Huch? Träumerisch heißt "No Country For Old Grim" willkommen, melodiös fast, der Vibe gemahnt an 10ccs vielfach gelayertes "I'm Not In Love" ... und dann grätschen die Vocals dazwischen und fetzen alles in Stücke. Na, zum Glück. Ein Wohlfühl-Album zum Sich-drin-Einmuckeln stand ja nicht wirklich …
So, 4/5 für mich (bin Fan sehr Tag 1). Auf jeden Fall das musikalischste Album, Ideen, Features und Beats ziemlich wild für Grim-Verhältnisse. Lyrics top, manchmal leidet aber die Tiefe etwas wegen der Storytelling-Anteile. "Seine" Hooks aber recht schwach. Wäre sicherlich eine sehr gute EP geworden. Ans Debüt kommt es leider nicht heran.
Hoffe ja sehr, dass er (vielleicht nach einer kleinen Pause) ein (Konzept?)-Album heraushaut, das seine Kompetenzen noch mal konzentriert darlegt.Nach dem Debüt waren seine Releases gefühlt nicht mehr zu 100% durchdacht.
"Die Featuregäste passen überhaupt sämtlich großartig ins Bild: Mehnersmoos, so fürchterlich ich sie finde"
Sie sind das exakte Pendant zu Ikkimel. Musikalisch sowie Lyrisch sogar noch viel genialer. Es gibt nur einen Unterschied, der die Beurteilung maßgeblich beeinflusst. Das falsche Geschlecht.
Hm, ich bin zwiegespalten. Natürlich ist das Teil gemessen am Deutschrap Standard golden. Als riesiger Fan der ersten beiden ZM-Alben (Alles Brennt easy Deutschrap Top Ten) hat sich der liebe Grmmie für mich aber nicht nur zum positiven verändert.
Die Wut und der Witz, die zuggebenermaßen bei einem Mittzwanziger auch besser funktionieren, sind zu einer fatalistischen Traurigkeit eingeschmolzen worden, die das Teil für mich schwer erträglich macht. Klar es gibt Ausnahmen, wenn mit dem Crazy Frog oder beim Griechen zu Abend gegessen wird, aber insgesamt kann ich nicht gut mit dieser ungebrochenen Düsternis, die teilweise ins larmoyante abdriftet.
Dazu fehlen mir die Metaphern und Anspielungen, die früher aus beinahe jeder Silbe getropft sind. Und ich will keinen Dorftext mehr von ihm hören Macht er seit 13 Jahren, hat er unterschiedlich abgefrühstückt und wirkt auf mich mittlerweile wie das Bart Smpson an der Tafel Meme. Auch sonst kreist mir das textlich zu sehr um den eigenen Bauchnabel: Ja, er macht kein Majoralbum meh, ja im Wedding riecht es nach Pipi. Kennt man von ihm auch und hat er schonmal so gerappt, dass es stärker über ihn hinausstrahlen konnte.
Zu guter letzt übertreibt er seinen Stimmeunsatz beinahe so, wie es auch der späte Haftbefehl tut. Ja der hat immer mehr geschrien als gerappt, aber die Dosis macht das Gift und hier wirkt das Gebrülle teilweise eher klobig.
Mein Eindruck ist bestimmt auch davon gefärbt, dass mir Deutschrap weniger gibt als vor 10 Jahren. Grim bleibt ein guter und ohne die Enttäuschung eines alten Fans ist das Ding tatsächlich ein guter Blueprint seines bisherigen Schaffens.
Ich kannte die vorherige Alben nicht, aber wenn die tatsächlich alle um selbe Thema kreisen, wundere ich mich über die wahnsinnig guten Bewertungen hier (durch Rezensent und Leser). Und das Geschrei erinnert tatsächlich etwas an Hafti...
"Zum Griechen" ist lustig aber auch irgendwie deprimierend für mich als ehemaliges Dorfkind aus NDS. Die Satire ist ziemlich on point und man erkennt so einiges (schmerzhaft) wieder.
Aber genau das mag ich an dem Song und Grim insgesamt. Spricht zu mir.
auf den punkt. Ich find seine entwicklung mehr als gelungen. Er probiert sich aus und es gelingt. Ausser dem griechen song und dieses beattechnische desaster von unvernünftig bin ich sehr zufrieden. Die Dichte an klebrigen Lines ist nicht mehr so hoch aber hie und da ballert wieder eine punchline und 2026 reicht mir das völlig.
Huch? Träumerisch heißt "No Country For Old Grim" willkommen, melodiös fast, der Vibe gemahnt an 10ccs vielfach gelayertes "I'm Not In Love" ... und dann grätschen die Vocals dazwischen und fetzen alles in Stücke. Na, zum Glück. Ein Wohlfühl-Album zum Sich-drin-Einmuckeln stand ja nicht wirklich …
Ungehört 4/5
Gehört 4/5
Am Hören 4/5 , der Track mit Crazy Frog ist schon ziemlich lustig
5/5, ohne jeden Zweifel.
