VÖ: 11. September 2026 (Napalm Records) Metal/Heavy
Dass Bülent Ceylan seine neu entfachte Metalkarriere ernst meint, betonte er bereits rund um "Ich Liebe Menschen" deutlich genug. Dass nun mit "B.L.N.T." das zweite Album folgt, überrascht also kaum. Die Schlager-Vergleiche verfolgen den Mannheimer trotzdem, nicht ganz unschuldig daran dürften da …
Naja, ich glaube er hat seinen Spass dabei. Brauche das zwar nicht, aber so etwas ist mir irgendwie lieber und wirkt ehrlicher, als der tausendfach kopierte Symphonic Metal Kram. Und jetzt auf den ESC damit!
Glaub schon auch, dass er das macht, weil es ihm tatsächlich taugt. Würde ich mir zwar nicht freiwillig anhören, aber egal. Hab allerdings letztens 5 min. seiner letzten Show in der Glotze angeguckt und musste abschalten. Unfassbar peinlicher Humor zum Fremdschämen. Dachte, der wäre echt besser, aber das hat tatsächlich schon Mario Barth Niveau. Wobei, wahrscheinlich ist er genau deshalb so beliebt.
Reiht sich ein den Müll wegen dem richtiger Metal immer mehr in Verruf gerät. Die erweisen dem Genre einen Bärendeinst mit ihrer Partymetalscheisse und mir kann keiner erzählen das der Typ Ahnung hätte, dann würde er nicht so einen Scheiss produzieren. Wie kann man sich selbst Metaller nennen und dann sowas abliefern. Das ist für Leute, die auch Mainstremo für Metal halten. Schon 100 x erklärt. Was Metal war und wofür er stand wird immer mehr korrumpiert. Lächerlich.
Mich würde da Electric Callboy schon eher stören. Die werden von vielen, gerade von den Kids ernst genommen. Den Ceylan kann man eigentlich nicht ernst nehmen
Haben dir die Kids das gesagt oder ist das deine Vermutung? Wer sind überhaupt die Kids? 16Jährige? 20Jährige? 10Jährige?
Mal abgesehen davon, dass die durch ihre Abkehr von stumpfem Sexismus mittlerweile deutlich kidstauglicher sind als zu Eskimozeiten.
Ursprungspost natürlich peinliches Gatekeepertum. Finds nicht so schlimm, dass Metal nicht mehr nur für ungewaschene Bärte, lauwarmes Dosenbier, Methörner und Männer in Skinnyjeans steht, die über Drachen und Monster singen.
Metal war immer kritisch gegen Gesellschaft und soziale Misstände, Religion Kirche, Nazis Krieg usw. Und das wurde auch besungen von Bands wie Slayer, Metallica und heutzutage von Sabaton, Amon, Kanonenfieber als Pazifisten. Nur Partymetal mit Bier saufen hat nichts mit diesen Werten zutun. Aus Metal sprach auch immer Wut und Agression und nicht Boygroup Gesang mit 80er Keyboards. Darum ist eurer Gejammer Bullshit.
Nein Caps, tu das nicht. Er wird dir gleich wieder erzählen, dass der Metal von den Veteranen definiert wurde und für Rebellion und echte Männlichkeit und so stand ... Lass doch Pandoras Box geschlossen
@todes.kyniker: und was ist mit so epischem Heldentenor wie Halford oder Dickinson? Ist das auch noch Metal oder muss ich meine Playlist umbenennen? Und was hat das Gejammer mit Bülent Ceylan zu tun? Welches Gejammer überhaupt. Slayer waren übrigens nicht wirklich "kritisch" gegenüber Krieg und Nazis ... Angel of Death, behind the crooked cross ... Was ist daran kritisch? Und welches Albung überhaupt?
Habe letztens nach gefühlt zwanzig Jahren mal wieder die Into glory ride von Manowar gehört... trotz deutlicher Schwächen bei den Arrangements ist die Musik recht gut gealtert.
Ne, das ist nicht die korrekte Antwort, Wingo, denn wenn stimmt, was du sagst, dann wäre die korrekte Antwort alle Spielarten und wofür sie standen aufzuzählen.
Das Mensch etwas nicht beantworten kann, kann auch gar keine Antwort auf eine Frage sein, selbst mit dem Zusatz pauschal, denn du hast mit deinem Kommentar meine Frage pauschal beantwortet. Also pls.
Es gibt diese wunderbare Slayerdoku als Beigabe zu irgendeiner Konzertaufzeichnung um die 2000er. Darin erklärt (ich glaube es war) Kerry King, wer der typische Slayerfan ist. Sinngemäß sagt er "Das ist der schlacksige Typ mit der Akne ohne Freunde, der sich auf dem Weg zu diesem Konzert im Suff in die Hose gepisst hat." Und wenn King das sagt, wer sind wir, ihm da zu widersprechen?
Wer mehr erfahren will, Sabaton History liefert sofort Einordnungen zu allen Themen der Songs, also keine Propganda für Krieg sondern ganz klar gegen Krieg. Deutsches Panzermuseum kann man sich ebendso zu dem Thema angucken. Alles andere ist euer dummes Geschwalle von UNinformierten.
Death.cynic hat irgendwie nur zwei Posts die er in Varianten darbietet: 1. Sabaton und Kanonenfieber sind Pazifisten, 2. Metal ist von den Veteranen definiert.
Auf Antworten, Fragen oder andere Statements geht er nicht wirklich ein ...
