Seite 6 von 21

Schluss mit Geisterstunde

Ebenfalls eine Auszeit nimmt sich Ghost-Mastermind Tobias Forge. Er wolle mehr Zeit mit seinen inzwischen fast erwachsenen Kindern verbringen, solange das noch gehe, erklärt der Schwede bei Full Metal Jackie. Außerdem fehle ihm schlicht die Inspiration, um momentan die Geschichte um Ghost weiterzuerzählen.

"Stell dir vor, du bist ein Hausbauer", führt Forge aus. "Du zeichnest Häuser, hast tolle Ideen, aber du kümmerst dich auch um die Genehmigung, umd die Fliesen, du baust und flickst alles. Ich habe einfach keine Idee. Mir sind die Fliesen und das Holz ausgegangen. Ich hab einfach keine mehr. Der einzige Weg, um eine neue Idee und neue Inspiration zu finden, ist, Abstand zu gewinnen. So einfach ist das."

Untätig werde er allerdings nicht bleiben, betont er: "Ich arbeite gerade an zwei Filmprojekten. Kurz bevor wir auf Tour gingen, habe ich noch ein anderes Album aufgenommen. Es sind also eine Menge Dinge in der Pipeline für die kommenden Jahre. Außerdem habe ich Hobbies, die ich etwas zurückstellen musste, weil Ghost in den vergangenen 15 Jahren einfach die höhere Gewalt waren."

Dass Forge die Pausepläne durchaus ernst zu meinen scheint, und nicht nur dramatisch schwafelt, um die Spannung zum schon geplanten nächsten Big Thing hochzuhalten, untermalt eine von Fans geschilderte Szene bei der letzten Show der Skeletour am 23. Februar in Inglewood, Kalifornien. Dort soll sich Forge auf der Bühne erstmals namentlich bei allen beteiligten Musiker:innen bedankt haben und dabei "sentimental" geworden sein. "Vor allem auch wegen all der Umarmungen scheint mir die Zukunft tatsächlich unklar zu sein", schreibt jemand in der Facebook-Gruppe Ghost Fans.

Bis auf Weiteres hat es sich womöglich tatsächlich ausgegeistert. Zumindest live.

Seite 6 von 21

Weiterlesen

Noch keine Kommentare