Ein "nationalsozialistisches Musterdorf" wollten Rechtsradikale aus Jamel machen. Sie hatten jedoch nicht damit gerechnet, dass in dem nordwestmecklenburgischen Örtchen auch Menschen mit noch funktionierendem Wertekompass leben. Seit inzwischen fast 20 Jahren leisten dort mutige Leute erbitterten Widerstand …

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  • Vor einem Monat

    Deutschland im Herbst ist neben Schrei nach Liebe der vielleicht bekannteste Anti Nazi Song.
    Aber klar.
    Einmal Schublade immer Schublade

  • Vor einem Monat

    mein aktueller Favorit zu dem Thema

    Dead Pioneers - Nazi Teeth
    https://www.youtube.com/watch?v=lM0TnyGELuI

  • Vor einem Monat

    Mich würde mal interessieren, ob überhaupt irgendjemand von den ganzen Schreiberlingen und fleissigen Kommentarspaltenbefüllern jemals dort war? Das ist eine ruhige abgelegene Gegend, in welcher der Wahnsinn der heutigen Zeit weit weg scheint. Wer dort mit den Einheimischen spricht, wird vor allem eins raushören, nämlich die Angst das es dort eines Tages so wird, wie in Hamburg oder Berlin. Dazu am besten mal "Friedland" gockeln. Wovor man dort freilich keine Angst hat, sind die Nachbarn aus Jamel. Auch gab es zuletzt vermehrt Kritik an dem sogenannten Künstlerehepaar. Diese Vorwürfe stehen weiterhin im Raum, geäussert übrigens auch von lokalen Vertretern der Altparteien.

    • Vor einem Monat

      Das ist halt auch das Grundproblem von Menschen, deren Genpool schon vor Generationen dringend einer Auffrischung bedurft hätte, dass sie gerne unter sich bleiben und alles so wie immer haben möchten. Fremde, und wenn sie auch nur aus 50 Kilometer Entfernung kommen, sind da nicht gerne gesehen.

      Was ich Dir damit sagen möchte, lösch Dich, Du braunes Inzuchtprodukt.

    • Vor einem Monat

      "Mich würde mal interessieren, ob überhaupt irgendjemand von den ganzen Schreiberlingen und fleissigen Kommentarspaltenbefüllern jemals dort war?"

      Laufen da Neo-Nazis rum? Bitte mit Ja oder Nein beantworten.

    • Vor einem Monat

      ich denke theory9 hat recht weil viele mensche in sachsen anhalt sind sehr dumm und hässlich und grund dafür ist immer genetisch aber wenn kommen wieder viele brüder und paaren sich mit frauen dann genpool wird besser

    • Vor einem Monat

      "Mich würde mal interessieren, ob überhaupt irgendjemand von den ganzen Schreiberlingen und fleissigen Kommentarspaltenbefüllern jemals dort war?"

      Ja, ich war da. Pedrolino's Frage kann ich mit "Ja" beantworten. Ich weiß, heutzutage darf man das nicht mehr so sagen, aber das war und ist schon immer 'ne Faschohochburg gewesen, das war auch schon lange vor der Gründung der AfD so. Dass die NPD Anfang der 2000er im Landtag in MV recht große Erfolge gefeiert hat, kommt nicht von ungefähr. Sondern eher daher, dass so eine "ruhige und abgelegene Gegend" halt auch viel Armut und Perspektivlosigkeit mit sich bringt. Dazu am besten mal "Werwolfshop Wismar" gockeln.

      Und warst du schon jemals dort, lieber Jan Deichmolch?

    • Vor einem Monat

      Schon interessant, wie ausgerechnet Linke mit rassistischen Tropes wie "Auffrischung des Genpools" argumentieren

    • Vor einem Monat

      Wie kommst Du darauf, dass ich links wäre?
      Aber schön, wie Du hier wieder einmal zeigst, dass alles was nicht stramm rechts ist, für Faschofreunde Linke sind.

    • Vor einem Monat

      ich habe dich auch immer rechts eingeordnet ich weiss nicht wie er kommt auf links

    • Vor einem Monat

      Tja, dann hast Du etwas mit ihm gemein. Ihr ordnet mich beide falsch ein.

    • Vor einem Monat

      ja viele deutsche sagen sie sind mitte aber wir wissen alle was ist damit gemeint

    • Vor einem Monat

      "ich habe dich auch immer rechts eingeordnet ich weiss nicht wie er kommt auf links"

      Bist so fies, ElMassivo :D... aber der war gut.

    • Vor einem Monat

      Auf welchem Hof findet man diesen Friedland Gockel? Und wer ernsthaft den Begriff "Altparteien" verwendet, hat nicht mehr alle Latten am Zaun. Volki du Knecht, bitte lösch dich.

    • Vor einem Monat

      Wie ich bereits vermutet hatte, niemand von Euch war jemals dort. Die Ortschaften um Jamel herum z.B. Barendorf oder Gressow sind sauber und gepflegt. Die sehen teilweise besser aus, als ihre Westdeutschen Gegenparts in SH. Lediglich Wismar und Grevesmühlen haben die klassische Platte mit sämtlichen Begleiterscheinungen. Von Perspektivlosigkeit ist in der Metropolregion Hamburg jedenfalls nicht viel zu sehen. Den Werwolfshop gibt es seit über 10 Jahren nicht mehr, war übrigens das Produkt eines dubiosen westdeutschen Geschäftemachers und nicht das eines Nazis. Zum Thema "paaren" sollte man einfach mal Friedland gockeln. Ziemlich unangebracht hier solche Sprüche zu klopfen. Bleibt bitte sachlich.

    • Vor einem Monat

      ich habe nur gesagt paaren weil ich denke man braucht das für verändern von genpool

    • Vor einem Monat

      "Wie ich bereits vermutet hatte, niemand von Euch war jemals dort."

      Doch, ich war dort. Damit hab ich meinen ersten Kommentar oben auch eingeleitet.

      "Den Werwolfshop gibt es seit über 10 Jahren nicht mehr, war übrigens das Produkt eines dubiosen westdeutschen Geschäftemachers und nicht das eines Nazis."

      Aber natürlich... und wie gesagt, das unterstützt die These, dass die Ecke schon seit jeher ein Nazi-Shithole war.

      "Zum Thema "paaren" sollte man einfach mal Friedland gockeln."

      "Gockeln" ist auch so'n richtiger Boomer-Witz. Und wenn man was darüber lesen will, wie sich jemand nicht paart, dann kann man sich ein Buch von Jan Deichmolch schnappen.

      "Bleibt bitte sachlich."

      Lösch dich endlich. Raffst du nicht, dass dich hier keiner haben will?

    • Vor einem Monat

      "Ziemlich unangebracht hier solche Sprüche zu klopfen. Bleibt bitte sachlich."

      Halt dein Scheißmaul und verpiss dich.

    • Vor einem Monat

      Der Volkmar erzählt Volksmähr.

    • Vor einem Monat

      Ich zitiere das mal: "Wer dort mit den Einheimischen spricht, wird vor allem eins raushören, nämlich die Angst das es dort eines Tages so wird, wie in Hamburg oder Berlin."

      Du meinst, so richtig mit jungen Menschen, Industrie und Jobs, einem Bus, der auch kommt, funktionierendem Internet, Ärzten, Kitas und Kulturveranstaltungen jenseits von Maibaumaufstellen und Blumenkohlwanderung? Nein, ich kann Dich beruhigen. Das wird nie passieren.

    • Vor einem Monat

      Props for Lama!

  • Vor einem Monat

    Gut, das es solche Lieder gibt. Wir setzen Zeichen.. wir sind die Mehrheit (auch wenn es gerade schwer ist, viele Menschen sind frustriert und lassen sich in die Irre führen)

    Nie mehr AFD!

    • Vor einem Monat

      Bruder das wird morgen echt schwer ... Es ist "nur" Sachsen-Anhalt, aber ... Ach ich weiß auch nicht.

    • Vor einem Monat

      ja Sachsen-Anhalt ist schon eine Lachnummer.. bisschen größer als München und es wohnen dort scheinbar nur Hinterwäldler..

      Wahrscheinlich kaum Ausländer da und die Frauen ziehen weg.. da kommen dann die Glatzen raus

    • Vor einem Monat

      da wo die wenigsten Ausländer sind beschweren sich die Rechten am meisten über Ausländer..

    • Vor einem Monat

      ja. und pa sports sitzt im podcast "die deutschen" und redet mit nizar und shayan darüber, dass er keinen bock mehr hat auf [kriminelle] ausländer und haufenweise leute abschieben würde, wenn er könnte und er relativ viele leute in seiner peer group/in group hat, die auch haufenweise leute abschieben wollen, weil sie keinen bock mehr haben. und nizar und shayan sehen das ähnlich.

    • Vor einem Monat

      wenn mir mazdak zusammenfasst, was die letzten 24 stunden auf tiktok passiert ist, sagt er, er könne jeden verstehen, der die afd wählt.

    • Vor einem Monat

      (die kommentare unter mazdak videos sind ähnlich aber kp ob das wirklich auch menschys mit migrationshintergrund sind)

    • Vor einem Monat

      mein persönliches highlight hingegen war:
      bözemann(albaner. hat im kosovo krieg gegen serbien gekämpft), der hier wegen rotlichtkriminalität und gewaltkriminalität gesessen hat, auf arafat abu chaker reagiert und sagt, er(bözemann) würde inzwischen Merz Stadtbild aussagen teilen und er könne jeden deutschen verstehen, der die afd wählen würde

      aus der rubrik: da wo viele äusländer sind beschweren sich andere ausländer am meisten über ausländer

    • Vor einem Monat

      Kein Trübsal blasen. Sollen die Anhalter die Konsequenzen ihrer lumpenpatriotischen Deppenbewegung schmecken, soll es ein Mahnmal und eine Warnung für die übrigen Deutschen sein, die wieder mit volkstümelnder Isolation, Rache- und Umsturzfantasien flirten. Jedes zweite Blauhemd faselt etwas davon, wie die AfD als ewig unterdrückte Rebellentruppe noch nie regieren durfte, und wie wenig wir angeblich über sie wüssten. Sollen sie den Reality Check bekommen. Ich weiß nicht mal was die Partei tut, wenn sie aus der Opferrolle in die Regierungsrolle aufsteigt. Die tatsächlichen Inhalte und Ansätze sind von ewiger Opposition gegen den Status Quo abgesehen, dünn wie eine Scheibe Salami auf Erbsenproteinbasis.

    • Vor einem Monat

      Finde das interessant, einige Migranten aus dem Sprechgesangsmilieu scheinen das ganze realistischer Einschätzen zu können, als der deutsche Michel. Trotzdem wird nichtmal dann zugehört. Ignoranz und Realitätsverzerrung im Endstadium.

    • Vor einem Monat

      "Ich weiß nicht mal was die Partei tut, wenn sie aus der Opferrolle in die Regierungsrolle aufsteigt. "

      Der Wahlkampf in Sachsen-Anhalt konzentrierte sich fast ausschließlich auf Themen der Bundespolitik. Man wird also ein bisschen Symbolpolitik betreiben, zB Deutschlandfähnchen vor Schulen aufhängen und bei allem anderen weiter rumopfern, dass man ja nichts machen kann, weil man von den "Altparteien" im Bund ausgebremst wird. Die Anhänger dieser Politsekte werden auch das schlucken und weiterverbreiten.

  • Vor einem Monat

    "Wir sind sind die Mehrheit" heißt nicht, wir haben die besseren Argumente, es heißt nur: Argumente zwecklos, wir sind mehr, gebt einfach auf. Oder?

    • Vor einem Monat

      Dieser Kommentar wurde vor einem Monat durch den Autor entfernt.

    • Vor einem Monat

      Die besseren Argumente haben wir sowieso. Da Macht in einer Demokratie aber nicht an die besseren Argumente sondern über den Mehrheitswählerwillen vergeben wird, kann es kontextabhängig durchaus auch sinnvoll sein, auf diesen Umstand hinzuweisen.

    • Vor einem Monat

      Das heißt dann aber auch: Man kann eine Partei, die nicht nur die größte Oppositionspartei ist, sondern die größte Partei insgesamt, nicht einfach wegverbieten und danach weiter freiheitliche Demokratie spielen. Da spielen die Leute nicht mit.

    • Vor einem Monat

      Ob man eine Partei verbieten kann oder nicht hat ja nur sehr bedingt etwas mit ihrer Größe zu tun. Aber sicherlich würden das viele Menschen nicht toll finden, wenn es denn so käme.

    • Vor einem Monat

      "Argumente zwecklos, wir sind mehr, gebt einfach auf" demokratie in einer nußschale

    • Vor einem Monat

      Es wird nicht passieren.

    • Vor einem Monat

      ...eher wird die Besagte im Bund in eine Position rücken, die es ihr ermöglicht, in einem Schlag all anderen Parteien zu verbieten. Wieder einmal, so gesamthistorisch gesprochen.

      Wohl dem Globetrotter, der (m/w/d) noch Eisen in anderen Ländern am Glühen hat gerade.

    • Vor einem Monat

      Das Wahlergebnis ist demokratisch zustandegekommen und der Willen des Volkes ist zu respektieren.

    • Vor einem Monat

      Dieser Kommentar wurde vor einem Monat durch den Autor entfernt.

    • Vor einem Monat

      ...und der Wählerwille von ein paar mächtig abgehängten und frustrierten Blauhelmchen ist es auch, der im bereits jetzt (schon) ärmsten aller 16 Bundesländer am wahrscheinlichsten auch in der Umsetzung nun geliefert wird wie bestellt, Zum Glück ist es (noch) nicht Bayern, dort gäbe es halt durch Länderfinanzausgleich ma eben mit nur einer ähnlich (CSU-ig) gewonnenen Wahl bisschen mehr und für fast alle BL und Bürger*innen gleichzeitig zu ruinieren als in Deutschlands auch ältestem Bundesland, welches medial quasi schon vor 2 Jahrzehnten vollständig aufgegeben sowie von allen sich selbst respektierenden Progressiven und vor allem den jungen, paarungs- und reproduktionswilligen Frauen der Republik daraufhin dann die vergangenen 10 Jahre. Bin echt gespannt, was die AfD da also groß reißen will und wird außer das erwartbare gegenseitige Mettenschrubben und -schütteln.

      Bevor dieser "Willen des Volkes" (sic!) sich aber nicht in vergleichbaren Wahlergebnissen in den übrigen 15 Bundesländern sowie dem Bund selbst manifestiert hat, dürfte ich doch weiterhin darum bitten, das prä-machtberauschte Halluzinieren vollständig einzustellen und auf die Faktenlage zurück zu blicken, laut der ein gewisser Teil wahlberechtigter Personen eines von 16 Bundesländern, nämlich derjenigen, die bis gestern Abend 18 Uhr von ihrem Landtagswahlrecht für die LTW in Sachsen-Anhalt tatsächlich auch in gültiger Form Gebrauch gemacht haben, sich für die AfD entschieden hat.

