Nicht die EinzigenTja, die Frage, ob man notfalls auf jemanden schießen würde, treibt derzeit ja wahrhaftig nicht nur Apsilon um. Auch nicht nur Finch:... auch wenn Sahra Wagenknecht in ihrem komischen Tete-a-tete mit dem Dorfdiskorapper so getan hat, als sei er als einziger in diesem Land "mutig …

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  • Vor 5 Stunden

    Die Zoomer und Gen Alphas sollen sich mal nicht in die schlecht sitzenden Baggyhosen machen. Für die meisten Männer in Deutschland war es vollkommen normal irgendeinen Dienst (zivil oder beim Bund) leisten zu müssen. Wehrpflicht war die Regel, das Aussetzen war die Ausnahme.

    In meinem Jahrgang hat auch keiner rumgeheult wie unfair es sei, dass die, die nach uns kamen, nicht mehr gezogen wurden.

    • Vor 4 Stunden

      Mein lieber Bernd,

      selbst kenne ich sehr wenige Leute, die damals tatsächlich den Wehrdienst geleistet haben. Es gab ja damals schon die Möglichkeit, aus Gewissensgründen einen Ersatzdienst zu leisten oder sich mit Hilfe einer (in meinem Fall nichtmal überprüften) ärtzlichen Diagnose komplett aus der Affäre zu ziehen.

      Außerdem fehlt hier natürlich auch der Hinweis darauf, dass es zu deiner oder meiner Zeit auch keine so konkrete Gefahr aus dem Osten bzw. dem Westen gegeben hat. Zwar haben 1993 schon österreiche Popstars davor gewarnt, so richtigt akkut scheint der Gedanke aber erst seit Februar 2022 zu sein.

      Des weiteren habe ich gerade erst gecheckt, dass der K.I.Z. Song wesentlich persönlichere und unpeinlichere Kritik am Goldesel Krieg bringt, als es bei Finch der Fall ist, der hier wieder nur Rummelbumms vorträgt und dabei auch noch frech Videoideen kopiert.

    • Vor 4 Stunden

      Klar, in meinem Umfeld haben auch alle verweigert und im Krankenhaus Betten geschoben, aber trotzdem musste man eben knapp ein Jahr für den Staat opfern und mit "der Karriere" warten. Ich kenne persönlich niemanden, der den Aufwand betrieben hat sich ausmustern zu lassen, auch wenn es vermutlich einfacher war als damals gedacht.

      Die Bedrohungslage in Europa ist natürlich größer geworden, aber nicht mal Russland schickt seine Wehrpflichtigen an die Front, da muss man auch mal die Kirche im Dorf lassen.

      Die würden nur wirklich kämpfen müssen, wenn Deutschland direkt angegriffen wird, im Verteidigungsfall in seiner wirklich eindeutigsten Form, und wenn dieser Fall eintreten sollte, dann haben auch Zivilisten ganz erhebliche Probleme.

      Das ganze Wehrpflicht-Ding dient nur dazu eine größere Zahl von Berufssoldaten zu gewinnen, da sich nach dem Grundwehrdienst evtl. einige länger verpflichten lassen, wie es früher ja auch schon der Fall war. Keiner wird irgendwo im Krieg verheizt, diese Bedenken sind imho vollkommen überzogen.

    • Gerade eben

      Warum sollte man auch "rumheulen," wenn sich die Lage für die nachfolgende Generation zum Besseren wendet? Soviel Missgunst können doch wirklich nur die kleinsten der Geister aufzubringen im Stande sein.

      Finde es durchaus ... naja, wenn nicht angemessen, dann zumindest absolut nachvollziehbar, wenn sich die gegenwärtig Wehrpflichtigen nach Jahren der (und das hast du natürlich absolut Recht, Bernd) Ausnahmesituation jetzt auf die Hinterbeine stellen und sagen: "Wäre gut, wenn dass so weiterginge!"

      Bedauerlich, dass dies die gegenwärtigen (Macht-)Verhältnisse nicht herzugeben scheinen;
      aber denen, die davon sehr viel unmittelbarer betroffen sind als irgendwelche Mittelständler, "die wo ja früher auch Betten geschoben/ Ärsche geputzt/ durch den Schlamm gerobbt/ Panzer gefahren/ ..." haben, sind oder behaupten es getan zu haben, einen Strick daraus zu drehen, dass sie das nicht gut finden, das ist doch schon ein bißchen unwürdig, oder?