Ich glaub inzwischen, du bist der Russen-KI-Bot mit dem schlechtesten Musikgeschmack ever
Für mich sind Metal Metallicas 2., 3. und 4. Album, Isis, Pig Destroyer, Jane Doe von Converge, das Debut von RATM und eine Platte von SOAD, Godflesh und als aktuellen Vertreter Chat Pile.
Das wären so Bands/Alben, die mir nicht peinlich wären.
Schau mal, ich möchte Dir ja gern zustimmen, da zumindest der Profilname "Death" in Kombination mit "Cynic" ansatzweise guten Musikgeschmack verrät. Und ich ja wirklich auch nicht mit diesen ZDF-Fernsehgarten-Tendenzen im Metal glücklich bin. Den Du natürlich gleich wieder ad Absurdum geführt hast, indem Du Sabaton und Amon Amarth als Positivbeispiele nanntest.
Junge, das ist doch der INBEGRIFF VON PARTYBANDS! Jenseits der Bierbank funktionieren beide gar nicht. Sabaton haben eine ganz bestimmte Art, den Krieg zu thematisieren: Heroisierung. Es gibt in ihren Songs in der Regel mutige Kämpfer, die für ihr Land und ihre Überzeugungen in die Schlacht ziehen, dafür Übermenschliches leisten. Und selbst dann, wenn sie ihr Leben verlieren, ist ihnen der Platz in der Geschichte als Legende quasi sicher. Denn das ist, was auch Sabaton betreiben: Legendenbildungen. Ihre Songs sind Denkmale für jene historischen Personen, die in den Texten thematisiert werden.
Und dann die Musik. Sabaton klingen fröhlich. Sie klingen für ihre Themen DEUTLICH ZU FRÖHLICH! Das kann man auch anhand der Machart ihrer Songs begründen. Fast immer bewegen diese sich in Durtonalität und verwenden auch entsprechende Harmonien, was den Songs nun einmal einen euphorisierenden, eher aufhellenden Charakter verleiht. Es gibt viele "Aaahaaahaaa" und viel "Ooohooohooo"-Chöre: Singalongs, die keine andere Funktion haben, als den Songs Catchyness zu verleihen und zum Mitsingen zu animieren. Marschcharakter, treibende Viertel- und Achtelnoten und ein sehr gerader Puls prägen die Rhythmen. Dschingderassabumm.
Es ist eine fragwürdige Qualität dieser Band, dass sie eigentlich – obwohl doch Metal – fast nie wütend klingt, nicht verzweifelt, nicht aggressiv, nicht abgründig. Dass sich hier nie Traurigkeit einstellt. Sabaton sind eine Band für Trinkspiele, für Open-Air-Konzerte, für vier Promille in strahlenden Sommernächten. Wenn du eine Metal-Band suchst, zu der du fröhlich vögeln kannst: Es sind im Zweifel SABATON.
Ich habe nichts gegen Bands, die eher im Partykontext funktionieren. Und, um Dich zu triggern: Ich kann auch zu Electric Callboy sehr gut abfeiern, die ich auch schon zweimal live gesehen habe . Live funktioniert das wunderbar, zuhause in den eigenen vier Wänden höre ich sie mir fast nie an.
Aber bei Sabaton stimmen einfach musikalische Umsetzung und Thema nicht. Ich WILL keine Band, die fröhlich und voller Euphorie den Krieg thematisiert. Und dabei will ich ihnen gar nicht absprechen, dass sie wahrscheinlich eine pazifistische Einstellung haben. Aber die musikalische und lyrische Umsetzung ist so herrlich naiv, unbedarft und auf besagte Effekte aus, dass GENAU DIESE pazifistische Haltung sich eben nicht in der Musik spiegelt.
Also bei "Fünf vor Zwölf", "Keiner kommt hier lebend raus" und "Diktatürk" würde ich auch sagen, die Kurve zeigt nach oben, er kann's ja wirklich. Der Rest ist leider unhörbarer plattgewalzter Schlagerrock.
Natürlich ist das hier keinen Deut schlechter als die unzähligen generischen Bands, die Napalm Records noch so auf den Markt wirft: Dominum, Angus McSix, Exit Eden, Visions of Atlantis und wie sie alle heißen. Professionell gemacht, sauber gespielt, mit KI-Ästhetik und aalglatt eine Zielgruppe bedienend, die auf der Full Metal Cruise die Verandakabine bucht.
Was mich hier stört: Selbst in den „Comedy“-Momenten trieft es derart vor Metal-Stereotypen, dass es fast nicht auszuhalten ist. Und diese werden eben nicht dekonstruiert, sondern mit dezentem Augenzwinkern zu 100 Prozent bedient. Sie werden SEHR SEHR ERNST genommen.
Metal: Musik für „Harte“ und Außenseiter, Rebellion, Saufen und Party etc. All die ganzen Klischees, die der harte Klaus-Dieter-Normal-Radio-Bob-Hörer abfeiert, während er auf Facebook – einen Instagram-Account hat er noch nicht, er ist ja auch schon 58 – über Rap und Pop ablästert. Denn er hat ja den „richtigen“ Musikgeschmack und alles andere ist Scheiße.
Man darf nicht unterschätzen, wie viele Trveheimers diese spezielle Spielart des Generic Metal mittlerweile hervorgebracht hat. Ich erinnere mich an eine lustige Diskussion mit Feuerschwanz-Fans, in der meine dezente Kritik an der Band mit Argumenten wie „Wir Metalfans sind tolerant und eine große Familie“ gekontert wurde, um dann mit Argumenten wie „Das ist eben noch richtige handgemachte Musik und nicht so ein Scheiß wie Rapmusik“ unterfüttert zu werden.
