Blackpink - Go
Und wenn wir schon bei Comebacks sind, für die es schon eine Review gibt: Auch über "Deadline" habe ich schon gesprochen, sogar noch ein bisschen negativer. Das ist strange, denn auch die Single "Go" finde ich überhaupt nicht übel. Das ist absolut solider, stellenweise cooler Dubstep, den sie sich da haben zusammenschustern lassen. Ich musste mehrmals an den gleichnamigen Track von Bloodpop und Grimes denken.
Trotzdem: Mehr noch als bei BTS, wenn auch auf eine ähnliche Weise, bekommt man doch den Eindruck vermittelt, dass hier einfach kein kreativer Leadership mehr besteht. Der solide EDM-Track bekommt ein paar vorhersehbare Mulden geschnitzt, in die man die immergleichen Blackpink-Verse-Versatzstücke stecken kann. Aber am Ende von "Go" spürt man einfach, dass Blackpink weit über ihren Zenit hinaus sind und niemand mehr so richtig Lust zu haben scheint. Es passiert einfach nichts Überraschendes mehr.
Sowohl BTS und Blackpink sind an Punkten ihrer Karriere, an denen sie nicht mehr die Risiken eingehen müssen, als wären sie noch Rookies. Ihre Baseline ist gigantisch, ihre Fans immer noch enthusiastisch. Sie können das bespielen und sehen Dividenden. Aber sowohl "Swim" als auch "Go" beweisen, dass sie einfach von der aktuellen State of Art des K-Pops entkoppelt sind. Wenn junge Gruppen gucken, wie ihr nächstes Comeback klingen sollte, dann ist der Generationenwechsel vollzogen. Denn ich glaube nicht, dass jemand auf diese Blackpink- oder BTS-Comebacks gucken wird.
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