"Disco In Moskau"
(Erschienen auf: "Damenwahl", 1986
Das Album eröffnet mit einem Auszug aus der Hymne der Sowjetunion, der fein komponiert in diesen tanzbaren Stampfer übergeht. Es deutet sich hier an, dass die Band darüber nachdenkt, die drei Akkorde, die sie die letzten Jahre gespielt hat, in Zukunft zu variieren, und dass eine Rhythmussektion eventuell noch mehr hergeben kann als Geschrammel und Geprügel. Klingt dabei zum Glück nicht sehr nach Disco und mehr nach Spielautomat und ranzigen Bierdeckeln. Campino erkennt die Zeichen der Zeit und prophezeit: "Das Ende ist nah / für Lenin und Marx / Disco in Moskau"
2 Kommentare mit einer Antwort
Man hätte durchaus noch erwähnen können, dass das eine eingedeutschte Cover-Version eines Songs der "Vibrators" aus dem Jahr 1983 ist.
Das ist einer dieser Songs, von denen ich die Studioversion so gut wie nie höre. Für mich ist die 87er Liveversion von "Bis zum bitteren Ende" die einzig wahre.
Jup, die ballert einiges besser, und ist auch einen Tick schneller gespielt. Die "Damenwahl" ist ohnehin sehr glatt produziert.