VÖ: 14. August 2026 (Dead Oceans / Cargo) Alternative
Es gibt diesen Fixpunkt der Zeit, an dem Autotune in die Popmusik eintrat und Cher inbrünstig fragte, ob wir an ein Leben nach der Liebe glauben. Wann genau der Vocoder zum Instrument wurde, ist nicht so leicht zu sagen. Von Bell-Labs-Ingenieur Homer Dudley ursprünglich zur Sprachkompression entwickelt …
Ich kann mit Bridgers' affektiertem Mumble-Gesinge absolut nichts anfangen. Geht mir tierisch auf den Keks, diese monotone, fatalistische Mir-doch-alles-egal-Attitüde.
So. Die Scheibe ist aber so brilliant arrangiert und geschrieben, dass mir das fast komplett egal ist. Wirklich ein Ritt. Locker 4/5 mit Sternchen.
„Punisher“ hat einen großen Teil meines Soundtracks im ersten Coronaherbst ausgemacht; von da aus rückwärts Richtung „Stranger in the Alps“ gehangelt und das ebenfalls gefeiert. Doch Du hast schon irgendwie Recht, Ragi: auf Albumlänge wirkt die Stimme/Stimmung schnell affektiert und ermüdend. Großer Fan, aber in kleineren Dosen.
Fühle ich. Ist für nen dazu passenden Song okay, aber zieht das Material schnell komplett runter. Geht mir bei Olivia Rodrigo ähnlich - im Grunde viel Potenzial, aber sie kennt nur einen einzigen Gemütszustand.
Bin umso erstaunter, dass mir diese Scheibe hier gefällt. Produktion und Arrangement sind aufregend genug, dass ich die Vocals ganz gut ausblenden kann. Und das ist schon ein starkes Stück - Vocals sind idR. die eine Sache, die auch bei Versuchen, sie im Mix zu vergraben, die Aufmerksamkeit auf sich ziehen.
Ich weiß nicht...ein paar Songs vom letzten Album haben mir gut gefallen, auch hier gibt es wieder Momente, aber auf Dauer ist mir der tranquilizer Gesang zu anstrengend.
Muss immer schmunzeln, wenn ich den Namen sehe, da ich mich als Erstes immer an den seltsam inszenierten Guitar-Smash (ala Pete Townshend) in einer ihrer Live-Performances für's US TV erinnere, samt fake Nebel und Funken.
Werde aber wohl mal reinhören. Der US extrem hohe Metacritic-Durchschnitt aus den US ist mir bereits ins Auge gestochen, auch wenn es mehr als problematisch sein kann, Rezensionen in eine Art Score umzuwandeln.
Justin K. Broadrick von Godflesh hört man in "Bobby". Schon deswegen Sympathiepunkte. Konnte aber bisher auf Albumlänge auch nicht viel mit ihr anfangen.
Ja! Ich habe sogar insgeheim den Gedanken, dass sich Godflesh nach dem aktuellen Album auflösen, weil Broadrick dann bei Phoebe Bridgers einsteigen kann.
Es gibt diesen Fixpunkt der Zeit, an dem Autotune in die Popmusik eintrat und Cher inbrünstig fragte, ob wir an ein Leben nach der Liebe glauben. Wann genau der Vocoder zum Instrument wurde, ist nicht so leicht zu sagen. Von Bell-Labs-Ingenieur Homer Dudley ursprünglich zur Sprachkompression entwickelt …
Ich kann mit Bridgers' affektiertem Mumble-Gesinge absolut nichts anfangen. Geht mir tierisch auf den Keks, diese monotone, fatalistische Mir-doch-alles-egal-Attitüde.
So. Die Scheibe ist aber so brilliant arrangiert und geschrieben, dass mir das fast komplett egal ist. Wirklich ein Ritt. Locker 4/5 mit Sternchen.
„Punisher“ hat einen großen Teil meines Soundtracks im ersten Coronaherbst ausgemacht; von da aus rückwärts Richtung „Stranger in the Alps“ gehangelt und das ebenfalls gefeiert. Doch Du hast schon irgendwie Recht, Ragi: auf Albumlänge wirkt die Stimme/Stimmung schnell affektiert und ermüdend.
Großer Fan, aber in kleineren Dosen.
Fühle ich. Ist für nen dazu passenden Song okay, aber zieht das Material schnell komplett runter. Geht mir bei Olivia Rodrigo ähnlich - im Grunde viel Potenzial, aber sie kennt nur einen einzigen Gemütszustand.
Bin umso erstaunter, dass mir diese Scheibe hier gefällt. Produktion und Arrangement sind aufregend genug, dass ich die Vocals ganz gut ausblenden kann. Und das ist schon ein starkes Stück - Vocals sind idR. die eine Sache, die auch bei Versuchen, sie im Mix zu vergraben, die Aufmerksamkeit auf sich ziehen.
Ich weiß nicht...ein paar Songs vom letzten Album haben mir gut gefallen, auch hier gibt es wieder Momente, aber auf Dauer ist mir der tranquilizer Gesang zu anstrengend.
+ 1
Ist sicherlich nicht für jeden Etwas und ich würde auch nicht sagen, dass es ein Ausnahmewerk ist, aber aufgerundet gehen 4/5 auf jeden Fall klar.
Muss immer schmunzeln, wenn ich den Namen sehe, da ich mich als Erstes immer an den seltsam inszenierten Guitar-Smash (ala Pete Townshend) in einer ihrer Live-Performances für's US TV erinnere, samt fake Nebel und Funken.
Werde aber wohl mal reinhören. Der US extrem hohe Metacritic-Durchschnitt aus den US ist mir bereits ins Auge gestochen, auch wenn es mehr als problematisch sein kann, Rezensionen in eine Art Score umzuwandeln.
Justin K. Broadrick von Godflesh hört man in "Bobby". Schon deswegen Sympathiepunkte. Konnte aber bisher auf Albumlänge auch nicht viel mit ihr anfangen.
Echt? Geile Kombi
Dieser Kommentar wurde vor 17 Stunden durch den Autor entfernt.
Ja! Ich habe sogar insgeheim den Gedanken, dass sich Godflesh nach dem aktuellen Album auflösen, weil Broadrick dann bei Phoebe Bridgers einsteigen kann.
Gut, das aktuelle Album kommt noch im Herbst dann. Danach soll Schluss sein.