Am 29. Mai veröffentlichen Die Toten Hosen ihr letztes Album "Trink Aus, Wir Müssen Gehen". In der selben Woche gehen sie auf die gleichnamige Abschiedstour, die nächsten Sommer zum letzten Konzert nach Düsseldorf heimkehrt. Dann soll Schluss sein. Wir lassen deswegen das Schaffen der Band noch …
Yo, ich wollte null fronten und meinte den "Fanboy" am ehesten wertschätzend!
Ich fand es nur bemerkenswert, wie selbst Du in diesem Rundumschlag über die ganze Geschichte der Band und offenkundig tief im Thema drin unter nahezu jedem Song was über den Sänger schreibst und unter nahezu keinem was über die anderen.
Und auch das ist wieder nicht als Diss gemeint. Nichtmal kritisch. Ich nehme das zur Kenntnis und es führt mich zu dem, was ich oben zum Ausdruck bringen wollte: Die Hosen sind von den "großen" Bands, die maßgeblich auf deutsch performen, wahrscheinlich die Band, die nahezu ausschließlich durch den Sänger definiert wird. Alle anderen Mitglieder wirken kaum relevant und nahezu austauschbar auf mich.
Alles gut, kam auch nicht als harter Front an. Aber die Personalie Campino hat mir beim Schreiben in der Tat durchaus Bauchschmerzen bereitet, genau aus den Gründen, die du beschreibst. Meines Wissens sind Kuddel und Breiti die beiden in der Band, die tatsächlich Plan von Musik haben, aber dieses "Wissen" basiert halt auf Hörensagen und steht deswegen nicht im Artikel. Bei vielen Songs war es in der Recherche auch gar nicht ersichtlich, wer da was geschrieben hat.
Spätestens seit "Kauf Mich!" ist Campino halt mehr als nur ihr Sänger und mehr so etwas wie die personifizierte Stimme der Band. Denke nach all den Jahrzehnten kann man das auch einfach als kreative Entscheidung betrachten, beziehungsweise kommentiere ich die Band so, wie sie in all den Jahrzehnten wahrgenommen worden ist. Zudem ist es Fakt, dass der Mann mit einem Großteil der Aufmerksamkeit auch einen Großteil des Hates abbekommt, was dann meiner Einschätzung nach im Großen und Ganzen auch fair ist.
Ich muss als Verfechter der Hosen im Allgemeinen und Campino in seiner Außenwirkung im Speziellen auch sagen, dass ich sein Verhalten, wie es in der Doku ans Licht kommt, echt unsympathisch finde.
Da kann man jetzt sagen „die haben sich halt darauf geeinigt“. Man könnte aber auch sagen, dass die Band aufgrund ihres devoten Verhaltens zu Recht im Hintergrund stattfindet, es ist einfach die Campino-Show. Erschreckend, wie die sich einem Typen anbiedern, der am Ende ein guter Entertainer, musikalisch aber auch nur ein selbstverliebter Schreihals ist.
War jahrelanger Fan, aber das ist mir echt aufgestoßen und Campinos mitunter schlechter Ruf ist für mich zum ersten Mal greifbar.
Super schade und ich glaube, dass die Doku zum Abschluss der Karriere ein großer Fehler war.
"Erschreckend, wie die sich einem Typen anbiedern, der am Ende ein guter Entertainer, musikalisch aber auch nur ein selbstverliebter Schreihals ist."
Campino ist mW neben Kuddel der einzige in der Band, der in seiner Jugend tatsächlich eine musikalische Ausbildung genossen und eine Musikschule besucht hat. Die anderen konnten zu Beginn wenig bis nichts. Auf "Unter Falscher Flagge" zB hat Kuddel im Studio nahezu alle Instrumente einschließlich Bass und Schlagzeug alleine eingespielt.
Dass Kuddel auf "Unter falscher Flagge" nahezu alle Instrumente eingespielt hat, bestätigt aber eher den Punkt "devote Band und Campino-Show", als dass es ihm widerlegt...
Naja, es könnte auch belegen, dass man sich dort bereits früh dem Erfolg untergeordnet hat, und für das Erreichen des Ziels einfach den hat machen lassen, der es am ehesten drauf hat. Die Überlegung dürfte auch gewesen sein, dass zu der Zeit das Geld knapp, und Studiozeit teuer war, und man einfach nicht die Mittel hatte, um zu warten, bis die Dilettanten Andi, Breiti und Trini mal was Brauchbares abliefern.
