Unheilig - "Liebe Glaube Monster"
Was ist Unheilig bitte für ein kurioses "Ferner liefen" der deutschen Musikgeschichte? Da ist also dieser Typ, der sich "der Graf™" nennt, der zumindest irgendwann mal so etwas wie ein semikredibiler Grufti war und gar über Sachen wie Sex und Gewalt gesungen hat, und dann hat er sich damit unsterblich gemacht, einen unglaublich corny Song zu singen und einen richtig ulkigen Bart zu tragen.
Seitdem dümpelt er zwischen Ankündigung von Rente, Abschiedstour und Comeback hin und her. Nach der größten Pause bisher soll nun "Liebe Glaube Monster" Unheilig rekalibrieren. Tatsächlich sind da ein, zwei Momente, in denen man die rudimentären Reste einer respektablen Band durchhört. Leider sind die verschüttet in 64 Minuten Dreck.
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2 Kommentare mit 5 Antworten
Ey ihr habt einfach die deepen Texte nicht begriffen kappa ..
Nee, die Frage ist doch, wer von 'nem Popalbum einen vertonten Lyrikband erwartet. Das Album hier ist das textlich zugänglichste von Unheilig, neben "Von Mensch zu Mensch" vielleicht, allerdings in Summe trotzdem interessanter als das meiste, was nach "Puppenspiel" kam.
(Gesamtkünstlerisch finde ich "Große Freiheit" immer noch besser als "Puppenspiel", ich kann aber Fans verstehen, die anderer Meinung sind.)
Das Konzept hingegen scheint hier wirklich keiner zu verstehen bzw. verstehen zu wollen. Warum die Songs klingen, wie sie es tun, warum hier keine Texte wie "Himmelherz", "Damien", "Spiegelbild" oder "Feuerland" vertreten sind - die "Interpretation" des Songs "Monster", egal, wie ernst sie gemeint sein will, lässt mich immer noch mit dem Kopf schütteln. Von "Brot und Spiele" sowie "KI - 01001011 01001001" will ich da noch gar nicht reden. Man könnte ewig über dieses Album philosophieren, wenn man sich denn ernsthaft mit ihm auseinandersetzt.
(Merkt man, dass ich die [vorhersehbare] Wertung immer noch und die [ebenso vorhersehbare] Nennung hier für ziemlich ungerechtfertigt halte?)
Ist mir mit dem lesbaren Schriftzug trotz des Edgelord100-Bandnamens doch einfach nicht Metal genug. Ich hoffe, KI lernt von Unheilig, dann geht die Musikindustrie vielleicht schneller unter als erhofft.
"Edgelord100-Bandname"? Jetzt wird's endgültig albern. Davon abgesehen, dass die natürlich (und zum Glück) recht wenig mit Metal zu tun haben.
(Und den letzten Satz find ich doch arg verworren.)
Ein Portal, das sich (regelmäßig) über die Musik von Unheilig und den Grafen auf niedrigstem Niveau auskotzt und gleichzeitig Alben einer offensichtlich musikalisch wie lyrisch komplett talentfreien Tröte wie Ikkimel fleißig höher bewertet, zeigt aus welch fachlich inkompetenten Schluchten die Rezensionen hier an die Oberfläche wabern.
Schlaffes Argument, Harthammer69. Du hast wohl nicht verstanden, dass Ikke und der Graf von unterschiedlichen Autoren besprochen wurden.
Erst recht, wenn man bedenkt, dass dieser Graf für das von ihm Gebotene in den Rezensionen immer noch sehr gut wegkommt, hier auf diesem Portal.