Michael Jackson: Regisseur unterstellt Klägern Geldgier
vom 22. April 2026
Morgen kommt unter dem Titel "Michael" die Michael Jackson-Filmbiografie von Regisseur Antoine Fuqua in die Kinos. Diese bildet allerdings nicht das ganze Leben des Popstars ab, sondern vor allem Jacksons erfolgreichste Zeit bis zum Jahr 1988. Dass er damit die Missbrauchsvorwürfe ebenso ausblendet …
Welche Straftaten? Weisst Du mehr als die US Gerichte, die sich seinerzeit mit den Vorwürfen beschäftigten und deren Verfahren jeweils mit einem Freispruch endeten? Wenn dem so ist, dann lass uns bitte nicht dumm sterben.
Ich würde hier mehr Differenzierung rein bringen. Einerseits ist es wichtig, Kunst als isoliertes Spektrum menschlichen Schaffens darzustellen, bspw. haben ja auch viele Krieger von früher Menschen umgebracht aber dennoch Zisternen ermöglicht oder Statuen errichtet - von Bildern ganz zu schweigen. Andererseits verstehe ich den Auklärungs- und Wahrheitsanspruch vieler Kritiker, die Michael Jackson als zu sehr gehuldigt sehen, wenn man ihm durch Filme, etc. weiterhin eine postum-Bühne gibt. Ich würde an dieser Stelle einen Kompromiss vorschlagen: Man könnte sowohl am Anfang des Films oder am Ende die derzeitigen Vorwürfe mit entsprechenden Erkenntnissen oder Verfahrensstand per Textbild einfügen und dem Zuschauer damit sein eigenes Bild machen lassen. Somit wäre das "Kunstprojekt" für sich "stimmig", gleichzeitig der moralische Rahmen gesetzt. Wundere mich, dass es keine Komission im Vorfeld beider Partein gab, die das mal vorgeschlagen hat. Nun, die Welt der Kompromisse ist ein einziger, tiefer Ozean der Stille.
Mir hätte der Film besser gefallen, wenn er MJ als Künstler abgefeiert hätte - und das, was die Kunst für die Mensccen bedeutet hat, die mit ihm aufgewachsen sind. Die ganzen anderen negativen Themen, die sich um seine Person drehen, kann man in anderen Filmen, Dokus etc. vermurksen. Ich finde es spricht nichts dagegen, zumal der Künstler nicht mehr lebt, sich in einem Film rein auf seine Kunst zu beziehen - und diese abzufeiern!
Dass er tot ist, unvergewaltigt seine Opfer leider nicht.
Angebracht gewesen wäre, wenn überhaupt, nicht die seichte Propagandashow für die du plädierst, sondern ein umfassendes, ehrliches Portrait seiner Person (und seiner Musik).
Aber natürlich reden wir von Hollywood. Da revidiert man halt aus Profitgier schamlos die Realität. Der Film ist und bleibt natürlich Ungeschaut 1/5.
Mir persönlich fehlt der Fokus auf den Song "Beat It", der einzige Song, der wirklich richtung sowas Ähnliches wie Metal geht. Klar, selbst dieser Song wäre für Metal zu poppig gewesen, aber immerhin hätte man das ja mal würdigen können. Mich nervt vor allem, dass die ganzen Kids den Song immer abfeiern und null checken dass Metal-Gitarrist van Halen das Solo beigesteuert hat.
Auf rottentomatoes kommt der Film bislang nicht gut an. Besonders gut ghefällt mir folgende synopsis eines gewissen Bob Chipman: "[The movie's] ultimately guilty of the very sin it (correctly) makes patriarch Joe Jackson its central villain for: Stripping Michael of his full humanity - good, bad or otherwise - in order to preserve him as an empty, arrested and exploitable commodity."
Nein, von einer Propagandashow rede ich nicht. Der Film soll die Wahrheit nicht verdrehen und positiver darstellen, als sie tatsächlich ist. Wenn es denn unbedingt ein Biopic sein muss, okay, dann muss das alles auch verarbeitet werden. Aber es hätte ja kein Biopic sein müssen. Es hätte auch ein rein künstlerischer Film sein können, der sich in erster Linien auf die Kunst von MJ ansich bezieht. Und dabei muss dann nichts verdreht werden. Aber ein Film der rein die Kunst von MJ abfeiert, ist es eben auch anspruchvoller in der Umsetzung, als wieder mal ein Biopic ins Leben zu rufen. Denn dann muss sich der Film mit der Kunst von MJ messen - und kann dabei nur verlieren!
"Es hätte auch ein rein künstlerischer Film sein können, der sich in erster Linien auf die Kunst von MJ ansich bezieht. Und dabei muss dann nichts verdreht werden."
Indem du in diesem Szenario gewisse, sehr schwerwiegende Aspekte weglässt, wäre dies bereits eine Verdrehung. Denn auch seine Musik existiert ja nicht losgelöst von seiner Person, im Gegenteil. Plaktatives Beispiel: Black or White.
Das Konzept dass du vorschlägst, mag für Fans erstmal reizvoll sein. Mich würde nur wundern, wie man daraus einen dramaturgisch einigermaßen funktionierenden Spielfilm machen könnte. Da braucht's eben Konflikte und Krisen.
Ich finde man kann die Geschichte des Künstlers erzählen und sich dabei durchaus rein auf den künstlerischen Austieg konzentrieren! Wenn es von vornherein klar ist, dass es dabei nur um die Kunst selbst geht, dann sollte man auch keine falsche Erwartungshaltung daran haben. Es wäre auch möglich sich an den ganzen MJ Videos zu orientieren und eine fiktive Geschichte zu erzählen. Moonwalker ist als Film ja auch fiktiv z.B.
Vielleicht wäre es besser gewesen, über den Creep gar keinen Film zu drehen. Immer wieder die selben Vorwürfe über Jahrzehnte, dazu seine Aussage, er sähe kein Problem darin, mit kleinen Jungs in einem Bett zu schlafen. Welcher erwachsene Mann schläft mit kleinen Jungs in einem Bett, die nicht seine eigenen sind? Wieso heißt es im Fall Jackson nie, dass man den Opfern Glauben schenkt? Und alle Fans so: Neiiiiiiin, Michael ist unschuldig. Wird wahrscheinlich nie aufgeklärt werden können, aber nen glattgebügeltes Biopic zwecks Gewinnmaximierung über einen Menschen, dessen Biographie von schwersten Vorwürfen durchzogen ist, muss man nicht unterstützen.
Naja, Mubasi. Das liegt womöglich daran, dass MJ selbst einige Auffälligkeiten aufweist, die in die Richtung "Peter-Pan-Syndrom" deuten. Eine bestimmte Art von Unzurechnungsfähigkeit, Zwangsneurose etc. lässt durchaus den Spielraum offen, dass er gar nicht wirklich weiß, wie beknackt das gewesen ist und dass er das von sich selbst gar nicht trennt bzw. sich selbst als Jungen sieht, völlig ohne sexuelle Motive. Genau das ist der schmale Grat.
