In der Geschichte von Daniel Pongratz aka Danger Dan geht es viel um Aufbruch und Reise, um die Suche nach dem eigenen Platz in dieser Welt, nach Zugehörigkeit und "Heimat". Im Gespräch fallen oft Sätze wie "Da wollte ich nicht alt werden", "Ich hatte das Gefühl, noch nicht angekommen zu sein" oder …

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  • Vor 5 Tagen

    Aaaaalter, was ein Abriss gestern im Wiesbadener Schlachter! Parkplatzsituation war latürnich schon halbe Stunde vor Beginn absolut unterirdisch, so angespannt hab ich das vor Ort noch nie erlebt. Hab mir echt die Zeiten zurück gewünscht, als das noch ein lockerer Abendspaziergang vom ersten Ring runter zum Bahnhof gewesen wäre, aber so waren wir halt gezwungenermaßen mit Karre vor Ort und haben daher den Support Act verpasst...

    ...aber dafür pünktlich zum ersten Stück von Caspian mit Drink in der Hand von der Bar zur Bühne umgedreht. Muss gestehen, dass ich vorab noch gar nicht zum Hören der letztwöchig erschienenen neuen Pladde gekommen bin, aber ein alter Klassenkamerad war ebenfalls vor Ort, hatte bereits Vergnügen und machte micht auf die (wenigen) neuen Stücke im Set immer vorher aufmerksam. Fügen sich meines Erachtens nahtlos ins bisherige Œu­v­re ein, weswegen auch ein fantastisch neblig-waberndes, mit drei Gitarriten formidabel und brillant inszeniertes Flow-Erlebnis über gut eine Stunde Spielzeit entstand, welches nur durch wenige, beinahe verschüchtert, aber unheimlich dankbar wirkende Ansagen in verschieden Sektionen aufgeteilt wurde.

    Wie perfecth sich das mit dem ebenfalls häufiger dem Post Rock zugeordeneten "Main" Act des Abends zu einer stimmigen Melange vermählte, zeigte sich bereits unmittelbar mit Auftakt derselben: Zwei befreundete Bands, ungezeit zurselben Zeit ge- und anschließend durchgestartet, seit jeher in der Musikjournaille demselben Genre zugerechnet und doch so völlig unterschiedliche Pole be- und eigensinnige Genreakzente setzend. Das nebulös verträumte, schwelgerisch im Schönklang dahin fließeende und in seinem Strom mitreißende Szenario von Caspian weicht nun den zackigen, manchmal beinahe militärisch anmutenden, oft tanzbaren und dabei immer wieder augenzwinkernd verschnörkelt ins psychedelische half time changierenden Soundaufbauten von And So I Watch You From Afar (from the North Coast of Ireland, Baby!). Taktwechsel überschlagen sich, lustige Quietsche-Licks führen immer wieder hinab in triphoppige Party-Keller, in denen der Overdrive-Bass den Putz von den Wänden klopft.

    Kurzum: In einem weit überdurchschnittlich gut besetzten Live-Jahr 2026 fand gestern Abend im Wiesbadener Schlachter nicht vollkommen unerwartet, aber doch einigermaßen überraschend einer meiner persönlichen Top 3 Konzertabende des Jahres sta...

    ...wat? Danger Dan? Ja, keine Ahnung. Der war ja in der großen Halle, hab ich nicht gesehen vom Kesselhaus aus. Aber als paar echt fesch gestylte Menschen jüngeren Alters am Bahnhofseinfgang vorbeiliefen (respektive gediegen auf E-Scootern vorbei cruiseten), wo Brudi, Ex-Klassenkamerad und ich noch eine(n) rauchten und uns über dieses außergewöhnliche Konzertereignis kurz zuvor austauschten, hat mir eine junge Frau auf Nachfrage bestätigt, dass er wohl "total hip" gewesen sei, aber keinesfalls Hipster (vermutlich, weil sooo 2012, so zu sein, geschweige denn danach zu fragen)! :mad:

    • Vor 5 Tagen

      Hip? Der war auch gestern gekleidet wie es sein Markenkern eben vorsieht und im Publikum waren neben den erwartbaren jungen Menschen erstaunlich viele bereits ergraute Leute. (Man liest, ich war in der großen Halle, allerdings nur mittelmäßig fresh gestylt, dafür mit den Öffis am Schlachter).

    • Vor 5 Tagen

      "allerdings nur mittelmäßig fresh gestylt"

      Ja, hab dich gesehen :\

    • Vor 5 Tagen

      Vielleicht hätte ich ein kleines bisschen weniger suggestiv fragen können als mit "Und? War er hip, total hip oder Hipster?", aber representen kommt ja heutzutage auch nicht mehr immer zwangsläufig nur von "repräsentativ".

      ¯\_( ͡° ͜ʖ ͡°)_/¯