"All die ganzen Klischees, die der harte Klaus-Dieter-Normal-Radio-Bob-Hörer abfeiert, während er auf Facebook – einen Instagram-Account hat er noch nicht, er ist ja auch schon 58 – über Rap und Pop ablästert. Denn er hat ja den „richtigen“ Musikgeschmack und alles andere ist Scheiße."
"All die ganzen Klischees, die der harte Klaus-Dieter-Normal-Radio-Bob-Hörer abfeiert, während er auf Facebook – einen Instagram-Account hat er noch nicht, er ist ja auch schon 58 – über Rap und Pop ablästert. Denn er hat ja den „richtigen“ Musikgeschmack und alles andere ist Scheiße."
dieser mann und seines gleichen haben geholfen dieses land aufzubauen und sind das rückgrat dieser republik!
Zum Thema: Visions of Atlantis sind routiniert. Ich besitze sogar, ich beuge mein Haupt, eine CD von ihnen, gab es mal für 5 Euro in der Ramschkiste. Und Clémentine Delauney, das will ich nicht absprechen, hat Ausstrahlung und ist eine der besseren Sängerinnen in dem Genre. Aber natürlich haben auch sie diese supereinfachen Tralala-Melodien und diesen Musicalartigen Songaufbau, der im Idealfall catchy ist, sehr oft aber einfach supercheesy. Pro Alben sind so circa drei Songs drauf, bei denen ich sage: Das macht Laune, kann man unter der Dusche schön schief mitsingen. Und beim Rest: großes Augenrollen. Piratenimage dürfen außerdem nur Running Wild.
Was mich komplett wütend gemacht hat, war ihr letztes Album "Armada – An Orchestral Voyage". Da haben wir nämlich alles versammelt, was in diesem Genre gerade grundfalsch läuft. Es ist ja, hahaha, ein Orchesteralbum. Was in diesem Falle heißt: Die Orchesterarrangements hat quasi im Alleingang ein Herr einprogrammiert, der ansonsten Soundtracks für Videospiele und Werbejingles komponiert und -nun ja- anfertigt. Das ist dann im Ergebnis eine einzige soßige und superschwülstige Fläche, bei der alles fehlt, was das Zusammenspiel eines Orchesters normalerweise ausmacht: Das Zusammenspiel der einzelnen Instrumentengruppen. Die Dynamiken. Die Vielschichtigkeit. Die Komplexität. Da gibt sich Richard Clayderman mehr Mühe.
Und um dann die Behauptung "Orchester-Arrangement" zu rechtfertigen, gibt es in jedem Song auch ein Soloinstrument zu hören, das eben nicht aus der Konserve kommt. Das spielt dann die vergleichbar einfachen, oft folkigen Melodien, im schlimmsten Fall von einer Flöte gespielt. Ich hatte den Waschzettel der Plattenfirma auf dem Tisch, und dort heißt es durchaus verräterisch:
"Nach wie vor in einem orchestralen Instrumentalansatz verwurzelt, wurden alle Hauptmelodien von echten Instrumenten (...) gespielt".
Aha, alle Hauptmelodien
Nicht missverstehen: Elektronische, symphonische Musik kann großartig sein, wenn sie innovativ und mit Sorgfalt umgesetzt wurde: Jean-Michel Jarre oder Tangerine Dream können großartig sein. Aber bei VOA ist das eher Pompkitsch, der möglichst billig umgesetzt werden sollte.
Ei weil Du derjenige muppet (m/w/d) warst, welcher mir genau diesen Link vor einigen Jahren nach einem äußerst verlustreichen Moment (SSD-Crash bei zu lange nicht geprüfter, teil-defekter Backup-HDD) geteilt hat. Meine ich ganz sicher zu glauben.
Ich bin da leider auch nicht immer geschmackssicher. Ich habe zum Beispiel komplett einen Crush auf Hair Metal, sodass ich an anderer Stelle, wenn ich das Niveau und die billige Machart einer Scheibe kritisiere, schon einmal damit konfrontiert werde, ob ich nicht derjenige sei, der vor Kurzem noch Dokken und White Lion abgefeiert hat.
In guten Momenten kann ich das begründen, denn das stilistisch offene, von Blues, Fusion und anderen Einflüssen geprägte und sehr intuitive Spiel von Gitarristen wie Vito Bratta (Legende!) und George Lynch (Legende!) hat eben wenig mit den generischen 08/15-Riffs zu tun, die viele Euro-"Powermetal"-Bands runterschrubben. Und dabei geht es mir gar nicht so boomermäßig um deren Virtuosität, sondern um die Überraschungsmomente: Es gibt bei beiden Gitarristen oft kaum einen Moment, in dem sie exakt dasselbe spielen wie in der vorherigen Strophe. Sie setzen unerwartete Akzente, verschieben den Rhythmus, streuen überraschende Melodien ein, laufen der eigentlichen Melodie entgegen, setzen kontrapunktische Akzente. Das hat eine große Qualität.
Und wer bei beiden Bands trotz aller Cheesyness in den Harmoniegesängen nicht auch Einflüsse der Beatles oder von Vokalensembles raushört, hat nicht genau hingehört. Ändert natürlich nichts daran, dass die Musik eher cheesy ist – und die Texte oft grunddämlich.
