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Falk kein Schacht

Ich habe es vor ein paar Wochen ja schon angedeutet, aber: Dieses neue Falk-Material beeindruckt mich ein ganzes Stück weit. Den habe ich vom VBT über DLTLLY ja schon seit einer Weile auf dem Schirm. Wenn er auch ein solider Punchliner ist und ein solides Gesamtpaket mitbringt, muss ich ehrlich sagen: So richtig habe ich die Starpower in ihm nie gesehen. Er wirkte ein bisschen wie ein Jack of all trades, master of none-type-Rapper.

Stellt sich raus: Er gewinnt Starpower, wenn er weniger nach ihr sucht? Diese ganze "5/5, Gerne Nie Wieder"-EP präsentiert ihn als diesen zerschroteten Everyman und platziert das Storytelling weniger in einer myopischen Rapper-Persona und viel näher am realen Menschen. Wie er daraus zwischen Selbstdemontage und schüchternem Optimismus für die Zukunft emporsteigt, das geht stellenweise schon echt unter die Haut.

Wichtig ist mir vor allem, dass es ehrlich klingt, als habe er dieses Tape machen müssen. Als sei es ein notwendiger menschlicher Schritt, in diesem Moment genau diese Wörter zu rappen. Gerade der Opener "Tagesanfang"? Ehrlich strong.

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