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"Wir pushen hier keine rechte Scheiße."

Beginnen wir mit guten Nachrichten, solche kann man ja immer gebrauchen: T-Low hat sich gerade als ausgesprochen stabiler Kollege erwiesen. Er hat angekündigt, Werbung für eine Fascho-Partei, auch wenn sie nur beiläufig in Form blauer Herzen zum Ausdruck kommt, in seinem Twitch-Chat künftig nicht mehr zu dulden:

"Wenn hier irgendwer irgendetwas Positives gegenüber der AfD reinschreibt, dann will ich bitte, dass hier nicht nur ein Timeout passiert, sondern ein Permabann", zitiert der Musikexpress eine offenbar an sein Moderationsteam adressierte Bitte T-Lows. "Wir pushen hier keine rechte Scheiße. Ich will hier nichts Positives über die Bastarde sehen."

Applaus dafür!

Als besonders politisch ist mir der Typ noch nie aufgefallen. So sieht er sich auch selbst nicht: "Ich beschäftige mich mit Politik gar nicht. Aber was ich auf jeden Fall weiß, ist, dass rechtes Gedankengut mehr als nur verkehrt ist und das nicht supportet werden sollte."

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10 Kommentare mit 9 Antworten

  • Vor 8 Tagen

    Mich freut, dass ausgerechnet in der Hip-Hop-Kultur – die in ihren Texten oft selbst Grenzen des guten Geschmacks, des Gesetzes oder der politischen Korrektheit überschreitet – plötzlich moralische Reinheitsgebote aufgestellt werden.

    • Vor 7 Tagen

      Guten Geschmack verletzen und Nazis wählen ist natürlich vollkommen gleichwertig.

    • Vor 7 Tagen

      Das muss man sich einmal vorstellen: Da verdient jemand sein Geld mit einer Kultur, die historisch von der totalen Verweigerung bürgerlicher Regeln und dem kalkulierten Tabubruch lebt – und verhält sich im echten Leben wie der Vorsitzende eines Kleingartenvereins beim Einlass zur Jahreshauptversammlung.

      Und dass t-low im selben Atemzug zugibt, sich mit Politik ‚gar nicht zu beschäftigen‘, macht das Drama erst richtig rund.

    • Vor 7 Tagen

      Ja, jetzt bin ich auch total überzeugt. Dann doch lieber Nazis wählen und für sich selbst sowie alle anderen gleichzeitig zu ruinieren, statt irgendwelche Neo-Spießer ihr neo-spießiges Leben leben zu lassen, während mensch davon völlig unbeirrt sein eigenes Leben weiter leben könnte! :rolleyes:

    • Vor 7 Tagen

      nein bruder das ist kein drama auch ich war mal krasse gangster aber jetzt ich chille nur mit leute die wählen grün oder links

    • Vor 6 Tagen

      Peter glaubst du auch, dass man Prostituierte SA'n darf, weil die sowieso den ganzen Tag nichts anderes machen?

      Nur weil eine Subkultur systemkritisch ist, heißt es nicht, dass jeder dort willkommen ist. Das gilt vor allem diejenigen, die für genau das System arbeiten.

      Und warum setzt du Grenzen setzen mit Spießigkeit gleich?

    • Vor 4 Tagen

      Besonders war Hip-Hop schon immer gegen Neo-Nazis und Faschos. Von daher wäre der Gedanke, sich, auch wenn es nur symbolisch ist, im Sinne des Hip-Hops gegen Rechtsradikale zu wenden, nur logisch und die Konsequenz daraus. Und mehr noch: der Standard im Hip-Hop. Dass Rap nun teils durch negativ subversive rechtsradikale Dummköpfe gekapert werden soll, liegt auch wieder in der Natur der rechtsradikalen Dummköpfe. Also wahrscheinlich auch eine Art Standard. Aber eben in dumm.

  • Vor 5 Tagen

    Die AfD wegen Menschenfeindlichkeit kritisieren, während man selbst Sexismus, Gewalt und Erniedrigung im eigenen Genre glorifiziert – das ist schon eine interessante Form moralischer Selbstüberschätzung. T-Low zieht bei AfD-Sympathisanten im Chat eine klare Grenze. Umso spannender ist der Kontrast zu seinem früheren Song „Ordentlich“ und seinem Umgang mit seinem wegen Vergewaltigung verurteilten Weggefährten Danny. Vielleicht sind sich manche Rapper und AfD-Wähler in ihrer Menschenfeindlichkeit ähnlicher, als beiden lieb ist. Die einen verpacken sie in Gangster-Ästhetik, die anderen in politische Parolen. Und beim jeweils anderen entdeckt man plötzlich die eigene Moral.

  • Vor 3 Tagen

    Ich feier ihn richtig. Finde es immer lobenswert wenn ein Künstler sich traut seinen Mund aufzumachen - auch mit dem Risiko Fans zu verlieren.