Höre bald nur noch Indie und Shoegaze. Ist zwar auch immer Getue dabei, aber überhaupt kein Vergleich zu Rap oder Metal. Rap ist komplett am Ende, endtraurige Gestalten, die einem einreden wollen, nicht komplett verloren zu sein. Metal besteht fast nur noch Boomer-Kapellen oder Wacken-Kirmes-Bands, die mit irgendwelchen Gimmicks Aufmerksamkeit erhaschen.
Hmm naja, man kann sehr wohl Metal hören und von dem ganzen Zirkus beinahe nichts mitbekommen. Ich tue es auch nur, weil ich Lautuser bin. Underground, Demoszene und kleine Shows sind genau so geil wie vor 20 Jahren. Das kriegt man aber nicht praktisch auf dem Tablett serviert, da muss man selbst auf Tauchgang gehen, ganz oldschool Künstler, Labels und Events sammeln, die eben tatsächlich auf das, was man ursprünglich dabei finden wollte, passen. Die Industrie hat schon immer versucht, den Kram vampirisch aufzusaugen und synthetische Plastikprodukte auszuspucken. Auch in den Dekaden die Leute so viel besser finden. Man denke an den Glam Metal der 80er, der heute gerne nostalgisc verklärt wird, aber damalige Metalfans vor einen ähnlichen Frust stellte, wie der Kirmescore dieser Tage.
Es geht doch um den Spaß am Ablästern und nicht darum, dass Meshuggah keinen Spaß machen würden. Dafür muss man sich die Manifeste des Cringe zumindest ausschnitthaft zu Gemüte führen. Und so eine richtig schlechte Platte eben auch für richtig erheiternde Momente sorgen, wenn man sie nicht am Stück hören muss . Man tritt doch auch nicht Facebook-Gruppen der Sorte "Die schlechteste Musik aller Zeiten" bei, um die dort geteilten Meisterwerke dann doch nicht anzuklicken.
ich muss jetzt mal ne Lanze brechen: ja ich war voreingenommen....Ich mochte Bülent nicht weil er so schön ist.. ja, ich war neidisch. Aber: ich habe mich jetzt unvoreingenommen mit ihm auseinandergesetzt und habe gemerkt: Er wirkt sehr authentisch, "symbaadisch" und ist auch weitestgehend "luschtig" - Asche auf mein Haupt..
Immerhin: nicht alles ist Natur bei ihm, ich habe aus seriösen Quellen erfahren: Er färbt sein tiefschwarzes Haar - kein Wunder bei 50 Jahren die er auf dem Buckel hat! (Ich steh ja mehr auf Natürlichkeit beim Altern)
So... Mit dieser Prämisse werde ich mir demnächst diese Scheibe anhören, und dann zu einem (vielleicht neuem?) fairen (!) Urteil kommen. Man darf gespannt bleiben
Dass Bülent Ceylan seine neu entfachte Metalkarriere ernst meint, betonte er bereits rund um "Ich Liebe Menschen" deutlich genug. Dass nun mit "B.L.N.T." das zweite Album folgt, überrascht also kaum. Die Schlager-Vergleiche verfolgen den Mannheimer trotzdem, nicht ganz unschuldig daran dürften da …
Von 2/5 auf 3/5. Scheint so, als fände eine musikalische Weiterentwicklung tatsächlich statt.
Naja, ich glaube er hat seinen Spass dabei. Brauche das zwar nicht, aber so etwas ist mir irgendwie lieber und wirkt ehrlicher, als der tausendfach kopierte Symphonic Metal Kram. Und jetzt auf den ESC damit!
Glaub schon auch, dass er das macht, weil es ihm tatsächlich taugt. Würde ich mir zwar nicht freiwillig anhören, aber egal.
Hab allerdings letztens 5 min. seiner letzten Show in der Glotze angeguckt und musste abschalten. Unfassbar peinlicher Humor zum Fremdschämen. Dachte, der wäre echt besser, aber das hat tatsächlich schon Mario Barth Niveau.
Wobei, wahrscheinlich ist er genau deshalb so beliebt.
Mario Barth des Metal-Tourismus
Absolut. Sicher bald auf Metal Kreuzfahrt.
"Für manche dürfte es schließlich ungefähr genauso schändlich sein, das hier Metal zu nennen, wie Turnstile als Hardcore zu deklarieren."
Hardcore will never die!
Reiht sich ein den Müll wegen dem richtiger Metal immer mehr in Verruf gerät. Die erweisen dem Genre einen Bärendeinst mit ihrer Partymetalscheisse und mir kann keiner erzählen das der Typ Ahnung hätte, dann würde er nicht so einen Scheiss produzieren. Wie kann man sich selbst Metaller nennen und dann sowas abliefern. Das ist für Leute, die auch Mainstremo für Metal halten. Schon 100 x erklärt. Was Metal war und wofür er stand wird immer mehr korrumpiert. Lächerlich.
Ach heul leise, du trauriger Genrepurist.
Mich würde da Electric Callboy schon eher stören. Die werden von vielen, gerade von den Kids ernst genommen. Den Ceylan kann man eigentlich nicht ernst nehmen
Haben dir die Kids das gesagt oder ist das deine Vermutung? Wer sind überhaupt die Kids? 16Jährige? 20Jährige? 10Jährige?
Mal abgesehen davon, dass die durch ihre Abkehr von stumpfem Sexismus mittlerweile deutlich kidstauglicher sind als zu Eskimozeiten.
Ursprungspost natürlich peinliches Gatekeepertum. Finds nicht so schlimm, dass Metal nicht mehr nur für ungewaschene Bärte, lauwarmes Dosenbier, Methörner und Männer in Skinnyjeans steht, die über Drachen und Monster singen.
