Kurt Cobains Tod: Mord statt Suizid?
Eine Headline, die es im Jahr 2026 eigentlich gar nicht geben kann: Forensiker zweifeln an Kurt Cobains Suizid. Dabei sind doch gerade mal 32 Jahre seit dessen Tod vergangen. Aber es handelt sich nun einmal um einen der spektakulärsten Todesfälle in der Geschichte des Rock'n'Roll, über den wohl auch in den nächsten Jahrzehnten noch die wildesten Theorien die Runde machen dürften.
Nun hat nach einem Bericht der britischen Daily Mail ein unabhängiges Team von Forschern Hinweise gefunden, dass eine oder mehrere weitere Personen an dem Tod des Rockmusikers beteiligt gewesen sein müssen. Die Forensiker um Brian Burnett und Michelle Wilkins bezweifeln in ihrer Analyse die offizielle Version des Autopsieberichts, dass sich der 27-jährige Nirvana-Sänger die tödliche Schusswunde in seinem Haus in Seattle selbst zugefügt hat. Stattdesssen sei der Musiker zum Zeitpunkt des Schusses vermutlich bereits handlungsunfähig gewesen. Laut Wilkins würde das im Autopsiebericht dokumentierte Absterben von Gewebe von Leber und Gehirn auf einen Sauerstoffmangel hinweisen, wie man ihn üblicherweise bei Todesfällen nach einer Heroinüberdosis vorfindet.
Demnach sei bei Cobain die zehnfache Menge an Heroin im Körper gefunden worden, die selbst bei einem Schwerstabhängigen zum sicheren Tod geführt hätte. Erst anschließend sei dem Sänger der Schuss zugefügt worden. Hierfür spreche auch der saubere Tatort. Die Quittungen für die Waffe und die Munition seien in seiner Tasche gewesen, die Patronenhülsen fand man neben seinen Füßen. Das Team spricht von einem Anblick im Stile eines "inszenierten Films", der auf Suizid hinweisen soll. Das zuständige King County Medical Examiner's Office in Washington ist davon unbeeindruckt. Man habe damals alle Protokolle befolgt und sehe keine Veranlassung, den Fall neu aufzurollen, hieß es.
Die "Justice for Kurt"-Bewegung dürfte sich dennoch bestätigt fühlen. Sie hält den Freitod des Künstlers seit 1994 für erfunden und wittert ein Mordkomplott von Cobains Witwe Courtney Love. Hauptverantwortlich für diese Theorie ist Privatdetektiv Tom Grant, der damals von einer Verschwörung sprach. So sei Cobains Abschiedsbrief in Wahrheit ein Rücktrittsschreiben an seine Fans gewesen, in dem er lediglich seinen Ausstieg aus dem Musikgeschäft erklärt habe. Zudem soll er zum Todeszeitpunkt die Scheidung von Love vorbereitet haben und ihre Entfernung aus seinem Testament. Filme wie "Soaked in Bleach" von Regisseur Benjamin Stattler stützten diese Version, indem u.a. der damalige Polizeichef von Seattle einräumt, dass auch manche Kollegen aus seiner Abteilung damals Zweifel an der offiziellen Version hegten. 2014 veröffentlichte das Seattle Police Department neue Fotos vom Tatort, um Verschwörungstheorien vorzubeugen.
2 Kommentare
Damals schon wurde vermehrt darauf hingewiesen, das es in dem Zustand, indem er sich vor dem Tod wohl befunden hatte, nicht mal möglich gewesen wäre, eine Schrotflinte zu bedienen.
She eyes me like a Pisces when I am weak...