Danger Dan ist - inzwischen - ein Medienprofi. Der Mann weiß entweder genau, welche Knöpfe es zu drücken gilt, um sich ins Gespräch zu bringen. Oder aber, er hat Menschen in seinem Umfeld, die es wissen. Wahrscheinlich beides. Wie schon seinerzeit mit "Das Ist Alles Von Der Kunstfreiheit Gedeckt", …
Disclaimer: Ich finde DD sehr anstrengend, auch wenn ich mich als sehr links bezeichnen würde.
Wenn so persönliche Themen wie eine drohende Erblindung im Raum stehen, bin ich (ist vielleicht ungerecht, borniert usw.) aus Prinzip etwas anti. Ist vielleicht einfach nur gemein, aber ich habe da immer das Gefühl, dass das Ich hinter dem Interpreten viel zu sehr im Rampenlicht steht. Wirkt dann wie Effekthascherei auf mich.
"...dass das Ich hinter dem Interpreten viel zu sehr im Rampenlicht steht..."
Und was soll daran falsch sein? Es geht um eine ziemlich fiese Tatsache, mit der Dan jetzt klarkommen muß, und das wird man doch wohl thematisieren dürfen? Im Gegensatz zu den üblichen Trennungs- und Beziehungsgeschichten ist DAS Thema mal was neues...und es ist eben real.
"Dieses Album, es wäre fantastisch, wenn da nicht auch noch die Musik wäre."
Das ist, als würde man behaupten, eine Schwarzwälder Kirschtorte sei ein kulinarisches Meisterwerk, wenn man nur den Biskuit, die Kirschen und die Sahne weglassen würde. Man stünde dann vor einer leeren Tortenplatte, was zugegeben oft der ansehnlichere Zustand ist.
Und deswegen ist der Vergleich dumm, Du musst schon eine Komponente übrig lassen.
Und die Aussage, dass der Rezensentin die Texte überwiegend sehr gut gefallen, die Musik aber kaum, die ist jetzt nicht sooooo komplex und schwer zu verstehen
Immerhin ist die Musik besser als andere in den deutschen Charts. Klavierspiel passt doch mit am besten zu den politschen Inhalten der Texte. Und dann noch Streicher dazu, das ist doch großartig!!
Ich glaube, ich muss nochmal das großartige "Aschenbecher" mit NMZS auflegen. Ansonsten nehme ich auch gerne einen Gedichtband, auch wenn die Ambitionen ziemlich edel sind.
Klingt wie Kindergartenmusik für erwachsene Grün-Wähler.
NMZS war für mich der einzige, der was drauf hatte. Analog: Chester bei LP... Ich will diesen Vergleich jetzt nicht in der Tiefe ausarbeiten. Aber die richtigen Leute verstehen mich schon. Der Rest kann diesen Kommentar gern ignorieren, oder (mal wieder) "witzige" Antwortschreiben wie "Lösch dich" oder "Hau ab du Nazi" oder eben auch "So ein schlechter Troll.. macht "XY" nach.. und "XY" ist wenigstens noch "authentisch" oder "witzig" oder "wenigstens ein Original".. Man kennt es.. Da fragt man sich am Ende eigentlich nur noch: Wer seid ihr im echten Leben? Würdet ihr mich so auch an der Ampel ansprechen? Wenn ja, wo seid ihr denn? Ich sehe immer nur duckmäuserische Blicke die ängstlich in eine andere Richtung sehen..
Auf was willst du denn an der Ampel angesprochen werden? Ich kann mir auch vorstellen, warum dich prinzipiell niemand irgendwo anspricht...ja, das ist ätzend, aber...denk mal drüber nach!