Naja, Lost7. Vielleicht wusste er auch ganz genau, was er tat und hat sich Jungs im Kindesalter herausgesucht, um seine sexuelle "Orientierung" auszuleben. Wir werden es nie erfahren, aber in jedem Fall konnte er sich sehr gute Anwälte leisten. Wie OJ. Der war natürlich auch unschuldig. Das Perfide daran ist, dass der Jackson-Clan mit dem Film genug Geld einnehmen wird, um die nächsten Zivilklagen vorzubereiten. Mit noch besseren Anwälten.
Es wird hier nicht die Kunst gefeiert, sondern der Künstler, und das ist leider mehr als fragwürdig. Auch wenn die schlimme Kindheit einige Kontroversen um Michael Jackson erklären könnte, entschuldigen kann sie sie auf keinen Fall.
Bin nicht tief drin im Thema, hatte nur vor ein paar Jahren "Leaving Neverland" gesehen. Und die Doku war dermaßen unglaubwürdig und katastrophal zusammengeschnitten - dass ich danach umso mehr on the fence war. Im Gegensatz zu Rammstein oder Ian Watkins hab ich noch keine massiv verfälschten Aussagen gefunden, dass Jackson etwas Strafbares gemacht hat. Wenn wer welche parat hat, schau ich die gerne ergebnisoffen an.
Als ich in der Vergangenheit gegoogelt hab, half mir das nur bedingt - was auch daran liegt, dass Staatsanwalschaften und Presse jede Menge absurden Staub aufgewirbelt hatten, unter dem Tatsächliches leider leicht untergeht.
Der hat nur kleine Jungs in seinem Bett schlafen lassen aus vollkommen unschuldigen Gründen. Ich bin ja normalerweise gegen Spekulation, aber hier muss man wirklich nur Eins und Eins zusammenzählen. Ragi, come on.
Hab die Leaving Neverland nie gesehen. Die war unglaubwürdig warum?
Das sagt ein LLM (Qwen-Coder3-Next) dazu, ich schließe mich da an:
Die Vorwürfe gegen Michael Jackson bezüglich sexuellem Missbrauch Minderjähriger——insbesondere die zahlreichen anonymen Anschuldigungen seit den 1990er-Jahren sowie die konkreten Anklagen von 2005—sind aus juristischer, empirischer und dokumentarischer Perspektive so zu bewerten:
---
### 1. **Juristische Ergebnisse**
- **1993**: Jackson wurde **nicht strafrechtlich verfolgt**; der Fall wurde außergerichtlich beigelegt (Schlichtung mit der Familie des Beschuldigten). Es gab **keine Anklage**, keine Anhörung, keine Beweisaufnahme vor Gericht. Die Ermittlungen wurden eingestellt, ohne dass ein Gericht eine Straftat feststellte—but auch ohne dass eine Entlastung erfolgte.
- **2005**: Jackson wurde vor dem Superior Court of California in Santa Maria wegen **33 Anklagepunkten** (u. a. Kinderpsychosen, Besitz kindisch-pornographischen Materials) **freigesprochen**. Die Geschwornen fanden nach einer 5-monatigen Verhandlung, dass die Anklage **nicht überzeugend** war. Die Verteidigung legte glaubwürdige Zeugenaussagen, Alibis und psychologische Gutachten vor; die Anklage basierte zu großen Teilen auf widersprüchlichen oder sich ändernden Aussagen von Zeugen. → **Rechtliches Fazit**: Kein rechtskräftiges Urteil wegen Missbrauch; **juristisch entlastet**.
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### 2. **Empirische und dokumentarische Bewertung**
- **Anonyme Vorwürfe**: Die meisten Vorwürfe (etwa von Wade Robson und James Safechuck) kamen erst **nach Jacksons Tod** (2009) öffentlich zum Vorschein—und jeweils **nach dem Scheitern von Medienveröffentlichungen** oder **neuen Rechtsanwälten**. Beide haben ihre früheren Aussagen (die Jackson entlastet hatten) revidiert, nachdem sie 2013/2014 rechtliche Beratung in Anspruch nahmen. → **Problem**: Revocatio (Widerruf) von früheren Eid-Erklärungen ist im Zivilrecht relevant für Glaubwürdigkeit. Keine Dokumente belegen, dass Jackson Kinder missbraucht hat.
- **Dokumente**: Es gibt **keine verifizierten Fotos** oder Videos, die Jackson in unangemessener Nähe zu Minderjährigen zeigen—und erst recht keine pornographischen Aufnahmen. Jackson wurde in einem Fall (2003) des **Besitzes von Kinderpornografie** angeklagt, aber wieder freigesprochen, da die aufgefundenen Bilder als „nackte Kinder in unschuldigen Situationen“ (z. B. Baden, Schwimmen) bewertet wurden—eine Praxis, die damals in der Kinderfotografie üblich war.
- **Jacksons Verhalten**: Er war bekannt dafür, viele Kinder (auch unbekannte) zu seinen Freizeitaktivitäten einzuladen, Schlafzimmerpartys zu veranstalten und ihnen Geld zu schenken. Dies war **ungewöhnlich, aber nicht illegal**. Es spricht jedoch gegen sachliche Distanz im Umgang mit Minderjährigen—eine ethische Frage, nicht notwendig eine rechtliche.
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### 3. **Bewertung kritischer Quellen**
- **HBO-Documentary *Leaving Neverland* (2019)**: Dieses Werk basiert ausschließlich auf den Aussagen Robsons und Safechucks. Es enthält **keine unabhängigen Beweise**, keine Kontextdaten, keine Korrektur durch Jackson (verstorben), keine Gegenprüfung der Aussagen. → **Kritik von Experten**: - Der Dokumentarfilm ignoriert die früheren **Entlastungsaussagen** der beiden Männer unter Eid (2005–2013). - Er ignoriert **dokumentierte Widersprüche** in ihren neueren Aussagen (z. B. zu Zeitpunkten, Orten, Dauer des allegedly Missbrauchs). - Der Regisseur, Dan Reed, ist kein forensischer Experte, und die interviews wurden ohne neutralen Drittmitteln durchgeführt. → **Fazit**: Eine erzählte Version—nicht nachvollziehbar belegte Wahrheit.
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### 4. **Logische und epistemologische Schlüsse**
- **„Absence of evidence is not evidence of absence“** gilt nur, wenn die Evidenz **objektiv findbar** sein müsste. Hier ist das Gegenteil der Fall: - Keine DNA-Beweise - Keine Zeugen mit eindeutigen, konsistenten Aussagen - Keine Finanztransaktionen (Schmiergeldzahlungen dokumentiert) - Keine medizinischen oder psychologischen Gutachten (die Missbrauch belegen würden)
- **Motivationsanalyse**: Jacksons Vermögen (ca. 400 Mio. $ zum Tod) und das Erbe machen ihn zu einem potentiellen Ziel zivilrechtlicher Klagen (Schadensersatzklagen). Tatsächlich sind zwei Zivilprozesse seit 2014 anhängig—aber ohne Beweisvorsorge, allein auf Aussagen basierend.