Klar, kann sie natürlich nicht sein, aber ihr müsst doch zugeben, dass „Bommerlunder“ als DER Kult-Grölsong der frühen Hosen-Phase, die „10 kleinen Jägermeister“ als erste Nummer-1-Single der Hosen und „Pushed Again“ als kleiner internationaler Hit OBJEKTIV betrachtet in dieser Liste hätten auftauchen müssen.
Ob Madleine (Hit!), Sascha oder Ülüsü. Man hätte schon einen ihrer Ant-Nazi-Songs würdigen können. Das ist meiner Meinung nach mit die Hauptlegitimation der Band Band, dass sie über Jahrzehnte hinweg Antifaschismus im Mainstream platziert hat.
1000 Gute Gründe dürfte der beste politische Text, den Campino jemals geschrieben hat. Der bringt die ganze Piefigkeit der alten Bundesrepublik und der Kohl-Ära der ausgehenden 80er ziemlich exakt auf den Punkt.
1. Opel Gang 2. Reisefieber 3. Liebesspieler 4. Wort zum Sonntag 5. Verschwende Deine Zeit 6. Liebeslied 7. Im Wagen vor mir 8. Mehr Davon 9. 1000 Gute Gründe 10. All die ganzen Jahre 11. Wünsch DIR was 12. Willkommen in Deutschland 13. Nichts bleibt für die Ewigkeit 14. Bonnie & Clyde 15. Pushed Again 16. Ich bin die Sehnsucht in Dir 17. Ertrinken 18. Strom 19. Oberhausen 20. Alles mit nach Hause
Am 29. Mai veröffentlichen Die Toten Hosen ihr letztes Album "Trink Aus, Wir Müssen Gehen". In der selben Woche gehen sie auf die gleichnamige Abschiedstour, die nächsten Sommer zum letzten Konzert nach Düsseldorf heimkehrt. Dann soll Schluss sein. Wir lassen deswegen das Schaffen der Band noch …
Joa... an so eine Liste muss ein Fanboy ran, das ist schon ok.
Aber meine Güte: Selten habe ich so klar gesehen, was für eine One-Man-Show diese "Band" dann wohl doch all die ganzen Jahre über war?!
CAMPINO (bzw. Funny Van Dannen)
& The toten Hosen wäre vielleicht alles in allem der treffendere Name des Acts
War ich dir wohl nicht kritisch genug damit dass ich Campino indirekt mit Helmut Kohl verglichen habe?
Yo, ich wollte null fronten und meinte den "Fanboy" am ehesten wertschätzend!
Ich fand es nur bemerkenswert, wie selbst Du in diesem Rundumschlag über die ganze Geschichte der Band und offenkundig tief im Thema drin unter nahezu jedem Song was über den Sänger schreibst und unter nahezu keinem was über die anderen.
Und auch das ist wieder nicht als Diss gemeint. Nichtmal kritisch. Ich nehme das zur Kenntnis und es führt mich zu dem, was ich oben zum Ausdruck bringen wollte: Die Hosen sind von den "großen" Bands, die maßgeblich auf deutsch performen, wahrscheinlich die Band, die nahezu ausschließlich durch den Sänger definiert wird. Alle anderen Mitglieder wirken kaum relevant und nahezu austauschbar auf mich.
* ... die Band, die am meisten nahezu ausschließlich ...
Sorry, ist spät für meine Verhältnisse
Alles gut, kam auch nicht als harter Front an. Aber die Personalie Campino hat mir beim Schreiben in der Tat durchaus Bauchschmerzen bereitet, genau aus den Gründen, die du beschreibst. Meines Wissens sind Kuddel und Breiti die beiden in der Band, die tatsächlich Plan von Musik haben, aber dieses "Wissen" basiert halt auf Hörensagen und steht deswegen nicht im Artikel. Bei vielen Songs war es in der Recherche auch gar nicht ersichtlich, wer da was geschrieben hat.
Spätestens seit "Kauf Mich!" ist Campino halt mehr als nur ihr Sänger und mehr so etwas wie die personifizierte Stimme der Band. Denke nach all den Jahrzehnten kann man das auch einfach als kreative Entscheidung betrachten, beziehungsweise kommentiere ich die Band so, wie sie in all den Jahrzehnten wahrgenommen worden ist. Zudem ist es Fakt, dass der Mann mit einem Großteil der Aufmerksamkeit auch einen Großteil des Hates abbekommt, was dann meiner Einschätzung nach im Großen und Ganzen auch fair ist.
Ich muss als Verfechter der Hosen im Allgemeinen und Campino in seiner Außenwirkung im Speziellen auch sagen, dass ich sein Verhalten, wie es in der Doku ans Licht kommt, echt unsympathisch finde.