Wenn du hier kommentierst, kannst du doch auch an der Ampel die Leute mit den duckmäuserischen Blicken kommentieren: „Du siehst aus wie ein CDU-Wähler.“
Tatsächlich hab ich noch nie die Union gewählt. Ich bin klassischer Randwähler, alles was nicht der Mitte entspricht ist mir sympathisch. Bereits in der Schule sympathisierte ich stets mit den Underdogs, dem Dreck, den Menschen die keiner mochte - egal ob Emil oder Niko, egal ob Kilian oder Jonathan, sie waren für mich alle Freunde, egal ob sie anders waren. Ich glaube sogar, sie spürten, dass ich ihnen überlegen war, aber ich lies es nie raushängen. Unsere Freundschaft war immer auf Augenhöhe
Ich glaube Fabien Lehr nannte Keine Angst den Flugblatttext eines autonomen Jugendzentrums der 90er. Fand ich ganz zutreffend. Arg aus der Zeit gefallen, ziemlich ineffektiv, schon beinahe süß. Such die vier linke Kumpels, sprüh die Gegend zu (mit Handschuhen), verpetz AfD-Wähler beim Arbeitgeber und schrei polizeilich angemeldet auf der Straße rum. Das war nicht mit "Wehret den Anfängen" gemeint. Mit der Spraydose gegen Windmühlen kämpfen.
Ohne es gehört zu haben, habe ich mir dieses Album im Vorfeld ziemlich genau so vorgestellt, wie Dani es in ihrem mal wieder großartigen Text beschreibt. Bin unschlüssig, ob ich es mir in Gänze anhören soll oder ob das Lesen der Songtexte reicht.
"Für immer" ist nicht nur textlich megastark, sondern fällt auch musikalisch aus den beschriebenen zwei Modi raus. Da kommt leider kein zweiter Song auf dem Album ran. Ansonsten Zustimmung, gerade dieses Klaviergehüpfe und der onkelige Humor nerven schon im ersten Durchlauf. Leider.
Onkeligen Humor hör ich eigentlich nur im Versicherungsvertretersong an 1,2 Stellen raus („und du bist nur noch ein Matsch“), wo hast du ihn denn noch gehört?
Ich hör den eigentlich in allen lustig gemeinten Liedern auf dem Album, also Track 2, 7 und 8. Dieser hahaha-hohoho-Tonfall, in dem ein Gag auf Liedlänge ausgewalzt und mehrmals wiederholt wird. Das hat so was wahnsinnig bemühtes und grade bei Track 6 und 2 ist es auch ein ganz schönes Herumgemänner. Der Onkel erzählt uns mal einen Schwank aus dem Leben. Saufen, sich prügeln und Nazis "wie Fraun" begrapschen, das ist doch zum Beömmeln, nicht? Keine Ahnung, warum Danger Dan mit solchen Dingern irgendwie als Feminist durchgeht, the bar is low i guess.
Danger Dan hat kein Stimmvolumen, kein Soul, keine kraftvollen Höhen und Tiefen, wenig Dynamik.. ich mein nicht gut singen, ist etwas hart formuliert, aber ich verstehe schon was Dani meint
Ich finde Keine Angst als Album total spannend. Es fühlt sich nicht an wie der Wunsch, es möglichst allen recht zu machen, sondern wie ein Künstler, der etwas zu erzählen hat und mit der Welt teilen möchte, das ihm selbst wichtig ist oder auch Vergnügen bereitet. Ob man dabei jeden Song, jede Aussage oder jede musikalische Entscheidung mag, ist für mich fast zweitrangig. Abgesehen von all dem, was im Beitrag bereits gelobt wurde (vor allem die Liedtexte), ist meiner Meinung nach auch die Musik sehr gelungen. Aber die entspricht halt auch absolut meinem Geschmack, deswegen kann ich da nur für mich sprechen.
Ich wäre etwas vorsichtiger an Deiner Stelle. Bei der sehr sensiblen laut.de-Community sollte man sich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen mit solchen Takes...
Danger Dan ist - inzwischen - ein Medienprofi. Der Mann weiß entweder genau, welche Knöpfe es zu drücken gilt, um sich ins Gespräch zu bringen. Oder aber, er hat Menschen in seinem Umfeld, die es wissen. Wahrscheinlich beides. Wie schon seinerzeit mit "Das Ist Alles Von Der Kunstfreiheit Gedeckt", …
Disclaimer: Ich finde DD sehr anstrengend, auch wenn ich mich als sehr links bezeichnen würde.
Wenn so persönliche Themen wie eine drohende Erblindung im Raum stehen, bin ich (ist vielleicht ungerecht, borniert usw.) aus Prinzip etwas anti. Ist vielleicht einfach nur gemein, aber ich habe da immer das Gefühl, dass das Ich hinter dem Interpreten viel zu sehr im Rampenlicht steht. Wirkt dann wie Effekthascherei auf mich.
