Manche Alben ziehen einen bereits mit den ersten Takten in ihre Welt. Genau so erging es mir bei "Architects Of A New Weave", dem neuen Werk von Evergrey. Die Schweden schaffen erneut jene besondere Mischung aus Melancholie, Härte und emotionaler Tiefe, die ihre Musik seit Jahren auszeichnet. Schon …

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  • Vor 20 Tagen

    Muss ehrlich sagen, dass ich die Band ansich mag, die ziehen ihr Ding durch! Aber so richtig geht das selten an mich ran, was die da fabrizieren. Liegt zum einen daran, weil Evergrey eigentlich nur laut können und fast durchgehend auch nur ein Tempo. Dazu kommt eine wirklich sehr laute Produktion und wenn möglich, kleistern auch noch unzählige Synthie Strings, Chöre und what-auch-ever im Hintergrund das Klangild zu. Für mich persönlich ist das häufig einfach zu viel des Guten. Ich würde mir wünschen, dass die Band in Sachen Tempo und Lautstärke da mehr variieren würde. Auch die Melodien sind zwar großteils stark, aber nutzen sich ebenso mit der Zeit ab. Man hat manchmal das Gefühl, dass es eigentlich nur einen richtigen Evergrey Song gibt und darauf aufbauend hat die "KI" dann den Rest des Albums gefüllt. Das ist eine harsche Kritik, ich will damit auch nur sagen, dass es sich so anhört, nicht dass es so ist. Und so richtig ProgMetal ist das eigentlich auch nicht. Wie auch immer, vielleicht trifft es genau so, exakt den Nerv bestimmter Fans. Ich selbst sehe viel Potential, aber in dieser Art und Weise wirkt das vor allem sehr repetitiv-ermüdend auf mich. Und habe ich schon geschrieben, dass das platte Schlagzeit auch eher ermüdend ist?
    Bin zwar die Zielgruppe für solche Musik, aber Evergrey produzieren ihre Musik irgendwie trotzdem an mir vorbei

    • Vor 20 Tagen

      Sag denen das doch mal.

    • Vor 20 Tagen

      Da ich bisher fast nur positives zu dem Album gelesen habe, ist das am Ende einfach nur meine Meinung. Vielleicht machen die ja alles richtig, nur ist dann halt irgendwie nicht für mich gedacht. Ich glaube ganz früher klangen die mal anders, auch etwas unverbrauchter; muss ich noch mal reinhören

  • Vor 19 Tagen

    8 von 10 "düstere" Gitarrenbands haben mittlerweile einen Sound, wie er auch beim Ballermann laufen könnte. Und die Neunte von den 10 macht ähnlich aalglatten Mitt-2000er-Nu-Metal für Animefans, der sich für super experimentell hält, weil ein Bitcrushing-VST in der Signalkette hängt :)

    • Vor 19 Tagen

      ...und, weil der Name "Architects" natürlich bereits als Bandname vergeben war, musste er notgedrungen in ein Albumnamen eingeflochten werden - das dann noch am Satzanfang, weil natürlich eben der Satzbau am Anfang anfängt und systematisch aufgebaut wird.

    • Vor 19 Tagen

      Und "Everlast" gabs auch schon. Sozusagen ein doppelter Boden mit all den Verweisen, wenn man nur schlecht genug drüber nachdenkt :)

    • Vor 18 Tagen

      Wann zieht ihr eigentlich endlich zusammen, sagt mal?!

      Und vor allem: In welcher deutschen Stadt? :)

    • Vor 18 Tagen

      Und kriegt ihr verdrossenen Kulturkritiker auch mal nen interessanteren Take hin als "Früher war alles besser"?

    • Vor 18 Tagen

      Wiesli, ich hab Verlangen nach Erlangen. Wie wärs? :*$

      Im Gegensatz zu Deutschrap hab ich bei Gitarrenmusik nicht so die Expertise, Schwingi. Bei manchen Rockbands passen mir Vibe, Energie und Sound. Das mit dem "früher war alles besser" ist halt etwas schwieriger, wenn die Gegenwart vermutlich noch mehr ein Sammelsurium von nostalgischen Versatzstücken ist als sie es wohl je war. Wenn ich moderne Musik öde finde, hat das ja oft damit zu tun, wie sehr sie auf uralten Shit setzt (siehe Autorune im Hip-Hop/Soul, oder eben hier bei Stromgitarrenmusik 15-20 Jahre alter Nu-Metal-Sound).

    • Vor 14 Tagen

      Also der traditionelle Metaluntergrund jedes Nischengenres floriert weiter vor sich hin, immer wieder Wellen an Bands und ausverkaufte Konzerte. Aber ich verstehe das es einem genau so wie du sagst vorkommt, wenn man rein auf die kommerzielle Spitze guckt. Der größte gemeinsame Nenner im Geschmack und Denken der Menschen ist aber selten ein guter Ausgangspunkt, gerade was Musik oder andere Kunst angeht. Sind die top-besprochenen Alben in irgendeinem Genre so aussagekräftig über das Potential des selben? Seltenst.

    • Vor 14 Tagen

      Bin ehrlicherweise schon länger ziemlich raus aus dem Bereich. Normalerweise gabs ab und zu auch bekanntere, mindestens okaye Acts im Rampenlicht, bei denen man etwas deep diven kann und spannende Projekte in deren Umfeld finden konnte.

      Weil laut.de und viele andere Plattformen in der Rockmusik aber fast nur noch lieblosen Mainstream-Slop wie BMTH, Sleep Token, und die oben beschriebenen Acts pushen, war ich schon länger nicht mehr am Rabbitholen :/