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EUROTEURO – Määätschick

Manche Bands werden von ihrem ersten richtigen Hit verfolgt wie von einem freundlichen Gespenst. Bei EUROTEURO heißt dieses Gespenst "Autogrill": Espresso, Panini, Italo-Fantasie, Synthie-Glück, eine Nummer wie ein Witz, der besser war, als er ursprünglich gemeint gewesen sein dürfte. Seither konnte man das Wiener Projekt um Peter T. leicht in eine bestimmte Schublade stecken: halb Kunstfigur, halb Nebenraum-Party, halb NDW-Spaß, halb Elektropop gegen die allgemeine Zumutung, sein Leben bitte effizienter zu organisieren. Und ja, Wiener haben vier Hälften.

Dass EUROTEURO diesmal ernster werden, heißt erfreulicherweise nicht, dass sie schwerfällig werden. "Favourite", die erste Vorabsingle, handelt von Verlust, Erinnerung und der seltsamen Anwesenheit abwesender Menschen. Das klingt nach maximalem Kloß im Hals, bleibt aber musikalisch in Bewegung: Drums, Synths, ein Bariton, der nicht posiert, sondern eher tastet, dazu diese EUROTEURO-typische Fähigkeit, Melancholie nicht grau, sondern schimmernd zu erzählen. Wir freuen uns auf das Album.

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