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### **Zusammenfassung**
- **Juristisch**: Michael Jackson wurde in keinem Fall rechtskräftig wegen sexuellem Missbrauch Minderjähriger verurteilt. Er war **vor dem Gesetz entlastet**. - **Evidenziell**: Es gibt **keine unabhängigen, verifizierbaren Beweise**, die Missbrauch belegen. Die Anklage in den 1990ern wurde fallengelassen; 2005 erfolgte ein Freispruch nach ausführlicher Beweisaufnahme. - **Ethisch**: Jacksons Umgang mit Minderjährigen war auffällig, unprofessionell und möglicherweise riskant—auch unabhängig von strafrechtlicher Verantwortung. - **Medial**: Die öffentliche Wahrnehmung wurde maßgeblich durch Emotionen, Dokumentationen mit einseitigen Quellen und politischen/kulturellen Framings geprägt—nicht durch rechtsverbindliche Feststellungen.
> **Fazit (epistemisch)**: Ohne neue, objektive Beweise (z. B. Dokumente, Zeugenaussagen mit konsistenten Details unter Eid) bleibt die Annahme von Missbrauch **spekulativ**—nicht bewiesen, aber auch nicht widerlegt. Allerdings: Die **Last der Beweisführung** liegt bei der Anklage; solange keine überzeugende Evidenz vorliegt, ist die Annahme einer Tat **nicht gerechtfertigt**.
Jo, Schwingo. Das finde ich ethisch auch absolut nicht okay, Kinder bei sich im Zimmer schlafen zu lassen. Normalerweise wäre der Fall für mich sofort klar, sobald auch nur eine glaubwürdige Zeugenaussage, oder eben ein Interview mit IRGENDEINER der hunderten Personen vorliegt, die als Kinder in engem Kontakt zu Jackson waren.
Ich finde es nur enorm seltsam, dass es diese Berichte aus erster Hand offenbar bis heute nicht gibt. Nach Jimmy Saville gabs z.B. dutzende Interviews, die ihn schwer belasteten. Bei Watkins die offiziellen Zeugenaussagen vor Gericht.
Ich müsste jetzt anfangen, herumzuphantasieren, ob der superreiche elitäre Jackson-Clan eine derart einflussreiche Nachlassverwaltung hat, dass sie vorab schon von allen vermeintlich Geschädigten erfährt, die sich an die Presse wenden oder gar Klagen vorbereiten - nur um sie dann massivst einzuschüchtern oder gar verschwinden zu lassen. Und das lasse ich lieber bleiben. Ist eben wirklich nicht so glasklar. Das entscheidende, nicht SOFORT widerlegte "Jackson hat das und das mit der Person an dem und dem Tag gemacht" - das fehlt mir tatsächlich sehr, um von meinem "on the fence" herunterzukommen...
Ich fand Leaving Neverland überhaupt nicht unglaubwürdig, da die beiden Betroffenen sich nicht vollumfänglich als Opfer sehen, es aufgrund der Gier auch innerhalb der Familien unterschiedliche Auffassungen zum Umgang mit dem Thema gab und mir auch kein anderer Grund einfällt, wieso man eine vier Stündige Doku darüber produzieren sollte.
MJ hatte einfach "Glück" (war ja auch nicht die glücklichste Kindheit i guess), nicht 10 Jahre später auf die Welt gekommen zu sein.
Bei der "Doku" haben sich oft mitten im Satz die Klamotten oder die Beleuchtung geändert. Besonders bei den dramatischsten Aussagen. Da wurde einfach massivst geschnitten. Und wie CapsGPT schon nahelegte, sind die beiden sehr unglaubwürdige Figuren. Einem der beiden ist nach jahrzehntelanger Freundschaft und Treue plötzlich dann eingefallen, was alles WIRKLICH passiert war, als er Geldprobleme bekam und jemand bei ihm für die Doku anrief.
Will mal einräumen, dass es die Möglichkeit gibt, dass der Dokumentarfilmer vielleicht einer der ganz wenigen ist, welche große Gefühlsregungen nicht filmen, und von mir aus aus "Respekt" alles sehr zusammengeschnitten wurde. Aber die anderen Fragezeichen über die Befragten sind dann einfach zu viel, um das für voll nehmen zu können. Wirkt auf mich wie einer der schmutzigszen Filme, die zu einem sensiblen Thema je gedreht wurden.
Ach, und das mit dem "10 Jahre später"... Genau das ist einer meiner Punkte: Es ist heute viel "leichter" als vor 10 Jahren, mit der eigenen Geschichte an die Öffentlichkeit zu gehen, auch lange nach den Taten. Nicht, dass es auf irgendeine Weise ein Leichtes wäre! Trotzdem ist auch metoo schon länger her, und grausame Details über Prominente sind heute schwieriger zu verbergen als je zuvor.
Wenn bisher noch keins der hunderten von Kinder von damals sich an die Presse gewandt hat, um die ungeschnittene Geschichte zu erzählen... Ich bin jederzeit bereit, meine persönliche Unschuldsvermutung abzulegen.
"Ab und zu ist ein grober Überblick nützlich, und genau dafür ist KI tatsächlich ganz praktisch "
Nützlich vielleicht, aber gerade bei so banalen Sachen wie laut-Diskussionen über eine längst verstorbene Person schon allein aus Umweltgründen ethisch natürlich nicht zu rechtfertigen.
Warum Gleep? Die Generierung dieses Textes hat bei einer Leistung von 1200 Watt etwa 10 Sekunden gedauert, das ist 1/360 Stunden, macht 1,2 kW * 1/360 Stunden = 0,003 Kilowattstunden. Die nebenbei bemerkt vollständig aus erneuerbarer Energiegewinnung stammen.
Läuft das Modell bei dir oder woher hast du die Zahlen? Wenn ja kann man das in solchen Fällen natürlich noch einmal gesondert betrachten. Am generellen Argument ändert das aber natürlich nicht so viel.
Das "wird mit regenerativer Energie betrieben" ist in Zeiten eines immernoch teilweisen fossilen Energiemixes aber natürlich auch nicht zwangsläufig ein Totschlagargument.
Das große Problem ist ja, dass die Tech Oligarchen massiv viel Energie darauf verwenden neue Modelle zu trainieren, und dass wir da wenig Mitsprache haben und die ja teilweise auch ziemlich verrückte Zukunftsvisionen haben. Das ist massiv schädlich für die Welt. Die Nutzung bereits trainierter Modelle, gerade günstigere wie rein textbasierte, hat nur einen geringen Impact auf die Umwelt. Wichtig dabei nur denen da oben das möglichst nicht zu bezahlen.
