10. August 2026

"Vaitimbora hat mein Leben verändert"

Interview geführt von

Die Arbeit am ersten eigenen Album ist ein aufregender Prozess. Mari Froes erzählt uns, wie ihr Debüt "Esquina Do Sol" entstanden ist, welche Dinge ihr dabei wichtig wurden, und was sie an Brasilien vermisst.

Für Mari Froes haben sich in den vergangenen Jahren einige Türen geöffnet. Als Soundtrack zahlreicher Fußball-Videos ging die 23-Jährige bereits mehrfach viral. Ihr bislang bekanntester Hit: "Vaitimbora", eine Kooperation mit dem französischen DJ-Duo Trinix. Die brasilianische Sängerin verbindet auf ihren Songs traditionelle Rhythmen und urbane Einflüsse mit sehr persönlichen Geschichten über Liebe, Sehnsucht, Heimweh und Selbstfindung. Jetzt ist ihr erstes Album "Esquina do Sol" erschienen.

Wie ein musikalisches Tagebuch fühlt es sich an: Das Album erzählt von der Euphorie des Verliebtseins, toxischen Beziehungen, dem Leben fernab der Heimat und dem Weg zurück zu sich selbst. Derzeit tourt Mari durch Deutschland. wir haben sie im Zoom-Call getroffen.

Hi Mari, herzlichen Glückwunsch zum neuen Album!
Vielen Dank! Es ist alles sehr aufregend. Ich freue mich sehr darüber.

Das erste eigene Album ist ein riesiger Karrriereschritt, ein bisschen wie eine Visitenkarte. Entsprach der Enstehungsprozess deinen Erwartungen oder war es anders, als du es dir vorgestellt hattest?

Ich würde sagen, dass der Prozess tatsächlich anders war, als ich vorher dachte. Als ich vor ungefähr zwei Jahren mit der Arbeit an diesem Album begonnen habe, fing alles in Brasilien mit einem Produzenten an, mit dem ich sehr gerne zusammenarbeite: Márcio Lugó. Doch je mehr sich in meinem Leben und auch in meiner Karriere verändert hat, desto mehr hat auch das Album Form angenommen und sich zu etwas entwickelt, das sogar noch besser geworden ist, als ich es mir anfangs vorgestellt hatte.

Später kamen weitere Produzenten dazu, und gemeinsam entstand diese besondere Mischung aus verschiedenen Stilen, die ich liebe und die sich für mich wie mein ganz persönlicher Gruß an die Welt anfühlt: Eine Mischung aus MPB und Samba, aber auch mit Einflüssen aus Pop, Indie-Pop, ein bisschen Blues, ein bisschen Jazz und sogar etwas elektronischer Musik. Die Produktion war daher überraschend.

Inwiefern?

Es war überraschend, weil alles sehr intim angefangen hat, mit den ersten Songs, die ich geschrieben habe. Aber je mehr Zeit verging und je mehr in meinem Leben passiert ist, desto mehr hat sich auch das Album weiterentwickelt. Also fing es wirklich so an... Ich weiß nicht, wie ich das auf Englisch sagen soll: "Florescer".

Aufzublühen?

Ja genau. Dadurch hat sich das Ganze nach und nach entfaltet, auf eine Weise, mit der ich ursprünglich gar nicht gerechnet hatte, mit der ich jetzt aber sehr zufrieden bin. Außerdem sind später noch einige Songs auf das Album gekommen, die ich erst im vergangenen Jahr während der Tour geschrieben habe. Eigentlich waren sie gar nicht für dieses erste Album vorgesehen, aber ich wollte unbedingt, dass sie Teil dieses Projekts werden.

Um welche Lieder handelt es sich dabei?

Um "Se Eu Nunca Mais Lhe Ver", "Gente Fina", “Dona Do Mar" und "Eu Vou Pro Samba, Viu". Diese vier Titel sollten ursprünglich nicht auf der Platte enthalten sein.

Musstest du dich da dem Label gegenüber behaupten und für diese Songs einstehen?

