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Jack White über Taylor Swift und Clickbait

In dem besagten Teil des Interviews sagt Jack White: "Inzwischen ist es ja total angesagt, dass Popstars wie Taylor Swift über ihre öffentlich ausgetragenen Trennungen schreiben, was ich überhaupt nicht interessant finde. Selbst wenn ich einen richtig spannenden Tag hatte, habe ich das bereits erlebt und ich muss das nicht jedes Mal neu durchleben, wenn ich das Lied singe. Wenn es um etwas wirklich Schmerzhaftes geht, werde ich diese wichtige, schmerzhafte Erfahrung nicht einfach in die Welt hinausposaunen, damit irgendein Idiot im Internet darauf herumtrampelt. Deshalb lasse ich einen Teil davon in meine Musik einfließen und verarbeite es dann zu einer anderen Figur. Ich kann erst wirklich etwas über mich selbst lernen, wenn ich mich in andere hineinversetze."

Verschiedene Medien zogen aus diesem Interview Meldungen mit dem Nachrichtengehalt, dass White Swifts Musik langweilig fände, was den 51-Jährigen dazu verleitete, in einer Instagram-Story zu präzisieren: "Ich stelle das hier einen Tag lang online, um das Thema abzuschließen. Ich habe nicht gesagt, dass ich Taylor Swifts Musik langweilig finde oder was auch immer der Clickbait im Internet verbreitet. In einem Interview über Poesie und Songtexte wollte ich lediglich sagen, dass ich es überhaupt nicht interessant finde, in meinen eigenen Texten und Gedichten über mich selbst zu schreiben. Ich denke, es könnte für mich eintönig werden, immer nur über mich selbst zu schreiben und für meine Zuhörer könnte es uninteressant sein, sich damit auseinanderzusetzen. Imaginäre Charaktere finde ich viel ansprechender."

White würdigte außerdem den "enormen Erfolg" von Swift und anderen Songwritern, die ihren eigenen Prozess verfolgen: "Nur weil ich sage, dass ich eine bestimmte Vorgehensweise habe, heißt das nicht, dass jeder es genauso machen sollte. Jeder sollte das tun, was für ihn funktioniert. Und das tun sie auch, und es gefällt offensichtlich vielen Menschen, was mich sehr freut."

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