VÖ: 11. September 2026 (Lesser Known Records) Rock
Als musikalisches Sprachrohr der amerikanischen Arbeiterklasse füllt Bruce Springsteen seit einem halben Jahrhundert die größten Stadien. Einer seiner Fans hört auf den Namen Brian Fallon: Auch der The Gaslight Anthem-Frontmann präsentiert sich als geerdeter Verfechter kerniger Heartland-Werte.
Ich hab Gaslight Anthem 2024 live gesehen. An dem Tag war die komplette Band außer Form, vor allem Brian Fallon. Stimmlich wie körperlich. Total zerzauselt und auch ziemlich in die Breite gegangen. Mittlerweile sieht er wieder gesünder aus.
Ich wollte gerade genau das selbe schreiben. War ein witziges Konzert, weil es die Band eigentlich gar nicht gebraucht hat. Knapp 3000 Jünger die die Hits mitsingen waren für einen guten Abend genug. Um Fallon war ich danach aber wirklich besorgt.
Seltsam. Erst steht da etwas von „Gespür für große Melodien“, und dann heißt es: „Ansonsten bleibt nicht allzu viel hängen“ – nachdem SÄMTLICHE SONGS aufgezählt wurden.
Ja, wie jetzt? Ist das nicht ein Widerspruch? Ist dem Rezensenten plötzlich eingefallen, dass er das Album ja gar nicht gut finden darf, weil es sich schließlich um 80s-Stadionrock handelt? Hat da etwa die Geschmackspolizei an der Tür geklingelt und gesagt: „Sie müssen hier auch Anspruch, Originalität und Indie-Appeal beachten, sonst werden Sie verhaftet und drei Wochen lang auf der Wache mit The King of Limbs von Radiohead gequält?“
Ganz ähnlich bei „Plattentests.de“: Viele lobende Worte, dann magere sechs von zehn Punkten. Leute, macht Euch locker! Wir haben alle zuweilen einen cringy Musikgeschmack.
Schöne Platte. Die Songs sind zuweilen ein bisschen einfach, aber komplett unverkrampft und mit optimistisch-warmer Grundstimmung. Man merkt, dass Fallon mit diesem Sound ganz bei sich selbst ist. Der Boss schreibt immer noch die besseren Texte, ein „Run to You“ ist vielleicht auch nicht dabei – aber gerade in den Sommermonaten sollte das hier wunderbar funktionieren. Einen Song wie „On Good Terms“ kann man eigentlich auch nicht viel besser machen.
Yo. Ich finde auch, die Heartland-Einflüsse klingen hier um einiges unverkrampfter als noch gelegentlich bei The Gaslight Anthem. Er macht das, weil er komplett Bock drauf hat.
Als musikalisches Sprachrohr der amerikanischen Arbeiterklasse füllt Bruce Springsteen seit einem halben Jahrhundert die größten Stadien. Einer seiner Fans hört auf den Namen Brian Fallon: Auch der The Gaslight Anthem-Frontmann präsentiert sich als geerdeter Verfechter kerniger Heartland-Werte.
Hat ein bisschen zugenommen, der Brian, oder trägt er nur unglückliche Kleidung?
Ich hab Gaslight Anthem 2024 live gesehen. An dem Tag war die komplette Band außer Form, vor allem Brian Fallon. Stimmlich wie körperlich. Total zerzauselt und auch ziemlich in die Breite gegangen. Mittlerweile sieht er wieder gesünder aus.
Ich wollte gerade genau das selbe schreiben. War ein witziges Konzert, weil es die Band eigentlich gar nicht gebraucht hat. Knapp 3000 Jünger die die Hits mitsingen waren für einen guten Abend genug.
Um Fallon war ich danach aber wirklich besorgt.
Ja, der hat sich im Vergleich zu den Anfängen verdoppelt bis verdreifacht. Die Fotos sind noch vorteilhaft.
Seltsam. Erst steht da etwas von „Gespür für große Melodien“, und dann heißt es: „Ansonsten bleibt nicht allzu viel hängen“ – nachdem SÄMTLICHE SONGS aufgezählt wurden.
Ja, wie jetzt? Ist das nicht ein Widerspruch? Ist dem Rezensenten plötzlich eingefallen, dass er das Album ja gar nicht gut finden darf, weil es sich schließlich um 80s-Stadionrock handelt? Hat da etwa die Geschmackspolizei an der Tür geklingelt und gesagt: „Sie müssen hier auch Anspruch, Originalität und Indie-Appeal beachten, sonst werden Sie verhaftet und drei Wochen lang auf der Wache mit The King of Limbs von Radiohead gequält?“
Ganz ähnlich bei „Plattentests.de“: Viele lobende Worte, dann magere sechs von zehn Punkten. Leute, macht Euch locker! Wir haben alle zuweilen einen cringy Musikgeschmack.
Schöne Platte. Die Songs sind zuweilen ein bisschen einfach, aber komplett unverkrampft und mit optimistisch-warmer Grundstimmung. Man merkt, dass Fallon mit diesem Sound ganz bei sich selbst ist. Der Boss schreibt immer noch die besseren Texte, ein „Run to You“ ist vielleicht auch nicht dabei – aber gerade in den Sommermonaten sollte das hier wunderbar funktionieren. Einen Song wie „On Good Terms“ kann man eigentlich auch nicht viel besser machen.
Brian Fallon macht ein Brian Fallon-Album. Keine Innovationen, keine großen Überraschungen, durch und durch solide. Ich mag´s.
Yo. Ich finde auch, die Heartland-Einflüsse klingen hier um einiges unverkrampfter als noch gelegentlich bei The Gaslight Anthem. Er macht das, weil er komplett Bock drauf hat.
Ist er eigentlich immer noch Kreationist?
I believe. Er redet nur nicht mehr drüber