Du hast doch überhaupt keine Ahnung!
"...dass das Ich hinter dem Interpreten viel zu sehr im Rampenlicht steht..."
Und was soll daran falsch sein? Es geht um eine ziemlich fiese Tatsache, mit der Dan jetzt klarkommen muß, und das wird man doch wohl thematisieren dürfen?
Im Gegensatz zu den üblichen Trennungs- und Beziehungsgeschichten ist DAS Thema mal was neues...und es ist eben real.
"Dieses Album, es wäre fantastisch, wenn da nicht auch noch die Musik wäre."
Das ist, als würde man behaupten, eine Schwarzwälder Kirschtorte sei ein kulinarisches Meisterwerk, wenn man nur den Biskuit, die Kirschen und die Sahne weglassen würde. Man stünde dann vor einer leeren Tortenplatte, was zugegeben oft der ansehnlichere Zustand ist.
Und deswegen ist der Vergleich dumm, Du musst schon eine Komponente übrig lassen.
Und die Aussage, dass der Rezensentin die Texte überwiegend sehr gut gefallen, die Musik aber kaum, die ist jetzt nicht sooooo komplex und schwer zu verstehen
Immerhin ist die Musik besser als andere in den deutschen Charts. Klavierspiel passt doch mit am besten zu den politschen Inhalten der Texte. Und dann noch Streicher dazu, das ist doch großartig!!
Ich glaube, ich muss nochmal das großartige "Aschenbecher" mit NMZS auflegen. Ansonsten nehme ich auch gerne einen Gedichtband, auch wenn die Ambitionen ziemlich edel sind.
Klingt wie Kindergartenmusik für erwachsene Grün-Wähler.
NMZS war für mich der einzige, der was drauf hatte. Analog: Chester bei LP... Ich will diesen Vergleich jetzt nicht in der Tiefe ausarbeiten. Aber die richtigen Leute verstehen mich schon. Der Rest kann diesen Kommentar gern ignorieren, oder (mal wieder) "witzige" Antwortschreiben wie "Lösch dich" oder "Hau ab du Nazi" oder eben auch "So ein schlechter Troll.. macht "XY" nach.. und "XY" ist wenigstens noch "authentisch" oder "witzig" oder "wenigstens ein Original".. Man kennt es.. Da fragt man sich am Ende eigentlich nur noch: Wer seid ihr im echten Leben? Würdet ihr mich so auch an der Ampel ansprechen? Wenn ja, wo seid ihr denn? Ich sehe immer nur duckmäuserische Blicke die ängstlich in eine andere Richtung sehen..
Lösch dich, hau ab du Nase!
Na dich würd ich sicher an der Ampel ansprechen bzw erste Hilfe leisten
Auf was willst du denn an der Ampel angesprochen werden?
Ich kann mir auch vorstellen, warum dich prinzipiell niemand irgendwo anspricht...ja, das ist ätzend, aber...denk mal drüber nach!
Wenn du hier kommentierst, kannst du doch auch an der Ampel die Leute mit den duckmäuserischen Blicken kommentieren: „Du siehst aus wie ein CDU-Wähler.“
Ich stehe gerade hinter dir und weiß, was du letzten Sommer getan hast.
Tatsächlich hab ich noch nie die Union gewählt. Ich bin klassischer Randwähler, alles was nicht der Mitte entspricht ist mir sympathisch. Bereits in der Schule sympathisierte ich stets mit den Underdogs, dem Dreck, den Menschen die keiner mochte - egal ob Emil oder Niko, egal ob Kilian oder Jonathan, sie waren für mich alle Freunde, egal ob sie anders waren. Ich glaube sogar, sie spürten, dass ich ihnen überlegen war, aber ich lies es nie raushängen. Unsere Freundschaft war immer auf Augenhöhe
Ah, kleinen Augenblick ... Ja, da kommt der Bus mit den Leuten, die das interessiert.
Wirklich sehr sehr schlechter Troll
Zumindest hoffe ich das, die Alternative wäre wirklich traurig...
"...alles was nicht der Mitte entspricht ist mir sympathisch..."
"Alles"- also auch die AfD...herzlichen Glückwunsch!
