Fürchtet euch!Gestern Abend wurden in Berlin übrigens zum dritten Mal die Polyton Awards verliehen, nach dem so unrühmlichen wie überfälligen Aus des Echos der wohl gewichtigste übriggebliebene deutsche Musikpreis, und auch dabei fand Ikkimel angemessene Worte: Sieh dir diesen Beitrag auf …
Ich hätte ja, wäre ich Christine Löffler, nicht so brühwarm im Podcast von Anne Will zugegeben, dass man das ganze Timing der Geschichte seitens des Spiegels auf das SPD-Gesetz zwecks Klarnamen angesetzt hätte. Aber gut, wenn ein bisschen Hetze gegen den weissen Mann (der schwarze ist heilig!) schon ausreicht, alle in Verzückung zu bringen, haben sie natürlich auch eine Ikkimel verdient.
Im Gegenteil, ich würde sogar sagen dass eine Klarnamenpflicht dieses Wachstum einschränken könnte. Weniger Propaganda-Bots, weniger "das wird man ja wohl noch sagen dürfen" edgelords, die sich das unter ihrem echten Namen niemals trauen würden, ein generell umgänglicheres Klima, weniger Polarisierung usw.
Auch wenn ich glaube, dass du den Effekt etwas überschätzt (man schaue sich z.B. facebook an, wo die boomer ja schon mit Klarnamen unterwegs sind) ist das sicher nicht ganz falsch. Ich halte ich es aber schlicht und einfach für das geringere Übel, wenn man sich anschaut wie selbst schob hierzulande oder in GB Sachen wie Unweltaktivismus oder Palästinasolidarität schon kriminalisiert werden.
Wäre dann auch die Frage was man mit internationalen Plattformen und Nutzern macht. Stellt man die alle ab? Blockiert man alle ausländischen Nutzer? Wenn nein, ist im Kampf gegen die Fakes natürlich herzlich wenig gewonnen. Und wenn ja, haben wir faktisch chinesisches Internet.
Für mich scheitert es, unabhängig davon wie ich es finde, an der Umsetzbarkeit.
Klarnamenpflicht in Deutschland würde vermutlich bedeuten, dass auf laut.de und im SPON Forum usw. alle ihren Klarnamen preisgeben müssten, aber die wirklich problematischen Communities drauf kacken würden, weil die sowieso irgendwo im Ausland beheimatet sind, und dort niemand das deutsche Recht umsetzen würde.
"Ich halte ich es aber schlicht und einfach für das geringere Übel"
Ergänzung noch:
Halte es für das geringere Übel, weil es sich halt auch ohne Klarnamenpflicht bekämpfen lässt. Z.B. in dem man Big-Tech reguliert oder demokratische Resilienz Online stärkt, wie es z.B. Taiwan sehr erfolgreich macht.
Die Big Tech Unternehmen, welche die Plattformen bereitstellen, auf denen die von euch zurecht angeprangerten Dinge geschehen, wissen über fast alle Nutzer genug um diese ausfindig zu machen, wenn das notwendig wird. Weiterhin sind diese natürlich auch politische Akteure mit eigenen Interessen. Im Fall von Meta haben die auch zum Beispiel schon gezeigt, dass die mit sehr bösen Sachen fein sind und teilweise sogar selbst welche machen. Eine Klarnamenpflicht in diesem Kontext ist totaler Quatsch bis kontraproduktiv, stattdessen müssen wir diese Unternehmen aus ihren machtvollen Schlüsselpositionen entfernen. Wer die Medien kontrolliert, kontrolliert die Massen, und in diesem Rahmen müssen sowohl Big Tech als auch Axel Springer dringend zerschlagen werden auf dem europäischen Markt.
"Wer die Medien kontrolliert, kontrolliert die Massen" und deswegen finden wir hier auch nur die richtige und wichtige Ansage zu diesem Thema und nichts zu den Hindergründen des Polytonpreises, bei dem Kulturschaffende nicht ausreichend bei der Verteilung der dort angesetzten Steuergelder berücksichtigt werden.