Ja, es war schon ein bisschen so. Ich musste ein wenig dafür kämpfen, aber es hat sich definitiv gelohnt. Ich liebe diese Songs wirklich und finde, dass sie perfekt zum Album und der Gesamtstimmung passen, die ich mir gewünscht habe.

Inhaltlich umfasst "Esquina Do Sol" eine ganze Menge an Themen. Neben den Gezeiten, den Naturelementen und einer Sommerromanze befasst du dich darauf vor allem mit deinem persönlichen Wachstum.

Es ist eigentlich wie ein Tagebuch. Die Songs erzählen von meinem Leben der letzten zwei Jahre, von allem, was passiert ist, von den schönen Momenten, aber auch von den schwierigen Phasen. Am Ende geht es für mich darum, in all dem Chaos und den vielen Erlebnissen, die das Leben mit sich bringt, immer wieder Licht zu finden und bei sich selbst anzukommen. Ich glaube, das ist das große Thema des Albums.

Wie kam es zu dem Albumtitel?

"Esquina do Sol" bedeutet auf Deutsch so viel wie "die Ecke der Sonne".

Aber die ist doch rund. oder nicht?"

Ja, das stimmt, das Konzept ist schwer zu übersetzen. "Esquina" steht auf Portugiesisch auch für die Kreuzung zweier Straßen, eine Ecke, die jedoch viele Bedeutungen hat. Vielleicht ist "Wendepunkt" die passendste Übersetzung. Der Titel ist metaphorisch und ich finde, er beschreibt das Album wirklich gut. Er zeigt, wie man im Leben an Wendepunkte gerät, neue Weg einschlägt und dabei so viel Sonne, so viel Licht finden kann.

"Manchmal vermisse ich Brasilien."

Mir scheint es, du warst bei der Entstehung des Albums gerade selbst an so einem Wendepunkt. Vor knapp einem Jahr hast du mit dem viralen Hit "Vaitimbora" einen massiven Durchbruch erlebt. Wie hat dieser Song deine Karriere und dein Leben beeinflusst?

"Vaitimbora" hat mein Leben definitiv komplett verändert. Ich hatte in der Vergangenheit schon ein paar andere Songs, die viral gegangen sind, aber der Song war auf jeden Fall derjenige, der den größten Einfluss auf mein Leben hatte. Dafür bin ich unglaublich dankbar, für diesen Song und für die Möglichkeit, diesen Moment erleben zu dürfen, vor allem als brasilianische Künstlerin, die auf Portugiesisch singt. Es war einfach total surreal zu sehen, wie der Song plötzlich so viele Menschen erreicht hat und was danach alles passiert ist. Ich hätte nie erwartet, dass er so eine große Bedeutung bekommt.

Ich bin mir sicher, dass viele Leute versucht haben zu verstehen, was einen Song viral gehen lässt. Hast du eine eigene Theorie, warum gerade dieser Song so durch die Decke gegangen ist?

Nein, das habe ich bis heute nicht verstanden. Ja, viele Leute hätten gerne die eine Formel für einen viralen Song. Aber ehrlich gesagt, denke ich, dass "Vaitimbora" mit allen Regeln bricht, die normalerweise gelten. Er ist auf Portugiesisch mit schwierigen Wörtern, auch die Melodie ist sehr speziell. Natürlich hat es diesen elektronischen Beat, der dabei hilft, mehr Leute zu erreichen. Der Song ist einfach sehr einzigartig. Vielleicht ist das ein Grund für seinen Erfolg.

Mir ist aufgefallen, dass auch der Text mit seinem Natur-Fokus eher außergewöhnlich ist. In deinem Album begibst du dich nun aber vor allem auf Selbstfindungsreise. Wie hast du dich selbst gefunden?