Inhaltlich bestimmt toll. Wäre aber cool, wenn nicht jeder Song wie Waterboarding für's Ohr klingen würde. Kann ich mir leider weiterhin nicht geben.
Waterboarding für's Ohr (vielleicht liest Grim hier ja mit und nimmt es sich zu Herzen)
Hör dir das Album mal in umgekehrter Reihenfolge an. Dann wird die Stimme erst gegen Ende unerträglich.
Es gibt Wenige, denen ich einen Song wie Zum Griechen verzeihen würde. Grim ist einer davon. Starke Platte wie immer
Lieben heißt auch verzeihen… aber ihm die Scheisse durchgehen lassen muss man deswegen noch lange nicht!
So, 4/5 für mich (bin Fan sehr Tag 1). Auf jeden Fall das musikalischste Album, Ideen, Features und Beats ziemlich wild für Grim-Verhältnisse. Lyrics top, manchmal leidet aber die Tiefe etwas wegen der Storytelling-Anteile. "Seine" Hooks aber recht schwach. Wäre sicherlich eine sehr gute EP geworden. Ans Debüt kommt es leider nicht heran.
Hoffe ja sehr, dass er (vielleicht nach einer kleinen Pause) ein (Konzept?)-Album heraushaut, das seine Kompetenzen noch mal konzentriert darlegt.Nach dem Debüt waren seine Releases gefühlt nicht mehr zu 100% durchdacht.
"Die Featuregäste passen überhaupt sämtlich großartig ins Bild: Mehnersmoos, so fürchterlich ich sie finde"
Sie sind das exakte Pendant zu Ikkimel. Musikalisch sowie Lyrisch sogar noch viel genialer. Es gibt nur einen Unterschied, der die Beurteilung maßgeblich beeinflusst. Das falsche Geschlecht.
Auf jeden Fall besser schon mal als dieser Haftbefehl-Scheiß.
4/5 mit Sicherheit
Hm, ich bin zwiegespalten.
Natürlich ist das Teil gemessen am Deutschrap Standard golden. Als riesiger Fan der ersten beiden ZM-Alben (Alles Brennt easy Deutschrap Top Ten) hat sich der liebe Grmmie für mich aber nicht nur zum positiven verändert.
Die Wut und der Witz, die zuggebenermaßen bei einem Mittzwanziger auch besser funktionieren, sind zu einer fatalistischen Traurigkeit eingeschmolzen worden, die das Teil für mich schwer erträglich macht. Klar es gibt Ausnahmen, wenn mit dem Crazy Frog oder beim Griechen zu Abend gegessen wird, aber insgesamt kann ich nicht gut mit dieser ungebrochenen Düsternis, die teilweise ins larmoyante abdriftet.
Dazu fehlen mir die Metaphern und Anspielungen, die früher aus beinahe jeder Silbe getropft sind. Und ich will keinen Dorftext mehr von ihm hören
Macht er seit 13 Jahren, hat er unterschiedlich abgefrühstückt und wirkt auf mich mittlerweile wie das Bart Smpson an der Tafel Meme. Auch sonst kreist mir das textlich zu sehr um den eigenen Bauchnabel: Ja, er macht kein Majoralbum meh, ja im Wedding riecht es nach Pipi. Kennt man von ihm auch und hat er schonmal so gerappt, dass es stärker über ihn hinausstrahlen konnte.
Zu guter letzt übertreibt er seinen Stimmeunsatz beinahe so, wie es auch der späte Haftbefehl tut. Ja der hat immer mehr geschrien als gerappt, aber die Dosis macht das Gift und hier wirkt das Gebrülle teilweise eher klobig.
Mein Eindruck ist bestimmt auch davon gefärbt, dass mir Deutschrap weniger gibt als vor 10 Jahren. Grim bleibt ein guter und ohne die Enttäuschung eines alten Fans ist das Ding tatsächlich ein guter Blueprint seines bisherigen Schaffens.
Ich kannte die vorherige Alben nicht, aber wenn die tatsächlich alle um selbe Thema kreisen, wundere ich mich über die wahnsinnig guten Bewertungen hier (durch Rezensent und Leser). Und das Geschrei erinnert tatsächlich etwas an Hafti...
"Zum Griechen" ist lustig aber auch irgendwie deprimierend für mich als ehemaliges Dorfkind aus NDS. Die Satire ist ziemlich on point und man erkennt so einiges (schmerzhaft) wieder.
Aber genau das mag ich an dem Song und Grim insgesamt. Spricht zu mir.
auf den punkt. Ich find seine entwicklung mehr als gelungen. Er probiert sich aus und es gelingt. Ausser dem griechen song und dieses beattechnische desaster von unvernünftig bin ich sehr zufrieden. Die Dichte an klebrigen Lines ist nicht mehr so hoch aber hie und da ballert wieder eine punchline und 2026 reicht mir das völlig.
Für mich eines der top Releases bisher in diesem Jahr.