Aus dem Todestrakt ins Exil
Ich hab' es angedroht: Zum Schluss wird es noch einmal hart. Über iranische Rapper zu schreiben, gestaltet sich einfach selten erbaulich. Auf die allermeisten wird man hierzulande ja erst aufmerksam, wenn sie in die Schlagzeilen geraten, und die lauten dann meist "Rapper XY im Iran zum Tode verurteilt".
So erging es auch Saman Yasin: Der iranisch-kurdische Musiker sollte sein Engagement für die Protestbewegung unter dem Motto "Frau, Leben, Freiheit" mit seinem Leben bezahlen, so entschied ein Gericht. Zwei Jahre saß er im Todestrakt, erlitt Folter und Psychoterror. Nach seiner vorübergehenden Freilassung gelang ihm die Flucht nach Deutschland.
In der "Tracks east"-Episode mit dem Titel "Pop. Macht. Politik" gab er arte sein erstes Interview seit seiner Freilassung, und man möchte es all denen in die Hälse stopfen, die hierzulande herumgreinen, man "dürfe ja nichts mehr sagen". Es ist kaum auszuhalten, wirklich. Gebt euch das bitte nur, wenn ihr euch einigermaßen stabil fühlt. Dann hier entlang.
Noch keine Kommentare