Da wird das anschauen wohl mehr als 0,003 kwh verbrauchen, werde ich später aber wohl mal machen. Was ist denn die Sache, die mir der klickködertitel vorenthält?
Gar nicht. Hatte das nur im Feed und fand es interessant. Und das es vage das Oberthema KI hat, war mir dann Begründung genug, das hier hinzuklatschen.
Ich habe Leaving Neverland auch gesehen und ich kann die unterschiedlichen Reaktionen darauf verstehen. Mein Bauchgefühl hat mir damals gesagt, dass die beiden Männer tatsächlich von Jackson missbraucht worden sind. Es klang für mich glaubwürdig und ich kann mir (vielleicht bin ich zu naiv) nicht vorstellen, dass sich erwachsene Männer, die Familie, Freunde & Umfeld haben, sich als Missbrauchsopfer outen, was vermutlich mit sehr viel Scham einhergeht, und dabei dreist lügen. Chris Rock fasst es ganz gut zusammen: "Another kid? Get the fuck out of here. That’s how much we love Michael. We love Michael so much, we let the first kid slide. Hey, man, the man made Billie Jean, leave him alone. Another kid? I’m fucking done. I’m done with Michael! ...I’m done with Michael. Another kid? That’s like another dead white girl showing up at OJ’s house. And OJ going, “I know what you’re thinking…"
@Mubasi: Habe die Doku nicht gesehen und bin kein großer Fan seiner Musik. Ist obviously alles andere als schlecht, aber es hat nie geklickt. Wie das Modell oben schon sagt, der hat komische Sachen mit Kindern gemacht, wahrscheinlich wegen seinem eigenen Traumata. Ob da etwas strafrechtlich relevant ist? Da ist mir die „Beweislage“ etwas zu dünn.
Der vorliegende Film soll aber richtiger Müll sein, und das glaube ich ungesehen.
@Caps Ja, würde ich mir auch nicht reinziehen. Mein Bruder war großer Michael Jackson Fan, aber ich habe ihn immer angefleht, lieber Springsteen laufen zu lassen. MJ hat mir nie etwas gegeben.
Denke auch, dass das eher Dinge waren, die stark befremdlich einzuordnen sind, und die Personen im nachhinein sich das so herbei-konstruiert haben, weil sie möglicherweise auch darin bestärkt worden sind, aus den üblichen Motiven - hier nochmal der Verweis an die Praix-Erfahrungen von Verhuscht [Grüße gehn' raus!]. Daher wäre ich an dieser Stelle Capslockftws Meinung.
...kurz noch zum Thema Rammstein: Hier waren dennoch einige Aussagen nicht wahr bzw. aus dem Kontext gerissen, soweit ich weiß. Das mit den K.O.-Tropfen und die zugefügten Wunden auf dem Bild, das glaub ich nicht mehr kursiert.
Interessant wie sehr hier der Mensch Jackson verteidigt wird, um den Musiker Jackson noch hören zu können.
Dokumentationen erheben zwar Wahrheitsanspruch, können dem aber strukturell nie gerecht werden, einzig Objektivität kann eine Wahrheitsnähe herstellen, das ist aber von den Machern abhängig.
Das amerikanische Justizsystem ist alles andere als geeignet, eine objektive Wahrheit in einem Sachverhalt zu finden. Gerade Urteilsabsprachen, Abschlagszahlungen und ähnliches beschränken die Justiz rein auf einen strafrechtlichen Rahmen und keine Aufarbeitung eines Sachverhalts.
Alles für sich kein Beweis einer Schuld. Zusammengenommen wird hier leider dann doch ein anderes Bild präsentiert.
Wurde hier irgendwo "der Mensch" verteidigt? Hört hier irgendjemand seine Musik? Und: Worauf wollteste mit diesem Kommentar eigentlich hinaus? Dass Jackson in dutzenden Fällen pädophil war wegen... Vibes? Und bis heute arbeiten für ihn die mächtigsten Anwälte und Politiker, welche ALLE glaubwürdigen Zeugen erfolgreich mundtot machen?
Oder wollteste gar nicht nicht auf irgendwas hinaus?
Ich glaube ihn als Mensch verteidigt keiner. Entweder hört man seine Musik, mit dem Wissen was er für ein Mensch war, oder man lässt es. Wenn man seine Musik hört, ist das nicht gleichzsetzen, dass man ihn verteidigt. Ich höre auch einige Sachen von Burzum (auch wenn es kein normales Hörvergnügen ist), weil niemand an das rankommt, was er erschaffen hat. Aber ihn als Mensch verachte ich !
@Puschel: Sehe ich genauso. @gummi_fan: Ja, es wird (leider) die Person statt deren Kunst gefeiert. Aber so ist das eben in einem BIOpic. Denn - mal ganz abgesehen davon, dass ein großer Teil seines Lebens bzw. seiner Kunst ab 1989 fehlt, und der Film zumindest im Trailer mit ziemlich plump-plakativen Aussagen von ihm daherkommt, welche SO garantiert nicht von ihm stammen - wäre für mich ein Film über sein WERK viel erhebender gewesen, zum Beispiel wie der eine oder andere Track so entstanden ist. Bekannte Vorwürfe im Privatleben wurden (2005) geklärt. Und dann ist auch mal gut.
Wahnsinn, dass der Film bei aller Kritik so viel einspielt hat bisher. Die Persönlichkeit "Michael Jackson" scheint die Menschen nach wie vor in ihren Bann zu ziehen. Irgendwie auch verständlich, haben doch viele ihre prägensten Zeiten mit seiner Musik untermalt bekommen. Da kann man die ganzen Emotionen durchaus nachempfinden. Ich finde, man sollte immer mit zwei Ohren hinhören: das eine Ohr für die Musik, das andere Ohr durchaus und gerne für die moralisch-menschliche Seite. Welches Ohr mehr empfängt, entscheidet im Zweifel das Herz des Hörers, und das ist auch völlig legitim!
Morgen kommt unter dem Titel "Michael" die Michael Jackson-Filmbiografie von Regisseur Antoine Fuqua in die Kinos. Diese bildet allerdings nicht das ganze Leben des Popstars ab, sondern vor allem Jacksons erfolgreichste Zeit bis zum Jahr 1988. Dass er damit die Missbrauchsvorwürfe ebenso ausblendet …
Aber, so sagte er, "manchmal tun Menschen für Geld wirklich schlimme Dinge"
Wie für seinen Film Straftaten zu relativieren?
Welche Straftaten? Weisst Du mehr als die US Gerichte, die sich seinerzeit mit den Vorwürfen beschäftigten und deren Verfahren jeweils mit einem Freispruch endeten? Wenn dem so ist, dann lass uns bitte nicht dumm sterben.
Du weißt sich das ein Richterspruch nicht immer mit der Wahrheit einhergeht?