Die Songs erzählen meine eigene Geschichte und Entwicklung der letzten Jahre. Songwriting war für mich ein Weg, mich selbst und mein Leben zu verstehen, das Gute wie das Schlechte. Liederschreiben ist so ein Geschenk. Es erlaubt mir meine Gefühle auf einer ganz anderen Ebene zu verarbeiten, als ich es tun könnte, wenn ich zum Beispiel nur darüber sprechen würde. Songwriting ist meiner Meinung nach der tiefste Einblick, den man in den Kopf eines Menschen bekommen kann. Eigentlich habe ich mein ganzes Leben durch meine Songs verarbeitet. Ich glaube, das hat mir geholfen, viele Dinge zu verstehen und zu mir selbst zu finden. Ich verarbeite nicht die Songs. Ich verarbeite nicht die Songs. Die Songs helfen mir dabei, Dinge zu verarbeiten, im Grunde also, mich selbst zu verarbeiten.

Wie gehst du dabei konkret vor? Hast du überall, wo du hingehst, ein Notizbuch dabei? Oder bist du eher der Typ, der schnell eine Sprachnotiz auf dem Handy aufnimmt?

Ich mag es, die Art und Weise, wie ich meine Songs schreibe, immer wieder zu verändern. Aber meistens fange ich mit einer Melodie an. Meistens spiele ein paar Akkorde auf der Gitarre und fange dann an, darüber zu summen. Und dann geht es einfach weiter, bis sich langsam die Basis für einen Song entwickelt. Ich nehme die Ideen mit meinem Handy auf. Danach versuche ich herauszufinden, was ganz natürlich kommt, also welche Wörter ganz von selbst zu dieser Melodie auftauchen. Bestimmte Schlüsselwörter kommen eigentlich immer. Das passiert irgendwie unterbewusst, weißt du? Plötzlich ist da ein Wort oder eine Phrase und dann denke ich: Okay, anscheinend ist das das, worüber ich sprechen möchte. Weil die Wörter einfach so fließen. Und dann fange ich an, den Song zu schreiben.

Manchmal dauert es drei Minuten, manchmal brauche ich Monate, um einen Song fertigzustellen. Auf meinem Album gibt es außerdem viele Kollaborationen mit besonderen Menschen in meinem Leben, mit Freunden und Leuten, mit denen ich einfach sehr gerne geschrieben und aus Spaß Musik gemacht habe. Das ist für mich auch etwas ganz Besonderes. Normalerweise schreibe ich alleine, aber auf einigen Tracks gibt es diesmal mehrere Songwriter. Es war einfach total schön und ganz ungezwungen. Wir saßen zum Beispiel einfach zusammen im Wohnzimmer und dachten: Okay, warum schreiben wir nicht einfach einen Song? Das hat sich sehr natürlich ergeben.

Mit wem hast du die Songs geschrieben?

Zum Beispiel mit meiner Managerin Maria Morais. Sie ist eine der Personen, mit denen ich am liebsten schreibe. Wir funktionieren beim Schreiben einfach richtig gut zusammen und haben dabei total viel Spaß. Dann meine beste Freundin Mariana, sie ist auch eine großartige Songwriterin und hat mir bei einem Song auf dem Album sehr geholfen. Und auch andere Freund:innen wie Tatu und Tayla. Ich hatte wirklich eine richtig gute Zeit beim Schreiben dieser Songs.

Ein weiteres Thema des Albums sind Orte, Abschiede von Orten oder vielleicht auch die Rückkehr an bestimmte Orte. Kannst du mehr darüber erzählen, welche Orte für dich wichtig geworden sind und welche sich in diesem Album widerspiegeln?

Einer dieser Orte ist tatsächlich Berlin, weil der erste Track damit beginnt. Es ist ein Song, den ich vor ungefähr drei Jahren geschrieben habe, als ich zum ersten Mal dort war, auf meiner allerersten Tour.

Ich habe darin darüber gesprochen, wie verrückt es ist, so weit von zu Hause entfernt zu sein, und wie aufregend und lebensverändernd das gleichzeitig sein kann. Aber auch darüber, wie sehr ich mein Land, meine Heimat und mein gewohntes Leben vermisse. Ich glaube also, dass Berlin einer der Orte war, die dieses Album inspiriert haben.