Ernst gemeinte Frage: Was war Metal und wofür stand er?
Metal war immer kritisch gegen Gesellschaft und soziale Misstände, Religion Kirche, Nazis Krieg usw. Und das wurde auch besungen von Bands wie Slayer, Metallica und heutzutage von Sabaton, Amon, Kanonenfieber als Pazifisten. Nur Partymetal mit Bier saufen hat nichts mit diesen Werten zutun. Aus Metal sprach auch immer Wut und Agression und nicht Boygroup Gesang mit 80er Keyboards. Darum ist eurer Gejammer Bullshit.
Nein Caps, tu das nicht. Er wird dir gleich wieder erzählen, dass der Metal von den Veteranen definiert wurde und für Rebellion und echte Männlichkeit und so stand ... Lass doch Pandoras Box geschlossen
@todes.kyniker: und was ist mit so epischem Heldentenor wie Halford oder Dickinson? Ist das auch noch Metal oder muss ich meine Playlist umbenennen? Und was hat das Gejammer mit Bülent Ceylan zu tun? Welches Gejammer überhaupt. Slayer waren übrigens nicht wirklich "kritisch" gegenüber Krieg und Nazis ... Angel of Death, behind the crooked cross ... Was ist daran kritisch? Und welches Albung überhaupt?
Habe letztens nach gefühlt zwanzig Jahren mal wieder die Into glory ride von Manowar gehört... trotz deutlicher Schwächen bei den Arrangements ist die Musik recht gut gealtert.
Manowar auch immer sehr kritisch... gegenüber dem false metal zumindest.
"Darum ist eurer Gejammer Bullshit."
Junge, *du* bist der Jammernde. Verpiss dich mit deinem Musik-Rassismus, please.
@Caps: Die korrekte Antwort auf deine Frage ist, dass man sie nicht pauschal beantworten kann, da es "den Metal" nicht gibt.
Ne, das ist nicht die korrekte Antwort, Wingo, denn wenn stimmt, was du sagst, dann wäre die korrekte Antwort alle Spielarten und wofür sie standen aufzuzählen.
Das Mensch etwas nicht beantworten kann, kann auch gar keine Antwort auf eine Frage sein, selbst mit dem Zusatz pauschal, denn du hast mit deinem Kommentar meine Frage pauschal beantwortet. Also pls.
eh, whatever. dann frag deine ki.
Funky_Bob: "Haben dir die Kids das gesagt oder ist das deine Vermutung? Wer sind überhaupt die Kids? 16Jährige? 20Jährige? 10Jährige?"
Ja haben sie. Denn nur wenige andere Dinge sind vielen Kids wichtiger, als ihre "edgy coolness" in Social Media preiszugeben
„ Die sogenannte “Metal Community” ist international, inklusiv (im Sinne von offener Haltung gegenüber Metal-Fans)“
Die "richtige" Community auf jeden Fall. Die Gateceeper Idioten halt nicht xD
Gatekeeper Edge Lords auf die 1!
" Und das wurde auch besungen von Bands wie Slayer, Metallica und heutzutage von Sabaton, Amon, Kanonenfieber als Pazifisten."
Dein dummes Getrolle war auch schonmal kreativer.
Es gibt diese wunderbare Slayerdoku als Beigabe zu irgendeiner Konzertaufzeichnung um die 2000er. Darin erklärt (ich glaube es war) Kerry King, wer der typische Slayerfan ist. Sinngemäß sagt er "Das ist der schlacksige Typ mit der Akne ohne Freunde, der sich auf dem Weg zu diesem Konzert im Suff in die Hose gepisst hat." Und wenn King das sagt, wer sind wir, ihm da zu widersprechen?
#Teamdeath.cynic
Sabaton und Kanonenfieber sind und bleiben Pazifisten.
Arte Tracks
https://www.youtube.com/watch?v=i_1TKxRMIX…
Wer mehr erfahren will, Sabaton History liefert sofort Einordnungen zu allen Themen der Songs, also keine Propganda für Krieg sondern ganz klar gegen Krieg. Deutsches Panzermuseum kann man sich ebendso zu dem Thema angucken. Alles andere ist euer dummes Geschwalle von UNinformierten.
Jo klar, ich wollte schon immer ins Panzermuseum. Mmmh, Militärfetisch

Death.cynic hat irgendwie nur zwei Posts die er in Varianten darbietet: 1. Sabaton und Kanonenfieber sind Pazifisten, 2. Metal ist von den Veteranen definiert.
Auf Antworten, Fragen oder andere Statements geht er nicht wirklich ein ...
Ich glaub inzwischen, du bist der Russen-KI-Bot mit dem schlechtesten Musikgeschmack ever
Für mich sind Metal Metallicas 2., 3. und 4. Album, Isis, Pig Destroyer, Jane Doe von Converge, das Debut von RATM und eine Platte von SOAD, Godflesh und als aktuellen Vertreter Chat Pile.
Das wären so Bands/Alben, die mir nicht peinlich wären.
Lieber uninformiert als uniformiert.
Menschen, die behaupten dies und das sei der wahre Metal/Rap/Hardcore etc., sind letztlich auch nur Opfer einer kapitalistischen Marketingstrategie.
Schau mal, ich möchte Dir ja gern zustimmen, da zumindest der Profilname "Death" in Kombination mit "Cynic" ansatzweise guten Musikgeschmack verrät. Und ich ja wirklich auch nicht mit diesen ZDF-Fernsehgarten-Tendenzen im Metal glücklich bin. Den Du natürlich gleich wieder ad Absurdum geführt hast, indem Du Sabaton und Amon Amarth
als Positivbeispiele nanntest.