      Hier und jetzt vom "Willen des Volkes" zu schäumen ist also an Realitätsferne schwer zu überbieten, da besagter Personenkreis in keiner relevanten Hinsicht oder Betrachtung repräsentiv für die Population von Deutschland ist. Nicht mal nur für die Gruppe aller wahlberechtigten Personen des (Bundes)Lands. :rolleyes:

    • Vor einem Monat

      "der Willen des Volkes ist zu respektieren."

      Der "Willen" des Forums ist, dass du deine dumme Faschofresse hältst und dich umgehend löschst. Respektier das mal.

    • Vor einem Monat

      Find's im Nachhinein krass, dass Tokio Hotel da herkommen. Wahnsinn, wie sich das alles immer entwickelt.

  • Vor einem Monat

    Wenn alle Parteien vor allem damit antreten: "Wir sind nicht die AfD! Und wenn ihr uns nicht wählt, wählt am besten taktisch!" - ja, sorry: Das wird die AfD nur umso stärker machen. Damit bestätigt man ihr Narrativ vom politischen Establishment, wo eh alle dasselbe machen, und sie sei wirklich die einzige "Alternative".

    Es gibt ganz materiell begründete Nöte in weiten Teilen der Bevölkerung. Wer auch nur einen Hauch von soziologischer Faschismusforschung versteht, wird wissen, dass diese materiellen Ursachen die Braunen stärken. Bei anderen Parteien spielen diese Ursachen maximal eine Nebenrolle. Die Union ist natürlich der größte Wahlkampfhelfer der AfD, aber SPDGrüneLinke sind wirklich das Gegenteil von hilfreich.

    • Vor einem Monat

      die afd ist bei handwerkern bzw arbeitern immer beliebter.
      das hat zur folge, dass influencer, presse, medien usw gebetsmühlenartig wiederholen, dass die afd keine arbeiterfreundliche partei ist und halt dann auflisten, was die afd alles machen will, das den arbeitern nicht zum vorteil gereicht, sondern eher für die besserverdienenden gut ist.
      die damit konfrontierten arbeiter sagen dann sinngemäß: ist uns egal. migration begrenzen und leute abschieben.

      ¯\_(ツ)_/¯

    • Vor einem Monat

      Liebevolles, aber direktes Grenzen setzen wäre vielleicht hilfreich gewesen und nicht ständig alles mit der Brechstange. Vielleicht einfach auch kurze Sätze, wie "AfD, Nein" oder "Arbeiten, SPD". Jeder Pädagoge oder Elternteil kann ein Lied davon singen - kein Wunder, dass da ständig Frustration auf allen Seiten entsteht, wenn alles gleichermaßen subtil wie obvious lesbar ist :).

    • Vor einem Monat

      Also mir gehts finanziell gut und ich habe trotzdem AfD gewählt und jetzt?

    • Vor einem Monat

      Biste halt ein Nazi, ein Arschloch, ein zeitweise nützlicher Idiot oder vielleicht sogar alles gleichzeitig. :)

      Und jetzt?

    • Vor einem Monat

      Scroto: Also wenn von 10.000 Berichten in der Tagesschau 89% über "Ausländer" explizit negativ geframet sind (vor allem Terror), und die restlichen 11% dadurch nicht automatisch positiv sind - dann schafft die Öffentlichkeit gefühlte Fakten. Genau das, was die AfD braucht. Ist dann ziemlich zwecklos, danach noch mit Statistiken anzukommen - vor allem, wenn nicht mal rechte Innenminister sie ohne rassistische Untertöne richtig wiedergeben können.

      Aber wichtiger: SPD und Grüne hatten schon mehrfach ihre Chancen, die Leben von Handwerker*innen zu verbessern. Z.B. durch Mietendeckel, Lohnsteigerungen, Investitionen in Soziales und Infrastruktur für Industrien. Ja, es hat viels Gründe, warum das nicht geklappt hat (der Wille ist nur einer). Punkt ist aber: Keine etablierte Partei hat sich wählbar gemacht für sie.
      (die LINKE klammere ich erst mal aus, u.A. weil sie in der Öffentlichkeit ganz besonders stark diffamiert wird - andererseits hatte sie auch ungenutzte Gelegenheiten, sich zu beweisen).

      Und wenns nur aus dem Gefühl heraus geschieht, "die etablierten Parteien machen eh alle nur dasselbe - ich wähle jetzt die, gegen die sie sich verschworen haben!" - was bleiben für Argumente, doch noch mal ein Kreuz bei der Konkurrenz zu machen?

      Rassismus hab ich erst mal ausgeklammert. Laut Faschismusforschung sind erst mal die Bedingungen, unter denen rassistische Parteien Erfolge erzielen können, weitaus wichtiger. Und die wurden bislang ignoriert. Nicht nur das: Die aktuelle Regierung (abgesehen davon, dass yie auch regelmäßig rassistisch ist) spuckt auf Arbeitende wie auf Arbeitslose. Die Rachegefühle von prekär lebenden Menschen kann ich bestens verstehen.

    • Vor einem Monat

      "Die aktuelle Regierung (abgesehen davon, dass yie auch regelmäßig rassistisch ist) spuckt auf Arbeitende wie auf Arbeitslose. Die Rachegefühle von prekär lebenden Menschen kann ich bestens verstehen."

      Ragi hat die Matrix dekodiert.

    • Vor einem Monat

      Dekodiert hast Du sie erst wirklich, wenn du dich selbst nicht mehr als am Seitenrand stehender Dekodierer der Matrix empfindest und inszenierst, sondern als immanenter Teil... und dich entsprechend deinen individuellen Möglichkeiten (zumindest ab und an) auch mal an der Neu- bzw. Umprogrammierung via sämtlicher für dich manipulierbarer Schnittstellen beteiligst...

    • Vor einem Monat

      Meh, hab's grad ausgerechnet: schnarch.

    • Vor einem Monat

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    • Vor einem Monat

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    • Vor einem Monat

      Ich finde ihn intelligent.

    • Vor einem Monat

      In genau 11 Jahren ist heute der mit weitem Abstand zweitunangebrachteste Tag für so ne blöde Fake-Scheiße, weswegen ich die gelöscht habe und dich um Entschuldigung bitten möchte, @Wiesli.

      Ich hab mich von Schmerz, von Enttäuschung... bestimmt auch ein gutes Stück weit aus dem letzten Jahrzehnt dazu "gewonnener" Verbitterung zu diesem Scheiß-Kommentar hinreißen lassen. Weil ich wollte, dass sich jetzt irgendwer wenigstens 1/25 so schlecht fühlt und unmenschlich wie ich heute. Jämmerlich.

      Bin paar Tage im off, gute Zeit allen muppets, fakes und latürnich der stets schweigenden, aber freilich stetsemsig mitlesenden Mehrheit.

    • Vor einem Monat

      Ehrlich gesagt, wollte ich sowas Ähnliches auch erst schreiben. Bin dann auch mal in der Pause, bis bald liebe Freunde :)

    • Vor einem Monat

      WTF war denn los?

      Egal - stark von euch beiden, wie ihr nun mit umgeht, so scheint es mir! :kiss:

  • Vor einem Monat

    Ich wohne in Mecklenburg-Vorpommern und freue mich, dass die afd, wie bei der letzten Wahl, auf den letzten Metern Zustimmung verliert. Hauptsache es kommen noch ein, zwei demokratische Parteien mehr ins Parlament. Hier in Meck-Vorp macht dieses Mal strategisches wählen Sinn.

    Den größten motvationstechnischen Sweet Spot bei dem Thema trifft für mich der Song "Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt", von Danger Dan.

    Danke, gut.

  • Vor einem Monat

    Wahrlich ein glorreicher Tag für unser Land, in dem gesichert rechtsextreme Parteien mit ihrem Grüßonkel, der von Neonazis der ehemaligen HDJ flankiert wird, im ZDF-KInderfernsehen unkritisch werben dürfen. Auch geil, wie der ÖRR eben Weidel den Arsch geleckt hat.

    • Vor einem Monat

      und? wie fühlt sich das an? ich hoffe, es gefällt dir, denn es wird sicher nicht weniger werden.

      als die afd mit der union erstmalig gleichzog, gaben uns die netten rundfunkoverlords dieses eine magazin mit den eher rechts/konservativen oder libertären takes. "klar" oder so.

      was glaubst wird jetzt passieren?

    • Vor einem Monat

      Jepo. Der ÖRR war schon immer extrem freundlich zu Faschisten, und gnadenlos abfällig zu allen linken Parteien. Selbst die SPD, nun wirklich kaum mehr links, wurde seit Jahrzehnten als chaotischer Haufen dargestellt, während die Union als stets geschlossene, geeinte, verlässliche Partei übrig blieb.

    • Vor einem Monat

      jein. die rundfunkoverlords gehen (inzwischen) sechstellig nach hause. fahren als dienstwägen nobelautos mit massagesitzen... das bekommst du v.a. durch ausgeprägten opportunismus.
      ich nehme an, jeder überzeugte afd wähler kann auswendig sagen, wie sich kai gnieffke 2017 über die afd geäußert hat.
      aber wie gesagt, das war 2017. da war die afd in den umfragewerten allerhöchstens bei 12% oder so und weit davon entfernt eine landesregierung zu stellen.

      jetzt hingegen was pedrolino oben gesagt hat.

      aber alleine in den 90ies und early 00ies hast du vollkommen recht, was du sagst. da müssen wir nicht mal in die 70ies zurück wo es komplett gaskrank war gegen "sozen"

    • Vor einem Monat

      inzwischen sitzen von jeder partei funktionäre in den rundfunkräten der einzelnen länder... und ich gehe stark davon aus, dass in sachsen-anhalt nun eine weitere partei leute in den rundfunkrat entsenden darf...

    • Vor einem Monat

      Wichtige Ergänzung, Scroto. Ja, Opportunismus ist ein guter Begriff für den ÖRR. Sicherlich gibt es da auch einige, die die rechte CDU oder die AfD bejubelpersern. Aber viel von dem Schlamassel ist der ebenso schädlichen Annahme verfallen, wenn Springer & Co. unverhältnismäßig viel Rassismus und Klassenhass verbreiten, dann wird das die Öffentlichkeit wohl interessieren. Und was die Öffentlichkeit interessiere, müsse wohl von öffentlichem Interesse sein. Es musste nicht mal böser Wille sein, der konstanten Hass, Lügen und Leichtsinn zum Sendekonzept machte.

  • Vor einem Monat

    oh shit.. der 9.9.2026 - ein brauner Tag in der deutschen Geschichte..

    Hätte keiner gedacht wie schnell das alles geht? Am Anfang eine kleine Minderheit und jetzt ist dieses Rechtsextreme Partei die stärkste Partei Deutschlands und stellt bald den ersten Ministerpräsidenten - autsch!

    Was soll ich sagen? Ich weiß es nicht, ich muss nachdenken und es braucht Zeit..

    Ich bin weiterhin dankbar für jeden Song gegen Rechts, egal aus welcher Ecke - hier müssen Rapper, Rocker und Popper an einem Strang ziehen.

    Egal wohin es mit Deutschland geht - ich will nicht einer derjenigen gewesen sein, die sich das mit angesehen haben. Ihr, die 45% die heute AFD gewählt haben, wart womöglich (aus Dummheit) mit Schuld an dem was uns erwarten könnte..

  • Vor einem Monat

    Der Wählerschaft trägt ist nicht dumm. Die Wählerschaft hat sich lediglich so entschieden, wie sie sich entscheiden wollte. Ich glaube, das Grundproblem ist, dass der Wähler eigentlich Reformen will. Es darf sich bloß nichts ändern. Und in dieser Situation hat er sich mit der Wahl von Ulrich Siegmund möglicherweise selbst ins Knie geschossen .

  • Vor einem Monat

    Edith: Die Wählerschaft in Sachsen-Anhalt ist nicht dumm.

    • Vor einem Monat

      Es sind ausgelebte Ressentiments gepaart mit harter Scheinheiligkeit. Und das finde ich schon dumm. Aber da ist Sachsen-Anhalt keine Ausnahme. Die Gründe dafür sind nur komplex

  • Vor einem Monat

    Ein schwarzer Tag für die Union. Leider hat sie nicht glaubhaft vermitteln können, dass sie ihren schützenden Arme um die Wählerschaft der sächsisch-anhaltinischen Bürgerinnen und Bürger halten kann und wird. Vieles wurde liegengelassen: Marode Schulen, kaputte Straßen, unfertige Autobahnen, unklare Ziele bezüglich der Sozialpolitik, zu viel Abgang der Jugendlichen, die sich nach dem Abitur fragen: was will ich eigentlich vom Leben? Scheinbar sind die Antworten auf diese Fragen zu weit vom Leben der Politiker entfernt. Was hat Ulrich Siegmund schlau gemacht? Er hat den Kontakt gesucht. Hände gereicht. Ist Mofa gefahren - ein Wahrzeichen des Ostens sozusagen. Er war präsent. Er hat Berlin gezeigt, dass man da sein kann, ohne weg zu sein. Warum wählen die Menschen entgegen ihrer Interessen? Nun ja, vielleicht ist der Grund ganz banal: es ist einfach langweilig, wenn alles normal gut läuft. Vielleicht haben es viele einfach so gelernt, Harmonie zu vermeiden - ein kollektiv unsicherer Bindungstyp, wenn man so möchte. Jetzt muss aber erst einmal der ganze Scherbenhaufen zusammengekärchert werden. Danach können wir in aller Trauer und Ruhe das Mosaik des Vertrauens wieder zu einer neuen Leitidee zusammensetzen - und zwar langsam und bedächtig, denn sonst wird bei dem kleinsten Setzfehler aus dem Siegmund bald ein Vollmund.

  • Vor einem Monat

    Was für eine Leitidee denn? Wofür würden die Deutschen denn noch kämpfen (bzw. sich leidenschaftlich engagieren) ? Für die Ostdeutschen sind die Russen und die AfD eine Art Lösung. Klar. Für den demoralisierten und geistig erschöpften Westen kann ich das nicht wirklich beantworten. Hier wäre vielleicht eine Ökologische Regierung mit Robert Habeck und Luisa Neubauer wünschenswert, Menschen, die an etwas Größeres als Sex, Shopping und materiellen Genuß glauben.

  • Vor einem Monat

    PS: Chrupalla will jetzt eine Sonderwirtschaftszone für den Osten errichten. Vielleicht ist das ja die neue Leitidee: Öl und Gas aus Russland aus Russland ...dann wäre die deutsche Einheit endlich vorbei, und man zieht einfach eine neue Grenze und die Ostdeutschen müssten von den Russen irgendwie versorgt werden.

  • Vor einem Monat

    @Lost 7 und Schelling:
    Sorry, aber es gibt keine Leitidee, und es ist auch keine in Sicht – weder in Sachsen-Anhalt noch im Rest Deutschlands. Da ist es nur logisch, dass momentan die einzige Partei absahnt, die überhaupt Visionen anbietet – egal, wie dumm diese Visionen sein mögen.

    CDU/CSU: unbrauchbares, opportunistisches Dreckspack, das mit seinem Kapitalextremismus andere um Brot betteln lässt und selbst nur noch Kuchen frisst. Inzwischen sind die sich nicht einmal mehr zu schade, das Comeback des Brandmauer-Einreißers Jens noch zu verzögern. Der muss schließlich bald wieder fit sein: Er soll Merz beerben und der AfD endgültig die Hand reichen.

    SPD: noch so ’ne Schlacke, praktisch tot, wat willste zu denen noch schreiben.

    Linke: Mittlerweile die echte SPD, programmatisch wären viele AfD-Wähler hier – von der Abschiebepolitik abgesehen – wesentlich besser aufgehoben. Problematisch bleibt aber, dass die intellektuelle Linke allzu oft unter sich bleibt und selbst gute Ideen nie gesellschaftliche Hegemonie erlangen.

    Grüne: seit Habecks Abgang kopflos und allzu oft unter dem Gewicht der aktuellen Probleme begraben. Nach jahrzehntelangen Hetzkampagnen nur noch Unterhaltung für die eigenen Reihen.

    Egal, welche dieser Parteien du nimmst: Keine von ihnen hat eine mehrheitsfähige Leitidee. Nichts, was die Mehrheit dieses Landes mit etwas Pathos und Hoffnung in die Zukunft tragen könnte. Viel zu lange hat man es sich bequem gemacht und die Forderungen der AfD mangels eigener Ideen lediglich als „nicht finanzierbar“ oder „nicht umsetzbar“ abgetan.

    Und sorry: Schon am Wahlabend das Ende DIESER liberalen Demokratie heraufzubeschwören – was für ein dummer Scam. DIESE liberale Demokratie ist zu einem P*mmelbecken für CDU/CSU und ihre Lobby verkommen, und keine dieser viel zu eng gebundenen Krawatten spürt noch, wie weit sie längst jenseits der roten Linie steht.

    „Niemand von uns steht unter Denkmalschutz“, meinte Norbert Lammert einst. DIESE liberale Demokratie kann gerne sterben. Wir brauchen eine neue, eine bessere. Und wenn Merz ihr Sargnagel ist, dann möge man ihn bitte ordentlich reinhämmern. Dass er Umweg dafür über eine rechtsradikale Partei läuft, ist bedenklich und schade, aber die Erneuerung des Systems wurde lange genug, und für die Mehrheit unerträglich lange herausgezögert.

    • Vor einem Monat

      Treffende Analyse, zur SPD lässt sich noch weitaus mehr sagen, Stichwort Schröders Agenda 2010, Seeheimer Kreis. Alles in allem haben wir jetzt mehr als vier Dekaden Neoliberalismus im Westen hinter uns, die „Politik“ ist in großen Teilen nur noch Stiefellecker des Kapitals. Entweder machen wir jetzt endlich echte Demokratie und schauen, dass wir das uns vom krebsartigen Kapitalismus befreien, oder Next Stop ist Corporatocracy oder halt Autokratie.

    • Vor einem Monat

      Wie du sagst: Neoliberalism everywhere – seit Dekaden. Und das „Soziale“ lief halt ganz gut mit, solange das Wachstum es hergab. Da fiel es auch nicht weiter auf, dass das finanzielle Versickerungsprinzip – oben gießen, bei den Wurzeln kommt schon irgendwas an – eigentlich nie funktioniert hat und der Geldadel immer mehr Schutz genoss, während er immer weniger Verantwortung trug. Der Markt regelte schon irgendwie, und was er nicht regelte, erledigte die Lobby. Selbst sozialisierte Verluste galten nicht als Problem. Im Sinne des „Bürgerwillens“ regiert wurde eigentlich nie. Es war aber auch nicht nötig, solange der Maurer und die Kassiererin sich ein Haus leisten konnten.

      Seit Längerem geht die Rechnung für viele Menschen in diesem System jedoch nicht mehr auf: Sie profitieren nicht, sie verlieren. Und das erzeugt ein diffuses Gefühl, das nach einer politischen Heimat sucht – einer Heimat, die viele in der AfD gefunden zu haben glauben. Dieses Gefühl – oder nenn es das Bedürfnis nach einer Leitidee – KANN die CDU eben NICHT aufgreifen. Denn dafür müsste die aktuelle Regierung erstens selbst eine solche Idee haben und zweitens echtes Interesse an den Bürgern. Seien wir ehrlich: Wenn Merz und Reiche könnten, würden sie sich am liebsten dauerhaft von diesem Vierjahreszinober entkoppeln und den Sozialstaat vollständig abbauen.

      Und noch etwas zum Entkoppeln: Ein AfD-Verbotsverfahren wäre – und das sage ich als Antifaschist – die dümmstmögliche Entscheidung auf dem Weg zu einer besseren liberalen Demokratie. Von einem solchen Verbot würden auf dem Papier nämlich ausgerechnet jene rechtskonservativen Nutznießer profitieren, die es sich aktuell im Elfenbeinturm bequem machen und die Zitrone weiter ausquetschen. Bei aller Gefahr, die von der AfD ausgeht: Vielleicht zwingt sie die anderen Parteien wenigstens dazu, wieder in Bewegung zu kommen und selbst neu zu lernen, was das Leistungsprinzip bedeutet.

      Der Neoliberalismus – und, seien wir ehrlich, der Kapitalismus in seiner heutigen Form – ist ökologisch wie sozial am Ende. In diesem Jahr war bereits am 30. Juli Earth Overshoot Day. Wir brauchen grünes Schrumpfen sowie Maschinen- und Kapitalertragssteuern, die hoch genug ausfallen, um im Gegenzug die Lohnarbeit weitgehend steuerfrei zu stellen. DAS wären Reformen, die man anstoßen müsste.

      Aber ja: Laut Herrn Klingbeil sind 50 Euro im Monat für eine vierköpfige Familie bereits der große Reformhammer – während man ihnen das Geld an anderer Stelle wieder aus der Tasche zieht. Wenn du das dann noch mit den Ukraine-Hilfsgeldern verknüpfst – sachlich falsch und ziemlich dumm, aber genau so, wie es die AfD getan hat –, wird klar, weshalb der Wunsch nach Veränderung bei vielen so groß ist.

    • Vor einem Monat

      Danke, punki. Genau meine Rede. Dickes Herzchen! ♥

      Finde es sehr zum Kotzen, dass dieses Resümee vermutlich kein Gehör finden wird. Da werden lieber die Wähler beleidigt, die eine enddumme, faschistische Partei gewählt haben (sie seien ja zu ungebildet usw.), als zu versuchen, mal eine Alternative für die Alternative herzustellen. Man kann es Visionen oder Angebote machen, die man glaubhaft und entschlossen vertritt. Stattdessen stellen sich alle mit "wir sind nicht die AfD" als Sachverwalter des Verfalls zur Wahl...

    • Vor einem Monat

      Und trotzdem haben Menschen Neonazis gewählt und deswegen kann man sie auch als das bezeichnen, das sie sind, was wahlweise Neonazis, nützliche Idioten, Arschlöcher oder eben doch Dummköpfe sind.

    • Vor einem Monat

      Die Altparteien hätten der AFD sehr leicht das Wasser abgraben könne, wenn sie das Problem der Zuwanderung ernst nehmen würden. Habe allerdings bis zum heutigen Tage nicht den Eindruck, dass sie dies verstehen. Die Wählerschaft so zu beschimpfen, wie es der User über mir tut, löst keine Probleme. Denkt bitte mal drüber nach!

    • Vor einem Monat

      Es ist nicht Zuwanderung, du Lügner. Es ist Ausbeutung, es ist Armut.

    • Vor einem Monat

      Gibt hier noch einen Erklärungsansatz:

      https://www.blaetter.de/ausgabe/2026/juni/…

      Dagegen warnt die jüngste Mitte-Studie pointiert vor der »sich hartnäckig« haltenden These, die Anfälligkeit für rechtsextreme Einstellungen sei ökonomisch induziert: »Bei genauerem Hinsehen« zeige sich, dass »das Einkommen in einem wechselseitigen Verhältnis zum Bildungshintergrund« stehe, der entscheidender sein könne; zudem wirke sich »die subjektive Einschätzung der sozioökonomischen Lage, wie etwa das Gefühl, nicht gerecht behandelt zu werden, auf die Zustimmung zu rechtsextremen Aussagen aus«.2 Bauchgefühle und Lebenszufriedenheit sind aber ein schwankender Boden für die Feststellung tatsächlicher Benachteiligung.

    • Vor einem Monat

      Und wieso liegen AfD-Wähler beim Haushaltsnettoeinkommen überdurchschnittlich oft im mittleren Bereich, nicht selten auch im oberen? Die ökonomisch wirklich krass »Abgehängten« scheinen sich dort nicht primär zu sammeln.

    • Vor einem Monat

      Vielleicht mal anders betrachtet:

      Man könnte den Menschen in Sachsen-Anhalt auch dankbar sein, dass sie Ewigkeiten ihre Kreuze bei den "älteren" Parteien gemacht haben, obwohl diese Parteien sie konsequent ärmer und hoffnungsloser zurückgelassen haben.

      Sowas Ähnliches wie Demut on ihnen zu merken, wäre für mich eine sehr angenehme Abwechslung. Aber dafür bräuchte der "politische Betrieb" (ums mal plunp herunterzubrechen) natürlich irgendeine Art von Einsicht.

    • Vor einem Monat

      Ja, ja, die Parteien natürlich. Ragi, Du würdest da perfekt hinpassen. Für die Leute hier im Osten sind auch immer und an allem die da oben schuld.
      Auf die Idee, dass man selbst mal den faulen Arsch hochbekommen müsste, um etwas zu erreichen, kommt man gar nicht.
      Man hat seit 36 Jahren alle Möglichkeiten, und etliche haben die auch sehr erfolgreich genutzt, aber die Mehrheit sitzt bräsig da und erwartet, dass ihnen wie in guten alten DDR Zeiten alles abgenommen wird. Wohnung? Bekommt man zugewiesen.
      Berufswahl? Bekommt man zugewiesen.
      Die große Mehrheit der Menschen hier will den Hintern auf einem silbernen Tablett nachgetragen bekommen und gleichzeitig nichts dafür tun müssen und das Schlimmste was man tun kann, diesen Leuten irgendetwas vorzuschreiben. Dann ist aber Land unter und die Diktatur wird an die Wand gemalt.
      Hier sitzen stinkend faule, von Neid und Missgunst zerfressene Menschen, die sich für die Krone der Schöpfung halten und glauben, ihnen würde alles einfach so zustehen.
      Wenn sie dann doch selbst aktiv werden müssen, dann geht das Gejammere los und schuld an allem sind immer die da oben. Und Ausländer. Und Westdeutsche.

      Kein Wunder, dass ein Großteil derer, die nicht so drauf sind, schon bald nach der Wiedervereinigung in den Westen gegangen sind.

    • Vor einem Monat

      Ökonomie ist weitaus mehr als Einkommen, pedro. Ökonomie ist, dass der Osten nach der Wende wirtschaftlich geplündert und gesellschaftlich allein gelassen wurde. Es sind ökonomische Gründe, die Schuld daran sind, dass sich viele im Osten verarscht fühlen. Weniger, aber auch einige im Westen. Davon wählen lange nicht alle AfD, aber die Menschen, die sich verarscht fühlen, sind diejenigen, die man versucht als Wähler zu gewinnen. Das spiegelt sich auch in den Methoden des Wahlkampfs wieder, die präsentieren sich anders, als Freunde, als Unterstützer, als anders als die da oben, als Alternative.

    • Vor einem Monat

      Lösch dich, Theo.

    • Vor einem Monat

      Echt, so dumm, was du da absonderst. Du hast alle Möglichkeiten? Warum bist du kein Milliardär? Warum?

    • Vor einem Monat

      Wow, man muss also Milliardär sein, um etwas erreicht zu haben und zufrieden zu sein.
      Alles unter Milliardär ist also dazu verdammt, unzufrieden, neidisch, missgünstig, rassistisch, fremdenfeindlich etc. zu sein und daran sind dann, ja wer, die da oben schuld?

      Wow, Du nimmst das Wort dumm in den Mund und kommst dann hier mit Milliardär an?

      Schon scheiße, wenn KI mal wieder nicht helfen konnte, Du Experte. Echt jetzt, ist das wirklich Deine Weltsicht? Milliardär?

      Ohne Worte, echt.

      Gratulation zur #1 Lachnummer auf laut.de

      Milliardär. Ich fasse es nicht. Bist du besoffen, oder ist das wirklich Dein Ernst?

    • Vor einem Monat

      Ich nenne nur etwas, dass nicht jeder werden kann, wie kann Mensch so etwas falsch verstehen? Ach ja, böse Absicht oder totale Dummheit.

      Außerdem:

      Theo: „Ohne Worte“

      Theo schrieb weitere Worte :lol:

    • Vor einem Monat

      Curb your autistic traits everybody, plz. :mad:

    • Vor einem Monat

      Armut als Argument und Rechtfertigung um die Klinge zu schwingen? Überzeugt nicht als Argument. Inwiefern die frisch frisierten Männer in Ceuta, die Delfin Videos mit dem iPhone17 aufnehmen, ausgebeutet werden, kann sicher auch jemand erklären, nech?

    • Vor einem Monat

      Bei Dünnschiss den eigenen Darm für den größtmöglichen Konfetti-Effekt grundsätzlich nur noch in eingeschaltete Metallventilatoren entleeren? Überzeugt nicht als Argument. Ist aber die heuer fast überall eindrücklich les- und erkennbar einzige Art von "Diskurs" oder "Argumentation", die du und deinesgleichen für gewöhnlich kennt, beherrscht und demzufolge bei jeder noch so unpassenden Gelegenheit zur Anwendung zu bringen versucht..

    • Vor einem Monat

      "Ich nenne nur etwas, dass nicht jeder werden kann"

      Es kann auch nicht jeder Astronaut und es kann noch nicht einmal jeder Bäcker werden, auch daran sind nicht die da oben oder Ausländer schuld, aber jeder kann etwas werden. Jeder hat die Möglichkeit etwas zu erreichen und Erfolg zu haben, und zwar aus eigener Kraft und nicht von oben gesteuert, wie es hier im Osten vor '89 war und wie es sich viele Leute hier im Osten wünschen.

      Man muss etwas dafür tun, man muss selbst aktiv werden und man muss selbst für sich einstehen, dann kann man auch als Ostdeutscher aus dem Rostocker Plattenbau, aus Halle Neustadt oder aus Hinterhermsdorf etwas erreichen, wie etliche Ostdeutsche, die nicht nur gejammert haben, auch beweisen.

