Platz 5: Tonfilm (1999) Neueinspielung von alten Kamellen? Nee komm, geh weg. Ach nein, so blöd ist das eigentlich gar nicht. Zumindest für den Start einer neuen Besetzung. Schon stand ein Unplugged-Album im Raum, das dann mit halber elektrischer Verstärkung 1999 erschien – noch im selben Jahr …

Zurück
  • Vor 17 Tagen

    Grundsätzlich Dankeschön fürs Ranking und die Kommentare. Interessant wie unterschiedlich man Platten mögen und bewerten kann.

    Der Ausstieg von Klaus Major Heuser war eine große Zäsur. Ich habe auch den Ausstieg von Steve Borg und Manfred Boecker bedauert, die gehörten für mich zu BAP wie der Dom zu Köln. Ich habe natürlich zu wenig Ahnung vom damaligen Innenleben der Band, aber dazu gibt es sicher mehr als nur eine Meinung. Der Ausstieg vom Major war dann aber doch nochmal ne ganz andere Geschichte, schließlich war der Major der Hauptkomponist. Und dazu noch Effendi Büchel und Hans Wollrath.

    Die Idee eine Art Stripped-Album als Einstieg der "neuen" BAP zu bringen ist eigentlich nicht schlecht. Hat nur leider für mich überhaupt nicht funktioniert. Lediglich die Neueinspieling von "Asphaltpirate" bietet eine schöne Alternative zum Original. Die anderen Neuinterpretationen zünden leider gar nicht, finde ich tlw. schrecklich. "Rock 'n' Roll-Star" klingt für mich nach Höhner-covern Musikgeschichte. Und "Mayday!" klingt leider auch verdächtig nach irgendeiner Karnevalskapelle, die am 11.11. auf dem Alter Markt ihren neuesten Sessionshit zum Besten gibt. Jens Streifling, Co-Autor des Songs, verließ BAP dann auch nur wenige Jahre später Richtung Höhner. :-) Nix gegen Karnevalbands, professionelle Musiker, die Session ist ein Knochenjob und das Leben kostet Geld, aber das wollte Niedecken ja nie sein.

    Abgesehen von "Asphaltpirate" und dem wie häufig bei BAP schönen Cover ist die Platte für mich leider vollkommen misslungen.