Einen seltsam klingenden Zungenbrecher wie "Perfecth" gleich als Albumtitel zu küren, würden sich vermutlich nicht viele Bands erlauben. Für QOTSA kein Problem: Fast 30 Jahre nach der Bandgründung kann sich Josh Homme nicht nur alles erlauben, er hat auch genug Erfahrungen gesammelt, die dem Wunsch …

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  • Vor einem Tag

    Schöne Review! Bin nicht ganz sicher, wo genau die Vorwürfe des Klebenbleibens an Songs for the Eeaf & Co. herkommen. Nach meiner Wahrnehmung hat die Band nie versucht, irgendeinen Vorgänger oder Erfolgsrezepte zu kopieren. Ich meine, die "Lullabies" ist mMn. schon drastisch anders als "SFTD". "Era Vulgaris" ein dreckiger, garagiger Bastard. "Like Clockwork" in seiner konzentriert-eingängigen Epicness das "In Rainbows" der Band. "Villains" wieder ein synthgetriebener und ausufernder Fiebertraum mit Schwächen.

    Klar, stark plakativer und vereinfachter Abriss hier. Will nur schildern, dass die Band zwar ihre kleinen Trademarks hat, aber für mich noch nie bemüht versuchte, Erfolgsrezepte zu wiederholen. Vielleicht wird mir klarer, was genau Herr Schuh meint, wenn diese Scheibe hier veröffentlicht ist. "Where The Goth Girls..." z.B. gefällt, aber vielleicht siehts im Albenkontext wirklich anders aus.

    • Vor einem Tag

      Geh ich mit. Gibt kein schlechtes Album von denen, unter anderem weil die alle im Vergleich zu den anderen sehr eigen klingen. "Villains" fand ich halt bisschen lahmarschig, aber das konnte im direkten Vergleich zum Vorgänger "Like Clockwork", was locker deren bestes Album und eins der besten Rockalben überhaupt ist, nur verlieren. Aber auch da hast du noch Dinger wie "The Way You Used To Do" drauf, die alles abreißen. Bin sehr gespannt aufs Reinhören.

    • Vor 10 Stunden

      "Bin nicht ganz sicher, wo genau die Vorwürfe des Klebenbleibens an Songs for the Eeaf & Co. herkommen. Nach meiner Wahrnehmung hat die Band nie versucht, irgendeinen Vorgänger oder Erfolgsrezepte zu kopieren."

      ^Das und den Rest des Kommentars kann ich so nur unterschreiben. Selbst als weitaus größerer Kyuss-Fan, der nur selten QotS hört.

    • Vor 6 Stunden

      "Bin nicht ganz sicher, wo genau die Vorwürfe des Klebenbleibens an Songs for the Eeaf & Co. herkommen. Nach meiner Wahrnehmung hat die Band nie versucht, irgendeinen Vorgänger oder Erfolgsrezepte zu kopieren."

      ....

      "Mutmaßlich wären alle Fans seither mit einem Neuaufguss des ausdefinierten Klassikers "Songs For The Deaf" inklusive Dave Grohl-Feature im siebten Himmel. Diesen Gefallen tat ihnen Homme nie, er näherte sich seinem Songwriting über die Jahre immer wieder von unvorhergesehenen Seiten, seit "Villains" allerdings mit erheblichen Qualitätseinbußen."

      ???

      (Der Villains-Hate natürlich wie immer vollkommen unberechtigt.)

      Finde aber tatsächlich, dass man ihnen schon vorwerfen kann, sich selbst zu kopieren. Aber das tatsächlich erst auf dem letzten Album und auch da nur n bisschen.

    • Vor 6 Stunden

      Wenn du damit ernsthaft implizieren willst man sollte die Artikel die man kommentiert auch lesen und verstehen können wir den Laden gleich dichtmachen.