      Mit Deinem Beispiel Milliardär würdest Du perfekt hier in den Osten passen und Du würdest Dich vermutlich selbst in der Provinz wunderbar einfügen, denn hier will man auch immer das nahezu unerreichbare Maximum und wenn man es nicht, ohne sich dafür anstrengen zu müssen, auf dem Silbertablett präsentiert bekommt, dann sucht man die Schuld bei anderen und schimpft auf das System, auf die da oben und wünscht sich eine verklärte DDR zurück, in der man sich um nichts kümmern musste, weil einem selbst die Berufswahl und die Wohnung zugewiesen wurden, ohne das man dafür selbst denken und entscheiden musste.

      Ob man etwas erreicht, liegt nicht an DEN Parteien, wie Ragi das meinte, es liegt auch nicht an DENEN da oben und auch nicht an DEN Ausländern.
      Es liegt an den Menschen selbst und daran, ob sie all die Möglichkeiten, die ihnen von dem System, das sie so sehr ablehnen, nutzen/nutzen wollen.

    • Vor einem Monat

      Hab zwar schon einiges an blauen Reaktionen miterleben müssen, aber was Du hier von Dir gibst, ist mit das Dümmste und Ekelhafteste, was ich die letzten Tage lesen musste, Theo. Immer noch traurig, dass die FDP vom Markt geregelt wurde, hm?

    • Vor einem Monat

      Was jetzt, bin ich jetzt für Dich einer von den Blauen, oder einer von der FDP, oder einfach nur einer von denen da oben?
      Lustig, dieser Bezug zu den Blauen, die ja genau das den Leuten einreden, was Du behauptet hast.
      Merkste nicht mal, oder?
      Dein "obwohl diese Parteien sie konsequent ärmer und hoffnungsloser zurückgelassen haben" könnte 1:1 aus dem Bullshibingo der Blauen stammen. Sowohl in seiner Polemik, als auch darin, dass es komplett falsch ist.
      Die Menschen in Sachsen-Anhalt (oder generell im Osten) sind nicht ärmer. Das Gegenteil ist der Fall.

      Wenn man als Bürger natürlich gegen alles ist, was Veränderung und Fortschritt bedeutet, dann ist es klar, dass man sich irgendwann hoffnungslos fühlt, aber auch das ist nicht die Schuld von irgendwelchen Parteien, sondern die der sauertöpfischen Allesverweigerer selbst.
      Bestes und deutlichstes Beispiel zeigt sich aktuell im Erzgebirge.
      Ausgerechnet dort, wo dich selbst Menschen, die noch nie selbst etwas mit Bergbau zu tun hatten, mit "Glück auf!" grüßen, wehrt man sich gerade mit Händen und Füßen gegen eine Wiederaufnahme von Bergbautätigkeiten zur Überprüfung ob ein Lithiumabbau möglich und sinnvoll wäre.
      Man ist stolz wie Bolle, auf die große Bergbautradition, lehnt diesen aber vor Ort strikt ab.
      Gegen Braunkohleabbau hat man dagegen im Erzgebirge nichts, denn der findet ja in Tschechien bzw. der Lausitz statt, nicht vor der eigenen Haustüre.
      Und das ist nur ein Beispiel von vielen, bei denen sich die Menschen hier im Osten selbst im Weg stehen.

      _____________
      Was die FDP betrifft, bin ich höchstens traurig, dass es die FDP eines Hans-Dietrich Genscher, eines Gerhart Baum, einer Sabine Leutheusser-Schnarrenberger etc. seit 25 Jahren, also seit Guido Westerwelle nicht mehr gibt.

    • Vor einem Monat

      Adorno wies ja schon 1967 darauf hin, dass es um die "Möglichkeit der permanenten Deklassierung von Schichten, die ihrem subjektiven Klassenbewusstsein nach durchaus bürgerlich waren, die ihre Privilegien, ihren sozialen Status festhalten möchten", geht.

      Wie seht ihr das?

    • Vor einem Monat

      "Ob man etwas erreicht, liegt nicht an DEN Parteien, wie Ragi das meinte, es liegt auch nicht an DENEN da oben und auch nicht an DEN Ausländern.
      Es liegt an den Menschen selbst und daran, ob sie all die Möglichkeiten, die ihnen von dem System, das sie so sehr ablehnen, nutzen/nutzen wollen."

      Frisch aus der neoliberalen Merz-Bibel kopiert oder wo hast du das her?

      Hast du dich mal mit den Erkenntnissen der Faschismusforschung befasst. Also bevor du hier meterlange Textwände produzierst, bitte noch einmal nachschauen, wohin Austeritätspolitik und der Abbau des Sozialstaates führen.

    • Vor einem Monat

      "Die Altparteien hätten der AFD sehr leicht das Wasser abgraben könne, wenn sie das Problem der Zuwanderung ernst nehmen würden. Habe allerdings bis zum heutigen Tage nicht den Eindruck, dass sie dies verstehen."

      Ist halt das beste Beispiel dafür, warum der AfD nach dem Mund zu reden nichts bringt. Sowohl die Ampel- als auch die derzeitige Regierung haben einen deutlich restriktiveren Kurs gegen Migration gefahren als bisher. Die Zahl der hier ankommenden Migranten ist immer weiter am Sinken und es wird immer fleißiger abgeschoben. Das ist die Realität. Die kommt in der rechten Medienbubble nur halt nicht an, nach der wir immernoch in einer Welt der ungezügelten Migration leben. Entsprechend bringt es halt auch nicht viel, diese Forderungen ernst zu nehmen und ihnen mit tatsächlichen Maßnahmen nachzukommen. Weil diese Forderungen halt nicht aus der Realität kommen und sich auch nicht nach ihr richten.

    • Vor einem Monat

      Fängt schon gut an: SPD-Landrat fordert Ende der Brandmauer:

      https://www.t-online.de/nachrichten/deutsc…

    • Vor einem Monat

      "Frisch aus der neoliberalen Merz-Bibel kopiert oder wo hast du das her?"

      Nicht dasitzen und warten, dass andere alles für einen regeln, ist für Dich also neoliberal?

      Es gibt ein gutes Beispiel für das, was ich hier Versuche zu sagen.
      Die Journalistin und Autorin Marieke Reimann kommt aus einem Plattenbau in Rostock und trotzdem war sie 2018, mit 30 Jahren, Deutschlands jüngste Chefredakteurin beim Onlinemagazin ze.tt und später zweite Chefredakteurin beim SWR.
      Sie ist Ostdeutsche, stammt aus einem schwierigen sozialen Umfeld und hat trotzdem etwas durchaus Beachtliches geschafft.

      Warum hat sie es geschafft? Weil sie es wollte und sie ihre Möglichkeiten, die ihr "das System" gibt, genutzt hat und nicht, weil sie gejammert und gewartet hat, dass es jemand anders für sie macht.

      Warum ich gerade Sie erwähne? Sie hat aus eigener Kraft, trotz ihres Hintergrunds Erfolg, reit sich aber trotzdem in die Rehen der Ostdeutschen ein, die jammern.

      Wir leben wahrlich in komischen Zeiten. Ist man nicht menschenverachtend rassistisch, ist man linksgrün und ist man der Meinung, dass jammern und warten, dass andere alles für einen regeln, nicht die Lösung ist, ist man neoliberal.

    • Vor einem Monat

      War zu erwarten, oder? Die Frage des "ob" stellt sich schon gar nicht mehr. Es ist aus meiner Sicht ein "wann" und mit ein bisschen Glück ist es erst in der nächsten Runde so weit.
      Es fühlt sich ein bisschen wie aufgeben an, aber ich sehe im Moment wenig Perspektiven. Die derzeitige Bundesregierung hält eisern am Kurs fest, der diese schon länger drehende Spirale weiter beschleunigt.

    • Vor einem Monat

      Die Menschen in S-A (no pun intended) sind laut Dir in den letzten Legislaturperioden gleichzeitig nicht ärmer geworden - sollen sich aber endlich mal am Riemen reißen, denn jeder kann es schaffen, wenn er will.

      Da haben einfach 44% der Menschen ablau gewählt, weil Diagnose: Alles ungebildete, faule Arschlöcher. Richtig deeper soziologischer Take, ma sagen.

    • Vor einem Monat

      "Nicht dasitzen und warten, dass andere alles für einen regeln, ist für Dich also neoliberal?"

      Ne, das ist vor allem ein zutiefst menschenverachtendes Narrativ deinerseits. Wenn alle, die es zu "nichts bringen" nur Jammerlappen sind, die wollen, dass ihnen alles in den Schoß gelegt wird, muss man auch nichts am System ändern oder sich schlecht über das Schicksal anderer fühlen. Wenn dem aber nicht so ist, hast du halt gerade einen riesigen Haufen Menschen niedergemacht, die letztlich vor allem Opfer des Systems sind.

      Und dass es einige trotz schwieriger Bedingungen schaffen können, ist noch lange kein Beweis dafür, dass es eigentlich alle schaffen können. Es ist zuerst einmal eine Anekdote. Ob diese repräsentativ für das System oder einfach nur Hintergrundrauschen ist, lässt sich nicht ohne systematische Untersuchungen beurteilen. (Und diese legen generall nahe, dass Deutschland mit die schlechteste soziale Mobilität in Europa besitzt)

    • Vor einem Monat

      "Da haben einfach 44% der Menschen ablau gewählt, weil Diagnose: Alles ungebildete, faule Arschlöcher. Richtig deeper soziologischer Take, ma sagen."

      Wir dürfen aber auch nicht so tun, als seien da kaum Rassisten oder Arschlöcher dabei und bei den geringen Bildungsgraden hat die AfD am meisten abgeräumt. Ich habe auch genug Berichte von Freunden gehört, denen im Osten krasser Alltagsrassismus entgegengeschlagen ist. Von Typen, die von der Simson aus "White Power" schreien, Gesichtstätowierten, die dir draußen beim Rauchen auf den Boden spucken oder Neonazis mit Wehrmachtsjeeps im Vorgarten, selbst gesehen, ist alles dabei.

    • Vor einem Monat

      Es ist sicher falsch zu sagen, dass es sich bei den Menschen in Sachsen-Anhalt, bzw. im Osten allgemein, nur um antriebslose Jammerlappen handelt, aber man sollte doch auch ein paar Fakten anerkennen. Seit 1990 sind 2,6 Billionen Euro an Aufbauhilfen in den Osten geflossen. Die Arbeitslosigkeit in Sachsen-Anhalt ist seit 2005 kontinuierlich von über 20% auf ca. 8% gesunken. Gleiches gilt für die Kriminalitätsrate, die im Gleichen Zeitraum von ca. 10.000 Straftaten je 100.000 Einwohne auf ca. 8.000 bei einer Aufkärungsrate von ca. 55% gesunken ist.
      Gleichzeitig sieht man aber immer wieder verhärmte Gesichter in wunderbar restaurierten historischen Innenstädten in Kameras jammern, dass für "das eigene Volk" kein Geld da wäre, sie keinen Job finden oder sie sich in irgendwelchen Kleinstädten "wejen die janzen kriminellen Ausländer" nachts nicht mehr auf die Straße trauen, obwohl der Ausländeranteil dort ungefähr halb so hoch ist, wie der Bundesdurchschnitt.
      Es ist also genauso falsch zu behaupten, dass "der Staat" seit der Wiedervereinigung das Leben der Menschen dort kontinuierlich schlechter gemacht hätte. Es ist in vielem eher das Gegenteil der Fall.
      Vielleicht sollte man nach 37 Jahren endlich mal aufhören, die Sorgen und Nöte der Ostdeutschen als besonders ausgefallen oder exklusiv anzusehen. Inzwischen sind dort 2 Generationen nachgewachsen, deren Probleme sich von den Menschen in anderen strukturschwachen Regionen in Westdeutschland, oder solchen, die von einem Strukturwandel betroffen sind, nicht mehr groß unterscheiden dürften.

    • Vor einem Monat

      @Horst
      Ich hab ja explizit nicht allgemein alle gemeint und ansonsten bringst Du es perfekt auf den Punkt. Danke.

    • Vor einem Monat

      Horsti, ich meine, Du bist der einzige, der hier gerade über Ostdeutschland sprechen möchte. Niemand sagt aktuell, dass Sachsen-Anhalt grundverschieden zu ner ländlichen Region in NRW wäre.

      Ansonsten war das etwas Rosinenpicken. Die Armutsgefährdungsquote in SA ist die höchste des Landes - Städte ausgeklammert. Bedeutet: Menschen haben hier im Schnitt weniger Geld zur Verfügung - und das bei steigenden Lebenshaltungskosten. Zusammen mit einem preisbereinigt rückläufigen BIP ergibt sich, dass hier wirtschaftlich kaum was läuft. Die Bevölkerung schwindet, ist die älteste der BRD - was beides ziemlich wichtige Faktoren sind für die relativ durchschnittliche Arbeitslosenquote. Ma' Butter bei die Fische: Wenn die Innenstädte da so toll saniert sind und es wirtschaftlich so toll laufe - würdest Du da hin ziehen wollen, wenn Du nicht dort aufgewachsen bist?

      SA ist ein ziemliches Musterbeispiel für eine trostlose, verarmte, vergessene Region, in der selbstverständlich der Faschismus einen perfekten Nährboden hat. Wurde hier aber auch schon oft erwähnt, wie eindeutig die Erkenntnisse der Faschismusforschung sind. Ich schätze, Theo ist zu unwillig, sich über seine Vorurteile hinaus mit der Sache zu beschäftigen. Aber lies vielleicht mal eben oberflächlich in Zusammenfassung rein, Horsti - allein dadurch sollte vieles verständlicher sein.

    • Vor einem Monat

      Fakt ist, dass zig AfD-Spitzenfunktionäre ankündigen, hart gegen marginalisierte Gruppen Politik zu machen und sie möglichst aus diesem Land vertreiben möchten. Wer die AfD trotzdem wählt, der ist nicht zu dumm, um das zu checken, sondern ignorant und/ oder vertritt die Ideologie der AfD.

    • Vor einem Monat

      "Da werden lieber die Wähler beleidigt, die eine enddumme, faschistische Partei gewählt haben (sie seien ja zu ungebildet usw.),"

      Ja, es sind Arschlöcher, diese Wähler. Arschlochtum und Rassismus existieren übrigens real.

    • Vor einem Monat

      @Ragism
      Warst Du jemals in Sachsen-Anhalt?

      @pedrolino
      isso.

    • Vor einem Monat

      Man kann gute und durchdachte Abhandlungen darüber schreiben, warum ausgerechnet Sachsen-Anhalt so anfällig für die AfD ist. Dabei kann man letztlich bis zur Grenzöffnung und zur damaligen Infiltration durch rechte Netzwerke zurückgehen. Ich sehe dieses Wahlergebnis jedoch viel stärker als Folge der ganz konkreten Politik der vergangenen Jahre.

