und mal ganz davon abgesehen: Vier Evas? Als hätte eine nicht schon gereicht ...

Naja, wem auch immer wir den Rausschmiss aus dem Paradies verdanken: Austin, Peter und Tobias dürften kaum dran schuld sein. Die sind höchstens dafür verantwortlich, wenn sich nach Genuss von "Break Out" ein paar Ohrwürmer im Hirn festsetzen. Denn die Herren bieten schnörkellosen, erdigen und eingängigen Alternative Rock.

Sobald man sich an die recht hohe, ungewöhnliche Stimme von Basser Austin gewöhnt hat, ist man schon mittendrin im Vergnügen. Das erreichte Tempo mit dem einfühlsamen "My Way Home" direkt wieder auszubremsen, war vielleicht nicht die beste Idee, aber das mitunter recht abgefahrene "Gave My All" und das sleazige "Everything I Do Is Wrong" machen das wieder wett.

Abwechslung ist bei dem Trio das Gebot der Stunde. Und so kreuzen ein paar Ska-Klänge im leicht nervösen "Police Me Up" die Klingen mit dem funkigen "Losing Altitude" oder der potentiellen Hitsingle "Wanted Dead Or Alive", die an die poppigeren Songs der jüngsten Queensryche-Vergangenheit erinnert. Das Guitarsolo des Tracks kann man allerdings getrost in die Tonne kloppen.

Überhaupt stellt sich die Frage, warum man bei manchen Songs eine Rhythmusgitarre unter die Soli legt, bei anderen aber nicht? So wirklich aus einem Produktionsguss klingt "Break Out" deshalb nicht unbedingt.

Zum Ende hin wird es mit "Glimmer Of Hope" noch mal balladesk. Der Song ist wie geschaffen fürs amerikanische Radio, kratzt ein wenig am Erfolgsrezept von Nickelback, geht aber voll und ganz in Ordnung.

Die 2009er-Single "Japan Sex" hat es zum Ausklang noch als Hidden Track geschafft. Aber Hidden Tracks sind irgendwie ... fast hätt ich gesagt "80er", aber der Ausdruck, den ich eigentlich gesucht habe, lautet: scheiße.

Trackliste

  1. 1. Break Out
  2. 2. My Way Home
  3. 3. Gave My All
  4. 4. Everything I Do Is Wrong
  5. 5. Police Me Up
  6. 6. Wanted Dead Or Alive
  7. 7. Loosing Altitude
  8. 8. Fly Fly Fly
  9. 9. Glimmer Of Hope
  10. 10. Won't Wait

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