Aesop Rock - "The Impossible Kid"
Harter Schwenk von einem der scheußlichsten zum mit Abstand bezauberndsten Coverartwork des Jahres 2016, und es hat sich gut gehalten. Auch zehn Jahre später entzückt "The Impossible Kid" noch Herz und Auge, seht:
Wun-der-schön, einfach. Dass Aesop Rock ein fantastischer Rapper mit eigenwilligem Flow, überbordender Kreativität und einem Wortschatz, nicht von dieser Welt ist, müssen wir hoffentlich niemandem mehr erklären. Wer ihn tatsächlich nicht kennt: Dieses Album bietet sich als Einstieg in seine Diskografie geradezu an. Die Lyrics gestalten sich hier wesentlich zugänglicher als auf manch anderem Album aus Mr. Ian Bavitz' Repertoire. Wobei sich die volle Aesop Rock-Experience eigentlich erst einstellt, wenn man vom Gebotenen zwar völlig geflasht ist, zugleich aber keinen Schimmer hat, wovon der Mann da eigentlich redet. (Moment, war das gerade die Anleitung zum Bau einer Katzenmumie?!)
Auf "The Impossible Kid" tritt dagegen ziemlich klar zutage, worum es geht. Ein Mann hadert mit sich, dem Älterwerden und der ihm täglich dreister ins Gesicht grinsenden Endlichkeit seiner Existenz: "If I died in my apartment like a rat in a cage / Would the neighbors smell the corpse before the cat ate my face?" Es geht auch hier um Katzen, aber auch um Zweifel und Ängste und wie man damit fertig wird, um Erinnerungen und Familienbande. Hört "Blood Sandwich", und danach, wenn ihr Geschwister habt: Ruft sie an. Der "case of rough waters" kommt manchmal schneller als man denkt.
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