Nach Ludacris erwischte es also auch den coolsten Hund im Rap. Während man den Dirty South-Emcee aus einer Pepsi-Werbung strich, darf Snoop nicht mit Kermit in der Muppet Show herum albern. Die Jim Henson Company beugte sich somit dem öffentlichen Druck, der durch die Hetzkampangne von Islamic Hope …

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  • Vor 4 Tagen

    Liebe Darsteller der hiesigen Muppet-Show,

    der Vertrag meines Charakters verhuscht für die neue Staffel ist bedauerlicherweise nicht verlängert worden, sodass ich mich entschlossen habe, die existentialistisch gesehen finale "Reißleine" zu ziehen. Den Produzenten scheint mein inneres Aufbegehren gegen die jüngsten Entwicklungen nicht zu schmecken.
    Die letzten Staffeln dieses großen Sozialexperiments im Kleinen haben recht schonungslos die Schwächen der hiesigen "Gemeinschaft" aufgezeigt: am Ende sind wir (fast) alle, ich selbst beziehe mich da ausdrücklich mit ein, Teil einer stark toxisch geprägten Pmmlparade. "Isso", hätte nicht nur dieser eine Vollidiot dazu gesagt. Immerhin läuft die Parade im Innenverhältnis wenig misogyn ab, was allerdings zuvorderst dem Umstand geschuldet ist, dass wir als XY-Träger nahezu unter uns sind. Egogewichse, (vermeintlich) überlegenes Musikwissen, (vermeintlich) überlegenes politisches Wissen usw. usf., alles das läuft am Ende dann doch auf den einen traurig-peinlichen Moment hinaus, in welchem die eigene, auch meine, Wurstigkeit schonungslos zu Tage tritt: den oder die anderen möglichst hart zu beleidigen. Ich habe vergeblich versucht, diese auch bei mir vorhandene Tendenz in der Familie zu halten und nicht nach hier zu übertragen, bin dabei aber gescheitert. Wenn hier in Diskussionen das eine oder andere starke Sachargument ins Feld geführt wird, reißen wir es durch die Art und Weise der Kommunikation sofort wieder ein, der eine mehr, der andere weniger. Kommunikation ist kein Habermas-Sacharguments-Konstrukt, sondern mindestens ebenso "Gefühl", "Miteinander", nennt es wie ihr wollt. "Sechs, setzen" war zuletzt in einem Faden ein wunderbares Beispiel für einen altbackenen Boomersatz o.ä. Das darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass dieser Satz in Bezug auf die Art und Weise unserer Kommunikation leider oft genau ins Schwarze trifft.
    Ich meine, das sollte klar sein, hiermit nicht Fäden, in denen es um Konzerterlebnisse, Anspieltipps etc. geht, sondern den ganzen anderen Scheiß. Da ich zu diesen guten Sachen wenig beitragen kann, flüchte ich mich in den oft geforderten, (zu) selten umgesetzten Akt der Selbstlöschung.

    Habe euch (trotzdem) lieb. Macht's gut, und danke für den Fisch.

    Verhuschte Grüße

    (P.S.: Ich habe euch im Blick!)