Und natürlich hat auch São Paulo, die Stadt, in der ich in Brasilien lebe, viele der Songs inspiriert. Die Mischung aus brasilianischen Rhythmen und Akkordfolgen und diesem ganz allgemeinen Gefühl, das brasilianische Musik vermittelt, aber gleichzeitig mit einem urbanen Touch, weil São Paulo eine riesige kosmopolitische Stadt mit ungefähr elf Millionen Einwohnern ist.

Und dann natürlich Rio. Rio hat zwei der Songs inspiriert: "Rio Lua" natürlich und "Dona Do Mar", den letzten Song des Albums.

Wenn du so weit weg von zu Hause bist, auf der anderen Seite des Ozeans: Hat die Zeit in Europa deinen Blick auf dein eigenes Heimatland verändert oder ist er im Großen und Ganzen gleich geblieben?

Es hat meinen Blick definitiv verändert. Ich habe dadurch gemerkt, wie sehr ich es vermisse, zu Hause in Brasilien zu sein. Natürlich liebe ich es auch, auf Tour zu sein. Ich liebe es, neue Orte kennenzulernen. Es ist eine unglaublich schöne Erfahrung, so viele verschiedene Orte entdecken zu dürfen. Aber du kennst bestimmt dieses Gefühl, dass man etwas erst richtig zu schätzen weiß, wenn man es loslässt? So geht es mir mit Brasilien. Ich vermisse das Essen. Ich vermisse die Landschaft, die Natur, meine Freunde, meine Familie, einfach alles. Also ja, es hat meinen Blick auf Brasilien definitiv verändert. Ich nehme das alles jetzt nicht mehr als selbstverständlich hin.

Welches Essen vermisst du am meisten?

Ich vermisse Baião de Dois wirklich sehr. Das ist ein Gericht aus dem Nordosten Brasiliens. Es ist so etwas wie Reis und Bohnen, aber auf eine ganz bestimmte Art, mit speziellen Gewürzen. Dieses Gericht ist für mich etwas ganz Besonderes, weil es mich an meine Oma erinnert. Und ich freue mich schon sehr darauf, das wieder zu essen.

"Genieß die Sehnsucht."

Ein Song, der mich persönlich besonders beeindruckt hat ist "Reza Brava". Was bedeutet der Titel?

Also, das ist ein bisschen lustig. Denn für "Reza Brava" gibt es keine genaue Übersetzung. Es ist eine brasilianische Redewendung für ein Stoßgebet. Aber wir verwenden den Ausdruck eher auf eine lustige Art.

"Reza Brava" handelt davon, jemanden so sehr zu wollen, dass irgendwann nichts mehr Sinn ergibt. Nichts kann diese Person aus deinem Kopf vertreiben. Nicht einmal ein sehr starkes Gebet. Nicht einmal Wein.

Ich liebe diese sehr bildhafte Sprache, mit der du all die Dinge beschreibst, die du ausprobierst hast, und die trotzdem nicht funktionieren. Was würdest du denn jemandem raten, der selbst in so einer Situation steckt?

Ich glaube, man muss es einfach so nehmen, wie es kommt. Lass das Leben zeigen, was passieren wird. Auf meinem Album kann man den ganzen Prozess miterleben: Das ganze Verliebtsein, diese Sucht danach und all das. Und dann geht irgendwann alles den Bach runter. Man kann wirklich den ganzen Prozess sehen. Ich glaube also, mein Rat wäre einfach: Erlebe die Dinge. Lebe sie voll und ganz, weißt du? Genieß es. Genieß auch diese Sehnsucht. Genieß sie, denn sie ist schön. Verliebt zu sein ist einfach ein tolles Gefühl. Liebe ist etwas Gutes. Und wenn es nicht funktioniert, wird es dir trotzdem gut gehen.

Das erste Album lässt sich in gewisser Weise mit einem Fundament vergleichen, auf dem du weiter aufbauen wirst. Gibt es etwas, das du bei der Arbeit an dieser Platte gelernt hast, das du in deine zukünftige Karriere mitnehmen möchtest?