Ich würde hier mehr Differenzierung rein bringen. Einerseits ist es wichtig, Kunst als isoliertes Spektrum menschlichen Schaffens darzustellen, bspw. haben ja auch viele Krieger von früher Menschen umgebracht aber dennoch Zisternen ermöglicht oder Statuen errichtet - von Bildern ganz zu schweigen. Andererseits verstehe ich den Auklärungs- und Wahrheitsanspruch vieler Kritiker, die Michael Jackson als zu sehr gehuldigt sehen, wenn man ihm durch Filme, etc. weiterhin eine postum-Bühne gibt. Ich würde an dieser Stelle einen Kompromiss vorschlagen: Man könnte sowohl am Anfang des Films oder am Ende die derzeitigen Vorwürfe mit entsprechenden Erkenntnissen oder Verfahrensstand per Textbild einfügen und dem Zuschauer damit sein eigenes Bild machen lassen. Somit wäre das "Kunstprojekt" für sich "stimmig", gleichzeitig der moralische Rahmen gesetzt. Wundere mich, dass es keine Komission im Vorfeld beider Partein gab, die das mal vorgeschlagen hat. Nun, die Welt der Kompromisse ist ein einziger, tiefer Ozean der Stille.
Mir hätte der Film besser gefallen, wenn er MJ als Künstler abgefeiert hätte - und das, was die Kunst für die Mensccen bedeutet hat, die mit ihm aufgewachsen sind.
Die ganzen anderen negativen Themen, die sich um seine Person drehen, kann man in anderen Filmen, Dokus etc. vermurksen. Ich finde es spricht nichts dagegen, zumal der Künstler nicht mehr lebt, sich in einem Film rein auf seine Kunst zu beziehen - und diese abzufeiern!
Dieser Kommentar wurde vor 20 Tagen durch den Autor entfernt.
Dass er tot ist, unvergewaltigt seine Opfer leider nicht.
Angebracht gewesen wäre, wenn überhaupt, nicht die seichte Propagandashow für die du plädierst, sondern ein umfassendes, ehrliches Portrait seiner Person (und seiner Musik).
Aber natürlich reden wir von Hollywood. Da revidiert man halt aus Profitgier schamlos die Realität. Der Film ist und bleibt natürlich Ungeschaut 1/5.
Mir persönlich fehlt der Fokus auf den Song "Beat It", der einzige Song, der wirklich richtung sowas Ähnliches wie Metal geht. Klar, selbst dieser Song wäre für Metal zu poppig gewesen, aber immerhin hätte man das ja mal würdigen können. Mich nervt vor allem, dass die ganzen Kids den Song immer abfeiern und null checken dass Metal-Gitarrist van Halen das Solo beigesteuert hat.
Auf rottentomatoes kommt der Film bislang nicht gut an. Besonders gut ghefällt mir folgende synopsis eines gewissen Bob Chipman:
"[The movie's] ultimately guilty of the very sin it (correctly) makes patriarch Joe Jackson its central villain for: Stripping Michael of his full humanity - good, bad or otherwise - in order to preserve him as an empty, arrested and exploitable commodity."
"eines gewissen Bob Chipman"
Nachzuschauen hier
https://www.youtube.com/watch?v=4BbkCLEjtgo
Nein, von einer Propagandashow rede ich nicht. Der Film soll die Wahrheit nicht verdrehen und positiver darstellen, als sie tatsächlich ist. Wenn es denn unbedingt ein Biopic sein muss, okay, dann muss das alles auch verarbeitet werden. Aber es hätte ja kein Biopic sein müssen. Es hätte auch ein rein künstlerischer Film sein können, der sich in erster Linien auf die Kunst von MJ ansich bezieht. Und dabei muss dann nichts verdreht werden. Aber ein Film der rein die Kunst von MJ abfeiert, ist es eben auch anspruchvoller in der Umsetzung, als wieder mal ein Biopic ins Leben zu rufen. Denn dann muss sich der Film mit der Kunst von MJ messen - und kann dabei nur verlieren!
Im Metal Kontext würde ich persönlich am ehesten "Give in to me" nennen
Feines Solo von Slash, aber Metal ist das auf gar keinen Fall.
"Dirty Diana" ist ein bisschen Dirtmetal.
@Conflex
❤️
Beat it ist auch kein Metal! Es ging mir eher darum, dass Give in to me ein Song ist, der puren Metal Fans, am ehesten noch gefallen dürfte
"Es hätte auch ein rein künstlerischer Film sein können, der sich in erster Linien auf die Kunst von MJ ansich bezieht. Und dabei muss dann nichts verdreht werden."
Indem du in diesem Szenario gewisse, sehr schwerwiegende Aspekte weglässt, wäre dies bereits eine Verdrehung. Denn auch seine Musik existiert ja nicht losgelöst von seiner Person, im Gegenteil. Plaktatives Beispiel: Black or White.
Das Konzept dass du vorschlägst, mag für Fans erstmal reizvoll sein. Mich würde nur wundern, wie man daraus einen dramaturgisch einigermaßen funktionierenden Spielfilm machen könnte. Da braucht's eben Konflikte und Krisen.
Ich finde man kann die Geschichte des Künstlers erzählen und sich dabei durchaus rein auf den künstlerischen Austieg konzentrieren! Wenn es von vornherein klar ist, dass es dabei nur um die Kunst selbst geht, dann sollte man auch keine falsche Erwartungshaltung daran haben. Es wäre auch möglich sich an den ganzen MJ Videos zu orientieren und eine fiktive Geschichte zu erzählen. Moonwalker ist als Film ja auch fiktiv z.B.
Vielleicht wäre es besser gewesen, über den Creep gar keinen Film zu drehen. Immer wieder die selben Vorwürfe über Jahrzehnte, dazu seine Aussage, er sähe kein Problem darin, mit kleinen Jungs in einem Bett zu schlafen. Welcher erwachsene Mann schläft mit kleinen Jungs in einem Bett, die nicht seine eigenen sind? Wieso heißt es im Fall Jackson nie, dass man den Opfern Glauben schenkt? Und alle Fans so: Neiiiiiiin, Michael ist unschuldig. Wird wahrscheinlich nie aufgeklärt werden können, aber nen glattgebügeltes Biopic zwecks Gewinnmaximierung über einen Menschen, dessen Biographie von schwersten Vorwürfen durchzogen ist, muss man nicht unterstützen.
Naja, Mubasi. Das liegt womöglich daran, dass MJ selbst einige Auffälligkeiten aufweist, die in die Richtung "Peter-Pan-Syndrom" deuten. Eine bestimmte Art von Unzurechnungsfähigkeit, Zwangsneurose etc. lässt durchaus den Spielraum offen, dass er gar nicht wirklich weiß, wie beknackt das gewesen ist und dass er das von sich selbst gar nicht trennt bzw. sich selbst als Jungen sieht, völlig ohne sexuelle Motive. Genau das ist der schmale Grat.