      Wenn man wie ich aus der badischen Provinz kommt, kann man sich gut in gewisse Denkmuster hineinversetzen und Ähnlichkeiten erkennen. Berlin, die EU, die Ukraine – das ist in solchen Gegenden immer „weit weg“. Wenn aber der Supermarkt schließt, die Brücke nur noch einspurig befahrbar ist, die Kita mittags zumacht und das Krankenhaus in eine 30 Kilometer entfernte Stadt verlegt wird, bekommt der Alltag der Menschen feine Risse. Auf Dauer erodiert so das Vertrauen – besonders dann, wenn es im Gegenzug nichts Positives zu berichten gibt.

      Dazu kommen die Nachrichten: Die Autoindustrie wird umgebaut oder abgeramscht, Manager kassieren himmelhohe Boni, während Massenentlassungen angekündigt werden, Milliarden fließen in die Ukraine, der Sprit kostet 2,30 Euro, Cum-Ex bleibt hängen und im Bundestag sitzen Lügner und Betrüger. Welches positive Gesamtbild sollen sich die Menschen daraus machen? Und die Antwort soll dann lauten: wieder Schwarz-Rot wählen?

      Man kann nun die Faschokeule herausholen und jeden bashen, der blau gewählt hat. Oder man erkennt an, dass Menschen AUCH dann das Übel wählen, wenn dieses Übel als einzige politische Kraft den Eindruck vermittelt, überhaupt noch den Dialog mit ihnen zu suchen – so bewusst perfide dieser Dialog auch angelegt sein mag.

      Dass die Parteien der Mitte diesen Dialog nicht mehr auf die Reihe bekommen – oder ihn gar nicht mehr führen wollen – und ihnen zugleich der Ruf fundamentaler Unglaubwürdigkeit vorauseilt, ist das Ergebnis jahrelangen Vorbeiregierens an der Bevölkerung. Wie bereits erwähnt: Man hat Politik für die Wirtschaft und die Lobbys gemacht – bis heute.

      Hinzu kommt, dass wir vor einem gesellschaftlichen und ökonomischen Umbruch stehen, dessen Dimension mit der industriellen Revolution vergleichbar ist. Wer kann und will sich einem solchen Umbruch politisch stellen, ihn richtig deuten und aktiv gestalten? Politiker jenseits der 70, deren kreativster Output das Sprachungetüm „Rambo Zambo“ ist? Leute, die sich offenkundig lieber noch einmal an den alten Hüten bereichern, weil das für die eigene Kasse schlicht die lukrativere Entscheidung ist?

      Vielleicht sollte man einmal aus der abstrakten Berliner Wolke herabsteigen und einen Monat in der Provinz leben. Dann würde man begreifen, dass sich auch die großen Krisenmeldungen leichter ertragen lassen, wenn wenigstens der Alltag funktioniert: wenn der Supermarkt um die Ecke noch da ist, die Brücke saniert wird, die Kita ganztägig geöffnet hat und das Krankenhaus auch für Menschen ohne Auto erreichbar bleibt.

    • Vor einem Monat

      OK, Unzufriedenheit hin oder her, aber dann als Konsequenz (oder als Verzweiflungstat?) eine Partei wählen, die zumindest in Teilen gesichert rechtsextrem ist? Sorry, aber dafür habe ich kein Verständnis.

      Wird Zeit für eine politische Alternative zur Alternative… Die Linke scheint im Osten keine Option mehr zu sein. Das BSW war ein Versuch, biedert sich der AfD mittlerweile aber zu sehr an. Und Russland sollte man in diesen Zeiten auch nicht unterstützen.

    • Vor einem Monat

      @Pinguin
      Wieder so eine "die da oben" sollen alles regeln.
      Wer soll denn bitte die Wirtschaft vor Ort in Schwung bringen, wenn nicht die Menschen selbst?
      Sachsen-Anhalt hätte ein richtiges Pfund, den Tourismus, wenn man dieses Pfund nutzen wollen würde.
      Sachsen-Anhalt ist ein wunderschönes Bundesland. Es hat unglaubliche Voraussetzungen und Möglichkeiten, aber die werden nicht in dem Maße genutzt, wie man sie nutzen könnte, weil einfach zu viele nicht wollen und nur darauf warten, das andere es machen.
      Wobei diese anderen dann aber keinesfalls Westdeutsche oder gar Ausländer sein dürfen.

      Die Saale, die Unstrut, die Elbe, der Harz, ein Traum von Natur.
      Städte wie Magdeburg, Quedlinburg, Merseburg, Halberstadt, Naumburg, Wittenberg, Eisleben, Wernigerode, Dessau, Bernburg, Tangermünde, Ferropolis ( ;-) ) und natürlich Halle an der Saale sind wunderschön und haben auch an Kunst und Kultur unglaublich viel zu bieten.
      Allein der Domschatz in Halberstadt, der größte außerhalb des Vatikans, ist absolut beeindruckend. Das Museum für Vorgeschichte in Halle ist eines der am besten präsentierenden Museen, die ich kenne. Die Moritzburg, ebenfalls in Halle, das Bauhaus und Meisterhäuser in Dessau, das Feininger Museum in Quedlinburg, die Willi Sitte Galerie in Merseburg, das einmalige Ensemble aus Schloss und Dom in Merseburg, der Naumburger Dom, der Dom in Quedlinburg und natürlich der Magdeburger Dom und unendlich viel mehr, auch viele kleine, aber herausragende Galerien und Ateliers wie die Kunsthalle Talstrasse in Halle gibt es hier.

      All die genannten sind ein Traum, aber egal wann ich hinkomme, nur schwach besucht. Auch die Städte sind selbst im Sommer zur Haupturlaubszeit im Vergleich zu anderen vergleichbaren Städten im Westen fast schon ruhig. Das ist natürlich auch schön und angenehm, aber es zeigt, wie viel Potenzial nicht genutzt wird.
      Das gilt auch für die touristischen Möglichkeiten abseits der Städte.

      Es bedürfte dort auch keiner riesigen Investitionen in tolle Attraktionen, obwohl es die natürlich auch gibt, wie z.B. an der Rappbode-Talsperre im Harz (Stichwort Harzdrenalin).
      Was es bedürfte ist Offenheit, Freundlichkeit und ein Verständnis dafür, dass Touristen/Gäste keine Bittsteller sind und zudem müsste man bereit sein, nicht nur von Montag bis Freitag seine 8 Stunden zu arbeiten. Klar, neoliberal, ich weiß schon, aber weg von solchen dummen Parolen, liegt gerade im Tourismus ein riesiges Potenzial brach, dass die Menschen von sich aus ausschöpfen könnten.
      Da braucht es keinen Staat, der das regelt. Das müssen die Menschen vor Ort selbst in die Hand nehmen.

      Solange man aber möglichst nicht selbst aktiv werden und selbst Verantwortung übernehmen möchte und lieber einen schlecht bezahlten 37,5 Std/Mo-Fr Job macht, dabei glaubt man arbeite nicht für sich sondern für die da oben und ansonsten jammert und immer offener Abneigung gegenüber Fremden zeigt, wird das halt nichts.

      Das gilt übrigens für alle Bundesländer im Osten, nicht nur für Sachsen-Anhalt, dass da viel Potenzial nicht genutzt wird.

      Und weil man es ja immer extra betonen muss, es sind natürlich nicht alle Menschen dort so. Es gibt die Menschen, die selbst aktiv werden und auch Erfolg haben, aber für die Mehrheit gilt, was ich beschrieben habe.

    • Vor einem Monat

      @Sir Conflex:
      Wenn man sich zu Studienzwecken einmal das Höcke-Interview mit Ben Berndt gibt, wird sehr schnell deutlich, wie clever die AfD das politische Auswahlfeld verengt, indem sie alle anderen als „Kartellparteien“ denunziert. Menschen lieben Verschwörungstheorien – und der vermeintliche Exit aus dieser Parteienmatrix besteht in der Erzählung dann aus einem Kreuz bei den Blauen.

      Wer auf die Tagespolitik schaut, in der alles häufig festgefahren oder „eingeparkt“ erscheint, kann vielleicht nachvollziehen, weshalb sich Menschen irgendwann den einfachen Antworten ergeben – besonders, wenn sie weniger antifaschistisch, pluralistisch und demokratisch sozialisiert sind.

      Das ist keinerlei Rechtfertigung. Es ist lediglich eine Kausalkette, der die politische Mitte schon lange weder mit Worten noch mit Taten etwas entgegensetzt.

      @Theroy9:
      Der Osten hat wunderschöne Gegenden, und du sprichst mit dem Tourismus einen guten Punkt an: Er zeigt, wie sich auch ohne große industrielle Wertschöpfungsketten dauerhaft Wohlstand schaffen lässt. Seit der Eröffnung des Nationalparks hat auch hier im Schwarzwald der Tourismus deutlich zugenommen.

      Man muss allerdings dazusagen, dass Ferienwohnungen, Hotels und Restaurants nicht aus dem Nichts entstehen. Dahinter stehen häufig mehrere Generationen von Familien und Landwirten, die sich mit viel Arbeit und erheblichen finanziellen Mitteln etwas aufgebaut haben. Von null auf hundert geht das nicht: Ohne hart Erspartes oder geerbten Besitz entsteht kein Gästezimmer, das morgen vermietet werden kann.

      Regionen Deutschlands, in denen Vermögensbildung und Vererbung erst seit wenigen Jahrzehnten in vergleichbarem Maße möglich sind, liegen dabei zwangsläufig zurück. Das kann sich mit der Zeit angleichen, schafft zunächst aber eine Lücke zu anderen Regionen – und diese Lücke lässt sich von Populisten hervorragend bespielen.

      Abseits vom Tourismus: Am fehlenden Supermarkt oder Krankenhaus, an der kaputten Infrastruktur und der unterbesetzten Kita ändert all das nichts – das waren meine Beispiele von vorhin. Bürger brauchen, egal ob im Westen oder im Osten, regelmäßig positive Signale von der Politik, in Worten wie in Taten. Nur so funktioniert es.

      Merz hat man als vermeintlichem „Manager“ Vorschusslorbeeren gegeben, nachdem sich die vorherige Ampel permanent gestritten hatte. Nun muss man feststellen, dass sich der Konflikt lediglich verschoben hat: von „Partei gegen Partei“ zu „Kanzler gegen Bevölkerung“.

      Wer beim Neoliberalismus A wie „Arbeiten“ sagt, muss auch Z wie „Zurückgeben“ sagen. Vermögen, das weder konsumiert noch produktiv investiert wird, ist dem realen Wirtschaftskreislauf entzogen. Wer ständig den funktionierenden Markt beschwört, müsste daher einsehen, dass bloßes Horten der eigenen Logik widerspricht.

      Gibst du Fritzi 100.000 Euro zusätzlich, legt er das Geld wahrscheinlich an. Verteilst du dieselbe Summe auf 50 Menschen zu je 2.000 Euro, fließt ein wesentlich größerer Teil unmittelbar in den Konsum: Die Menschen kaufen davon etwas, wodurch andere wiederum Einnahmen erzielen und ebenfalls konsumieren können. Der Kreislauf bleibt in Bewegung.

      Wenn Merz von der Kanzel herab den Beschäftigten Faulheit oder mangelnde Leistungsbereitschaft unterstellt, ist mir das zu einfach. Das eigentliche Problem ist eher die Untätigkeit der Regierung, die ungleiche Steuerpolitik zu korrigieren – und die Trägheit der Vermögenden, mit ihrem Geld etwas Sinnvolles anzufangen, das tatsächlich wieder in den realen Wirtschaftskreislauf zurückfließt.

      Leider haben sich auch in diesen wohlhabenden und mächtigen Dunstkreisen viele dem Grundsatz „Vermögen bedeutet Verantwortung“ vollständig entzogen – während sie anderen vorwerfen, zu wenig Eigenverantwortung für ihre persönliche Vermögensbildung zu übernehmen.

    • Vor einem Monat

      Okay, ich mach es in zwei Teilen.
      Hotels, Gaststätten, Campingplätze (die sind gerade in der heutigen Zeit auch nötig) sind durchaus schon da, nur eher schlecht ausgelastet, nämlich aus den von mir oben schon angerissenen Punkten.

      Davon ab gibt es ordentlich Fördergelder, wenn man denn will.

      Gilt übrigens auch für andere Branchen, abseits des Tourismus, denn vom Sägewerk über die Kfz-Werkstatt bis hin zur Arztpraxis wird nicht alles nur vererbt. Da werden Kredite aufgenommen und Fördergelder beantragt, wenn man denn will.

      Jetzt zu Punkt Zwei, Infrastruktur vom Supermarkt bis zum Krankenhaus oder zumindest medizinischen Versorgungszentrum MVZ.
      Auch da sind viele Probleme selbstgemacht, denn in all den Bereichen fehlen vor allem Arbeitskräfte.
      Bäcker, Fleischer, Friseure, Handwerksbetriebe schließen hier im Osten hauptsächlich wegen fehlender Mitarbeiter bzw. fehlender Nachfolger.

      Die Gesellschaft hier überaltert, viele Junge Menschen gehen weg, und Fremde will man nicht. Ein Teufelskreis.
      Besonders wenn man anschaut warum viele junge Menschen weggehen. Die gehen nicht unbedingt wegen der fehlenden Perspektiven, die gehen wegen den anderen Leuten, die alles schlechtreden, alles Neue, alles Fortschrittliche, jede Innovation, kurz alles, was in irgend einer Weise eine Veränderung bedeutet ablehnen und sabotieren.

      Und damit hier keine Missverständnisse aufkommen, ich will ganz sicher keine Union, keine SPD oder sonst eine Partei, die hier im Osten in der Verantwortung steht, oder stand, von gravierenden Versäumnissen und Fehlern freisprechen, aber ohne Mitwirkung, ohne wenigstens Offenheit der Menschen, kann Politik nichts bewirken.
      Ich hatte ja oben schon das Beispiel mit dem Bergbau genannt, wo man zwar auf die Bergbautradition stolz ist, auf der anderen Seite aber keinen Bergbau bei sich will. Dieses Beispiel ist auf ganz viele Bereiche übertragbar und trifft den großen Unterschied zwischen den Menschen hier und Menschen in anderen Regionen Deutschlands, die auch große Umwälzungen erlebt haben (Steinkohle aus, Stahl aus, Werften weg etc.), aber dann auch selbst aktiv waren und nicht nur erwartet haben, dass alles von oben für sie erledigt wird.

      Du vergleichst immer mit dem Südwesten des Landes, aber so einfach ist der Vergleich nicht, denn die Mentalität der Menschen unterscheidet sich da fundamental und natürlich spielt da im Osten die DDR-Zeit mit rein, in der den Menschen jede Entscheidung abgenommen wurde und tatsächlich alles von oben geregelt wurde. Nur dass das zum einen inzwischen 36 Jahre her ist und zweitens krachend gescheitert war, wird dabei von den Leuten vergessen.

