Gewalttätig, so sollte "The Gold Album" von Weezer laut Produzent Kenneth Blume klingen. Ein merkwürdiger Begriff, denn absolut nichts an dieser Band wirkt besonders gefährlich. Weezer sahen schon 1994 auf ihrem Debütalbum wie freundliche Suburban-Dads aus der Nachbarschaft aus, die mit ein paar …

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  • Vor 16 Tagen

    Okay, das war jetzt die Sky-Sportkommentar-Version einer Albenbesprechung. Lauter allgemeines Gelaber, wofür die Band so stehe, was man irgendwo mit ihr verbindet, irgendwas mit 90s, unbeschwerter High-School-Zeit und einem nerdigen Rivers, der da nie so recht rauswachsen kann oder möchte. Was auf dem Platz eigentlich passiert, ist da fast egal.

    • Vor 16 Tagen

      War ja auch Abseits.

    • Vor 16 Tagen

      ...hätte gerne noch was zu John Weah gelesen, ehrlich gesagt.

    • Vor 15 Tagen

      Brief an das Bundesrezi Amt is raus!

    • Vor 15 Tagen

      Ragism, das sind mir immer die Liebsten, ehrlich, die immer nur belfern ist leicht.

      Ich mag Rinkos Sprache und Bilder (es sei übrigens auch erwähnt, dass ich Kollege von laut.de bin) und es schadet auch nicht, sich daran erinnern zu können, wie die Zeit war, als das blaue Album und Pinkerton rauskamen, wenn man eine Weezer-Review verfasst. . Bei Reviews zu den Rolling Stones liest man ja auch weniger gern Einlassungem von Emdzwanzigern, würde ich behaupten.

    • Vor 15 Tagen

      Bezüge zur Vergangenheit und Vibes sind auch nicht zu vermeiden bei ner Rezi. Wär in diesem Fall aber ne extrem kurze Rezension, würde man sie alle streichen. Mehr "auf dem Platz" wäre halt der Versuch zu beschreiben, wie die Songs und die Platte klingen, und das als Grundlage für Bezüge, Vibes und Assoziationen zu nehmen. Fühle mich in der Hinsicht nur dezent besser informiert als: Hach ja, Weezer, man kennt sie von früher.

    • Vor 15 Tagen

      ...anstatt van Weezer kennt man von heute halt das Weazle.

    • Vor 14 Tagen

      Ragism hat tatsächlich Recht.

  • Vor 16 Tagen

    Das Album klingt wirklich super – da haben die Produzenten ganze Arbeit geleistet. Es sind auch einige richtig gute Songs dabei. „We Might As Well Be Strangers“ war eine klasse Single und gehört für mich definitiv zu den besten Songs des Albums. „The LA Sound“ möchte ich ebenfalls hervorheben. Bei dem Song stimmt einfach alles.

    Ein paar Filler sind trotz der kurzen Laufzeit dabei. „Don’t Make It Weird“, „Hoops“ und „Nowhere“ sind zwar keine Totalausfälle, bleiben aber auch nicht besonders lange im Gedächtnis.

    Alles in allem ein solides neues Album mit wenigen Überraschungen. Weezer, so wie wir sie lieben.

    Ist eigentlich noch jemand Fan der SZNZ-Alben? Gerade „Winter“ hatte für mich einige der besten Weezer-Songs überhaupt.

    • Vor 16 Tagen

      Ja, mir gefällt SZNZ alles in allem auch ziemlich gut. Wurde und wird leider komplett ignoriert. Laut Rivers Cuomo ist das auch der Grund für den kollaborativen Ansatz des Gold Albums.

    • Vor 16 Tagen

      Voll traurig, weil es wirklich ein tolles Projekt war.

    • Vor 16 Tagen

      SZNZ hatte einige der besten Tracks der Bandgeschichte ("Iambic Pentameter"!!!). Aber Cuomo sagte auch, sie haben definitiv zu viel geschrieben in ihrer langen Bandgeschichte. Entsprechend ist diese "Gold"-Platte auch so kurz und knackig geworden, ohne Filler. Und von dem Sound können viele Metal- und andere Zerrgitarrenbands nur träumen.

    • Vor 16 Tagen

      SZNZ zeigt ja auch sehr gut, wie wenig Gespür seitens Cuomo dafür vorhanden ist, welche Stücke nun auf ein Album gepackt werden sollten und welche nicht. Offensichtlicherweise ist er ein Power Pop Genie und sollte mit Weezer eine Banger LP nach der anderen rausbringen. Stattdessen bekommen wir alle 3-4 Jahre 10 random Songs serviert und die Knaller verrotten in seinem Demo-Archiv. Würde man die Hälfte streichen, wäre SZNZ ziemlich weit oben in der Diskografie anzusiedeln. So in der Form mit den 4 EPs hat das Projekt halt einen etwas "egalen" Charakter.

    • Vor 11 Tagen

      SZNZ - auf jeden Fall in meiner Weezer-Liste weit oben!