Da kann man jetzt sagen „die haben sich halt darauf geeinigt“. Man könnte aber auch sagen, dass die Band aufgrund ihres devoten Verhaltens zu Recht im Hintergrund stattfindet, es ist einfach die Campino-Show. Erschreckend, wie die sich einem Typen anbiedern, der am Ende ein guter Entertainer, musikalisch aber auch nur ein selbstverliebter Schreihals ist.
War jahrelanger Fan, aber das ist mir echt aufgestoßen und Campinos mitunter schlechter Ruf ist für mich zum ersten Mal greifbar.
Super schade und ich glaube, dass die Doku zum Abschluss der Karriere ein großer Fehler war.
"Erschreckend, wie die sich einem Typen anbiedern, der am Ende ein guter Entertainer, musikalisch aber auch nur ein selbstverliebter Schreihals ist."
Campino ist mW neben Kuddel der einzige in der Band, der in seiner Jugend tatsächlich eine musikalische Ausbildung genossen und eine Musikschule besucht hat. Die anderen konnten zu Beginn wenig bis nichts. Auf "Unter Falscher Flagge" zB hat Kuddel im Studio nahezu alle Instrumente einschließlich Bass und Schlagzeug alleine eingespielt.
Dass Kuddel auf "Unter falscher Flagge" nahezu alle Instrumente eingespielt hat, bestätigt aber eher den Punkt "devote Band und Campino-Show", als dass es ihm widerlegt...
Naja, es könnte auch belegen, dass man sich dort bereits früh dem Erfolg untergeordnet hat, und für das Erreichen des Ziels einfach den hat machen lassen, der es am ehesten drauf hat. Die Überlegung dürfte auch gewesen sein, dass zu der Zeit das Geld knapp, und Studiozeit teuer war, und man einfach nicht die Mittel hatte, um zu warten, bis die Dilettanten Andi, Breiti und Trini mal was Brauchbares abliefern.
Was ist mit „Azzurro“? Oder „All die ganzen Jahre“?
Unverschämtheit
. Numero Uno, selbstredend.
Bommerlunder, Zehn kleine Jägermeister und at least one English song.
Diese Liste kommt mir sehr subjektiv und spätphasenlastig vor.
Wäre hätte bloß ahnen können, dass solche Listen subjektiv sind?
Die Liste ist mit „Die 20 wichtigsten Hosen-Songs“ überschrieben, nicht mit „Meine 20 wichtigsten Hosen-Songs“.
Wie könnte so eine Liste objektiv sein?
Klar, kann sie natürlich nicht sein, aber ihr müsst doch zugeben, dass „Bommerlunder“ als DER Kult-Grölsong der frühen Hosen-Phase, die „10 kleinen Jägermeister“ als erste Nummer-1-Single der Hosen und „Pushed Again“ als kleiner internationaler Hit OBJEKTIV betrachtet in dieser Liste hätten auftauchen müssen.
https://laut.de/Mariah-Carey/Alben/1-To-In…
Du bist Willkommen
xD
Zu wenig zu spät: https://laut.de/News/Die-Toten-Hosen-Zwei-…
Hehe
pushed again fehlt schon
Ob Madleine (Hit!), Sascha oder Ülüsü. Man hätte schon einen ihrer Ant-Nazi-Songs würdigen können.
Das ist meiner Meinung nach mit die Hauptlegitimation der Band Band, dass sie über Jahrzehnte hinweg Antifaschismus im Mainstream platziert hat.
Sascha fand ich schon immer schrecklich, die anderen kenn ich nicht... "1000 Gute Gründe" würde ich da in den Ring werfen.
1000 Gute Gründe dürfte der beste politische Text, den Campino jemals geschrieben hat. Der bringt die ganze Piefigkeit der alten Bundesrepublik und der Kohl-Ära der ausgehenden 80er ziemlich exakt auf den Punkt.
Führt einem gut vor Augen, wie beschissen und pseudorebellisch diese Band eigentlich immer schon war.
Bei mir ganz vorne:
Reisefieber
Letzte Wache
Allein vor deinem Haus
Puh, mal sehen...
1. Opel Gang
2. Reisefieber
3. Liebesspieler
4. Wort zum Sonntag
5. Verschwende Deine Zeit
6. Liebeslied
7. Im Wagen vor mir
8. Mehr Davon
9. 1000 Gute Gründe
10. All die ganzen Jahre
11. Wünsch DIR was
12. Willkommen in Deutschland
13. Nichts bleibt für die Ewigkeit
14. Bonnie & Clyde
15. Pushed Again
16. Ich bin die Sehnsucht in Dir
17. Ertrinken
18. Strom
19. Oberhausen
20. Alles mit nach Hause