    • Vor einem Monat

      Wichtiger Schritt zurück, punki. Denn genau - Ursächlich für die neuen Nazis ist nun mal eindeutigst die Austeritäspolitik der letzten Dekaden. Ob jetzt Sachsen-Anhalt oder das ländliche Niedersachsen - spielt nicht viel Rolle. Besonders vernachlässigte Regionen wählen immer zuerst braun, bevor die Städte irgendwann nachziehen.

      @Theo... Wenn letztlich alles nur auf die Individuen hinausläuft, und sie komplett unabhängig von sozialen Kontexten (die nun mal politischer Natur sind) zu bewerten seien, ist für Dich die Sache natürlich banalst einfach. Der Sachsen-Anhalter an sich ist eben vom Kinderbett an ein Nazi. Klar.

      Aber da bleiben noch ein paar Fragen, wenn ich versuche, Deinen Ausführungen konsequent zu folgen: Wenn "die da oben" (um Deine Wortwahl zu benutzen) letztlich keine Macht haben... Bedeutet das auch, Du gehst nicht zur Wahl? Wäre dann ja eine ziemlich konsequenzfreie Beschäftigung. Und weiter: Bist Du entsprechend ein Parasit und Nutznießer eines politischen Systems, das Du ablehnst und an dem Du nicht bezeiligt sein willst? Immerhin wirst Du vermutlich die Straßen und öffentlichen Verkehrsmittel benutzt, Schulen besucht, Müllabfuhr genutzt, Krankenwagen gerufen, oder hier das Internet genutzt haben. All das wurde in erster Linie politisch beschlossen, verwaltet, finanziert und geregelt. Und es wird insgesamt viel teurer sein als die kleinen Beträge Deiner bisherigen Steuerabgaben...

      Deine Ausführungen werfen wirklich viele grundsätzliche Fragen auf. Aber pass auf! Mit jedem kleinen Zugeständnis bröckelt wohl die Sicherheit, nach der die Menschen da einfach nur dumm und selbst schuld seien, und die Regierungen alles richtig gemacht haben. Am besten also einfach sowas Ähnliches schreiben wie: WaS fÜr EiN lInKsGrÜn VeRsIfFtEs KoMmUnIsTeNgEwÄsCh!!!!!!

    • Vor einem Monat

      @Ragi
      Liest Du, was ich schreibe überhaupt, und verstehst es nur nicht, oder bist Du inzwischen zu reinen frei erfundenen Unterstellungen übergegangen, ohne Dir die Mühe zu machen, etwas zu lesen?
      Schon allein den Begriff Nazi habe ich nicht einmal verwendet und wie oft und wie deutlich muss ich für Hohlbirnen wie Dich noch betonen, dass ich nicht alle, lediglich die Mehrheit der Menschen vor Ort kritisiere?

      Aber damit ja nicht genug, wie kommst Du darauf, dass ich Politikern abspreche Macht zu haben, was wirfst Du dir ein, und dass der Begriff "die da oben" nicht mein Begriff, sondern die Bezeichnung für das Feindbild eines großen Teils der Menschen hier im Osten ist, scheint Dir auch zu kompliziert zu sein.
      Und natürlich gehe ich wählen.

      Wie um alles in der Welt kommst Du auf diese schwachsinnige Annahme, ich würde nicht wählen und unsere Demokratie ablehnen? Hat Dir irgendwer ins Hirn geschissen und vergessen umzurühren?

      Schade, dass Du Deine Zeit für unverschämte, an den Haaren herbeigezogenen, komplett absurden Unterstellungen verschwendest, statt meine simple Frage, ob Du jemals in Sachsen-Anhalt warst, zu beantworten.

    • Vor einem Monat

      @Theory9:
      Es ist gut, dass du zunächst all das beschreibst, bevor ich zu viel Südwesten hineininterpretiere oder am Ende gar „westsplaine“.

      Förderung ist sicherlich ein guter Baustein. Aber wie du selbst erwähnst: Wer will in einer Gegend eine Gaststätte eröffnen, wenn es keine Stammkundschaft gibt? Welche Autos soll eine Werkstatt reparieren, welche Patienten soll eine Praxis behandeln? Wenn schlicht die Zielgruppe fehlt, lohnt sich das wirtschaftliche Risiko nicht.

      Darüber hinaus haben der Systembruch und die Wende tiefes Misstrauen und große Skepsis hinterlassen. Das wird sich vermutlich erst dann grundlegend verändern, wenn die unmittelbar davon geprägte Zeitzeugengeneration das gesellschaftliche Klima nicht mehr bestimmt.

      Landschaften und Regionen überdauern jedoch die Menschen, die gerade in ihnen leben. Auch der Schwarzwald war früher eine bettelarme Region; heute lässt sich Chilly Gonzales im Festspielhaus Baden-Baden von Porschefahrern beklatschen. Sollte die Automobilindustrie tatsächlich den Bach hinuntergehen, könnte sich allerdings auch hier sehr schnell wieder ändern, wie sicher und wohlhabend sich viele trotz der aktuellen Krisen noch fühlen.

      Bei der Frage, wie der Osten tickt, bleibe ich immer ein Außenstehender. Aus dieser Perspektive wirkt die Sache mit dem Bergbau auf mich allerdings wie ein Monty-Python-Sketch und, gelinde gesagt, wie eine Runde „Kannste nich oder willste nich?“.

      Ich kann daher nur einigermaßen fair beurteilen, woran es auf staatlicher Ebene mangelt. Und da hast du, @Ragism, mit der Spar- und Rückzugspolitik der vergangenen Jahre natürlich einen wichtigen Punkt. Gerade dort, wo die Skepsis besonders groß ist, müsste die staatliche und öffentliche Präsenz überproportional stark sein – nicht schwächer.

      Nur so lässt sich verhindern, dass in Krisenzeiten wie der aktuellen die Zweifel am gesamten System weiterwachsen. Und nur so entsteht vor Ort die Grundlage für eine Gesellschaft, die perspektivisch wieder wachsen kann.

    • Vor einem Monat

      Die Kanalisierung psychologischer Kindheitstraumata in politischen Extremismus, der sich hier in den Kommentaren in ungehemmtem Hass entlädt, ist eine Ursache für den Aufstieg der AfD. Während der deutsche Diskurs allgemein und der hier im Forum sowieso an einen Hühnerhof erinnern, in dem alle Beteiligten nur diesen sehen und kennen, hat die Wahl in einem eigentlich bedeutungslosen Bundesland eine solche internationale Beachtung erfahren, wie es ihr gar nicht zukommen dürfte; mehr als jede Bundestagswahl bisher.

      Was man hier nicht wahrnimmt, ist die Tatsache, dass speziell Deutschland im amerikanischen Fokus steht, denn man beobachtet die sich mehrenden wirtschaftlichen Probleme. Die Leute dort analysieren AfD und Deutschlands Politik intensiv aus einer Distanz heraus, neutraler. Alex Karp und Elon Musk äußern sich beispielsweise regelmäßig detailliert. Posts von Musk lesen 250 Millionen Menschen; die Leser erfahren also überall auf der Welt von z.B. Rudi Dutschke. Das Kräfteverhältnis hat sich sehr stark verändert. Was gestern auch ideologisch Bestand hatte, wird heute in Frage gestellt. Und in Deutschland und hier glaubt man weiter an seine Hühnerhof-Plattheiten und selbst erschaffenen Narrative, über die man gerade stürzt. Das ist Demokratie.

    • Vor einem Monat

      Ach, Theo. Dann bin ich ja beruhigt, Dich so falsch verstanden zu haben. Also hat die Regierung ja doch einen Einfluss darauf, unter was für Bedingungen Menschen leben. Und so kann es ja nun wirklich sein, dass die Menschen in S-A nicht einfach nur faul und ungebildet sind, wenn sie die AfD wählen - und der immense Impact aus Jetzt-Zustand und politischem Angebot, den die Faschismusforschung als wesentlich für den Aufstieg der neuen Faschisten nahelegt, wird dann auch nicht komplett an den Haaren herbeigezogen sein. Wie schön, dass wir uns da auf etwas einigen können :)

    • Vor einem Monat

      @grodolo:
      Mich würde interessieren, wie der Blick der USA, Karp und Musk aussieht und welche Erkenntnisse er letztlich liefert. Die Aufarbeitung der Wahl hier im Forum ist angesichts ihrer thematischen Breite natürlich subjektiver Austausch, und zwangsläufig bleibt dabei manches auf der Strecke. Aber so ist es nun einmal.

      Abgesehen davon: Musk war schon immer äußerst umstritten und plakativ, auch wenn er mit manchem durchaus recht hatte. Dass sich alles verändert – für diese Erkenntnis brauchen wir ihn allerdings nicht.

    • Vor einem Monat

      @grodolo
      Wir reden hier aber immer noch von dem rechtsradikalen und rechtslibertären Musk, der weltweit Demokratien zersetzt, Faschos pusht und vor wenigen Tagen erst wieder einem Neonazi-Account zugestimmt hat und der neofaschistische Theorien wie "white genocide" oder "Adolf was a leftist" verbreitet?
      Dieser Mann und seine Tech-Kumpels sind Feinde von Deutschland. Mag sein, dass der mal vor Jahren noch etwas Brauchbares gesagt, aber heute ist das nur noch "AfD saves Germany". Wie naiv bist du, dass du uns diesen Typen schmackhaft machen willst?

    • Vor einem Monat

      @Pinguin
      Ich will Dir gar nicht zu großartig widersprechen und finde den Vergleich mit dem einst bitterarmen Schwarzwald auch gar nicht so schlecht, denn sowohl dort, wie auch in anderen Regionen im Norden, Süden und Westen gab und gibt es ja auch Probleme, die aber weit weniger Aufmerksamkeit erhielten/erhalten, die mit weit weniger Geld gestützt werden und wo die Menschen weit weniger jammern, sich aber weit mehr selbst einbringen.

      Nur einen kleinen Fehler in deiner Sicht möchte ich kurz korrigieren, denn die Autos, die Patienten etc. gibt es ja. Sachsen-Anhalt ist kein völlig leergefegtes Land und dort leben nicht lauter völlig verarmte Menschen. Die, die am lautesten und am häufigsten erzählen, wie schlecht doch alles ist, haben ein Auto, oft sogar mehr davon, und fahren mehrfach im Jahr in Urlaub. Sachsen-Anhalt oder auch der ganze Osten ist kein riesiger sozialer Brennpunkt mit lauter Bürgergeldempfängern.

      Horst hat das weiter oben ja schon ganz gut geschrieben, dass es hier eben nicht so schlimm ist, wie es dargestellt wird.

      Es wird leider aus den Möglichkeiten zu wenig gemacht und das ist sehr schade.

    • Vor einem Monat

      @Ragi
      Du unterstellst mir schon wieder, diesmal halt nur unterschwellig zwischen den Zeilen, Sachen die ich nie behauptet habe.

      Spielst Du gerade wieder mal den Clown, oder hast Du, was ich geschrieben habe, nur quergelesen?

      Ich fasse es einfach noch einmal sehr vereinfacht zusammen:
      Demokratie funktioniert nur, wenn man sich auch selbst einbringt.
      Politik, der Staat, wie auch immer Du es nennen willst, kann Rahmenbedingungen schaffen und finanzieren, aber die Geschäfte, die Gaststätten, die Firmen, die Unternehmen müssen die Menschen vor Ort schon selbst führen und ja, auch die Arbeit in diesen Geschäften, Gaststätten, Firmen, Unternehmen, Werkstätten usw. müssen sie auch selbst machen. Das kann die Politik/der Staat nicht machen.
      Und Veränderungen, Fortschritt, Entwicklung, müssen die Menschen vor Ort mittragen, sonst klappt es nicht.

      Wenn die Menschen immer nur dagegen sind, gleichzeitig aber erwarten, dass alles so von außen geregelt wird, wie sie es persönlich gerne hätten, dann schaffen sie sich ihre Probleme selbst.

      Das ist ein Bisschen wie in einem Sportverein, in dem sich alle beklagen, dass es an Trainern für den Nachwuchs mangelt, es selbst aber auch niemand machen möchte.

      Ich hoffe es ist jetzt etwas klarer, so zusammengefasst.

      P.S.
      Du bist mir noch eine Antwort schuldig.

    • Vor einem Monat

      Was ist daran so wichtig, ob der Ragi mal in Hartz war?

    • Vor einem Monat

      Der Harz wäre nur ein Teil von Sachsen-Anhalt. Sachsen-Anhalt ist weit mehr als der Harz.

      Interessant ist es in Bezug auf seine Aussage "SA ist ein ziemliches Musterbeispiel für eine trostlose, verarmte, vergessene Region", die mit der Realität (auch nicht im Harz) nicht viel zu tun hat, aber perfekt die Darstellung der Allesschlechtreder widergibt.

      Viele glauben ob dieser Geschichten aus dem Paulanergarten tatsächlich, dass im Osten alles in Schutt und Asche liegt. Dem ist aber nicht so.
      Genau wie Sachsen-Anhalt nicht nur der Harz, Sachsen nicht nur Dresden und Leipzig, Brandenburg nicht nur Cottbus und Tagebau und Mecklenburg-Vorpommern nicht nur die Ostseeküste sind.

    • Vor einem Monat

      Das küchenpsychologische "die müssen sich halt mal am Riemen reißen anstatt zu jammern" mag vielleicht bei der einen oder anderen Trauergestalt von AfD-Wählern ein leidlich guter Take sein. Hat halt mit den eher soziologisch-politologischen, wissenschaftlichen Kontexten, die wir hier zu umreißen versuchten, so gar nix zu tun. Aber so wenig wie ich Dir irgendeine Art von Antwort schuldig bin, Theo, bist Du es den anderen Teilnehmern des Fadens schuldig, dass Du irgendwas von diesen Themen verstehst oder auf sie eingehen möchtest. Wie vermutlich auch die Vorredner, finde ich mich jetzt mal damit ab, dass Du nix mit ihnen anfangen möchtest :)

    • Vor einem Monat

      Vielleicht muss dir auch einer erstmal von der Simson "White Power" entgegenschreien oder mit vier Mann vor deiner Haustür stehen und dir sagen: "Ein Bundesland haben wir schon, wenn wir das hier haben, holen wir dich ab.". Beides übrigens real so vorgefallen.

      Man kann es drehen und wenden, wie man will. Diese Menschen haben trotz Geschichtsunterricht, Erinnerungskultur und sonstiger Warnungen Rechtsextreme und Neonazis in die Parlamente gewählt. Dafür gibt es keine Entschuldigung und keine Rechtfertigung.

