Helene Fischer, ein Dramolett in drei Akten

Personen:
Musikkritiker, Mitte Dreißig, mäßig erfolgreich
Helene Fischer, Menschmaschine und Schlagerstar, sehr erfolgreich
Redaktion

Bühnenrequisiten:
Konfettiregen
Lichtermeer

ERSTER AKT.

Tagada-Synthesizer und Beats erklingen. Das Orchester spielt …

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  • Vor 8 Jahren

    diese vor plastik strotzende fischermaschinerie kotzt mich mittlerweile so dermaßen an, dass meine finger das übliche unbekümmerte "ungehört 1/5" vehement verweigern.
    beschallung für bauernlümmel, biodeutsche und sonstiges lumpenpack.

  • Vor 8 Jahren

    All hail the Brandstetter.

  • Vor 8 Jahren

    "Gefühloholiker" - ein Google-Treffer. Brandstetter makes laut.de proud again.

  • Vor 8 Jahren

    Leiden die ersten beiden Akte noch unter dramaturgischen Schwächen die wahlweise der Unerfahrenheit des Autors auf neuem Terrain oder doch eher den einsetzenden neuralen Schäden bei zu intensiver Beschäftigung mit toxischem Kulturgut wie dem hier zu rezensierenden qualitativen Bodensatz der deutschen Unterhaltungsindustrie zuzuschreiben sind, so ist die finale Kritik dann aber der erlösende Faustschlag in die Magengrube für die freundlicherweise ebenfalls mit Aufmerksamkeit bedachte Leserschaft auf den Kommentarleistenkommentatorenrängen der hinteren Reihen ihres bevorzugten Onlinemusikmagazins. Durch das befreiende Komprimieren der zermalmenden Eindrücke des Protagonisten aus den ersten beiden Akten in der CD-Kritik des dritten Aktes gelingt dem Autor das experimentelle Kunststück jedoch mit einer fulminanten, atemraubenden Auflösung zum Schluss, chapeau!
    Der geneigte Musik-Connaisseur kann die vorliegende Musikkritik also in dem selten so eindeutig bestimmbaren Gefühl verlassen, von dem hier aufgeführten Dramolett deutlich gewitzter und kurzweiliger unterhalten zu werden als beim einmaligen Hörsturz zum besprochenen Produkt.

    Gelesen 5/5

    • Vor 8 Jahren

      Danke, lieber Musikfreund. So lasset uns bei einem guten Glas Rotwein und etwas gehobeneren Popkulturprodukten im Ohr - egal, ob Jazz, Punk oder Salsa, aber wenigstens mit ein paar interessanten Harmoniemodulationen und Offbeats garniert - durch diese Meta-Meta-Ebene streifen.

  • Vor 8 Jahren

    Mega Mettenmaschine, leider durch das Silbereisen unbrauchbar gemacht. Einzige Hoffnung nun Juju.

  • Vor 8 Jahren

    Die nächsten 20 Echos der kommenden 3 Jahre nach Erscheinen dieses Albums sind ihr garantiert und alleine diese Tatsache sagt unglaublich viel über die deutsche Musikindustrie aus.

    Super Review BTW.

  • Vor 8 Jahren

    Da haben Frau und Schwägerin die Farbenspiel CD endlich im Schrank verstaut da kommt die Fischer schon mit der nächsten Höllenproduktion um die Ecke. Da stiess ich dann doch einen kleinen Angstschrei aus. Obwohl ich schon länger weiss was auf mich zukommt da Frau und Schwägerin seit Tagen nur über das neue Album kreischen. Also, werde ich wohl doch wieder resigniert und freudlos auf dem Fischerkarussel mitdrehen müssen. Irgendwann hälts ja wieder an und dann kommt sicher wieder die nächste CD, die nächste Hallentournee, die nächste Stadiontournee und und und.... Wenigstens muss ich nicht mit zum Konzert oder zum Fernsehgarten. Da erbarmt sich meine Frau dann meiner doch noch und begügt sich mit Schwägerin. Auf jedenfall liebe ich meine Frau wirklich ansonsten fällt mir keine Erklärung ein warum ich dass dauernd und immer wieder mitmache. Das kann nur ware Liebe sein. Na denn, auf ein neues... mir ist jetzt schon schwindelig...

  • Vor 8 Jahren

    Dieser Kommentar wurde vor 8 Jahren durch den Autor entfernt.

  • Vor 8 Jahren

    Dieser Kommentar wurde vor 8 Jahren durch den Autor entfernt.

  • Vor 8 Jahren

    Helene Fischer ist heiss.

    Ungehört 5/5

  • Vor 8 Jahren

    Kritik 5/5

    Musik aus Angst meine Zurechnungsfähigkeit nicht gehört.

  • Vor 8 Jahren

    Musik für altersgeile Schrebergartengeneräle

  • Vor 8 Jahren

    Auf die schnelle Zusammengeschusterte Massenware. Aber sie wird mit der neuen CD wieder mal Preise einheimsen ob wir alle wollen oder nicht. Leider gibt's ja Leute die sowas kaufen. Ehrlich Gesagt fand ich sie mal ganz Cool, aber seitdem sie alles mitnimmt wo es nur noch mehr Kohle zu Scheffeln gibt, und sie immer in irgendwelchen Schlagerfuzzi Shows die Nummer 1 sein möchte, ist sie bei mir auf der Sympathie Liste ganz nach hinten Gerutscht.