  • Vor 16 Tagen

    Im Kern ist es tatsächlich ein sehr bitteres Album. Der ultimative Treppenwitz ist, dass es die Weezer-Fans zur Zeit komplett abfeiern. Da bekommt man schon Mitleid mit Rivers Cuomo. Getragen wird die Platte auf jeden Fall von dem crunchy Jam-Session-Sound. Das steht der Band sehr gut nach den eher glatten und teils überproduzierten letzten paar LPs. "Say Yes", "We Might As Well Be Strangers" und "The LA Sound" sind großartig und stechen heraus. Generell ist die erste Hälfte besser als die zweite. Hier und da klingen die Stücke vielleicht zu sehr nach Skizze, z.B. "Nowhere", aber das sind nur kleinere Mäkel eines ansonsten sehr kurzweiligen Albums. Laut Drummer Patrick Wilson sollen fortan nun alle Veröffentlichungen diesen Stil fahren und nicht mehr in saubere Studio-Raster gezwängt werden. Bekanntlich hat aber Kreativ-Oberhaupt Rivers Cuomo stets das letzte Wort. Es bleibt also spannend.

    • Vor 16 Tagen

      Ich finde da Album rappelt sich zum Schluss nochmal. "Up in the Clouds" und "The LA Sound" gehören zu den besten Songs des Albums und auch "The Show must Go On" ist Solide.

    • Vor 16 Tagen

      Hättest du weniger Mitleid, wenn de Weezer-Fans das Album richtig scheiße finden würden? Verstehe den Punkt nicht so ganz. Weezer machen Weezersachen und Weezer-Fans finden das gut. Win-Weezer, oder?

    • Vor 16 Tagen

      Kann nach vielen Durchläufen auch zum Ende hin keine schwachen Tracks erkennen. Gibt andererseits ganze Weezer-Platten, die kann ich mir von Anfang bis Ende nicht anhören.

    • Vor 16 Tagen

      @Funky_Bob Ja dann hätte ich weniger Mitleid mit Rivers Cuomo. Ich will damit gar keinen Punkt machen, ist einfach meine Meinung.

      @Ragism Hoops bis Show Must Go On fallen schon ein bisschen ab, aber wie gesagt fällt das nicht wirklich ins Gewicht.

    • Vor 15 Tagen

      Aber warum bemitleidest du ihn? Das war meine Frage. Inwiefern leidet er darunter, dass Leute seine Musik gut finden?

    • Vor 15 Tagen

      Ich glaube, das liegt daran, dass Rivers immer dann, wenn er genau das macht, worauf er selbst Lust hat, von vielen Fans dafür kritisiert wird. Jetzt hat Weezer ein Album veröffentlicht, das den Fans genau das gibt, was sie sich seit Jahren wünschen – eingängig, klassisch und sehr gefällig. Und plötzlich sind auch die guten Reviews wieder da.

    • Vor 15 Tagen

      @pokusa: Hoops und Show Must Go On haben noch ein paar musikalische Quirks, auf die ich ungern verzichten würde bei der Scheibe. Verzichten könnte ich am ehesten noch auf C.E.O.

      Aber im Großen und Ganzen scheints ja sehr gut anzukommen :)

  • Vor 16 Tagen

    Will mich nicht selbst loben, aber ich feiere viele Künstler hart ab und kann trotzdem sagen, dass Album X einfach nicht so toll ist oder nach Album Y nichts Relevantes mehr erschienen ist.

    Hier sind drei okaye Tracks drauf, der Rest ist lahm, wie kann man da von einem guten Album sprechen? Habt ihr alle keinen Anspruch mehr?

    • Vor 15 Tagen

      Sehe ich ähnlich. Ich werde auch nie begreifen wie man zb. so unterdurchschnittliche und vergessenswerte SP Alben wie Aghori (2024) oder Shiny Whiny Vol. 1 (2016) ebenfalls mit 3 Sternen belohnt hat.

  • Vor 15 Tagen

    Ich weiß das trägt jetzt nichts zum Thema bei, aber Ulysses von Franz Ferdinand hat glaub die gleiche Bassline wie Gimme Moorhuhn von Wigald Boning

  • Vor 15 Tagen

    Ich habe es heute auch mal gehört und ich bin einer von denen, die die ersten drei Alben schon gerne gehört haben. Und aus der Perspektive kann ich dem Beipflichten, dass sich einige Tracks wie eine Rückbesinnung auf ursprüngliche Stärken anhört. Ich denke mal, die Leute und vor allem Fans mögen es, weil die Songs neben denen von Blau und Pinkerton vom Sound nicht so stark abfallen. Zumindest ist es ein ganz guter Versuch, denn für den wirklich analogen Sound waren mir die Vocals doch ein bisschen zu sauber im Mix.

    "Say Yes" und "The LA Song" kommen am ehesten an dieses Gefühl von damals, diese Verspieltheit in der Musik ran. Der Rest ist leider etwas uninteressant geraten. Was vor allem Weezer blau und Pinkerton ausmachte, war für mich eben dieses Leichtigkeit, kein Song klang wie der andere und alle Tracks waren irgendwie catchy und einprägsam. Das Gold-Album hat das trotz des guten Sounds und ein paar stabiler Ansätze leider nicht. Bei fast allen Songs dachte ich mir, dass hier noch diese eine Melodie, diese eine Gesangshook, diese eine abstruse Idee fehlt, die das ganze abrundet.

    Ich habe bei weitem nicht alle Weezer-Alben gehört, aber schon ein paar über die Jahre. Und bei allen, die nach dem grünen Album rauskamen, hatte ich das Problem, das mir am Ende wenn überhaupt genau zwei Tracks gefielen. Zwei Tracks, die herausstachen und kreativ waren, der Rest war irgendwie Stangenware. Hier ist es leider auch der Fall.