    • Vor einem Monat

      @Ragism
      Für jemanden, der hier im Osten lebt, der jeden Tag kontakt mit den Menschen hat, der die Situation seit Jahrzehnten erlebt und verfolgt, der die Entwicklung von völligem Verfall zur Zeit der Wiedervereinigung bis heute, wo viele Städte und Dörfer, die damals kurz vor dem völligen Verfall standen, heute schöner und moderner sind als etliche vergleichbare Orte im Westen, klingen Deine vollkommen realitätsfremden Beiträge wie komplette Verarsche.

      Aussagen wie "SA ist ein ziemliches Musterbeispiel für eine trostlose, verarmte, vergessene Region" zeigen doch völlig klar, dass Du entweder keinen Hauch einer Ahnung der Realität vor Ort hast, oder bewusst Narrative übernimmst, die von Menschen stammen, die zersetzen und alles schlechtreden wollen.

      Es hat auch hier nichts mit "die müssen sich halt mal am Riemen reißen anstatt zu jammern" (was hier so niemand behauptet hat) zu tun. Es geht nämlich schon weit vor einem "am Riemen reißen" los.

      Wer soll denn hier etwas voranbringen, wenn die Menschen gegen alles sind? Sollen Politiker Cafés, Restaurants, Geschäfte, Hotels oder irgendwelche touristischen Projekte betreiben, weil die Leute einfach keine Lust haben bzw. so dermaßen unfreundlich zu Gästen/Kunden sind, dass dort niemand gerne hinkommt?
      Und nein, das ist nicht übertrieben. Das ist die täglich erlebte Realität.

      Wer soll denn etwas gegen Ärztemangel in diesen Regionen machen, wenn Ärzte und ärztliches Personal ihren Job, sobald er den "Selbstdenkern" nicht gefällt, unter Polizeischutz machen müssen?
      Es gab in ganz Deutschland Proteste gegen die Corona Maßnahmen und gegen Impfzentren, aber hier im Osten uferte das so aus, dass Ärzte und medizinisches Personal mit Pyrotechnik angegriffen wurde (nicht nur Einzelfälle), dass versucht wurde in Dresden die Uniklinik zu stürmen und dass ebenfalls in Dresden das große Impfzentrum mit Wasserwerfern geschützt werden musst. Glaubst Du, da haben Ärzte etc. wirklich Bock drauf?
      Trotzdem sind viele Kliniken hier im Osten in verschiedenen Bereichen führend in Deutschland.

      Es gibt hier tatsächlich ein Problem, dass viele Bäcker, Fleischer, Friseure, Handwerksbetriebe schließen. Sie schließen hier im Osten aber hauptsächlich wegen fehlender Mitarbeiter bzw. fehlender Nachfolger.
      Es will keiner mehr machen und Fremde will man nicht.

      Man hat in Sachsen-Anhalt den niedrigsten Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund, gefolgt von den anderen Bundesländern im Osten, aber man hat den höchsten Anteil an Ausländerfeindlichkeit. Das verwundert aber nur Menschen, die hier nicht leben, denn wer hier lebt, der weiß, dass diese Ablehnung gegenüber Fremden nicht erst bei Ausländern, sondern bereits bei einer Entfernung von 100 Kilometern, manchmal auch schon weniger beginnt.

      Man will sich hier auch "nichts sagen lassen". Kurz, man will keine Veränderung, man will nur das, was man selbst will, aber ohne groß etwas dafür tun zu müssen. Man ist gegen nahezu alles.
      Jeder, der hier etwas auf die Beine stellen will, der engagiert ist, kämpft nicht nur gegen die Bürokratie, die schon schlimm genug ist, der kämpft auch gegen eine große Anzahl von Mitmenschen, die aus Neid und Missgunst alles tun, um ihm sein Vorhaben schwer zu machen oder es gar zu sabotieren.

      Erzähl doch mal, wer hier in den östlichen Bundesländern etwas machen, etwas erschaffen, etwas entwickeln soll, wenn es die Menschen selbst nicht wollen und Fremde abgelehnt werden?
      Welche Industrie soll sich denn vor Ort ansiedeln, bei einer demographischen Entwicklung, die jetzt schon enormen Arbeitskräftemangel zeigt und gleichzeitiger vollständiger Ablehnung von auswärtigen Arbeitskräften?

      Die Industrie verliert hier im Osten seit Jahren immer mehr hochqualifizierte Mitarbeiter, weil diese und/oder ihre Familien rassistisch angegangen/angegriffen werden.
      Es ist aber auch so gut wie nicht möglich, diese Stellen mit Einheimischen zu besetzen, weil von denen kaum jemand bereit ist, sich so weit zu qualifizieren.

      Es entwickelt sich hier im Osten gerade eine regelrechte Ablehnung gegenüber Studierten. Geschürt vom rechten Rand. Die AfD punktet in Sachsen-Anhalt mit dem Plan, die Schulpflicht abzuschaffen. In dem Bundesland mit der eh schon höchsten Quote an Schulabbrechern.
      Da könnte man natürlich vermuten, es liegt am Schulsystem im Osten, nur das schneidet z.B. in den Pisa Studien immer auf den vorderen Plätzen ab.
      Es liegt an den Menschen und natürlich an dem, was Eltern an ihre Kinder weitergeben.

      Bei Menschen, die Meinung und "gesundes Bauchgefühl" bzw. "gesundes Volksempfinden" (die üblichen Formulierungen hier) über jeden Fakt, über jeden wissenschaftlichen Konsens stellen, ist das natürlich kein Wunder.

      Da ich weiß, dass viele nicht alles lesen, hier erneut der Hinweis, dass selbstverständlich nicht alle Menschen in Sachsen-Anhalt, im Osten so ticken. Es sind nur sehr viele.

    • Vor einem Monat

      @pedrolino
      Da gebe ich Dir zu Hundertprozent recht und Deine Beispiele sind hier auch längst keine Einzelfälle mehr. Das wird mehr und mehr zur Normalität und es wird mehr und mehr körperlich. Es werden aus diesen Bedrohungen immer öfter auch körperliche Übergriffe.

      Das Erschreckendste dabei ist die Ignoranz, die Gleichgültigkeit in weiten Teilen der Bevölkerung hier. Selbst unter denen, die tatsächlich selbst jetzt nicht stramm rechts sind.
      Eine der übelsten Geschichten finde ich, als in Dresden in der Prager Straße (Haupteinkaufsstraße, sehr viele Menschen) eine dunkelhäutige Krankenpflegerin, die seit über 20 Jahren hier lebt und arbeitet, auf offener Straße körperlich angegangen, verprügelt, verletzt und dabei rassistisch beleidigt wurde und niemand der vielen Menschen auch nur die Polizei gerufen hat.

      Dafür gibt es, wie Du völlig richtig sagst, keinerlei Entschuldigung oder Rechtfertigung.

    • Vor einem Monat

      So weit ist man inzwischen, was das angeht, was offenbar in Sondierungsgesprächen sagbar ist...Just sayin'

      https://www.welt.de/politik/deutschland/ar…

    • Vor einem Monat

      Unter den Menschen hier im Osten sind solche Aussagen völlig normal. Die bekommt man auch schon mal völlig ungefragt im Biergarten aufs Auge gedrückt, aber dass es inzwischen so offen und unverhohlen auch auf politischer Ebene ausgesprochen wird, ist dann noch mal eine neue Ebene.

    • Vor einem Monat

      Man fühlt sich sicher.

    • Vor einem Monat

      Ja, so ist das wohl.
      In Aue-Bad Schlema hat bei der Bürgermeisterwahl der Kandidat der Freien Sachsen (die Partei, die selbst der AfD zu weit rechts und zu extremistisch ist) ein Drittel der Stimmen bekommen, aber selbst die Menschen, die nicht so wählen, reagieren hier in großer Mehrheit nur mit Achselzucken und einem "Na und?" darauf.

      Eine Art Freifahrtschein hat man den Fanatikern hier zu Corona Zeiten gegeben, als solche Leute mit Fackeln und Mistgabeln (kein Witz), vor die Privathäuser von Politikern gezogen sind und z.B. der selbst betroffene Ministerpräsident von Sachsen, Michael Kretschmer, mit "Verständnis für die Sorgen und Nöte dieser Menschen" reagiert hat, statt klare Kante zu zeigen, dass damit eine Grenze überschritten ist.

    • Vor einem Monat

      Ich bin auch für eine Erneuerung der liberalen Demokratie, allerdings glaube ich dass Parteien irgendwie ausgedient haben. Ich wäre trotz aller berechtigter Vorbehalte für Volksentscheide auf Bundesebene.

    • Vor einem Monat

      Als erster Schritt für eine echte, funktionierende Demokratie muss die Macht des Geldes eingeschränkt werden. In einem System, in dem die Effektivität der politischen Teilhabe derart stark an Kapital geknüpft ist kommt es zwangsläufig zu Ungleichheit und defacto-Plutokratie.

    • Vor einem Monat

      Volksentscheide im großen Stil lehne ich bis auf für gravierende Änderungen lehne ich ab, die meisten Fragen lassen sich durch Zufallsbesetzung einer Entscheidungskommision und Transparenz des Entscheidungsprozesses fair, sinnvoll und günstig beantworten.

    • Vor einem Monat

      ich denke wir brauchen wahl recht auch für brüder statt nur für deutsche weil dann politikker machen gute sachen auch für uns

    • Vor einem Monat

      Seit es Social Media gibt, halte ich Volksentscheide auf Bundesebene für sehr gefährlich.
      Auf die "Sorgen und Nöte" von Rechtsextremisten Rücksicht zu nehmen, hat in Deutschland übrigens eine lange Tradition.

    • Vor einem Monat

      Und auf Tradition legt man besonders hier im Osten großen Wert.

      (Weil man es immer und jedes Mal dazusagen muss: Nein, auch dass gilt natürlich nicht für alle.)

    • Vor einem Monat

      Dieser Kommentar wurde vor einem Monat durch den Autor entfernt.

    • Vor einem Monat

      Ums mal ganz wieselig zusammenzufassen:

      Letztlich ist das mit der Armut und den Existenzgrundlagen auch keine Sache des Geldes, sondern vor allem eine Sache der Einstellung. In Afrika hungern die Menschen. Uns geht es hier sehr gut in Deutschland, sagt Herr Merz.

      Vielleicht kann man den Nazis ja besser Kontra geben, wenn man nicht so sehr auf wissenschaftliche Erkenntnisse hört, sondern wenn man sich ungezwungener fühlt, seine anekdotische, gefühlte Realität als das Maß aller Dinge zu betrachten. Darauf würden sie selbst vermutlich nie kommen. :)

    • Vor einem Monat

      Was lallst Du für einen Schwachsinn? Glaubst Du das wirklich?

      Willst Du hier wirklich behaupten, es ginge irgendwem in Sachsen-Anhalt so wie den Menschen im Sudan oder in Eritrea?
      Warum verlassen denn die Menschen Sachsen-Anhalt, oder Ostdeutschland, oder von mir aus Deutschland nicht in Schaaren und beantragen irgendwo Asyl, wenn sie hier verhungern? Vielleicht weil das Bullshit ist, was Du hier in der Raum stellst?

      Du zeichnest hier zum wiederholten Male ein Bild von Sachsen-Anhalt, oder Ostdeutschland, oder Deutschland, das mit den Realitäten vor Ort rein gar nichts zu tun hat.

      Weder ist Sachsen Anhalt "eine trostlose, verarmte, vergessene Region", noch sind die Menschen hier am hungern.

      Du hast keine Ahnung von der Realität vor Ort, reißt aber Deine blöde Fresse auf und plapperst genau das hier nach, was die AfD und andere von Russland gesteuerte Leute den Ostdeutschen tagtäglich einzureden versuchen.

      Und dann noch diese grenzdebilen Emojis aus dem AfD Grundkurs. Du bist keiner von denen, das ist schon klar, aber Du bist so dämlich, und vor allem so unwissend, zu den Realitäten vor Ort, dass Du diese Scheiße glaubst und weiterverbreitest.

    • Vor einem Monat

      Ich möchte es einmal mit einer Zusammenfassung versuchen: Erfolgreiche Politik – also Politik, die gesehen und wertgeschätzt wird – beginnt mit einer Idee davon, wie das Leben der Menschen besser werden kann, und mit deren ganz konkreter Umsetzung.

      Kommunal gedacht: Unser Dorf soll schöner werden. Wir veranstalten ein Fest, bauen die Kita aus und digitalisieren das Rathaus. Vor der Kirche entsteht ein Zebrastreifen, der Fahrradweg wird endlich gebaut und das alte ZG-Areal verwandelt sich in einen Supermarkt mit Begegnungscafé. Und so weiter.

      Auf Bundesebene: Wir schützen die Bürger vor Abzocke bei Energie und Kraftstoffen, machen nicht ungesunde Lebensmittel teurer, sondern gesunde günstiger, beenden den Wilden Westen auf dem Immobilienmarkt und begrenzen den einseitigen Machteinfluss von Lobbys.

      Wenn politische Ideen allerdings in ideologische Dogmen kippen – und damit meine ich ausdrücklich auch die CDU mit ihrem Kreuzzug gegen Arbeitnehmer – und politisches Handeln der reinen Selbstbereicherung dient, verändert das nicht nur die Funktionsweise der Politik, sondern auch die Mentalität der Wähler fundamental.

      Wo früher vielleicht noch pluralistische Werte die Wahlentscheidung prägten, tritt zunehmend der persönliche Vorteil in den Vordergrund. Die Wahl einer Partei wird dann zu einer ähnlichen Komfortentscheidung wie die Wahl eines Handyvertrags: Jeder wählt nur noch das, was ihm persönlich am günstigsten erscheint. Die AfD ist in dieser Metapher natürlich der totale Handyscam. In Bundesländern, in denen die Skepsis gegenüber dem Staat ohnehin größer ist, kann dieses Verhalten entsprechend extremere Formen annehmen.

      Es braucht eine langfristig angelegte Politik der Mitte, die wieder Ideen entwickelt und sichtbar umsetzt, wenn dieses System noch zu retten sein soll. Über die Extremisten zu lamentieren ist trendy, aber letztlich selbstzerstörerisch. Sollten Parteien irgendwann wieder auf die Idee kommen, echte, gute Politik für die Menschen zu machen, wird deren Strahlkraft immer größer sein als die der extremistischen Schreihälse.

  • Vor einem Monat

    Vielleicht wäre es besser, die katholische Religion würde wieder stärker werden. Immerhin ist das eine Institution, die im Besitz der Wahrheit ist und Trost spenden kann. Kirche als Hüterin der alten Ordnung sozusagen. Jesus Nein, hierarchische Kirche Ja. Das ist die Devise, die ich vertreten würde. Jesus ist mir viel zu links, viel zu revolutionär.

    • Vor einem Monat

      Was laberst du für eine Scheiße? Satire bitte kennzeichnen!