@Caps "stattdessen müssen wir diese Unternehmen aus ihren machtvollen Schlüsselpositionen entfernen"
Volle Zustimmung. Ich wünschte mir dazu, dass die EU (die ja mit dem DSA eigentlich über genug rechtliche Hebel verfügt) mal genug Eier in der Hose hätte, um zu sagen: "Haltet euch an unsere Gesetze, oder unser Markt steht euch nicht mehr offen."
Auch wenn dann natürlich etliche Leute ankämen, um irgendwie zu erklären, dass wir ohne X (oder irgendeine andere Platform) ja gar kein Recht auf freie Meinungsäußerung mehr hätten, weil sie sich da selbst stark engagieren und den Verlust fürchten.
Ich denke nicht, dass es noch Männer gibt, die in einem solchen Kontext keine Angst bekommen und daher eben auch aufgrund dieser Angst die Playstation vorziehen. Das Ziel ist auf lange Sicht schon längst erreicht und wir können resümieren: Alle sind und bleiben glücklich - für den Rest gibt's Psychopharmaka.
Fürchtet euch!Gestern Abend wurden in Berlin übrigens zum dritten Mal die Polyton Awards verliehen, nach dem so unrühmlichen wie überfälligen Aus des Echos der wohl gewichtigste übriggebliebene deutsche Musikpreis, und auch dabei fand Ikkimel angemessene Worte: Sieh dir diesen Beitrag auf …
Ich hätte ja, wäre ich Christine Löffler, nicht so brühwarm im Podcast von Anne Will zugegeben, dass man das ganze Timing der Geschichte seitens des Spiegels auf das SPD-Gesetz zwecks Klarnamen angesetzt hätte. Aber gut, wenn ein bisschen Hetze gegen den weissen Mann (der schwarze ist heilig!) schon ausreicht, alle in Verzückung zu bringen, haben sie natürlich auch eine Ikkimel verdient.
Klarnamen im Netz fänd ich außerhalb von Selbsthilfegruppen etc., also in öffentlich zugänglichen Foren, gar nicht schlecht. Ist eine Überlegung wert.
Das ist gerade vor dem Hintergrund der wachsenden Popularität von autoritären und faschistischen Parteien ganz sicher keine Überlegung wert.
Im Gegenteil, ich würde sogar sagen dass eine Klarnamenpflicht dieses Wachstum einschränken könnte. Weniger Propaganda-Bots, weniger "das wird man ja wohl noch sagen dürfen" edgelords, die sich das unter ihrem echten Namen niemals trauen würden, ein generell umgänglicheres Klima, weniger Polarisierung usw.
Kurz gesagt: Die Anonymität im Netz wird von den faschistischen und autoritäten Parteien, die du angesprochen hast, stark zu ihrem Vorteil ausgenutzt.
Auch wenn ich glaube, dass du den Effekt etwas überschätzt (man schaue sich z.B. facebook an, wo die boomer ja schon mit Klarnamen unterwegs sind) ist das sicher nicht ganz falsch. Ich halte ich es aber schlicht und einfach für das geringere Übel, wenn man sich anschaut wie selbst schob hierzulande oder in GB Sachen wie Unweltaktivismus oder Palästinasolidarität schon kriminalisiert werden.
Und Verifikation auf Menschlichkeit, also Bekämpfung von Bots, ist natürluch auch ohne Klarnamenpflicht möglich.
Wäre dann auch die Frage was man mit internationalen Plattformen und Nutzern macht. Stellt man die alle ab? Blockiert man alle ausländischen Nutzer? Wenn nein, ist im Kampf gegen die Fakes natürlich herzlich wenig gewonnen. Und wenn ja, haben wir faktisch chinesisches Internet.