    • Vor 8 Jahren

      Man muss die Sängerin und ihre Alben ja nicht mögen, aber ein Blick ins Booklet ist manchmal sinnvoller als groteske Mutmaßungen und erspart einem die öffentliche Blamage. Dort steht u.a: Aufgenommen in Hamburg, Mallorca, L.A,Budapest. Soviel zum Thema "auf die Schnelle zusammengeschusterte Massenware".

  • Vor 8 Jahren

    Ich glaube, im Hinblick auf die Bendzkos, Bouranis und Forsters gehen 2 Punkte sogar noch ok. Mit Musik hat das Produkt tatsächlich kaum etwas zu tun, eher was mit einer Zirkusgala.

  • Vor 8 Jahren

    Jetzt mal ohne übertriebenes Mettengelaber: Mein Schwager hört das. Der ist 25. Früher hätte man da direkt den Frontallappen weggefräst.

    • Vor 8 Jahren

      Bin gestern mit drei Grundschullehramt-Studierenden (danke, Olivander :-*) im Zug gefahren, sehr jung und sehr hängengeblieben, die haben sich auch über das Album unterhalten. Dann dachte ich an meine eigene dumme Öko-Rassisten-Grundschullehrerin und das hat mich dann traurig gemacht :(

    • Vor 8 Jahren

      Lehrer sind halt ne ganz eigene Spezies. Meine Lehrer kamen fast alle arrogant rüber, als hätten se die Weisheit mit Löffeln gefressen.
      Achja und Kinder mit Migrationshintergrund bekamen nie ne Empfehlung fürs Gymnasium.

    • Vor 8 Jahren

      "Früher hätte man da direkt den Frontallappen weggefräst."

      Abseits der Props für den Spruch deckt sich das aber leider auffällig gut mit den Ergebnissen der letzten Shell-Jugendstudie, die der "aktuellen Generation" so insgesamt ja das Prädikat "Rebellion durch Anpassung" attestiert.

    • Vor 8 Jahren

      Ich kenne nielarq dass diese Musik hört. Ob das jetzt für mein Umfeld oder meine soziale Isolation spricht... :|

    • Vor 8 Jahren

      ...Shell sagt, es gibt einen signifikanten Rückgang der Subkultur. Weniger und kleine nennenswerte Subszenen, die definierenden Charakter für die befragte Generation haben. Breitflächige Besinnung auf z.T. konservativere Werte wie die der eignen Elterngeneration etc.

      Für beides also, zumal die (musikalische) Sozialisation ja die Auswahl des sozialen Umfelds prädestiniert, wie sich auch wieder an dem Therapiefall zeigt, an dem ich schon den ganzen Mittag nebenher schreibe... :(

    • Vor 8 Jahren

      Ach, fuck. Hab "soziale Isolation" beim lesen zu "Sozialisation" eingedampft, sorry. Ein Indiz dafür, dass es allerhöchste Zeit wird, sich zu distanzieren.

      Von dem Fall, hier, einfach allem :D

    • Vor 8 Jahren

      Social Media macht so etwas wie eine in sich geschlossene Subkultur strukturell ziemlich unmöglich, würde ich meinen.

      Und von solchen breiten Befunden auf den Einzelfall zu schließen lässt selbstverständlich einiges an Erklärungspotenzial aus. ;)

    • Vor 8 Jahren

      Hm, dein Fall hat nur Klassik gehört und ist ins Rotweinmilieu abgerutscht?

    • Vor 8 Jahren

      Eher so das behütete larq, Ende 20, ödipale Konfliktsituation, regelbewusst, angepasst, leistungsorientiert, war lange unbemerkt mit homosexuellem larq aus dem andren larqlager zusammen, hat neulich zum erstem Mal bemerkt, dass andere larqs des gleichen Standes und Stammes illegale Sachen machen und nehmen und es selbst überall als Spaßbremse gilt. Die Elternlarqus alles vorbestimmt und mitgeplant, pipapo, Leben im Klo-sett.

    • Vor 8 Jahren

      Souli, muss man sich Sorgen um dich machen?

    • Vor 8 Jahren

      Ach, Quatsch.

      Ich versuch nur vorsorglich zu deinem Accountnamen aufzuleben, um dir so nen größeren Puffer für zukünftige Ausfälle zu verschaffen.

      Wingman Award 2015-2017, u know?

    • Vor 8 Jahren

      Hahahaha, wir haben hier auch einen, der ist zwar erst Anfang 20, war aber total entsetzt, als er erfuhr, dass HC Strache kokst im Studentenheim gekifft wird.

  • Vor 8 Jahren

    PS: Ich weiß nicht ob ich es schön oder traurig finden soll, dass Markus Brandstetter aka Mbeezy wahrscheinlich mehr Arbeit und Liebe in diesen Verriss gesteckt hat, als alle Beteiligten zusammengenommen in dieses Machwerk. Und für die Olle hat Orlando Bloom damals (in seiner Rolle als französische Hauptstadt) sein Leben riskiert, nur um dann miterleben zu müssen, wie sein Volk von dem hölzern agierenden Rainer (in seiner Rolle als Pferdebesitzer) übers Ohr gehauen wird. Es ist zum Heulen.

  • Vor 8 Jahren

    Die Überschrift is gut. Der Rest ist Schweigen. In jeglicher Hinsicht. Oder sollte es zumindest sein.