BTS - Swim
Über das "Arirang"-Album habe ich schon eine Review geschrieben, aber ich freue mich, noch einmal ein bisschen genauer über den Titeltrack zu sprechen. Denn "Swim" ist so ein seltsamer Fall.
Das Ding ist schon ein Vibe. Ich liebe den Moment im Verse, in dem das Synth-Arpeggio sich einen halben Ton hochverschiebt und für ein paar Momente ein bisschen dissonant klingt. Die Bassline ist mächtig. Das klingt wie ein richtig wertig produzierter, atmosphärischer Post Malone-Song. Und trotzdem: Wie die meisten habe ich das Gefühl, dass hier etwas fehlt.
Was isses? Die koreanische Kultur? Das alte BTS? Die Lore? Der Banger? Gute Frage! Ich kann nur sagen, dass BTS an dem Punkt angelangt sind, den absoluten State of the art zu definieren. Ihr Vorstoß war ein solide-streambarer Track, der aber mit Absicht so weit von einem Ausrufezeichen weg ist, wie man nur sein könnte. Er gestikuliert vage in Richtung der Artsiness, die sie mal ausgemacht hat, aber gleichzeitig könnte man auch nicht klar sagen, was jetzt die künstlerische Ambition dahinter sein soll. Klar, schwer wiegt die Krone. Andere Artists hätten für diesen mutig-minimalistischen Moment Lob eingefahren, aber für den Stellenwert von BTS und die Erwartungen ist "Swim" einfach ein bisschen zu wenig.
Wertung: 3,5/5
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