5 Fragen an Blind Channel

Von Ultraprog zu den selbsternannten Backstreet Boys der Metalszene: Blind Channel haben am 30. Oktober ihr neues Album "Painstream" veröffentlicht. Es ist die erste Platte ohne Sänger und Gründungsmitglied Joel Hokka, der die Band 2024 verlassen hat. Statt wie bisher mit Doppelspitze zu agieren, steht Niko Moilanen mittlerweile allein am Mikro. Er beantwortete uns ein paar Fragen.
1. Welches Album hatte den größten Einfluss auf dich als Musiker?
Linkin Parks "Hybrid Theory". Soweit ich mich erinnere, war das das erste Album, das ich rauf und runter gehört habe. Ich liebe die Songs, die Emotionen und die Energie. Später begann ich auch, die hohe Qualität dieser Arbeit zu bewundern. Songwriting und Produktion sind so präzise. Ein wirklich zeitloses Stück Kunst.
2. Auf welche(s) deiner Riffs/Melodien/Lyrics/Patterns bist du am meisten stolz?
Ich strebe immer danach, etwas Ganzes zu schaffen. Ich liebe es, wenn die kleinsten Veränderungen das große Ganze beeinflussten, sodass man dauernd ein Auge auf den Spannungsbogen der Welt, die man erzeugt, haben muss. Deshalb fällt es mir wirklich schwer, hier etwas Bestimmtes zu nennen – außer das Album "Painstream" als Ganzes.
3. Was zeichnete die Arbeit an "Painstream" verglichen mit früheren Projekten besonders aus?
Zwei einfache Regeln im Studio: Keine Deadlines und keine Referenzen. Einfach fünf Typen, die ihre Instrumente spielen und schauen, was dabei herauskommt. Kein Song war fertig, bevor nicht wirklich alle zugestimmt haben, dass er fertig ist. Noch nie zuvor sind wir so sehr unseren Herzen (und wirklich nur unseren Herzen) gefolgt, wenn es ums Songwriting ging.
4. Was sollte man abseits der Musik definitiv über dich wissen?
Ich sehe mich selbst mehr als Songwriter denn als Sänger. Noch wichtigere Rollen in meinem Leben sind Vater, Lebensgefährte, großer Bruder und Freund. Ich liebe Filme, Serien, Comics und Bücher, weil ich häufig deren Welten der echten vorziehe. Ich schaue mir jedes Jahr dieselben Serien nochmal an: "Game Of Thrones" im Frühling, "Death Note" im Sommer, "Spuk in Hill House" im Herbst und "Attack On Titan" im Winter.
5. Welches Buch sollte man unbedingt gelesen haben?
Rick Rubins "The Creative Act" half mir, meinen eigenen Kopf besser zu verstehen und ist ein Must-Read für alle, die das Meiste aus ihrer Kreativität herausholen möchten, oder die Probleme damit haben, wie ich sie hatte. Es ist voller scharfer Beobachtungen über Kunst und die Menschheit, und wie diese beiden Dinge untrennbar miteinander verbunden sind.
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