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Platz 2: Jay-Z feat. DMX - Money, Cash, Hoes (Prod. by Swizz Beatz)

Was für Swizz Beatz mit nett gemeintem Geplänkel auf dem Keyboard begann, sollte sich im Nachhinein zu einem der skurrilsten Banger der Bling-Ära entpuppen. "Money, Cash, Hoes" von Jay-Z ist einfach nur crazy und stellt vermutlich die kreativste Benutzung eines Samples auf dieser Liste dar. Dieses entnahm Swizz Beats aus dem 1989er Sega-Titel "Golden Axe".

Die Gleittöne aus dem Anfang des Themes nahm sich Swizz Beats heraus, veränderte hier und da den Pitch und packte die Sounds vereinzelt über den Takt. Es klingt alles so kindisch und unbeholfen, und doch ergibt das ganze Konstrukt Sinn, gerade wenn das verspielte Tastengeklimper auf die monotone, kräftige Tuba trifft. Da entstehen Kontraste, die eigentlich nicht zueinander passen sollten, und trotzdem harmonieren sie miteinander.

Ursprünglich war wohl Busta Rhymes vorgesehen, doch ausgerechnet ihm soll der Beat wohl zu extrem gewesen sein. Nachdem etliche andere Rapper absagten, soll sich schließlich Jay-Hova getraut haben, der dann DMX dazuholte. Für den Remix lud Jay-Z auch noch Memphis Bleek und Beanie Sigel ein. Nichts gegen Jay-Z, dank ihm durfte der Beat ja letzten Endes das Licht der Welt erblicken- Aber warum beschleicht mich das Gefühl, das Busta Rhymes noch besser auf diese Produktion gepasst hätte?

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