Junge, das ist doch der INBEGRIFF VON PARTYBANDS! Jenseits der Bierbank funktionieren beide gar nicht. Sabaton haben eine ganz bestimmte Art, den Krieg zu thematisieren: Heroisierung. Es gibt in ihren Songs in der Regel mutige Kämpfer, die für ihr Land und ihre Überzeugungen in die Schlacht ziehen, dafür Übermenschliches leisten. Und selbst dann, wenn sie ihr Leben verlieren, ist ihnen der Platz in der Geschichte als Legende quasi sicher. Denn das ist, was auch Sabaton betreiben: Legendenbildungen. Ihre Songs sind Denkmale für jene historischen Personen, die in den Texten thematisiert werden.
Und dann die Musik. Sabaton klingen fröhlich. Sie klingen für ihre Themen DEUTLICH ZU FRÖHLICH! Das kann man auch anhand der Machart ihrer Songs begründen. Fast immer bewegen diese sich in Durtonalität und verwenden auch entsprechende Harmonien, was den Songs nun einmal einen euphorisierenden, eher aufhellenden Charakter verleiht. Es gibt viele "Aaahaaahaaa" und viel "Ooohooohooo"-Chöre: Singalongs, die keine andere Funktion haben, als den Songs Catchyness zu verleihen und zum Mitsingen zu animieren. Marschcharakter, treibende Viertel- und Achtelnoten und ein sehr gerader Puls prägen die Rhythmen. Dschingderassabumm.
Es ist eine fragwürdige Qualität dieser Band, dass sie eigentlich – obwohl doch Metal – fast nie wütend klingt, nicht verzweifelt, nicht aggressiv, nicht abgründig. Dass sich hier nie Traurigkeit einstellt. Sabaton sind eine Band für Trinkspiele, für Open-Air-Konzerte, für vier Promille in strahlenden Sommernächten. Wenn du eine Metal-Band suchst, zu der du fröhlich vögeln kannst: Es sind im Zweifel SABATON.
Ich habe nichts gegen Bands, die eher im Partykontext funktionieren. Und, um Dich zu triggern: Ich kann auch zu Electric Callboy sehr gut abfeiern, die ich auch schon zweimal live gesehen habe
. Live funktioniert das wunderbar, zuhause in den eigenen vier Wänden höre ich sie mir fast nie an.
Aber bei Sabaton stimmen einfach musikalische Umsetzung und Thema nicht. Ich WILL keine Band, die fröhlich und voller Euphorie den Krieg thematisiert. Und dabei will ich ihnen gar nicht absprechen, dass sie wahrscheinlich eine pazifistische Einstellung haben. Aber die musikalische und lyrische Umsetzung ist so herrlich naiv, unbedarft und auf besagte Effekte aus, dass GENAU DIESE pazifistische Haltung sich eben nicht in der Musik spiegelt.
Also bei "Fünf vor Zwölf", "Keiner kommt hier lebend raus" und "Diktatürk" würde ich auch sagen, die Kurve zeigt nach oben, er kann's ja wirklich. Der Rest ist leider unhörbarer plattgewalzter Schlagerrock.
Natürlich ist das hier keinen Deut schlechter als die unzähligen generischen Bands, die Napalm Records noch so auf den Markt wirft: Dominum, Angus McSix, Exit Eden, Visions of Atlantis und wie sie alle heißen. Professionell gemacht, sauber gespielt, mit KI-Ästhetik und aalglatt eine Zielgruppe bedienend, die auf der Full Metal Cruise die Verandakabine bucht.
Was mich hier stört: Selbst in den „Comedy“-Momenten trieft es derart vor Metal-Stereotypen, dass es fast nicht auszuhalten ist. Und diese werden eben nicht dekonstruiert, sondern mit dezentem Augenzwinkern zu 100 Prozent bedient. Sie werden SEHR SEHR ERNST genommen.
Metal: Musik für „Harte“ und Außenseiter, Rebellion, Saufen und Party etc. All die ganzen Klischees, die der harte Klaus-Dieter-Normal-Radio-Bob-Hörer abfeiert, während er auf Facebook – einen Instagram-Account hat er noch nicht, er ist ja auch schon 58 – über Rap und Pop ablästert. Denn er hat ja den „richtigen“ Musikgeschmack und alles andere ist Scheiße.
Man darf nicht unterschätzen, wie viele Trveheimers diese spezielle Spielart des Generic Metal mittlerweile hervorgebracht hat. Ich erinnere mich an eine lustige Diskussion mit Feuerschwanz-Fans, in der meine dezente Kritik an der Band mit Argumenten wie „Wir Metalfans sind tolerant und eine große Familie“ gekontert wurde, um dann mit Argumenten wie „Das ist eben noch richtige handgemachte Musik und nicht so ein Scheiß wie Rapmusik“ unterfüttert zu werden.
Sie werden jetzt auch dieses Album kaufen.
"All die ganzen Klischees, die der harte Klaus-Dieter-Normal-Radio-Bob-Hörer abfeiert, während er auf Facebook – einen Instagram-Account hat er noch nicht, er ist ja auch schon 58 – über Rap und Pop ablästert. Denn er hat ja den „richtigen“ Musikgeschmack und alles andere ist Scheiße."
Amen to this!
