Seite 4 von 19

Ally Katja

Okay, ich trete kurz einen Schritt beiseite. Es gab vor einer Weile einmal einen Taylor Swift-Song, der nach Jahren der politischen Stille endlich verschiedene Themen ansprach. Allem voran ging es um Homophobie, "You Need To Calm Down" war eine klar formulierte Akzptanz-Single für die LGBTQ-Community mit einem Video, in dem viele queere Stars an dummen, homophoben Hinterwäldlern vorbeistolzieren durften.

Der Song hatte viele Probleme, das drängendste aber bestand darin, dass all das nur im zweiten Part passiert ist, während Part eins und drei sich darüber beömmelt haben, wie schwer Taylor es doch mit ihren Hatern habe. Dass sie gemeine Tweets lesen müsse, sei also in etwa das gleiche und gleich wichtig wie das andere Zeug.

So. Was hat das jetzt mit Katja Krasavice zu tun?

Auch sie hat nun ihren großen Ally-Song geschrieben. Zumindest ... scheint er das zu sein. "Neonlights" nimmt quasi denselben Ansatz: Wir haben ein Video, das sehr auf queere Symbole setzt, immerhin ein, zwei konkrete Lines ("Nicht nur unsere Fahnen sind bunt"), und dann eine ganze Menge Talk von Katja darüber, es geschafft zu haben, obwohl keiner an sie geglaubt habe.

Erst einmal: Ich finde gut, dass sie dieses Thema aufgreift. Es ist wichtig. Es ist besser, es komisch zu machen als es gar nicht zu machen. Aber irgendwie geht sie die Sache mit so einem immensen Egobezug an, und nicht einmal mit einem, der darauf fußt, dass sie selbst auch queer ist, so dass es am Ende wirkt, als wolle sie die Schwere und den Glamour dieses Themas eigentlich nur nutzen, um sich selbst geil zu finden. Abgesehen davon: Verdammt, dieser Song ist langweilig. Ich hoffe, dass selbst der FDP-Wagen auf der Pride nicht hängengeblieben genug ist, um so etwas zu spielen.

Seite 4 von 19

Weiterlesen

8 Kommentare mit 47 Antworten

  • Vor 2 Jahren

    Naja, da sie sich selber ja immer als Bisexuell bezeichnet, ist es auch nicht Pinkwashing.

  • Vor 2 Jahren

    Ach Gottchen, hier können wohl einige nicht vertragen, dass sie von ganz unten kommt und gezeigt hat, dass es Willen, Durchsetzungsvermögen und eine Idee braucht, um Erfolg im Leben zu haben. Somit taugt sie als gutes Beispiel dafür, dass es jeder schaffen kann, wenn er sich anstrengt. Dass sie auch noch Sexsymbol ist und mit jedem Mann in Deutschland schlafen könnte, ist da nur ein Nebenaspekt. Eine feministische Erfolgsstory, aber das können sich linke Antikapitalisten nicht eingestehen, da sie Millionärin, also der Klassenfeind ist. Wann werden wir diese Neiddebatten endlich hinter uns lassen und den Fokus auf die wichtigen Dinge im Leben lenken?

    • Vor 2 Jahren

      Dieser Kommentar wurde vor 2 Jahren durch den Autor entfernt.

    • Vor 2 Jahren

      Dieser Kommentar wurde vor 2 Jahren durch den Autor entfernt.

    • Vor 2 Jahren

      Willen, Durchsetzungsvermögen und eine Idee sind vielleicht hinreichende, aber bei weitem keine ausreichenden Bedingungen dafür, Millionär*in zu werden.
      Ein gute Portion Glück und/oder bereits bestehende, überdurchschnittliche Vermögenswerte (idR gesponsort durch die Eltern o.ä.) sind wesentlich entscheidendere Faktoren. Außerdem hilft es auch, wenn mensch eher skrupellos veranlagt ist.
      Als Mann in Deutschland kann ich dir ferner versichern, dass ich nicht mit Katja Krasavice schlafen würde, aus mehreren verschiedenen Gründen.
      Und jetzt schleich dich zurück in den Kommentarbereich von Welt.de oder zum nächsten JuLi-Beerpongturnier.

    • Vor 2 Jahren

      "Jeder kann es schaffen, doch nicht alle. Erfolg ist immer auch Glück."

    • Vor 2 Jahren

      "Wann werden wir diese Neiddebatten endlich hinter uns lassen und den Fokus auf die wichtigen Dinge im Leben lenken?"

      Welche Dinge wären das?