Wer für alles offen ist, ist nicht ganz dicht.
Ich glaube Fabien Lehr nannte Keine Angst den Flugblatttext eines autonomen Jugendzentrums der 90er. Fand ich ganz zutreffend. Arg aus der Zeit gefallen, ziemlich ineffektiv, schon beinahe süß. Such die vier linke Kumpels, sprüh die Gegend zu (mit Handschuhen), verpetz AfD-Wähler beim Arbeitgeber und schrei polizeilich angemeldet auf der Straße rum. Das war nicht mit "Wehret den Anfängen" gemeint. Mit der Spraydose gegen Windmühlen kämpfen.
Ohne es gehört zu haben, habe ich mir dieses Album im Vorfeld ziemlich genau so vorgestellt, wie Dani es in ihrem mal wieder großartigen Text beschreibt.
Bin unschlüssig, ob ich es mir in Gänze anhören soll oder ob das Lesen der Songtexte reicht.
"Für immer" ist nicht nur textlich megastark, sondern fällt auch musikalisch aus den beschriebenen zwei Modi raus. Da kommt leider kein zweiter Song auf dem Album ran. Ansonsten Zustimmung, gerade dieses Klaviergehüpfe und der onkelige Humor nerven schon im ersten Durchlauf. Leider.
Onkeligen Humor hör ich eigentlich nur im Versicherungsvertretersong an 1,2 Stellen raus („und du bist nur noch ein Matsch“), wo hast du ihn denn noch gehört?
Ich hör den eigentlich in allen lustig gemeinten Liedern auf dem Album, also Track 2, 7 und 8. Dieser hahaha-hohoho-Tonfall, in dem ein Gag auf Liedlänge ausgewalzt und mehrmals wiederholt wird. Das hat so was wahnsinnig bemühtes und grade bei Track 6 und 2 ist es auch ein ganz schönes Herumgemänner. Der Onkel erzählt uns mal einen Schwank aus dem Leben. Saufen, sich prügeln und Nazis "wie Fraun" begrapschen, das ist doch zum Beömmeln, nicht? Keine Ahnung, warum Danger Dan mit solchen Dingern irgendwie als Feminist durchgeht, the bar is low i guess.
2, *6* und 8 muss da natürlich stehen, ups
Der Jan Böhmermann des Pops, braucht keiner
du sagst es
Eine ganz andere Frage: Wie kommt Dani auf die Idee, dass der Mann nicht gut singen kann?
Vermutlich saß sie vorm Rechner mit Kopfhörern auf und dachte sich "Hmm klingt gar nicht mal so geil"
Klar, diese Wertung von ihr ist subjektiv, trotzdem müsste es dafür wenigstens eine plausible Begründung geben in der Rezi.
Danger Dan hat kein Stimmvolumen, kein Soul, keine kraftvollen Höhen und Tiefen, wenig Dynamik.. ich mein nicht gut singen, ist etwas hart formuliert, aber ich verstehe schon was Dani meint
Zu dem Hampelmann fällt mir auch nix mehr ein...
Richtig
Ich finde Keine Angst als Album total spannend. Es fühlt sich nicht an wie der Wunsch, es möglichst allen recht zu machen, sondern wie ein Künstler, der etwas zu erzählen hat und mit der Welt teilen möchte, das ihm selbst wichtig ist oder auch Vergnügen bereitet. Ob man dabei jeden Song, jede Aussage oder jede musikalische Entscheidung mag, ist für mich fast zweitrangig.
Abgesehen von all dem, was im Beitrag bereits gelobt wurde (vor allem die Liedtexte), ist meiner Meinung nach auch die Musik sehr gelungen. Aber die entspricht halt auch absolut meinem Geschmack, deswegen kann ich da nur für mich sprechen.
Ich wäre etwas vorsichtiger an Deiner Stelle. Bei der sehr sensiblen laut.de-Community sollte man sich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen mit solchen Takes...
Womit genau lehnt er sich jetzt zu weit aus dem Fenster?
Ick fürchte ja fast, genau hier liegt der Witz in Ragis Kommentar...
Dieser Kommentar wurde vor einem Tag durch den Autor entfernt.
@Bob
Warst schneller.
(@_@)
find das alles so unsexy wie es nur geht.
Genau.