Audienz bei Putin?
Wer nicht in uralten Mordfällen wühlen will, kann sich auch mit aktuellen Verrücktheiten befassen. Dafür wiederum liefert Kanye West zuverlässig einen Aufhänger. Der gilt inzwischen ja, aus Gründen, die wir alle kennen, in ziemlich vielen Gegenden der Erde als persona non grata. Eigentlich nicht weiter verwunderlich, dass er in Regionen ausweichen muss, wo sie ihn noch nehmen. Zum Beispiel nach Russland.
Für den 10. und 11. Oktober hat er zwei Shows in Sankt Petersburg angekündigt, und Kanye wäre nicht der größenwahnsinnige Irre, der er ist, würde er das nicht mit einem hochfliegenden Vorhaben verbinden: Wenn er in dessen Heimatstadt auftrete, wolle er auch Wladimir Putin treffen. Ob das allerdings, wie es Parlamentsabgeordnete Swetlana Schurowa formulierte, "in den Terminkalender des Präsidenten passe" ... wir werden sehen.
Was Ye mit einem kriegstreibenden Diktator wohl zu besprechen haben mag, möchte ich tatsächlich gar nicht allzu genau wissen. Es würde mich jedenfalls auch nicht mehr groß wundern, würde er, wie ein anderer Parlamentsabgeordneter namens Nikolai Nowikow verlangt, vor seinem Auftritt noch seine "moralische Unterstützung" für den Krieg, Pardon, den Überfall auf, hach, halt, nein, die "militärische Spezialoperation" in der Ukraine bekunden. Irgendeine Zeitung freut sich in ein paar Wochen bestimmt, wenn sie Ye dann wieder ganze Seiten für großformatige öffentliche Entschuldigungen verkaufen kann.
Ernsthaft, ich hab' keinen Bock mehr auf diesen rückgratlosen Wichtigtuer. Mag ja sein, dass er psychisch krank ist. Dann gehört er allerdings in Behandlung und nicht auf wie auch immer geartete internationale Bühnen. Macht er eigentlich auch noch Musik? Och, guck!
Ich formuliere um: Macht er noch interessante Musik? Ich habe diesen Song da, "OK" mit Don Toliver, soeben gehört. Ich habe ihn jetzt schon KOMPLETT vergessen. Einzig das bizarre Video, das erneut Architektin-Designerin-und-zufällig-Yes-Ehefrau Bianca Censori verantwortet, verleiht dem Ding für mich irgendeinen Wert.
3 Kommentare mit 11 Antworten
Wäre zu lustig, wenn Kanye auch eingelullt wird.
"It seems that Steven Seagal, a washed-up action star and devoted Putin bootlicker, has finally been abandoned by the Kremlin.
After selling his $1,3 million house in Moscow, Russia's Federal Tax Service blocked access to his bank account, potentially confiscating his wealth."
Also, wenn Du alle psychisch Kranken nicht mehr auf der Bühne (und stattdessen in Behandlung) sehen willst, können weltweit ne Menge Locations abgebaut werden, und Du kannst dir voraussichtlich nen neuen Job suchen.
Die größte und wichtigste Bühne für psychisch Kranke ist... *Trommelwirbel*... die Realität™! Nur, dass das mal kurz gesagt ist...
Irgendwann muss man auch mit Putin reden will man nicht das Krieg ewig dauert. Der Ukraine gehen jetzt schon die Patriots aus, immer mehr zivile Verluste und Zerstörungen. Putin wird bald 600.000 neue Soldaten rekrutieren, AI-Missiles, Nordkorea usw. Wann sieht man ein, dass es ein Fehler war und es nichts für den Westen zu gewinnen gibt?
Verpiss dich, Russenbot.
Ich mag russischen Zupfkucken, aber Russenbrot, das kriech ich nicht runter.
"Wann sieht man ein, dass es ein Fehler war und es nichts für den Westen zu gewinnen gibt?"
Was war ein Fehler?
Und natürlich gibt's nix zu gewinnen, sehr wohl aber einiges zu verlieren. Leider.
Da hat sich ein welt.de Kommentarspalten-Bot wohl etwas verflogen
Bro, wenn du hier als Neuer nicht mal mit dem "seht, es ist Erwinacht, gleich neben Horstag" begrüßt wirst, dann bist du hier wirklich unerwünscht. Kannst dich also wieder löschen.
Der US-Geheimdienstchef war unangekündigt in Moskau. Zeitgleich traf ein Vertreter des Vatikans Lawrow. Militärflugzeug, kurze geheime Treffen. Zwei Kanäle zum Kreml an einem Tag. Hinter den Kulissen läuft etwas.
Dieser Kommentar wurde wegen eines Verstoßes gegen die Hausordnung durch einen laut.de-Moderator entfernt.
Ja, deine Löschung wird schon vorbereitet.
Glaube, die sind in einer Dreiecksbeziehung. Lass ihnen den Spaß!
@laut.de
Kann bitte jemand Wladimirneun entfernen, danke.