Ja, ich glaube, dieser Prozess hat mein Leben sehr verändert. Das erste Album war mit sehr viel Druck verbunden, vor allem von mir selbst. Ich dachte: Okay, jetzt wird es ernst. Und ich glaube, ich habe dabei vor allem gelernt, mir selbst zu vertrauen. Das ist wahrscheinlich eine meiner größten Lektionen: einfach weiterzumachen und sich selbst und den eigenen Songs zu vertrauen und er eigenen Seele.

Aber natürlich habe ich bei der Arbeit an dieser Platte auch sehr viele handwerkliche Dinge gelernt. Ich habe unglaublich viel Erfahrung gesammelt, beim Produzieren, beim Songwriting, eigentlich in allem. Und ich glaube, auch die Songs selbst und die Art, wie sie auf dem Album angeordnet sind, zeigen, wie sehr ich mich über die Jahre innerlich weiterentwickelt habe, weil das Album wirklich eine zusammenhängende Geschichte erzählt.

Und wenn ich es jetzt anhöre, merke ich erst, wie viel ich in den letzten Jahren gelernt habe. Ich denke dann: Okay, all das ist passiert und jetzt bin ich hier.

Du hast vorhin schon kurz erwähnt, dass du in diesem Album eine Reise durchmachst, die, wie du sagtest, in Berlin beginnt. Kannst du für alle, die kein Portugiesisch sprechen, ein bisschen erklären, wie sich dieser Prozess durch das Album zieht?

Also, es beginnt damit, dass ich weit weg von zu Hause bin, verschiedene Länder kennenlerne und all die Gefühle erlebe, die eine erste Tour mit sich bringt. Dann geht es um Leidenschaft und diese intensive Art von Verliebtheit, bevor sich das Ganze zu Liebe und einer ruhigeren Phase entwickelt.

Irgendwann wird mein Leben aber so voll und verrückt, dass ich mich wieder auf mich selbst konzentrieren muss. Das Album erzählt auch von toxischen Beziehungen, aber gegen Ende wird es immer persönlicher. Es geht um Stärke, darum, das eigene Selbstvertrauen zurückzugewinnen, sich selbst wiederzufinden und zu erkennen, dass einem keine Grenzen gesetzt sind. ADer letzte Track ist für mich besonders wichtig und ich liebe ihn sehr, weil er von der Meeresgöttin Yemanjá handelt, die in Brasilien eine sehr wichtige Figur ist. Jeder kennt Yemanjá. Sie ist die Beschützerin der Meere. Ich finde, das ist ein ganz besonderer Abschluss für das Album, weil der Song mich zurück zu meinen Wurzeln, zu meiner Heimat und meinem Land bringt. Gleichzeitig endet das Album mit einem spirituellen Erwachen.

Kannst du uns mehr darüber erzählen, was die Meeresgöttin sowohl kulturell als auch für dich persönlich bedeutet?

Yemanjá ist eine Figur aus der Religion Umbanda beziehungsweise Candomblé. Sie ist eine "Orixá". Das lässt sich schwer übersetzen, aber im Grunde ist sie eine Göttin. In diesen Religionen gibt es viele Gottheiten, die jeweils mit bestimmten Elementen der Natur verbunden sind. Yemanjá steht für das Meer.

Sie ist wahrscheinlich die bekannteste von ihnen, denn auch Menschen, die nicht Candomblé oder Umbanda praktizieren, kennen sie. In Brasilien gibt es zum Beispiel diese Tradition, dass man an Silvester, wenn man am Strand ist, siebenmal für Yemanjá ins Meer springt, damit sie die eigenen Wünsche erfüllt. Das ist einfach ein sehr wichtiger Teil der brasilianischen Kultur.

Ich glaube, es ist wirklich ein sehr kraftvolles und gleichzeitig wunderschönes Element unserer Kultur. Und ich bin sehr froh, dass ich diesen Song schreiben und mit auf das Album nehmen konnte. Für mich fühlt es sich gut an, über sie zu sprechen, weißt du?

Danke, dass du sie mit uns geteilt hast!

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