Naja, Lost7. Vielleicht wusste er auch ganz genau, was er tat und hat sich Jungs im Kindesalter herausgesucht, um seine sexuelle "Orientierung" auszuleben. Wir werden es nie erfahren, aber in jedem Fall konnte er sich sehr gute Anwälte leisten. Wie OJ. Der war natürlich auch unschuldig. Das Perfide daran ist, dass der Jackson-Clan mit dem Film genug Geld einnehmen wird, um die nächsten Zivilklagen vorzubereiten. Mit noch besseren Anwälten.
Es wird hier nicht die Kunst gefeiert, sondern der Künstler, und das ist leider mehr als fragwürdig. Auch wenn die schlimme Kindheit einige Kontroversen um Michael Jackson erklären könnte, entschuldigen kann sie sie auf keinen Fall.
Bin nicht tief drin im Thema, hatte nur vor ein paar Jahren "Leaving Neverland" gesehen. Und die Doku war dermaßen unglaubwürdig und katastrophal zusammengeschnitten - dass ich danach umso mehr on the fence war. Im Gegensatz zu Rammstein oder Ian Watkins hab ich noch keine massiv verfälschten Aussagen gefunden, dass Jackson etwas Strafbares gemacht hat. Wenn wer welche parat hat, schau ich die gerne ergebnisoffen an.
Als ich in der Vergangenheit gegoogelt hab, half mir das nur bedingt - was auch daran liegt, dass Staatsanwalschaften und Presse jede Menge absurden Staub aufgewirbelt hatten, unter dem Tatsächliches leider leicht untergeht.
"dass Jackson etwas Strafbares gemacht hat."
Der hat nur kleine Jungs in seinem Bett schlafen lassen aus vollkommen unschuldigen Gründen.
Ich bin ja normalerweise gegen Spekulation, aber hier muss man wirklich nur Eins und Eins zusammenzählen. Ragi, come on.
Hab die Leaving Neverland nie gesehen. Die war unglaubwürdig warum?
Sagte er doch, der Schnitt war fragwürdig.
Zu viele star wipes?
https://youtu.be/yCxFZcfQNFo?si=a1jw1IKscp…
Das sagt ein LLM (Qwen-Coder3-Next) dazu, ich schließe mich da an:
Die Vorwürfe gegen Michael Jackson bezüglich sexuellem Missbrauch Minderjähriger——insbesondere die zahlreichen anonymen Anschuldigungen seit den 1990er-Jahren sowie die konkreten Anklagen von 2005—sind aus juristischer, empirischer und dokumentarischer Perspektive so zu bewerten:
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### 1. **Juristische Ergebnisse**
- **1993**: Jackson wurde **nicht strafrechtlich verfolgt**; der Fall wurde außergerichtlich beigelegt (Schlichtung mit der Familie des Beschuldigten). Es gab **keine Anklage**, keine Anhörung, keine Beweisaufnahme vor Gericht. Die Ermittlungen wurden eingestellt, ohne dass ein Gericht eine Straftat feststellte—but auch ohne dass eine Entlastung erfolgte.
- **2005**: Jackson wurde vor dem Superior Court of California in Santa Maria wegen **33 Anklagepunkten** (u. a. Kinderpsychosen, Besitz kindisch-pornographischen Materials) **freigesprochen**. Die Geschwornen fanden nach einer 5-monatigen Verhandlung, dass die Anklage **nicht überzeugend** war. Die Verteidigung legte glaubwürdige Zeugenaussagen, Alibis und psychologische Gutachten vor; die Anklage basierte zu großen Teilen auf widersprüchlichen oder sich ändernden Aussagen von Zeugen.
→ **Rechtliches Fazit**: Kein rechtskräftiges Urteil wegen Missbrauch; **juristisch entlastet**.
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### 2. **Empirische und dokumentarische Bewertung**
- **Anonyme Vorwürfe**: Die meisten Vorwürfe (etwa von Wade Robson und James Safechuck) kamen erst **nach Jacksons Tod** (2009) öffentlich zum Vorschein—und jeweils **nach dem Scheitern von Medienveröffentlichungen** oder **neuen Rechtsanwälten**. Beide haben ihre früheren Aussagen (die Jackson entlastet hatten) revidiert, nachdem sie 2013/2014 rechtliche Beratung in Anspruch nahmen.
→ **Problem**: Revocatio (Widerruf) von früheren Eid-Erklärungen ist im Zivilrecht relevant für Glaubwürdigkeit. Keine Dokumente belegen, dass Jackson Kinder missbraucht hat.
- **Dokumente**: Es gibt **keine verifizierten Fotos** oder Videos, die Jackson in unangemessener Nähe zu Minderjährigen zeigen—und erst recht keine pornographischen Aufnahmen. Jackson wurde in einem Fall (2003) des **Besitzes von Kinderpornografie** angeklagt, aber wieder freigesprochen, da die aufgefundenen Bilder als „nackte Kinder in unschuldigen Situationen“ (z. B. Baden, Schwimmen) bewertet wurden—eine Praxis, die damals in der Kinderfotografie üblich war.
- **Jacksons Verhalten**: Er war bekannt dafür, viele Kinder (auch unbekannte) zu seinen Freizeitaktivitäten einzuladen, Schlafzimmerpartys zu veranstalten und ihnen Geld zu schenken. Dies war **ungewöhnlich, aber nicht illegal**. Es spricht jedoch gegen sachliche Distanz im Umgang mit Minderjährigen—eine ethische Frage, nicht notwendig eine rechtliche.
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### 3. **Bewertung kritischer Quellen**
- **HBO-Documentary *Leaving Neverland* (2019)**:
Dieses Werk basiert ausschließlich auf den Aussagen Robsons und Safechucks. Es enthält **keine unabhängigen Beweise**, keine Kontextdaten, keine Korrektur durch Jackson (verstorben), keine Gegenprüfung der Aussagen.
→ **Kritik von Experten**:
- Der Dokumentarfilm ignoriert die früheren **Entlastungsaussagen** der beiden Männer unter Eid (2005–2013).
- Er ignoriert **dokumentierte Widersprüche** in ihren neueren Aussagen (z. B. zu Zeitpunkten, Orten, Dauer des allegedly Missbrauchs).
- Der Regisseur, Dan Reed, ist kein forensischer Experte, und die interviews wurden ohne neutralen Drittmitteln durchgeführt.
→ **Fazit**: Eine erzählte Version—nicht nachvollziehbar belegte Wahrheit.
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### 4. **Logische und epistemologische Schlüsse**
- **„Absence of evidence is not evidence of absence“** gilt nur, wenn die Evidenz **objektiv findbar** sein müsste. Hier ist das Gegenteil der Fall:
- Keine DNA-Beweise
- Keine Zeugen mit eindeutigen, konsistenten Aussagen
- Keine Finanztransaktionen (Schmiergeldzahlungen dokumentiert)
- Keine medizinischen oder psychologischen Gutachten (die Missbrauch belegen würden)
- **Motivationsanalyse**:
Jacksons Vermögen (ca. 400 Mio. $ zum Tod) und das Erbe machen ihn zu einem potentiellen Ziel zivilrechtlicher Klagen (Schadensersatzklagen). Tatsächlich sind zwei Zivilprozesse seit 2014 anhängig—aber ohne Beweisvorsorge, allein auf Aussagen basierend.