      Und ja, die Gute hat definitiv zuviel Geld, wie alle Millionäre. :-)

    • Vor 2 Jahren

      Die Ich-will-nicht-mit-Krasevic-schlafen-und-glaube-auch-wenn-das-eigentlich-völlig-egal-ist-nicht-dass-sie-Millionärin-ist-frag-ansonsten-Fler-der-kennt-sich-mit-Geld-aus-Fraktion macht neuesten Erhebungen zufolge 54,7% der männlichen Bevölkerung aus. Tendenz steigend.

    • Vor 2 Jahren

      Also anziehend finde zumindest ich sie definitiv nicht. Ich bin aber auch sapiosexuell, stehe also auf Sex mit Tintenfischen.

    • Vor 2 Jahren

      Dieser Kommentar wurde vor 2 Jahren durch den Autor entfernt.

    • Vor 2 Jahren

      @Chris
      Also wenn du sapiosexuell bist, müsstest du die ja reizend finden ;-)

    • Vor 2 Jahren

      Würde sie nur b0msen, wenn sie dann ein Feature mit MC HOOBEE macht.

    • Vor 2 Jahren

      Muss kurz zurück zu diesem Schlager-Album...

    • Vor 2 Jahren

      Koks-Nutte/Hamburg-Süderstraße = 20,00 EUR.

    • Vor 2 Jahren

      @giz:

      Weil wir gleich dumm sind? Oder weil sie es wirklich drauf hat wie'n Kuttelfisch? Beides nicht unwahrscheinlich...

    • Vor 2 Jahren

      Feministischer Kapitalismus macht ungefähr genau so viel Sinn wie Schwarzer Rassismus.

    • Vor 2 Jahren

      Alice Schwarzer ist feministischer Kapitalismus.

    • Vor 2 Jahren

      Leider was dran.

    • Vor 2 Jahren

      Wieso leider? Ohne den Kapitalismus würde es den Wohlstand der letzten 70 Jahre gar nicht geben.

    • Vor 2 Jahren

      And here we go again...

    • Vor 2 Jahren

      Ich steige mal ein mit:

      Ohne Kapitalismus hätte es noch viel mehr Wohlstand geben können. Also für mehr Menschen. Und weniger Klimawandel.

      Da ich schon das Bohei erahne: meine Behauptung ist nicht belegbar. Allerdings genau wie deine. Was allerdings belegbar ist, ist wie sehr reiche Menschen reicher und mächtiger werden, Einfluss auf die weltweite Politik nehmen und die Welt so formen zu suchen, dass sie noch reicher werden können. Und das die nicht-Reichen wieder mehr ertragen müssen, was den schönen wissenschaftlichen Fortschritt leider sein ganzes Potential unser Leben einfacher und angenehmer zu machen nimmt. Wir müssen angeblich sparen und später in Rente, Krankenkassen zahlen weniger und weniger, Altersvorsorgeprogramme helfen in erster Linie den Banken, Menschen gehen vollzeit arbeiten und müssen trotzdem aufstocken, die Löhne hinken der Inflation hinterher, Waren sterben kurz nach Ablauf von Gewährleistungsfristen *hust* geplante Obsolenz *hust*, wir sollen konsumieren konsumieren konsumieren, werden durch psychologische Tricks manipuliert Müll zu kaufen, Leiharbeit, Zeitarbeit, befristete Verträge und angst vor der großen bösen Arbeitslosigkeit samt menschenunwürdiger Behandlung durch die Jobcenter bringen die Menschen dazu sich in unbezahlte Überstunden zu stürzen,die Zeiterfassu gssysteme nichtm erfassen könnten, wenn angstfrei eingetragen werden würde, weil die Eintragungen gegen Gesetze verstoßen würden und daher so nicht passiert sein können. All hail capitalism. Ach ja, und die Welt geht unter, weil wir so viel scheiße konsumieren die andernorts im wunsch so wie wir leben zu können unter noch schlechteren Bedingungen von defacto-Sklaven in der dritten Welt produziert wird.

    • Vor 2 Jahren

      Ist mal wieder pikto Zeit?

    • Vor 2 Jahren

      Ist mal wieder pikto Zeit?

    • Vor 2 Jahren

      Alice Schwarzer beißt kleinen Jungs den Penis ab.

  • Vor 2 Jahren

    Joa, erwartbar sogar unterhalb des Niveaus von Swifts Queerbaiting. Ungefähr so politisch wie Rainbow Dashs Mähne (Nod an meine fellow Bronies).