RHCP: Kritik an neuer Netflix-Doku
Ab 20. März zeigt Netflix eine Dokumentation über die Red Hot Chili Peppers. "The Rise Of The Red Hot Chili Peppers" nimmt jedoch nicht die kompletten fünf Karriere-Jahrzehnte ins Visier, sondern wie der Titel andeutet die frühen Jahre der Band und insbesondere den Einfluss des 1988 an einer Überdosis verstorbenen Gitarristen Hillel Slovak. Als Regisseur fungierte Ben Feldman ("Funny Not Funny" und "Rich & Shameless"), der mit dem Ergebnis sehr zufrieden ist: "Im Kern ist es eine berührende Geschichte über Freundschaften, die unsere Identität prägen und die dauerhafte Kraft von in der Jugend geknüpften Beziehungen. Weniger alltäglich ist natürlich, dass diese Freunde zu einer der größten Rockbands der Geschichte avancieren. Ich bin der Band und Hillels Familie zutiefst dankbar für ihr Vertrauen und ihre Großzügigkeit, und danke Netflix, dass sie diese Geschichte einem weltweiten Publikum zugänglich zu machen."
Feldman erhielt also Zusagen für neue Interviews mit Flea und Anthony Kiedis sowie engen Vertrauten Slovaks, die über die Ära der 80er Jahre sprechen. Slovaks älterer Bruder James, der 2012 bei der Ehrung in der Rock And Roll Hall Of Fame gemeinsam mit der Band zugegen war, fungiert als Executive Producer. Klingt alles nach einer harmonischen Angelegenheit, doch am Wochenende fühlten sich die Chili Peppers zu einer Art Gegendarstellung genötigt. Auf Instagram posteten sie folgendes Statement:
"Liebe Menschen des Universums, vor etwa einem Jahr wurden wir gebeten, für eine Dokumentation über Hillel Slovak ein Interview zu geben. Er war Gründungsmitglied der Band, ein großartiger Gitarrist und ein Freund. Aus Liebe und Respekt für Hillel und sein Andenken sagten wir zu. Diese Dokumentation wird nun jedoch fälschlicherweise als Red Hot Chili Peppers-Dokumentation beworben. Wir waren kreativ in keiner Weise daran beteiligt. Es existiert bislang keine offizielle Band-Doku. Im Mittelpunkt dieses aktuellen Netflix-Specials steht Hillel Slovak, und wir hoffen, dass es euer Interesse an ihm und seinem Werk weckt."
2 Kommentare
Besser wäre es gewesen, die 90er zu porträtieren, insbesondere den Aus- und Einstieg Frusciantes. Man hätte mit Woodstock '99 schließen können. Das wäre viel interessanter gewesen, zum Beispiel auch, wer in die ganzen Viper Room-Geschichten involviert gewesen ist und welchen Bezug Frusciante dorthin hatte bzw. wie genau es ihm auch gelang von den Drogen wegzukommen und wie die Anbahnungszeit zur Californication im Detail verlief, etc.
Da sagt die Band es geht um Hillel und findet scheinbar den Titel irreführend, man schreibt einen Artikel dazu und nennt sie darin dann doch RHCP Doku…