Wolkig mit Aussicht auf mid
Schreiten wir ins internationale Segment hinüber, wo uns ein neuer Track von J. Cole begegnet. Eigentlich sollte der ja mit am meisten lädiert sein, von diesem ganzen Beef-Ding des letzten Jahres. Schreit jahrelang, er wolle all den Smoke, gewinnt ein Rap-Battle mit Lil Pump, seine Fans hypen ihn zum Mond, und dann taucht mal ein richtiger Gegner auf und er verpisst sich schneller, als der überhaupt hätte zurückschlagen können. Wenn er nach einem sehr durchwachsenen Projekt dann auch noch Jahre auf sein so hoch gepriesenes neues Tape "The Fall Off" warten lässt, sollte das doch eigentlich ein bisschen Pessimismus schüren.
Nein, die Cole-Jünger sind weiterhin bester Dinge. "Clouds" fanden sie ganz ausgezeichnet, und ich verstehe es wirklich nicht. Klar, das ist ein absolut okayer Track. Aber es ist auch ein Track, den Lance Skiiwalker vor drei Monaten auf 50.000 Klicks hätte posten können. Oder Westside Boogie, oder Reason, oder wer auch immer. Es ist generisch-souliger BoomBap, auf dem Cole dasselbe Zeug wie immer redet, und ich finde es ziemlich länger. Wenn das das große Ausrufezeichen nach "Might Delete Later" sein soll, sehe ich echt nicht, wie da etwas groß Spannendes passieren soll.
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