    • Vor 6 Stunden

      Ich glaube, Michael selbst hat da für Verwirrung gesorgt, indem er im direkt nächsten Absatz schrob:

      "Definitiv eine gute Entscheidung, denn immer häufiger wirkte das QOTSA-Riffgewitter zuletzt stromlinienförmig-vorhersehbar, auf der Suche nach der Perfektion von einst."

      Und zum Beispiel da klang es auch noch mal an:

      "Nach dem guten Start ist das rockige 'Where The Goth Girls At?' leider eine Enttäuschung. Die abfallende Akkordfolge trägt zwar gerade noch die Strophen, spätestens im Refrain verzieht sich die Band aber wieder wie so oft in ihren QOTSA-medium-standard-Wohlfühlbereich."

      Aber besonders mein erstes Zitat hier deckt sich gar nicht mit meiner Hörerfahrung. Gut, wer möchte, kann bei jeder Band Selbstkopien vorwerfen. Aber für mich hat QOTSA immer ausgemacht, dass dezidiert nie eine Platte klingen soll wie die davor, und erst recht nicht müde Erfolgsformeln heruntergeklappert werden. Hab z.B. nie gehört, wie er ein zweites "No One Knows" schreiben wollte, das an den Erfolg dieser Single anknüpfen soll.

    • Vor 4 Stunden

      Ich habe tatsächlich auf „In Times New Roman…“ oder „Villains“ mal einen Track gehört, der mich kurz an „Little Sister“ erinnert hat – that’s it, folks. No copy/paste ever found.

      Seit „…Like Clockwork“ verfolge ich QOTSA in Echtzeit, und ich finde es brutal beeindruckend, wie konsequent anders und kreativ diese Band ist, ohne sich dafür arty in irgendwelche gepunkteten Kostüme zu schmeißen oder intellektuellen Arte-Kack vorzujodeln. Homme ist ein Genie, und allein für die Erfindung des Drunken-Swagger-Riffs könnte man ihm einen Schrein bauen. Punkt.

      Jedes Album überrascht; man könnte jedes einzelne als eigene Era titulieren, hätte die gude Taylor Swift den Begriff nicht inzwischen zum Unwort gemacht.

      QOTSA haben nie versucht, ihre härteren Stoner-/Desert-Alben zu kopieren. Stattdessen ergänzen sie ihren Katalog seit Jahren um neue Facetten – und pfeifen darauf, dass der übliche Disturbed-Guy es ganz nett fände, wenn endlich mal wieder ein zweites „No One Knows“ für die Best-of-Rock-Playlist abfiele.

    • Vor 4 Stunden

      "Ich habe tatsächlich auf „In Times New Roman…“ oder „Villains“ mal einen Track gehört, der mich kurz an „Little Sister“ erinnert hat – that’s it, folks. No copy/paste ever found"

      Ja, Paper Machete. Hat schon Little Sister Vibes, ist für mich aber okay, weil der Song halt auch schlicht das bessere Little Sister ist

      Der Song und Sicily, das mMn auch von Lullabies hätte stammen können, sind der Grund warum ich meinte, dass sie sich auf In Times New Roman ein wenig kopiert haben. Gehe aber ansonsten d'accord, dass die das ansonsten so gar nicht tun.

  • Vor 13 Stunden

    "und artikuliert sogar die an ihn gerichteten Vorwürfe häuslicher Gewalt, ob vorgefallen oder nicht"

    Komische Interpretation. In der Zeile geht es doch klar um (in dem Fall nicht stattgefundene) gegen einen unhäuslichen Dritten.

  • Gerade eben

    Ich wüsste nicht, dass ich irgendwas mit Josh Hommes Beteiligung mal kacke fand. Selbst sein Feature bei Shania Twain dieses Jahr war gut. Gestern Abend beim Sport seit langem mal wieder die letzte Desert Sessions gehört - Hammer. Post Pop Depression auch genial usw. Bin völlig bei punkpinguin oben, Homme ist ein Genie.