TikTok definiert Aphex Twin neuGut, bei "Aphex Twin wird auf TikTok entdeckt" hätte ich selbst mit den Augen gerollt. Die wirkliche Geschichte ist besser. Zum 25. Geburtstag bringt Warp "Drukqs" am 30. Oktober erstmals seit Ewigkeiten wieder regulär auf Vinyl, CD und Kassette heraus. Das Album war …

Zurück
  • Vor einem Monat

    Drukqs war schon ein geiles Teil, das Konzept wirkte sehr geschlossen. Jeder Andere hätte daraus pure Langeweile produziert. Das kann AFX nicht passieren!
    Musikalisch ist das nicht immer unterhaltsam, wahrscheinlich rotiert die Platte sogar sehr selten im Player. Aber Kunst definiert sich nicht dadurch, ob es unterhält und wie oft es gehört wird. Aphex definert die Blaupause für solche Musik, von der alle anderen Künstler partizipieren

    • Vor einem Monat

      Dieser Kommentar wurde vor einem Monat durch den Autor entfernt.

    • Vor einem Monat

      Ja, ich bin mir sicher, dass der Schöpfer von Tracks wie "Alien Fanny Farts" und "Bonkophone" hier mit "Drukqs" vor allem vor hatte ein bahnbrechendes Konzeptalbum zu erschaffen, das herausfordert, statt zu unterhalten und einen Diskurs über das Wesen der Kunst anzustoßen. :rolleyes:

    • Vor einem Monat

      ...dann doch lieber einen kulturkritischen Diskurs über das Wieseln der Kunst, oder etwas nicht?

    • Vor einem Monat

      @Gleep: Genau das war und ist die Intention des Schöpfers!

    • Vor einem Monat

      Der ist halt auch so ziemlich ein Otto geworden, aber als Trollaccount hab ich vor dem (noch) einen Restfunken Respekt!

    • Vor einem Monat

      Dieser Kommentar wurde vor einem Monat durch den Autor entfernt.

    • Vor einem Monat

      Aha und wenn man ein in sich geschlossenes Konzeptalbum erschaffen hat, von dem man möchte, das sich Menschen kritisch damit auseinandersetzen auch wenn's nicht immer unterhaltsam ist, sagt man dann so sachen wie:

      About the album's two-disc length, James said "the way I listen to music now is that I buy a CD, put it on the computer and just take the tracks I want anyway. I'd hope that people would do the same with this CD."

      Richard D James ist natürlich ganz unbestritten ein musikalisches Genie. Aber dennoch könnte dieses ganze artsy/fartsy, anspruchsvolle Kunst "ich sitze vor einem Gemälde und sage 'hmmm'"-Framing doch wirklich nicht weiter davon entfernt sein, wie der Mann Musik macht, sieht und wie er sich wünscht, dass sie rezipiert wird. Das ist doch fast ausschließlich das rhetorische Territorium von Leuten, die wissen das bestimmte Kunst irgendwie anspruchsvoll und hoch gelobt ist und meinen, dem zustimmen zu müssen, obwohl sie den Scheiß eigentlich gar nicht so wirklich fühlen.

    • Vor einem Monat

      Die Tracks kannst du in der Reihenfolge auch mehr oder weniger willkürlich hören. Mit Konzeptalbum meine ich nicht, dass hier Metal like eine Geschichte von A-Z erzählt wird. Aber ich finde die Tracks ansich relativ homogen und diese harmonieren auch wunderbar mit den Piano Parts. Ohne die Piano Parts, wäre das Album zu anstrengend. Das Album, die Sample, der Sound sind sehr eigen. Ich meinem er hat seinem Klavier quasi Piercings verabreicht: "Bei einigen Tracks veränderte er den Klang des Klaviers, indem er Gegenstände (wie Schrauben, Gummi oder Holzstücke) in die Saiten klemmte. Das erzeugt rasselnde, metallische oder hölzerne Geräusche."
      Wenn das nicht Kunst ist, dann darf sich in der elektronischen Welt garnichts als Kunst bezeichnen!

    • Vor einem Monat

      ...oder die "Mr. Machine" vom Brandt Brauer Frick Ensemble, wenn dir "Miss Machine" vom Dillinger Escape Plan zu heftiger Turnsti... ähm, EpileptiCore war oder du eine musikkulturell-künstlerisch komplementäre Perspektive zur Letzteren betrachten möchtest! :mad:

    • Vor einem Monat

      Eigentlich ist EpileptiCore bei genauerer Betrachtung ja auch bloß ein etwas zittrigerer Turnstile, von daher...

      ¯\_(ツ)_/¯

    • Vor einem Monat

      Dass das keine Kunst sei, hat ja auch niemand behauptet. :mad: