Was für ein Mindfuck das gewesen sein muss: Als Tomas Lindberg die Vocals für dieses At The Gates-Album einsang, rang er schon eine Weile mit dem Krebs. Ihm stand eine riskante Operation im Mund bevor, weshalb er die Vocals zur Sicherheit schon einmal aufnehmen wollte, einfach für den Fall ... und …
Ich war nie der große At The Gates Fan. Die Cover fand ich eigentlich immer langweilig und die Musik irgendwie nett, aber nichts besonderes. Nun, das gilt irgendwie auch dieses Mal. Das kann man sich ganz nett anhören, aber Intensität, Kreativität und Innovation hört sich für mich doch anders an. Nichts was ich mir kaufen würde
wollte ich auch gerade fragen. gehört at the gates dazu? oder sind sie vielleicht nicht authentisch genug und ich muss das in jedem meiner posts verurteilen und den "echten" metal verteidigen?
@Puschel Kann schon nachvollziehen, wenn man keinen Draht zu At The Gates findet. Hooklines oder eingängige Refrains findet man kaum. Muss man sich erarbeiten, falls man Bock drauf hat. Sonst lässt man es halt. Hab sie mal im Backstage gesehen und kann dir sagen, dass sie ne unheimliche Intensität auf die Bühne gebracht haben und Tomas Lindberg sehr charismatisch und sympathisch rüberkam. Ansonsten zum Thema echter Metal… der Tod hat auch etwas tröstliches. Unter anderem, dass sich Tomas Lindberg jetzt keine Gedanken mehr machen muss, ob irgendwelche Schlaumeier seine Musik in echten oder unechten Metal einsortieren. Aber ich schätze, dass das ihm auch Zeit seines Lebens völlig schnuppe war. Guter Mann war das.
Dass At The Gates heute die Kreativität abgesprochen wird, ist dann wohl eine Folge ihres ungemein großen Einflusses auf die Szene bis zu dem Punkt, dass die Originale plötzlich als "unoriginell" gelten. Obwohl gerade die letzten beiden Alben mitunter auch viel mit dem klassischen Göteborg-Sound experimentieren.
@Gizmaniac: Einer meiner Lieblingsmusiker vergöttert At The Gates, daher sind sie für mich heilig, selbst wenn ich nichts von ihnen gehört habe. Aber so wie ich es beschrieben habe, wirkt das Album halt auf mich. Ganz im Gegenteil, es fordert mich zu wenig, das ist eigentlich das, was ich dem ankreiden würde. Wenn ich die Wahl hätte, würde ich immer eher zu so etwas wie Imperial Triumphant greifen. Das ist technisch aller erster Güte und gleichzeitig auch immer sehr fordernd. Und die Cover sehen auch geil aus!
@Schwingster: Dein Niveau fällt immer weiter. Bei mir jammern, aber solchen Nonsens schreiben
@Puschel Klar, Triumphant sind schon ne Nummer und auch ihre Videos teils kleine Kunstwerke. Wusste nicht, dass das deine Schiene ist. Das ist natürlich herausfordernder, als das allermeiste in diesem Genre. At The Gates kommen aus einer ganz anderen Zeit und vermitteln beim Hören ein völlig anderes Feeling. Aber freuen wir uns doch, dass Musik sich verändern kann und wir noch viel Neues entdecken dürfen. In welche Richtung das dann geht, ist zum Glück jeder und jedem selbst überlassen. Ich persönlich bin gar kein Freund von Schubladendenken. Aus meiner ganz persönlichen Erfahrung würde ich vermuten, dass Musikhörer, die sich ausschließlich auf ein Genre festlegen oder sogar auf ein Subgenre dessen, insgesamt eher mit Scheuklappen durch die Welt gehen. Das betrifft aber nur diejenigen, die alles andere außerhalb ihres Dunstkreises schlecht reden und deren Fans gleich noch dazu.
„wollte ich auch gerade fragen. gehört at the gates dazu? oder sind sie vielleicht nicht authentisch genug und ich muss das in jedem meiner posts verurteilen und den "echten" metal verteidigen?“
Danke, Giz! Ich möchte halt nicht At The Gates feiern und am Ende des Tages feststellen, dass sie gar kein richtiger Metal sind. Ich fand z.Bsp. Babymetal immer ganz nice, aber dann sagten mir genretreue User, dass das ja Pop sei und kein Metal. So einen Lapsus möchte ich nicht noch einmal begehen!
@Gizmaniac: "Aus meiner ganz persönlichen Erfahrung würde ich vermuten, dass Musikhörer, die sich ausschließlich auf ein Genre festlegen oder sogar auf ein Subgenre dessen, insgesamt eher mit Scheuklappen durch die Welt gehen."
Dem stimme ich zu, ich würde das aber nicht sofort mit "Schubladendenken" gleichsetzen. Schubladen sind für mich per se erstmal weder positiv noch negativ, sie helfen einem einfach in einigen Dingen; allen voran neue Künstler zu finden, die zum eigenen Musikgeschmack passen. Ich finde Schubladen sogar in gewisser Weise künstlerisch wertvoll. Ein weiterer sehr von mir favorisierter Künstler ist Schwadorf, den sicher alle von Empyrium kennen (wenn nicht, dann nachsitzen!). Er hat nun mehrere Bands bzw. Projekte am laufen: Empyrium, The Vision Bleak, Sun of the Sleepless und Noekk. Alles komplett unterschiedliche Genres, oder in deinem Sprachgebrauch, Schubladen. Er hätte es sich auch einfach machen können und das alles unter dem sehr bekannten Namen Empyrium laufen lassen können. Aber jedes dieser Projekte vermittelt andere Musik, eine andere Stimmung, einfach ein anderes Gesamtkunstwerk. Für ihn macht es maximal Sinn, seine Kunst - die eigene Genres/Schubladen abdecken - voneinander künstlerisch zu trennen. Schubladen sind also nicht per se schlecht! Wer sie künstlerisch nutzt, dessen Werke profitieren sogar davon, weil sie alle für sich alleine stehen und damit auch atmosphärisch dichter und sehr wichtig - authentischer sind.
Ich bin daher kein Freund davon Künstler einzuengen, ganz im Gegenteil, aber Schubladen sind für mich auch nicht per se Teufelszeug. Es kommt darauf an, wie man damit umgeht.
@Schwingi: "Ich finde tatsächlich, dass (…) … schon ne berechtigte Frage war ♥"
Wieso sollten At The Gates kein Metal sein? Alles an ihnen ist Metal! Nichts an ihnen ist poppig! Nicht daran klingt nach Rock Musik! Nichts nach Core Musik! Nicht nach Chart Musik!
@Puschel Ich glaube, du hast das was Schwingi sagt, nicht im Ansatz verstanden. Nur mal so zur Orientierung.
Zum Thema Schublade. Ich kenne die Schwadorf Projekte (bis auf Noekk). Natürlich sind die schon sehr unterschiedlich, aber bewegen sich zumindest laut meiner Definition schon in einem Kontext. Nach K-Pop, Punk oder Rap klingt das in meinen Ohren nicht und ich habe auch nicht behauptet, dass ich das von Künstlern erwarte. Das Schwadorf es schafft, in all seinen Projekten seinen Stempel aufzudrücken, ist schon eine Leistung. Aber wenn Bands wie Motörhead oder Oasis ihrem Stil bedingungslos treu bleiben, ist das auch völlig ok und deren Sache. Scheuklappendenken habe ich vielmehr auf Musikhörer bezogen, als auf Musikproduzierende.
Du hast die Diskussion aber eigentlich gar nicht losgetreten. Also alles gut.
"Ich glaube, du hast das was Schwingi sagt, nicht im Ansatz verstanden. Nur mal so zur Orientierung."
Ich glaube er versteht sich selbst nicht. Jemand der mir ständig Aussagen in den Mund legt, die ich nicht geäußert habe, der muss sich erstmal selbst erklären und lernen, auf andere einzugehen, anstatt diese Bloß stellen zu wollen.
"Ich kenne die Schwadorf Projekte (bis auf Noekk). Natürlich sind die schon sehr unterschiedlich, aber bewegen sich zumindest laut meiner Definition schon in einem Kontext"
Irgendeinen Kontext wirst du bei allen Musikern der Welt finden, selbst wenn dieser nur lautet, dass alle mehr oder weniger Musiker sind. Keine Ahnung was du damit sagen möchtest. Er hat unterschiedliche Projekte, für unterschiedliche Schubladen geschaffen - Punkt. Es wäre zielführender sich zu überlegen, wieso er das macht. Das bringt einen weiter.
"Nach K-Pop, Punk oder Rap klingt das in meinen Ohren nicht und ich habe auch nicht behauptet, dass ich das von Künstlern erwarte."
Und was soll mir das sagen?
"Das Schwadorf es schafft, in all seinen Projekten seinen Stempel aufzudrücken, ist schon eine Leistung."
Das ist eine Leistung! Aber diese Leistung liegt nicht nur in seinem Talent, es liegt auch an seiner gelebten Authentizität! Er lebt ein Ideal, das den meisten Usern hier im Forum völlig fremd ist. Ein Ideal das ich (auch als Nichtmusiker) vertrete und über das sich die Meisten hier lustig machen. Musiker wie Schwadorf gibt es nur, weil diese sich dem künstlerischen Ausverkauf komplett entziehen! Bei Schwadorf zählt zu 100 % die Kunst, deshalb ist er ein Vorbild für 99% sämtlicher Musiker, die auf diesem Planeten existieren. Schwadorf ist das Gegenteil von dem, was 99 % der User hier im Forum verkörpern. Zumindest ausgehend von dem, was ich bisher hier von denen gelesen habe. Ihr mögt seine Kunst schätzen, aber die Meisten hier haben keinen Schwimmer, wie man diese Authentizität erlangt und beibehält
"Scheuklappendenken habe ich vielmehr auf Musikhörer bezogen, als auf Musikproduzierende."
Ich sehe hier keinen Unterschied.
"Du hast die Diskussion aber eigentlich gar nicht losgetreten. Also alles gut."
Keine Ahnung, ich wollte nur klarstellen, dass dieses Gejammere über Schubladen eigentlich scheinheilig ist. Schubladen sind überhaupt kein Problem. Entscheidend ist, wie man damit umgeht Auch Gatekeeper und Puristen sind nur ein Problem für Leute, die sich selbst etwas einreden
Wobei man sagen muss, dass Scheuklappen und Schubladen natürlich nicht das Gleiche sind. Habe aber manchmal den Eindruck, dass hier im Forum da kein Unterschied gemacht wird. Auch du redest oben von Schubladen und gleich darauf von Scheuklappendenken. Ich finde es ist kein Problem Musik in Schubladen zu packen, wie erwähnt machen das die Musiker auch selbst. Sich aber Scheuklappen aufzusetzen und keine andere Musik zuzulassen, finde ich unsinnig. Die Unterscheidung finde ich wichtig.
Leider ist es häufig auch so, dass Bands einfach nur musikalisch kommerzieller werden, ihre Musik also dahingehend anpassen, dem kleinsten gemeinsamen Nenner zu gefallen (siehe CoF), und wenn man das kritisiert, denkt man in Schubladen und lässt keine Entwicklung zu. Was Unsinn ist, denn i.d.R. hätten sich die Musiker ganz anders entwickelt, wenn es nicht um den kommerziellen Erfolg ging. Der Hörer denkt also nicht in Schubladen, sondern will einfach nur, dass die Musik nicht zu beliebigem Mainstream Allerlei verkommt. Das ist alles
At The Gates sind für mich echte Legenden. Die "Slaughter of the Soul" läuft regelmäßig hoch und runter und dieses Album ist nach Tompas Tod ein wirkliches Denkmal. 5/5
Was für ein Mindfuck das gewesen sein muss: Als Tomas Lindberg die Vocals für dieses At The Gates-Album einsang, rang er schon eine Weile mit dem Krebs. Ihm stand eine riskante Operation im Mund bevor, weshalb er die Vocals zur Sicherheit schon einmal aufnehmen wollte, einfach für den Fall ... und …
Ich war nie der große At The Gates Fan. Die Cover fand ich eigentlich immer langweilig und die Musik irgendwie nett, aber nichts besonderes. Nun, das gilt irgendwie auch dieses Mal. Das kann man sich ganz nett anhören, aber Intensität, Kreativität und Innovation hört sich für mich doch anders an. Nichts was ich mir kaufen würde
Ist das denn überhaupt echter Metal?
wollte ich auch gerade fragen. gehört at the gates dazu? oder sind sie vielleicht nicht authentisch genug und ich muss das in jedem meiner posts verurteilen und den "echten" metal verteidigen?
Wo kann man Metal kaufen? Tedi?
@Puschel
Kann schon nachvollziehen, wenn man keinen Draht zu At The Gates findet. Hooklines oder eingängige Refrains findet man kaum. Muss man sich erarbeiten, falls man Bock drauf hat. Sonst lässt man es halt.
Hab sie mal im Backstage gesehen und kann dir sagen, dass sie ne unheimliche Intensität auf die Bühne gebracht haben und Tomas Lindberg sehr charismatisch und sympathisch rüberkam.
Ansonsten zum Thema echter Metal…
der Tod hat auch etwas tröstliches. Unter anderem, dass sich Tomas Lindberg jetzt keine Gedanken mehr machen muss, ob irgendwelche Schlaumeier seine Musik in echten oder unechten Metal einsortieren. Aber ich schätze, dass das ihm auch Zeit seines Lebens völlig schnuppe war. Guter Mann war das.
Dass At The Gates heute die Kreativität abgesprochen wird, ist dann wohl eine Folge ihres ungemein großen Einflusses auf die Szene bis zu dem Punkt, dass die Originale plötzlich als "unoriginell" gelten. Obwohl gerade die letzten beiden Alben mitunter auch viel mit dem klassischen Göteborg-Sound experimentieren.
@Gizmaniac: Einer meiner Lieblingsmusiker vergöttert At The Gates, daher sind sie für mich heilig, selbst wenn ich nichts von ihnen gehört habe. Aber so wie ich es beschrieben habe, wirkt das Album halt auf mich. Ganz im Gegenteil, es fordert mich zu wenig, das ist eigentlich das, was ich dem ankreiden würde. Wenn ich die Wahl hätte, würde ich immer eher zu so etwas wie Imperial Triumphant greifen. Das ist technisch aller erster Güte und gleichzeitig auch immer sehr fordernd. Und die Cover sehen auch geil aus!
@Schwingster: Dein Niveau fällt immer weiter. Bei mir jammern, aber solchen Nonsens schreiben
Ich wollte ja, da du für die Meddl Community sprichst, lediglich deine Meinung einholen.
@Puschel
Klar, Triumphant sind schon ne Nummer und auch ihre Videos teils kleine Kunstwerke. Wusste nicht, dass das deine Schiene ist. Das ist natürlich herausfordernder, als das allermeiste in diesem Genre. At The Gates kommen aus einer ganz anderen Zeit und vermitteln beim Hören ein völlig anderes Feeling.
Aber freuen wir uns doch, dass Musik sich verändern kann und wir noch viel Neues entdecken dürfen.
In welche Richtung das dann geht, ist zum Glück jeder und jedem selbst überlassen.
Ich persönlich bin gar kein Freund von Schubladendenken.
Aus meiner ganz persönlichen Erfahrung würde ich vermuten, dass Musikhörer, die sich ausschließlich auf ein Genre festlegen oder sogar auf ein Subgenre dessen, insgesamt eher mit Scheuklappen durch die Welt gehen.
Das betrifft aber nur diejenigen, die alles andere außerhalb ihres Dunstkreises schlecht reden und deren Fans gleich noch dazu.
