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S.T.S. - Fürstenfeld

In Wirklichkeit sind wir doch alle ganz gern sesshaft. Um nicht zu sagen: bequem. Um nicht zu sagen: faul. Eigentlich gehts uns allen doch wahrscheinlich ähnlich wie den Herren Steinbäcker, Timischl und Schiffkowitz. Respektive wie dem Musikus, den sie in ihrer Home-sweet-Home-Hymne hier einst besangen. Ziemlich allein fühlte der sich nämlich in der großen Welt, will meinen: in Wien. Sein einziges Begehr: "ham noch Fürstenföid".

Was klingt wie ein Karriereende, bedeutete für S.T.S. den Durchbruch. Dabei hatte sich das Austropop-Trio Anfang 1984 wegen chronischer Erfolglosigkeit bereits auflösen wollen. Ihr damaliges Label Amadeo glaubte nach Sichtung der Demoaufnahmen erstaunlicherweise dennoch an sie, produzierte das Album "Überdosis G'fühl" und befand, dass man da zu den zehn geplanten Songs gut noch einen elften draufquetschen konnte. Nämlich "Fürstenfeld". Das Lied mutierte zum ersten echten Wiesn-Hit und das angedachte Ende zu einem neuen Anfang. Hach.

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