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### **Zusammenfassung**
- **Juristisch**: Michael Jackson wurde in keinem Fall rechtskräftig wegen sexuellem Missbrauch Minderjähriger verurteilt. Er war **vor dem Gesetz entlastet**.
- **Evidenziell**: Es gibt **keine unabhängigen, verifizierbaren Beweise**, die Missbrauch belegen. Die Anklage in den 1990ern wurde fallengelassen; 2005 erfolgte ein Freispruch nach ausführlicher Beweisaufnahme.
- **Ethisch**: Jacksons Umgang mit Minderjährigen war auffällig, unprofessionell und möglicherweise riskant—auch unabhängig von strafrechtlicher Verantwortung.
- **Medial**: Die öffentliche Wahrnehmung wurde maßgeblich durch Emotionen, Dokumentationen mit einseitigen Quellen und politischen/kulturellen Framings geprägt—nicht durch rechtsverbindliche Feststellungen.
> **Fazit (epistemisch)**: Ohne neue, objektive Beweise (z. B. Dokumente, Zeugenaussagen mit konsistenten Details unter Eid) bleibt die Annahme von Missbrauch **spekulativ**—nicht bewiesen, aber auch nicht widerlegt. Allerdings: Die **Last der Beweisführung** liegt bei der Anklage; solange keine überzeugende Evidenz vorliegt, ist die Annahme einer Tat **nicht gerechtfertigt**.
Jo, Schwingo. Das finde ich ethisch auch absolut nicht okay, Kinder bei sich im Zimmer schlafen zu lassen. Normalerweise wäre der Fall für mich sofort klar, sobald auch nur eine glaubwürdige Zeugenaussage, oder eben ein Interview mit IRGENDEINER der hunderten Personen vorliegt, die als Kinder in engem Kontakt zu Jackson waren.
Ich finde es nur enorm seltsam, dass es diese Berichte aus erster Hand offenbar bis heute nicht gibt. Nach Jimmy Saville gabs z.B. dutzende Interviews, die ihn schwer belasteten. Bei Watkins die offiziellen Zeugenaussagen vor Gericht.
Ich müsste jetzt anfangen, herumzuphantasieren, ob der superreiche elitäre Jackson-Clan eine derart einflussreiche Nachlassverwaltung hat, dass sie vorab schon von allen vermeintlich Geschädigten erfährt, die sich an die Presse wenden oder gar Klagen vorbereiten - nur um sie dann massivst einzuschüchtern oder gar verschwinden zu lassen. Und das lasse ich lieber bleiben. Ist eben wirklich nicht so glasklar. Das entscheidende, nicht SOFORT widerlegte "Jackson hat das und das mit der Person an dem und dem Tag gemacht" - das fehlt mir tatsächlich sehr, um von meinem "on the fence" herunterzukommen...
Ach ja, thx, Caps. Ab und zu ist ein grober Überblick nützlich, und genau dafür ist KI tatsächlich ganz praktisch
Ich fand Leaving Neverland überhaupt nicht unglaubwürdig, da die beiden Betroffenen sich nicht vollumfänglich als Opfer sehen, es aufgrund der Gier auch innerhalb der Familien unterschiedliche Auffassungen zum Umgang mit dem Thema gab und mir auch kein anderer Grund einfällt, wieso man eine vier Stündige Doku darüber produzieren sollte.
MJ hatte einfach "Glück" (war ja auch nicht die glücklichste Kindheit i guess), nicht 10 Jahre später auf die Welt gekommen zu sein.
Bei der "Doku" haben sich oft mitten im Satz die Klamotten oder die Beleuchtung geändert. Besonders bei den dramatischsten Aussagen. Da wurde einfach massivst geschnitten. Und wie CapsGPT schon nahelegte, sind die beiden sehr unglaubwürdige Figuren. Einem der beiden ist nach jahrzehntelanger Freundschaft und Treue plötzlich dann eingefallen, was alles WIRKLICH passiert war, als er Geldprobleme bekam und jemand bei ihm für die Doku anrief.
Will mal einräumen, dass es die Möglichkeit gibt, dass der Dokumentarfilmer vielleicht einer der ganz wenigen ist, welche große Gefühlsregungen nicht filmen, und von mir aus aus "Respekt" alles sehr zusammengeschnitten wurde. Aber die anderen Fragezeichen über die Befragten sind dann einfach zu viel, um das für voll nehmen zu können. Wirkt auf mich wie einer der schmutzigszen Filme, die zu einem sensiblen Thema je gedreht wurden.
Ach, und das mit dem "10 Jahre später"... Genau das ist einer meiner Punkte: Es ist heute viel "leichter" als vor 10 Jahren, mit der eigenen Geschichte an die Öffentlichkeit zu gehen, auch lange nach den Taten. Nicht, dass es auf irgendeine Weise ein Leichtes wäre! Trotzdem ist auch metoo schon länger her, und grausame Details über Prominente sind heute schwieriger zu verbergen als je zuvor.
Wenn bisher noch keins der hunderten von Kinder von damals sich an die Presse gewandt hat, um die ungeschnittene Geschichte zu erzählen... Ich bin jederzeit bereit, meine persönliche Unschuldsvermutung abzulegen.
"Ab und zu ist ein grober Überblick nützlich, und genau dafür ist KI tatsächlich ganz praktisch
"
Nützlich vielleicht, aber gerade bei so banalen Sachen wie laut-Diskussionen über eine längst verstorbene Person schon allein aus Umweltgründen ethisch natürlich nicht zu rechtfertigen.
Warum Gleep? Die Generierung dieses Textes hat bei einer Leistung von 1200 Watt etwa 10 Sekunden gedauert, das ist 1/360 Stunden, macht 1,2 kW * 1/360 Stunden = 0,003 Kilowattstunden. Die nebenbei bemerkt vollständig aus erneuerbarer Energiegewinnung stammen.
Dieser Kommentar wurde vor 17 Tagen durch den Autor entfernt.
Läuft das Modell bei dir oder woher hast du die Zahlen? Wenn ja kann man das in solchen Fällen natürlich noch einmal gesondert betrachten. Am generellen Argument ändert das aber natürlich nicht so viel.
Beziehungsweise ändert es natürlich schon so einiges. Nur halt nicht in Bezug auf das, was die meisten unter AI verstehen.
Das "wird mit regenerativer Energie betrieben" ist in Zeiten eines immernoch teilweisen fossilen Energiemixes aber natürlich auch nicht zwangsläufig ein Totschlagargument.