@Schwingi
Ich finde tatsächlich, dass
„wollte ich auch gerade fragen. gehört at the gates dazu? oder sind sie vielleicht nicht authentisch genug und ich muss das in jedem meiner posts verurteilen und den "echten" metal verteidigen?“
… schon ne berechtigte Frage war ♥
Danke, Giz! Ich möchte halt nicht At The Gates feiern und am Ende des Tages feststellen, dass sie gar kein richtiger Metal sind. Ich fand z.Bsp. Babymetal immer ganz nice, aber dann sagten mir genretreue User, dass das ja Pop sei und kein Metal. So einen Lapsus möchte ich nicht noch einmal begehen!
@Schwingi
Ach jetzt komm. Ich weiß doch genau, dass dir das völlig schnurz ist
Find ich gut.
@Gizmaniac:
"Aus meiner ganz persönlichen Erfahrung würde ich vermuten, dass Musikhörer, die sich ausschließlich auf ein Genre festlegen oder sogar auf ein Subgenre dessen, insgesamt eher mit Scheuklappen durch die Welt gehen."
Dem stimme ich zu, ich würde das aber nicht sofort mit "Schubladendenken" gleichsetzen. Schubladen sind für mich per se erstmal weder positiv noch negativ, sie helfen einem einfach in einigen Dingen; allen voran neue Künstler zu finden, die zum eigenen Musikgeschmack passen. Ich finde Schubladen sogar in gewisser Weise künstlerisch wertvoll. Ein weiterer sehr von mir favorisierter Künstler ist Schwadorf, den sicher alle von Empyrium kennen (wenn nicht, dann nachsitzen!). Er hat nun mehrere Bands bzw. Projekte am laufen: Empyrium, The Vision Bleak, Sun of the Sleepless und Noekk. Alles komplett unterschiedliche Genres, oder in deinem Sprachgebrauch, Schubladen. Er hätte es sich auch einfach machen können und das alles unter dem sehr bekannten Namen Empyrium laufen lassen können. Aber jedes dieser Projekte vermittelt andere Musik, eine andere Stimmung, einfach ein anderes Gesamtkunstwerk. Für ihn macht es maximal Sinn, seine Kunst - die eigene Genres/Schubladen abdecken - voneinander künstlerisch zu trennen. Schubladen sind also nicht per se schlecht! Wer sie künstlerisch nutzt, dessen Werke profitieren sogar davon, weil sie alle für sich alleine stehen und damit auch atmosphärisch dichter und sehr wichtig - authentischer sind.
Ich bin daher kein Freund davon Künstler einzuengen, ganz im Gegenteil, aber Schubladen sind für mich auch nicht per se Teufelszeug. Es kommt darauf an, wie man damit umgeht.
@Schwingi: "Ich finde tatsächlich, dass (…)
… schon ne berechtigte Frage war ♥"
Wieso sollten At The Gates kein Metal sein?
Alles an ihnen ist Metal!
Nichts an ihnen ist poppig! Nicht daran klingt nach Rock Musik! Nichts nach Core Musik! Nicht nach Chart Musik!
Ok!! Danke für die Info!!
Dieser Kommentar wurde entfernt.
@Puschel
Ich glaube, du hast das was Schwingi sagt, nicht im Ansatz verstanden. Nur mal so zur Orientierung.
Zum Thema Schublade.
Ich kenne die Schwadorf Projekte (bis auf Noekk). Natürlich sind die schon sehr unterschiedlich, aber bewegen sich zumindest laut meiner Definition schon in einem Kontext. Nach K-Pop, Punk oder Rap klingt das in meinen Ohren nicht und ich habe auch nicht behauptet, dass ich das von Künstlern erwarte. Das Schwadorf es schafft, in all seinen Projekten seinen Stempel aufzudrücken, ist schon eine Leistung.
Aber wenn Bands wie Motörhead oder Oasis ihrem Stil bedingungslos treu bleiben, ist das auch völlig ok und deren Sache.
Scheuklappendenken habe ich vielmehr auf Musikhörer bezogen, als auf Musikproduzierende.
Du hast die Diskussion aber eigentlich gar nicht losgetreten. Also alles gut.
"Ich glaube, du hast das was Schwingi sagt, nicht im Ansatz verstanden. Nur mal so zur Orientierung."
