BTS und Brown
Aber auf einen guten Take kommt ein schlechter. RM und J-Hope haben sich sehr enthusiastisch mit einem gewissen Chris Brown ablichten lassen.
Ich muss euch wohl nicht erzählen, dass dieser Chris Brown ein ziemliches Arschloch ist. Nicht nur wegen der Gewalt, die er vor zehn Jahren über Rihanna ergossen hat. Nehmt euch die Zeit, ihn mal zu googlen und ihr findet eine ganze Reihe an gewaltsamen Eskapaden, die sich immer wieder auch gegen Frauen richten und gefühlt bis vor ein paar Wochen reichen.
Das Ding ist jetzt: Ich wäre eh vorsichtig, europäisch-amerikanischen Twitter-Konsens auf Südkoreaner zu übertragen. Gerade die dortigen Männer leben in einer eigenen Bubble - und nur, weil der gesellschaftliche Schönheitsstandard macht, dass die Make-Up tragen, sind das nicht unbedingt die soften, feministischen Typen, zu denen die hiesige Fandom sie gerne mal macht. Im Gegenteil: Mir wurde glaubhaft von Leuten, die sich auskennen, versichert, dass koreanische Typen im Durchschnitt nochmal härter und patriarchaler sein dürften als hier.
Trotzdem ist es natürlich ein bisschen bitter, wenn man so wie BTS und insbesondere RM ein Branding aufgebaut hat, das sich sehr feministisch und aufgeklärt gibt. RM wurde nun sogar zeremoniell von der Ally-Liste eines feministischen Projekts gekickt.
Kudos an der Stelle aber an die Army, die hier tatsächlich als Fandom sehr geschlossen und konstruktiv reagiert hat. Weiß der Teufel, ob bei den Guys ankommen wird, ob und inwiefern dieses Foto kacke war, aber sehr cool, dass die Fandom da wirklich auf Konsequenzen gepocht hat.
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