Ich hoste das, ja.
Das große Problem ist ja, dass die Tech Oligarchen massiv viel Energie darauf verwenden neue Modelle zu trainieren, und dass wir da wenig Mitsprache haben und die ja teilweise auch ziemlich verrückte Zukunftsvisionen haben. Das ist massiv schädlich für die Welt. Die Nutzung bereits trainierter Modelle, gerade günstigere wie rein textbasierte, hat nur einen geringen Impact auf die Umwelt. Wichtig dabei nur denen da oben das möglichst nicht zu bezahlen.
Ja, das ist denke ich gut ausdifferenziert.
Gut, dass wir das geklärt haben.
Ok!
https://www.youtube.com/watch?v=o9Vbvp4awQU
Da wird das anschauen wohl mehr als 0,003 kwh verbrauchen, werde ich später aber wohl mal machen. Was ist denn die Sache, die mir der klickködertitel vorenthält?
Der Wohnungsmarkt.
Habe das Video nun gehört, und joa. Weiß nicht genau, wie das hierhin passt.
Gar nicht. Hatte das nur im Feed und fand es interessant. Und das es vage das Oberthema KI hat, war mir dann Begründung genug, das hier hinzuklatschen.
Ich habe Leaving Neverland auch gesehen und ich kann die unterschiedlichen Reaktionen darauf verstehen. Mein Bauchgefühl hat mir damals gesagt, dass die beiden Männer tatsächlich von Jackson missbraucht worden sind. Es klang für mich glaubwürdig und ich kann mir (vielleicht bin ich zu naiv) nicht vorstellen, dass sich erwachsene Männer, die Familie, Freunde & Umfeld haben, sich als Missbrauchsopfer outen, was vermutlich mit sehr viel Scham einhergeht, und dabei dreist lügen. Chris Rock fasst es ganz gut zusammen: "Another kid? Get the fuck out of here. That’s how much we love Michael. We love Michael so much, we let the first kid slide. Hey, man, the man made Billie Jean, leave him alone. Another kid? I’m fucking done. I’m done with Michael! ...I’m done with Michael. Another kid? That’s like another dead white girl showing up at OJ’s house. And OJ going, “I know what you’re thinking…"
@Gleep: Fair
@Mubasi: Habe die Doku nicht gesehen und bin kein großer Fan seiner Musik. Ist obviously alles andere als schlecht, aber es hat nie geklickt. Wie das Modell oben schon sagt, der hat komische Sachen mit Kindern gemacht, wahrscheinlich wegen seinem eigenen Traumata. Ob da etwas strafrechtlich relevant ist? Da ist mir die „Beweislage“ etwas zu dünn.
Der vorliegende Film soll aber richtiger Müll sein, und das glaube ich ungesehen.
@Caps Ja, würde ich mir auch nicht reinziehen. Mein Bruder war großer Michael Jackson Fan, aber ich habe ihn immer angefleht, lieber Springsteen laufen zu lassen. MJ hat mir nie etwas gegeben.
Denke auch, dass das eher Dinge waren, die stark befremdlich einzuordnen sind, und die Personen im nachhinein sich das so herbei-konstruiert haben, weil sie möglicherweise auch darin bestärkt worden sind, aus den üblichen Motiven - hier nochmal der Verweis an die Praix-Erfahrungen von Verhuscht [Grüße gehn' raus!]. Daher wäre ich an dieser Stelle Capslockftws Meinung.
...kurz noch zum Thema Rammstein:
Hier waren dennoch einige Aussagen nicht wahr bzw. aus dem Kontext gerissen, soweit ich weiß. Das mit den K.O.-Tropfen und die zugefügten Wunden auf dem Bild, das glaub ich nicht mehr kursiert.
https://pitchfork.com/news/siblings-detail…
Interessant wie sehr hier der Mensch Jackson verteidigt wird, um den Musiker Jackson noch hören zu können.
Dokumentationen erheben zwar Wahrheitsanspruch, können dem aber strukturell nie gerecht werden, einzig Objektivität kann eine Wahrheitsnähe herstellen, das ist aber von den Machern abhängig.
Das amerikanische Justizsystem ist alles andere als geeignet, eine objektive Wahrheit in einem Sachverhalt zu finden. Gerade Urteilsabsprachen, Abschlagszahlungen und ähnliches beschränken die Justiz rein auf einen strafrechtlichen Rahmen und keine Aufarbeitung eines Sachverhalts.
Alles für sich kein Beweis einer Schuld. Zusammengenommen wird hier leider dann doch ein anderes Bild präsentiert.
Wurde hier irgendwo "der Mensch" verteidigt? Hört hier irgendjemand seine Musik? Und: Worauf wollteste mit diesem Kommentar eigentlich hinaus? Dass Jackson in dutzenden Fällen pädophil war wegen... Vibes? Und bis heute arbeiten für ihn die mächtigsten Anwälte und Politiker, welche ALLE glaubwürdigen Zeugen erfolgreich mundtot machen?
Oder wollteste gar nicht nicht auf irgendwas hinaus?
Ungesehen 0/5
Ich glaube ihn als Mensch verteidigt keiner. Entweder hört man seine Musik, mit dem Wissen was er für ein Mensch war, oder man lässt es. Wenn man seine Musik hört, ist das nicht gleichzsetzen, dass man ihn verteidigt.
Ich höre auch einige Sachen von Burzum (auch wenn es kein normales Hörvergnügen ist), weil niemand an das rankommt, was er erschaffen hat. Aber ihn als Mensch verachte ich !
@Puschel: Sehe ich genauso.
@gummi_fan: Ja, es wird (leider) die Person statt deren Kunst gefeiert. Aber so ist das eben in einem BIOpic.
Denn - mal ganz abgesehen davon, dass ein großer Teil seines Lebens bzw. seiner Kunst ab 1989 fehlt, und der Film zumindest im Trailer mit ziemlich plump-plakativen Aussagen von ihm daherkommt, welche SO garantiert nicht von ihm stammen - wäre für mich ein Film über sein WERK viel erhebender gewesen, zum Beispiel wie der eine oder andere Track so entstanden ist. Bekannte Vorwürfe im Privatleben wurden (2005) geklärt. Und dann ist auch mal gut.
Wahnsinn, dass der Film bei aller Kritik so viel einspielt hat bisher. Die Persönlichkeit "Michael Jackson" scheint die Menschen nach wie vor in ihren Bann zu ziehen. Irgendwie auch verständlich, haben doch viele ihre prägensten Zeiten mit seiner Musik untermalt bekommen. Da kann man die ganzen Emotionen durchaus nachempfinden. Ich finde, man sollte immer mit zwei Ohren hinhören: das eine Ohr für die Musik, das andere Ohr durchaus und gerne für die moralisch-menschliche Seite. Welches Ohr mehr empfängt, entscheidet im Zweifel das Herz des Hörers, und das ist auch völlig legitim!