Tupacs Mörder vor Gericht?
Um aber auch noch kurz in der Vergangenheit zu kramen: Kaum sind drei Jahrzehnte ins Land gegangen, hat er tatsächlich doch schon begonnen, der Mord-Prozess im Fall Tupac Shakur.
Am 7. September 1996 wurde der Rapper in Los Angeles mehrfach angeschossen. Wenige Tage darauf erlag er seinen Verletzungen. Das Geschehene nach so langer Zeit nun aufzudröseln, dürfte sich einigermaßen schwierig gestalten. Die meisten Augenzeugen leben nicht mehr, auch der Hauptverdächtige ist bereits tot. Vor Gericht steht jedoch Duane Davis, der den Mord als Vergeltungsaktion in Auftrag gegeben haben soll.
"Am 7. September 1996 beteiligte sich Tupac Shakur öffentlich und vor laufender Kamera an einer erniedrigenden Prügelattacke auf Orlando Anderson, den Neffen von Duane Davis", zitiert der Spiegel aus dem Eröffnungsplädoyer von Staatsanwalt Binu Palal. "Zweieinhalb Stunden später dann … wurde Tupac aus einem weißen Cadillac heraus in einem Racheakt niedergeschossen." Der Angeklagte solle einem Mann auf der Rückbank eine Pistole gegeben und ihm befohlen haben, abzudrücken.
So ähnlich schilderte Duane Davis den Tathergang selbst in seinen 2019 veröffentlichten Memoiren. Nun bestreitet er aber, dass all das wirklich so stattgefunden hat, und distanziert sich von derlei Äußerungen.
Ob das Gericht Duane Davis' Ausführungen von 2019 oder die von heute für glaubwürdiger hält, werden die nächsten Wochen zeigen. Die Dauer des Prozesses ist auf etwa einen Monat angesetzt.
2 Kommentare mit 3 Antworten
„Am 7. September 1996 wurde der Rapper in Los Angeles mehrfach angeschossen. Wenige Tage darauf erlag er seinen Verletzungen.“
Please… im Zitat vorher wird sogar darauf hingewiesen, dass er IN LAS VEGAS angeschossen wurde.
Jeder normale Mensch weiß, dass Las Vegas ein Vorort von LA ist und beide Städte am Hoover Damm liegen.
hauptsache italien
https://www.youtube.com/watch?v=Dgwc82Mh514
Das hatte eine Vorgeschichte:
"Im Juli 1996 war Anderson in eine Auseinandersetzung im Einkaufszentrum Lakewood Center verwickelt, bei der er und sein Gefolge Trevon Lane, ein Mitglied von Death Row Records, angriffen und dessen Death-Row-Medaillon stahlen.
Es wurde vermutet, dass eine Prämie auf Death-Row-Medaillons von ihren Rivalen, den Compton Crips, ausgesetzt war, bei denen Anderson ein angesehenes Mitglied war."
Daß man für sowas nicht nur Gegenliebe erhält, dürfte klar sein in diesen Kreisen...