    • Vor einem Monat

      Rückkehr zu den alten Werten, etwa der „intakten“ Familie, dem Respekt der religiösen (nicht nur der politischen!) Lehren des traditionellen Katholizismus. Es könnte aber auch eine andere, eine neue (alte) Religion in Deutschland wichtig werden. Warum nicht?

    • Vor einem Monat

      "Es könnte aber auch eine andere, eine neue (alte) Religion in Deutschland wichtig werden. Warum nicht?"

      Witzig, so etwas ähnliches habe ich von Höcke auch schon gehört.

    • Vor einem Monat

      Mag sein. Es ist das Jammern des Reaktionären heute…Ob es weiterhilft in der umfassenden Krise der Gesellschaften und Staaten ist natürlich fraglich, meine Antwort heißt vielleicht.

    • Vor einem Monat

      also. mein boomer-vater wählt die afd, damit ihm habeck nicht die heizung aus dem keller klaut. meine gute kollegin wählt die grünen ist aber auf dem weg in den kommunismus. beide sind aus der kirche ausgetreten, weil ihnen nicht gefällt, in welche richtung sich die großen landeskirchen entwickeln.

      annekdotische evidenz: es gibt phasen, da gehe ich viel in die kirche oder streame gottesdienste. entweder waren alle gottesdienste unpolitisch oder aber man könnte sie "woke" nennen. also für toleranz gegenüber ausländern und queeren menschen, gegen rechtspopulismus, gegen den klimawandel usw. der damalige studentenpfarrer aus würzburg, den ich sehr schätze, hat würzburg bleibt bunt mit gegründet und war aktiv gegen pegida.
      das habe ich aber so in anderen städten auch erlebt. gleichermaßen bei protestanten wie katholiken

    • Vor einem Monat

      Ich meine mehr die traditionelle katholischen Lehre. Also die Einstellung von sogenannten "reaktionären Katholiken" - die finde ich interessant.

    • Vor einem Monat

      ja. am besten gleich im sinne der legion des erzengels michael :trusty: :trusty:

    • Vor einem Monat

      Der Bezwinger des Bösen. Ich denke viel über ihn nach. Die viele Zeit, die ich damit verbracht habe, die Bibel zu lesen, hat, wie du siehst, Spuren hinterlassen.

    • Vor einem Monat

      Bin wohl nicht der Einzige, der denkt, dass @Schelli sich viel zu früh hier angemeldet hat - besser noch paar Jahre mehr intensiv in tiefster Askese in sich gehen und über die Worte in der Bibel sinnieren, bevor du dich wieder an so was wie soziale Interaktion wagen solltest. :rolleyes:

    • Vor einem Monat

      Wie du siehst: Es gibt (bei mir) keinerlei Bedürfnis, das Böse zu feiern, um ein guter Ossi zu sein. Und es gibt wenig Shitstorm, wenn ich mich als Katholik oute. Damit bin ich sehr zufrieden.

    • Vor einem Monat

      Bei so Orthodoxen ist's meist eh egal, welchem Glauben sie sich verpflichtet fühlen, die wirken oft selbst im Kontakt zu liberaleren Anhängern (m/w/d) schnell enervierend bis nervtötend-unangenehm auf Letztere, die im Grunde häufig einfach nur eine unbehelligte "Live & let live"-Schiene fahren möchten wie schätzungsweise 90% der unagitierten Weltbevölkerung.

      Da es sich insbsondere im Zuge der... ähem, eher unzureichenden sowie sich selbst ggü. stets noch zu unkritischen "Aufarbeitung" des bis heute geradezu systematisch anmutenden Missbrauchs- u. Misshandlungsskandals in der internationalen institutionalisierten katholischen Kirchengemeinde und der darauf folgenden, auch in Deutschland bis heute mächtig spürbaren Austrittswelle anböte, bei Glaubensbekenntnissen wie deinem hier bei uns direkt mit dazu zu sagen, wie mensch sich diesbezüglich positioniert, da mensch sonst gefasst sein sollte, vielleicht etwas schneller und wahrscheinlicher als vor Aufdeckung des Skandals ggf. unpassende negative Attributionen zugeschrieben zu bekommen, bspw. bis heute mindestens still schweigender Dulder (m/w/d) der Missbrauchstaten u.v.a. -täter (sorry, da gibt's jetzt statistisch signifikant weniger w/d zu kennzeichnen als an fast allen anderen Stellen meiner wot) zu sein. Wenn dann auch sonst relativ knapp, flach oder gar nicht ausgeführte Aufforderungen kommen, gesellschaftlich doch büdde zu den "Werten" zurückzukehren, die in eben jenen von solchen Skandalen so häufig "erschütterten" kirchlichen Institutionen hätten vermittelt u.v.a. vorgelebt werden sollen, dann...

      ...dünnes Eis, ick hör' dir knacken...

      ...wundert es bei der hier umrissenen Betrachtungsweise also zwischen "sehr sachte" und "überhaupt nicht", wennn du als anekdotische Evidenz "wenig shitstorm beim Outing" berichtest... konfliktscheu und soziall harmoniebedürftig, wie es viele Deutsche (m/w/d) bemerkenswert und überdurchschnittlich (int. Vergleich) ausgeprägt sind, werden die wenigsten dir im oder unmittelbar nach dem Moment des Outings ne Szene machen, an öffentlichen Orten sogar noch unwahrscheinlicher.

      Aber im gediegen dahin gleitenden Kontaktvermeidungsverhalten zu mutmaßlichen Duldern, Befürwortern und Apologeten (ach, u should know by now ^^) solcher institutionalisierter Machtstrukturen u. dem Missbrauch, den sie ermöglich(t)en, da macht den Deutschen durchschnittlich nur so manche Person mit japanischer Staatsbürgerschaft und ebensolcher kultureller Sozialisation oder (anekdotische Evidenz) Stadtstaatenbewohner*innen Singapurs noch was vor. Wobei ich abgesehen des Umwelt-/Sozialisationsfaktors nicht glaube, dass eine Tendenz zur Konfliktvermeidung international&transkulturell nicht auch annähernd normalverteilt ist als Merkmal unter euch Menschis. :smug:

    • Vor einem Monat

      Die Abwendung von den klassischen Amtskirchen hat halt nicht zu einer rationalen und atheistischen Gesellschaft geführt, sondern zu einem Supermarkt der Religionen, in dem sich jeder nach seinen Bedürfnissen bedient um sich eine Ersatzreligion zu bauen. Diese kommen unserer Leistungs- und Ellbogengesellschaft auch eher entgegen. Klassische Religionen fordern die Unterordnung unter eine höhere Instanz (Gott), und die Eingliederung in eine Gemeinschaft. Die Angebote auf dem New-Age und Esoterikmarkt stellen hingegen das Ego in den Vordergrung und propagieren eine Selbstvergöttlichung sowie Selbstoptimierung. Dies hat dazu geführt, dass für viele Menschen die eigene "Wahrheit" ausschlaggebend ist und absolut ist. Dies passt perfekt in unser Post-faktisches Zeitalter, in dem man Wahlen mit Gefühlen, Befindlichkeiten und Ressentiments gewinnen kann.

  • Vor einem Monat

    Chumbawamba...enough is enough....give the rascist man a gunshot....

  • Vor einem Monat

    Wo waren die Omas gegen Rechts als die Westfold fiel?!

    • Vor einem Monat

      eine davon hat am 29.06 einen dude zu einer mutter-kind-einrichtung in stade gefahren und dann dort wieder abgeholt. was auch auch immer da passiert ist :whiz:

    • Vor einem Monat

      When the Westfold fell to Saruman's forces, Omas gegen Rechts were far to the east, fighting their own desperate war against Sauron at Osgiliath and Cair Andros.

  • Vor einem Monat

    Omas gegen Rechts sollen lieber Kuchen backen.

    • Vor einem Monat

      Der Hass angeblich erwachsener Männer auf diese alten Ladys mit guten Werten ist so infantil und erbärmlich. Haha Frauen geht in die Küche, da fühlt er sich tuff. Warum ist jedes Blauhemd so ein Neandertaler? Ach warte, selbst die haben Alte versorgt und Frauen gleichberechtigt eingebunden. Selbst unter dieser Entwicklungsstufe ist der Rechte.

    • Vor einem Monat

      Nur zur Info: Ich bin absolut kein Unterstützer der AfD. Grund: die prorussische Haltung der AfD, weshalb eine Unterstützung oder Nähe für mich nicht infrage kommt. Die Positionierung der Partei im Ukraine-Krieg zugunsten Russlands ist für mich eine rote Linie.

    • Vor einem Monat

      Exakt. Dass Frauen nix zu melden und sich ihrem (bzw. grundsätzlich und nicht nur im gesellschaftlichen Leben ja eigentlich jedem) Mann zu unterwerfen haben, das holt sich unser so brandneuer wie super origineller Orthodoxer Katholikenfake als grundguter Apologet alter römisch-katholischer Schule, Werte und Lehre lieber direkt an den entsprechenden Stellen im alten Testament. :rolleyes:

    • Vor einem Monat

      In meinem Verständnis ist der „Kuchen“ kein Angriff auf das Frau-Sein, sondern lediglich eine spöttische Metapher für harmlose, unpolitische Beschäftigungen.

    • Vor einem Monat

      Und wer gibt dir das Recht, dich politisch zu äußern? Anstatt deinen Unsinn in ein Musik(!)-Forum zu klatschen, könntest du dir doch ebenfalls eine harmlose, unpolitische Beschäftigung suchen.

    • Vor einem Monat

      Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland. Artikel 5 des Grundgesetzes: „Dieses Recht garantiert mir die Meinungsfreiheit. In Deutschland hat jeder das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern.“

    • Vor einem Monat

      Neee... du solltest lieber Kuchen backen.

    • Vor einem Monat

      "Die Positionierung der Partei im Ukraine-Krieg zugunsten Russlands ist für mich eine rote Linie."

      Mit rückbauender Sozialpolitik, Rassismus, Frauenhass und Klimawandelleugnung hingegen biste fein. Gut zu wissen...

    • Vor einem Monat

      Getrost! Ich back’ euch
      manchen Fladen,
      Gespickt mit Versen, scharf
      wie Messer,
      Doch ach, für Ihren ...
      Wär’ stilles Fasten sicher
      besser.

    • Vor einem Monat

      Hat das in deinem Kopf jetzt irgendwie cool oder souverän oder nice gereimt geklungen? Ist nämlich nichts von alledem.

    • Vor einem Monat

      Jetzt nennt er uns auch noch fett 0_o

    • Vor einem Monat

      Warum sollten denn deiner Meinung nach die Omas gegen Rechts statt ihres politischen Engagements lieber einer harmlosen, unpolitischen Tätigkeit nachgehen?

      a) Weil sie Frauen sind?
      b) Weil Engagement gegen Rechtsextremismus falsch ist?
      c) Weil sie alt sind?
      d) ...?

      Warum verspottest du laut Eigenaussage Rentnerinnen, die auf die Straße gehen?

    • Vor einem Monat

      Dieser Kommentar wurde vor einem Monat durch den Autor entfernt.

    • Vor einem Monat

      Weil (für mich) "Omas gegen Rechts" ein Symbol für einen stromlinienförmigen, staatstragenden Zeitgeist ist. Ein Protest, der sich genau innerhalb der erwünschten, bürgerlich-linken Komfortzone bewegt.

    • Vor einem Monat

      Ich finde es super wenn Omas aus dem Haus gehen und der bunten Realität unserer Welt ihren Segen geben. Sehr uncool daran rumzumosern. Wirst bestimmt kein liebes Großelter.

    • Vor einem Monat

      Ja, den Segen für die Mächtigen. Die verstehen sich wohl als eine Art weltlichen Klerus, der der aktuellen Regierungspolitik moralische Absolution und eben den Segen erteilt. Langweilig.

    • Vor einem Monat

      Edit: "... Segen erteilt?"

    • Vor einem Monat

      "Ja, den Segen für die Mächtigen."

      Sich gegen rechte Politik einzusetzen heißt in keiner Weise, den Status Quo erhalten oder gutheißen zu wollen. Wann wurde der Merz-Regierung (oder irgendeiner Regierung) moralische Absolution erteilt? Von wem, in welchen Worten?

    • Vor einem Monat

      Du soltest jedenfalls deinen Account löschen und dringend Poesie lesen, um deine Reim"fähigkeiten" zu überarbeiten. Verstehe dies bitte als spöttische Metapher für harmlose, unpolitische Beschäftigung.

    • Vor einem Monat

      Ich sehe darin eher ein mächtiges, staatlich alimentiertes Ablenkungsmanöver, das genau das Gegenteil bewirkt: Es schützt das politische Establishment vor unbequemer Kritik und sichert dessen Position. Ich bin sehr irritiert über den Kampf der Omas , die sich im vermeintlich mutigen Widerstand wähnen. Für mich ist dieser Kampf nicht subversiv oder status-quo-gefährdend, sondern hochgradig affirmativ und angepasst. Man weiß ja, dass diese Initiativen oft mit Millionen an staatlichen Steuergeldern gefördert werden und von Ministerien, Schulen sowie großen Medienanstalten unterstützt werden. Das ist kein Kampf gegen das System, sondern ein vom System verordneter Konformismus.

    • Vor einem Monat

      "Ich sehe darin eher"

      Jop, nennt sich Bestätigungsfehler. Mach besser mal die Augen zu.

      "Man weiß ja, dass diese Initiativen oft mit Millionen an staatlichen Steuergeldern gefördert werden"

      Die Initiative Omas gegen Rechts erhält keine generelle oder institutionelle staatliche Förderung aus Steuermitteln, sondern funktioniert ehrenamtlich.
      [1] (https://www.omas-gegen-rechts.org/2025/02/…), [2] (https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuertt…)

      Wann wurde der Merz-Regierung (oder irgendeiner Regierung) moralische Absolution erteilt? Von wem, in welchen Worten?

    • Vor einem Monat

      Der Kampf soll nicht subversiv sein, sondern Rechtsextremismus begegnen.
      Und hast du allen Ernstes das Gefühl, insbesondere eher mittig-links stehende Personen würden der aktuellen Regierungspolitik besonders positiv gegenüberstehen? Warum ist es ein Widerspruch, Initiativen wie Pegida, Hooligans fürs Abendland, die AfD und deren offen Rechtsradikalen Freunde, etc. abzulehnen, gleichzeitig aber auch unhappy mit dem Status Quo zu sein? Da findet doch überhaupt keine Affirmation statt, die heißen nicht Omas für Friedrich. Dein Urteil basiert meines Erachtens auf dem massiven Fehlschluss, dass eine Ablehnung von rechtsextremen Positionen mit der Huldigung von CDU und SPD gleichzusetzen sei. Dem ist aber keinesfalls so.

    • Vor einem Monat

      Zur Alimentation wurde bereits alles gesagt: Du siehst ein allimentiertes Ablenkungsmanöver, wo gar eine Allimentation ist.