Für mich scheitert es, unabhängig davon wie ich es finde, an der Umsetzbarkeit.
Klarnamenpflicht in Deutschland würde vermutlich bedeuten, dass auf laut.de und im SPON Forum usw. alle ihren Klarnamen preisgeben müssten, aber die wirklich problematischen Communities drauf kacken würden, weil die sowieso irgendwo im Ausland beheimatet sind, und dort niemand das deutsche Recht umsetzen würde.
Durchsetzen, nicht umsetzen.
"Ich halte ich es aber schlicht und einfach für das geringere Übel"
Ergänzung noch:
Halte es für das geringere Übel, weil es sich halt auch ohne Klarnamenpflicht bekämpfen lässt. Z.B. in dem man Big-Tech reguliert oder demokratische Resilienz Online stärkt, wie es z.B. Taiwan sehr erfolgreich macht.
Die Big Tech Unternehmen, welche die Plattformen bereitstellen, auf denen die von euch zurecht angeprangerten Dinge geschehen, wissen über fast alle Nutzer genug um diese ausfindig zu machen, wenn das notwendig wird. Weiterhin sind diese natürlich auch politische Akteure mit eigenen Interessen. Im Fall von Meta haben die auch zum Beispiel schon gezeigt, dass die mit sehr bösen Sachen fein sind und teilweise sogar selbst welche machen. Eine Klarnamenpflicht in diesem Kontext ist totaler Quatsch bis kontraproduktiv, stattdessen müssen wir diese Unternehmen aus ihren machtvollen Schlüsselpositionen entfernen. Wer die Medien kontrolliert, kontrolliert die Massen, und in diesem Rahmen müssen sowohl Big Tech als auch Axel Springer dringend zerschlagen werden auf dem europäischen Markt.
"Wer die Medien kontrolliert, kontrolliert die Massen" und deswegen finden wir hier auch nur die richtige und wichtige Ansage zu diesem Thema und nichts zu den Hindergründen des Polytonpreises, bei dem Kulturschaffende nicht ausreichend bei der Verteilung der dort angesetzten Steuergelder berücksichtigt werden.
@Caps "stattdessen müssen wir diese Unternehmen aus ihren machtvollen Schlüsselpositionen entfernen"
Volle Zustimmung. Ich wünschte mir dazu, dass die EU (die ja mit dem DSA eigentlich über genug rechtliche Hebel verfügt) mal genug Eier in der Hose hätte, um zu sagen: "Haltet euch an unsere Gesetze, oder unser Markt steht euch nicht mehr offen."
Auch wenn dann natürlich etliche Leute ankämen, um irgendwie zu erklären, dass wir ohne X (oder irgendeine andere Platform) ja gar kein Recht auf freie Meinungsäußerung mehr hätten, weil sie sich da selbst stark engagieren und den Verlust fürchten.
Steinsuppenkoch kennt sich super aus mit Farben, Medien, Sexismus und der Opferrolle. Ein wirklich sehr verständiger Pfosten.
Ich denke nicht, dass es noch Männer gibt, die in einem solchen Kontext keine Angst bekommen und daher eben auch aufgrund dieser Angst die Playstation vorziehen. Das Ziel ist auf lange Sicht schon längst erreicht und wir können resümieren: Alle sind und bleiben glücklich - für den Rest gibt's Psychopharmaka.
*auch noch unschuldige Männer
Sorry.
Hab noch nie von diesen Polygon-Awards gehört? Werden die auch von Geoff Keighley moderiert?
WorldPremiere!
WELCOME to Highguard!
ich habe vor nahezu allem angst
besonders vor frauen

Ja, ich auch. Obwohl ich oft gesagt bekomme, dass ich eigentlich ein toller Mann bin. Es ist eine einzige Tragödie.
Ein einziges Ärgernis. Ich verordne für heute Abend Staind.
Ah, gute Idee. Danke.