"All die ganzen Klischees, die der harte Klaus-Dieter-Normal-Radio-Bob-Hörer abfeiert, während er auf Facebook – einen Instagram-Account hat er noch nicht, er ist ja auch schon 58 – über Rap und Pop ablästert. Denn er hat ja den „richtigen“ Musikgeschmack und alles andere ist Scheiße."
dieser mann und seines gleichen haben geholfen dieses land aufzubauen und sind das rückgrat dieser republik!

Dieser Mann ist Verwaltungsbeamter und wird später eine Pension erhalten, die das Doppelte deines Bruttogehalts übersteigt.
(Mal was anderes: Wo sind hier die Smileys versteckt?)
Steht das nicht im "Laut-Forum für Dummies"?
Ich habe mich erst durch 15 Bände von "Laut-Forum für Dummies" durchgearbeitet
. Wahrscheinlich kommt das noch in den folgenden 20 Bänden.
Dieser Kommentar wurde vor 2 Tagen durch den Autor entfernt.
Visions Of Atlantis ist mittlerweile echt gut. Kann mich noch an Zeiten erinnern, als die im Symphonic Metal so ziemlich in der Kreisklasse agierten.
Weil der bisher zu registrierende Einsatz so lobenswert war:
https://pastebin.com/k6HBQWiV
Use wisely!
(Wie bei jeder dieser Verlinkungen geht gebührender Dank an Team GleepGlorp raus!)
Jedenfalls gibt's das für den anschaulichen Vergleich auch in piktographischer Form
https://laut.de/Everything-Everything/Song…
Zum Thema: Visions of Atlantis sind routiniert. Ich besitze sogar, ich beuge mein Haupt, eine CD von ihnen, gab es mal für 5 Euro in der Ramschkiste. Und Clémentine Delauney, das will ich nicht absprechen, hat Ausstrahlung und ist eine der besseren Sängerinnen in dem Genre. Aber natürlich haben auch sie diese supereinfachen Tralala-Melodien und diesen Musicalartigen Songaufbau, der im Idealfall catchy ist, sehr oft aber einfach supercheesy. Pro Alben sind so circa drei Songs drauf, bei denen ich sage: Das macht Laune, kann man unter der Dusche schön schief mitsingen. Und beim Rest: großes Augenrollen. Piratenimage dürfen außerdem nur Running Wild.
Was mich komplett wütend gemacht hat, war ihr letztes Album "Armada – An Orchestral Voyage". Da haben wir nämlich alles versammelt, was in diesem Genre gerade grundfalsch läuft. Es ist ja, hahaha, ein Orchesteralbum. Was in diesem Falle heißt: Die Orchesterarrangements hat quasi im Alleingang ein Herr einprogrammiert, der ansonsten Soundtracks für Videospiele und Werbejingles komponiert und -nun ja- anfertigt. Das ist dann im Ergebnis eine einzige soßige und superschwülstige Fläche, bei der alles fehlt, was das Zusammenspiel eines Orchesters normalerweise ausmacht: Das Zusammenspiel der einzelnen Instrumentengruppen. Die Dynamiken. Die Vielschichtigkeit. Die Komplexität. Da gibt sich Richard Clayderman mehr Mühe.
Und um dann die Behauptung "Orchester-Arrangement" zu rechtfertigen, gibt es in jedem Song auch ein Soloinstrument zu hören, das eben nicht aus der Konserve kommt. Das spielt dann die vergleichbar einfachen, oft folkigen Melodien, im schlimmsten Fall von einer Flöte gespielt. Ich hatte den Waschzettel der Plattenfirma auf dem Tisch, und dort heißt es durchaus verräterisch:
"Nach wie vor in einem orchestralen Instrumentalansatz verwurzelt, wurden alle Hauptmelodien von echten Instrumenten (...) gespielt".
Aha, alle Hauptmelodien
Nicht missverstehen: Elektronische, symphonische Musik kann großartig sein, wenn sie innovativ und mit Sorgfalt umgesetzt wurde: Jean-Michel Jarre oder Tangerine Dream können großartig sein. Aber bei VOA ist das eher Pompkitsch, der möglichst billig umgesetzt werden sollte.
Ei weil Du derjenige muppet (m/w/d) warst, welcher mir genau diesen Link vor einigen Jahren nach einem äußerst verlustreichen Moment (SSD-Crash bei zu lange nicht geprüfter, teil-defekter Backup-HDD) geteilt hat. Meine ich ganz sicher zu glauben.
Jetzt hat es kurz vor knapp noch das entnommene Zitat verschluckt... Na ja, kommt schon dort an, wo es soll!
Dieser Kommentar wurde vor 2 Tagen durch den Autor entfernt.
Ja, mag es manchmal kitschig und supercheesy. Dafür habe ich eine Schwäche. Das Orchesteralbum kenne ich nicht. Klingt ja gar nicht gut.
Ich bin da leider auch nicht immer geschmackssicher. Ich habe zum Beispiel komplett einen Crush auf Hair Metal, sodass ich an anderer Stelle, wenn ich das Niveau und die billige Machart einer Scheibe kritisiere, schon einmal damit konfrontiert werde, ob ich nicht derjenige sei, der vor Kurzem noch Dokken und White Lion abgefeiert hat.
In guten Momenten kann ich das begründen, denn das stilistisch offene, von Blues, Fusion und anderen Einflüssen geprägte und sehr intuitive Spiel von Gitarristen wie Vito Bratta (Legende!) und George Lynch (Legende!) hat eben wenig mit den generischen 08/15-Riffs zu tun, die viele Euro-"Powermetal"-Bands runterschrubben. Und dabei geht es mir gar nicht so boomermäßig um deren Virtuosität, sondern um die Überraschungsmomente: Es gibt bei beiden Gitarristen oft kaum einen Moment, in dem sie exakt dasselbe spielen wie in der vorherigen Strophe. Sie setzen unerwartete Akzente, verschieben den Rhythmus, streuen überraschende Melodien ein, laufen der eigentlichen Melodie entgegen, setzen kontrapunktische Akzente. Das hat eine große Qualität.
