Seite 1 von 18

Die mächtigste Radiostation der Welt heißt GTA

Rockstars knapp 27-minütiger "Grand Theft Auto VI: An Extended Look", Ende August zunächst auf Netflix veröffentlicht, hat nicht einfach ein paar Songs ins Schaufenster gestellt, sondern deren Spotify-Zahlen teilweise pulverisiert. Depeche Modes "People Are People" legte weltweit um 190 Prozent zu, Aluna und Jayda Gs "Mine O' Mine" um 2.570 Prozent, !!!s "Off The Grid" um 5.720 Prozent und Chimbala/Omegas "Se Me Nota" um 10.190 Prozent. Elderbrook und Bob Moses kamen mit "Inner Light" auf satte 1.070 Prozent.

Und dann ist da Captain & Tennille. Ihr weitgehend vergessener Albumtrack "But I Think It's A Dream" von 1980 schoss um groteske 130.730 Prozent nach oben, die Zahl der Playlist-Aufnahmen sogar um 885.400 Prozent. Selbst Cliff Richards "Devil Woman" bekam durch GTA noch einmal einen vierstelligen Spotify-Schub.

Natürlich erzählen solche Prozentwerte auch von winzigen Ausgangszahlen. Aber genau das macht sie interessant: Rockstar kann einen fast verschütteten Song ausgraben und ihn über Nacht wieder einem Millionenpublikum vorsetzen. Früher stellte der Radio-DJ einer Generation neue Musik vor, später sollten Spotify-Playlists und TikTok diese Macht übernommen haben. Rockstar braucht dafür inzwischen nicht einmal ein fertiges GTA. 27 Minuten Vice City reichen.

Seite 1 von 18

Weiterlesen

Noch keine Kommentare