Next Level Vetternwirtschaft
Apropos Vetternwirtschaft: Dieses Spiel hat Jay-Z jetzt ja wohl final durchgespielt. Genau genommen, hat er diesbezüglich ein neues Level freigeschaltet, auf dem gar keine Vettern mehr gebraucht werden: Wie es aussieht, bucht er sich einfach selbst auf den prominentesten Konzertslot der ganzen verdammten Welt, in die Halbzeitpause des Superbowls.
Schon seit 2019 produziert seine Firma Roc Nation die Halbzeit-Shows, der aktuelle Vertrag läuft noch bis 2029. Satte sieben Millionen pro Ausgabe kassiert Roc Nation dafür, heißt es. Nun munkelt man aber in NFL-Kreisen, das Booking fürs nächste Jahr gestalte sich schwierig. Von Verhandlungen mit Miley Cyrus und Justin Bieber ist die Rede. Dass gleich zwei Artists im Gespräch sind lässt, zusammen mit dem Umstand, wie weit das Jahr inzwischen fortgeschritten ist, ohne dass bisher ein Halbzeit-Act verkündet worden wäre, schon ahnen, dass da irgendetwas nicht ganz rund läuft.
Man habe sich mit niemandem einigen können, brodelt es aus der Gerüchteküche, also - deus ex machina! - machts der Chef wohl selbst. Das wäre dann wahrscheinlich die größte Feature-dich-selbst-wie-die-Hölle-Aktion, die die Welt je gesehen hat. Wundern würde es mich ... genau null.
Können wir bitte kurz bewundern, wie Männer es fertigbekommen, absolute Binsen zu flechten und dabei zu tun, als tröffe ihnen der Seim der Erkenntnis von den begnateten Lippen?
Ne, sorry.
Mit Jay-Z und mir wird das in diesem Leben wirklich nix mehr.
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