Und wer bei beiden Bands trotz aller Cheesyness in den Harmoniegesängen nicht auch Einflüsse der Beatles oder von Vokalensembles raushört, hat nicht genau hingehört. Ändert natürlich nichts daran, dass die Musik eher cheesy ist – und die Texte oft grunddämlich.
RTL fürs Ohr.
Höre bald nur noch Indie und Shoegaze. Ist zwar auch immer Getue dabei, aber überhaupt kein Vergleich zu Rap oder Metal. Rap ist komplett am Ende, endtraurige Gestalten, die einem einreden wollen, nicht komplett verloren zu sein. Metal besteht fast nur noch Boomer-Kapellen oder Wacken-Kirmes-Bands, die mit irgendwelchen Gimmicks Aufmerksamkeit erhaschen.
Das mit den, vor allem schlechten, Gimmicks ist echt so ein Massenphänomen geworden.
Hmm naja, man kann sehr wohl Metal hören und von dem ganzen Zirkus beinahe nichts mitbekommen. Ich tue es auch nur, weil ich Lautuser bin. Underground, Demoszene und kleine Shows sind genau so geil wie vor 20 Jahren. Das kriegt man aber nicht praktisch auf dem Tablett serviert, da muss man selbst auf Tauchgang gehen, ganz oldschool Künstler, Labels und Events sammeln, die eben tatsächlich auf das, was man ursprünglich dabei finden wollte, passen. Die Industrie hat schon immer versucht, den Kram vampirisch aufzusaugen und synthetische Plastikprodukte auszuspucken. Auch in den Dekaden die Leute so viel besser finden. Man denke an den Glam Metal der 80er, der heute gerne nostalgisc verklärt wird, aber damalige Metalfans vor einen ähnlichen Frust stellte, wie der Kirmescore dieser Tage.
Ey, ich bin ja immer für Kulturpessimistische Takes zu haben, aber den checke ich echt nicht.
Spontan dieses Jahr aus D ohne nachzudenken:
Keemo - Berserker -> Top
Laumann/Morlockko - Argus -> Top
Ebow - Typologie eines Lebens -> Top
drei sehr unterschiedlich klingende Künstle:rinnen aus dem Bereich, die absolut abgeliefert haben.
Vince Staples hat auch ein top Album gemacht.
wirklich kein Plan, wie man da von „komplett am Ende“ sprechen kann.
Paar Ausreißer gibts immer nach oben aber das Genre ist aktuell tot wie intro. Es ist vorbei
Klar, beide Genres bescheren einem gerade ein paar "WTF"-Momente zu viel, fühle ich. Aber war das jemals anders?
Bin ja Vince-Staples-Fan, aber Top-Album? Gut, teilweise nur OK, kein Vergleich zu Summertime 06.
Mal so ein Benchmark: GKMC hat damals sehr oft 4/5 (8/10) bekommen und alle waren zufrieden. Was wäre das dann heute? 12/10?
Man beißt Hund müsste ein gutes, solides Album sind, vielleicht ein Debut. Dann wäre die Welt wieder halbwegs in Ordnung.
Hört halt intelligenten Metal. Meshuggah und nicht Sabaton oder Ceylan.
Und wo bleibt da der Spaß
? Man will doch auch mitlästern können!
Ich glaube, mit Meshuggah habe ich mehr Spaß als mit vielen anderem in dem Bereich. Ohne Scheiß!
Warum auch nicht? Meshuggah machen Spaß, insbesondere die ersten Alben.
Es geht doch um den Spaß am Ablästern und nicht darum, dass Meshuggah keinen Spaß machen würden. Dafür muss man sich die Manifeste des Cringe zumindest ausschnitthaft zu Gemüte führen. Und so eine richtig schlechte Platte eben auch für richtig erheiternde Momente sorgen, wenn man sie nicht am Stück hören muss
. Man tritt doch auch nicht Facebook-Gruppen der Sorte "Die schlechteste Musik aller Zeiten" bei, um die dort geteilten Meisterwerke dann doch nicht anzuklicken.
ohne es gehört zu haben - noch es vorzuhaben anzuhören: wie kann das Album 3/5 Sterne bekommen?
Lange überlegt, woran mich dies erinnert und dann fiel es mir ein: Santiano :-o
ich muss jetzt mal ne Lanze brechen: ja ich war voreingenommen....Ich mochte Bülent nicht weil er so schön ist.. ja, ich war neidisch. Aber: ich habe mich jetzt unvoreingenommen mit ihm auseinandergesetzt und habe gemerkt: Er wirkt sehr authentisch, "symbaadisch" und ist auch weitestgehend "luschtig" - Asche auf mein Haupt..
Immerhin: nicht alles ist Natur bei ihm, ich habe aus seriösen Quellen erfahren: Er färbt sein tiefschwarzes Haar - kein Wunder bei 50 Jahren die er auf dem Buckel hat! (Ich steh ja mehr auf Natürlichkeit beim Altern)
So... Mit dieser Prämisse werde ich mir demnächst diese Scheibe anhören, und dann zu einem (vielleicht neuem?) fairen (!) Urteil kommen. Man darf gespannt bleiben