Ich glaube er versteht sich selbst nicht. Jemand der mir ständig Aussagen in den Mund legt, die ich nicht geäußert habe, der muss sich erstmal selbst erklären und lernen, auf andere einzugehen, anstatt diese Bloß stellen zu wollen.
"Ich kenne die Schwadorf Projekte (bis auf Noekk). Natürlich sind die schon sehr unterschiedlich, aber bewegen sich zumindest laut meiner Definition schon in einem Kontext"
Irgendeinen Kontext wirst du bei allen Musikern der Welt finden, selbst wenn dieser nur lautet, dass alle mehr oder weniger Musiker sind. Keine Ahnung was du damit sagen möchtest. Er hat unterschiedliche Projekte, für unterschiedliche Schubladen geschaffen - Punkt. Es wäre zielführender sich zu überlegen, wieso er das macht. Das bringt einen weiter.
"Nach K-Pop, Punk oder Rap klingt das in meinen Ohren nicht und ich habe auch nicht behauptet, dass ich das von Künstlern erwarte."
Und was soll mir das sagen?
"Das Schwadorf es schafft, in all seinen Projekten seinen Stempel aufzudrücken, ist schon eine Leistung."
Das ist eine Leistung! Aber diese Leistung liegt nicht nur in seinem Talent, es liegt auch an seiner gelebten Authentizität! Er lebt ein Ideal, das den meisten Usern hier im Forum völlig fremd ist. Ein Ideal das ich (auch als Nichtmusiker) vertrete und über das sich die Meisten hier lustig machen. Musiker wie Schwadorf gibt es nur, weil diese sich dem künstlerischen Ausverkauf komplett entziehen! Bei Schwadorf zählt zu 100 % die Kunst, deshalb ist er ein Vorbild für 99% sämtlicher Musiker, die auf diesem Planeten existieren. Schwadorf ist das Gegenteil von dem, was 99 % der User hier im Forum verkörpern. Zumindest ausgehend von dem, was ich bisher hier von denen gelesen habe. Ihr mögt seine Kunst schätzen, aber die Meisten hier haben keinen Schwimmer, wie man diese Authentizität erlangt und beibehält
"Scheuklappendenken habe ich vielmehr auf Musikhörer bezogen, als auf Musikproduzierende."
Ich sehe hier keinen Unterschied.
"Du hast die Diskussion aber eigentlich gar nicht losgetreten. Also alles gut."
Keine Ahnung, ich wollte nur klarstellen, dass dieses Gejammere über Schubladen eigentlich scheinheilig ist. Schubladen sind überhaupt kein Problem. Entscheidend ist, wie man damit umgeht
Auch Gatekeeper und Puristen sind nur ein Problem für Leute, die sich selbst etwas einreden
Wobei man sagen muss, dass Scheuklappen und Schubladen natürlich nicht das Gleiche sind. Habe aber manchmal den Eindruck, dass hier im Forum da kein Unterschied gemacht wird. Auch du redest oben von Schubladen und gleich darauf von Scheuklappendenken. Ich finde es ist kein Problem Musik in Schubladen zu packen, wie erwähnt machen das die Musiker auch selbst. Sich aber Scheuklappen aufzusetzen und keine andere Musik zuzulassen, finde ich unsinnig. Die Unterscheidung finde ich wichtig.
Leider ist es häufig auch so, dass Bands einfach nur musikalisch kommerzieller werden, ihre Musik also dahingehend anpassen, dem kleinsten gemeinsamen Nenner zu gefallen (siehe CoF), und wenn man das kritisiert, denkt man in Schubladen und lässt keine Entwicklung zu. Was Unsinn ist, denn i.d.R. hätten sich die Musiker ganz anders entwickelt, wenn es nicht um den kommerziellen Erfolg ging. Der Hörer denkt also nicht in Schubladen, sondern will einfach nur, dass die Musik nicht zu beliebigem Mainstream Allerlei verkommt. Das ist alles
At The Gates sind für mich echte Legenden. Die "Slaughter of the Soul" läuft regelmäßig hoch und runter und dieses Album ist nach Tompas Tod ein wirkliches Denkmal. 5/5