Perspektiven auf Battlerap
Interessant zu lesen fand ich diesen Bericht bei Watson: Kathrin Martens schreibt da über eine Battlerap-Veranstaltung in Berlin. Dem Text Würze verliehen hat ausnahmsweise nicht Sachkunde oder gar Nerdiness, sondern der Umstand, dass die Autorin zuvor überhaupt gar keine Berührungspunkte mit Battlerap, der Szene und den Gepflogenheiten dort hatte.
Das hätte leicht in die Hose gehen können. Da Martens aber offen und unvoreingenommen an die ihr fremde Materie herantritt, nirgends Fachwissen vortäuscht, das sie nicht hat, sondern sich statt dessen laufend (und mit Erfolg) bemüht, ihre frisch gewonnenen Erkenntnisse weiterzugeben, gelingt ihr aus ihrer Außenperspektive mit Übersicht ein so zutreffendes wie sympathisches Szeneporträt.
Dass Heads mit Vorkenntnissen daraus nicht groß etwas Neues erfahren oder gar lernen können: geschenkt. Auch diese Zielgruppe wird demnächst bedient - von innen: Rafael Schmauch, selbst als "Beleidigungskünstler" unterwegs, veröffentlicht Ende März ein Buch über Battlerap. Es heißt, wenig originell, "Battlerap" und rollt die Geschichte der Kunstform in Deutschland auf. Schmauch beleuchtet darin "die Kunst der Beleidigung", wie der Verlag verheißt, "von den Anfängen bei 'Feuer über Deutschland' über die Hype-Jahre bei 'Rap am Mittwoch' bis zur eingeschworenen Szene heute."
Will ich dringend und werde ich lesen. Ich sag' euch dann, was es taugt. Wie es aussieht, wissen wir jetzt schon - nämlich so:
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