Ich habe mir von den Kollegen in der Redaktion sagen lassen, J.B.O. sei nur unter Einfluss von Alkohol erträglich. Also habe ich das mit dem neuen Projekt "Haus Of The Rising Fun" selbst versucht. Wir wollen ja fair bleiben, oder nicht? Bevor ich auf den Einfall kam, das Album besoffen zu bewerten, …

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  • Vor 20 Tagen

    Ich muss sagen, ich habe dieses Album durchgeskippt und ich verstehe es einfach nicht. Also ich mein, das kann ja sein, dass man wirklich nichts zu sagen hat (auch wenn ich eigentlich glaube, dass jeder Mensch eine unendlich komplexe eigene Welt in sich trägt, die er ausdrücken konnte, auch wenn das etwas idealistisch sein mag), aber das ist doch noch kein Grund, Woke on the Smater zu machen. Ich bin der erste, der stolz verkünden wird, Flink Poyd Fan zu sein. Also wirklich mit diesem Schüttelreim. Höre auch aktuelle Musik so. Aber gerade wenn man sich als diesen Boomer sieht, der sich auf diese klassische Periode der Rockmusik zurückbesinnt, schämt man sich nicht für dieses Cover? Wieso muss gerade die Musik, die sich über den Humor definiert, genau die sein, die am unlustigsten ist? Fragen, die mir wahrscheinlich nie beantwortet werden.

    • Vor 20 Tagen

      Möchte noch ergänzen: Ich war auf einem HGIch.T Konzert (eine Gruppe, die ich kennengelernt habe, durch ein Poster, welches im laut Büro an der Tür hing, shoutouts dafür). Ich habe deren Musik zuerst schätzen gelernt, weil ich sie unfassbar lustig finde. Ich wusste nicht, was ich bei deren Liveshow zu erwarten hatte. Aber was ich vorfand, war eine der lebensbejaenden, existenziellsten, wunderschönsten musikalischen Darbietungen, die ich je erlebt habe. Man kann das wahrscheinlich kaum begreifen, wenn man es nicht selber gesehen hat. Es war natürlich auch blöd und lustig, brainrot, wie meine Generation sagen würde, aber es war eben auch beautiful. Die haben sogar auch Vicky Leandros gecovert tatsächlich. Und irgendwie scheint es mir, als würde genau dann, wenn du die Aufrichtigkeit und die Emotionen aus der Musik rauslässt, sie plötzlich auch noch unlustig werden. Und dann hast du dieses Album, bei dem ich mich wirklich frage, wer sich das freiwillig anhört und wieso.

      Es sei denn, J.B.O. Live Shows sind auch eine farbenfrohe, das Leben zelebrierende, existenzielle Erfahrung und beinhalten eine dreiminütige Traumreise auf dem Boden eines Techno-Clubs, in dem Fall nehme ich alles zurück.

    • Vor 20 Tagen

      J.B.O. Shows sind genauso Scheiße wie J.B.O. Alben.

    • Vor 19 Tagen

      Und "House of the Rising Sun" hat Helge Schneider einfach schon viel zu gut parodiert, als daß man über dei JBO-Version jetzt noch lachen könnte...

    • Vor 19 Tagen

      Kann mich erinnern dass wir die in der Clique ganz zu Beginn ziemlich gefeiert haben, das ist bestimmt so 30 Jahre her. Und auf den ersten 2-3 Alben waren doch ein paar witzige Sachen dabei, danach ging es aber erschreckend steil bergab, gruselig dass das bis heute erfolgreich so weiter ging.
      Live hab ich J.B.O. zu der Zeit auch mal gesehen und kann mich erinnern, dass es spaßig und dass die auch musikalisch / technisch echt was drauf hatten. Zumindest kam es mir mit meinen bestimmt 2 Promille so vor...
      Also, da kommt ein bisschen Nostalgie auf, aber ich hab seither nichts mehr von denen angehört und dabei wird es bestimmt bleiben.

      Helge selbstverständlich unerreicht!

    • Vor 19 Tagen

      Das erste Album war seinerzeit ganz spaßig, aber das ist halt auch über 30 Jahre her.
      Technisch würde ich die auf dem Niveau einer ordentlichen Cover- oder Tribute-Band sehen.

  • Vor 20 Tagen

    Obligatorischer "die gibt's noch?" Kommentar.

  • Vor 20 Tagen

    Was rechtfertigt den zweiten Stern der Redaktionswertung?

  • Vor 20 Tagen

    Ich stelle hier mal die These in den Raum, dass Personen, die behaupten, dass man beschissene Musik (meißt Schlager) mit 3,8 auf dem Kessel ertragen könne, diesen Schund auch ohne diese 3,8 abfeiern würden. Das ist legendlich eine Schutzbehauptung, weil diese Personen wissen, dass mit dem Konsum ihre Maske fällt und sie Ihre Gewaltphantasien nicht mehr verstecken können.

  • Vor 20 Tagen

    Musik für Leute, die auch Das Lumpenpack feiern. Natürlich unter der Prämisse: "Hey ich hör die eigentlich nicht wirklich, aber hör dir den einen Song mal an, der ist echt witzig!"

  • Vor 20 Tagen

    Die hatten ihren ursprünglichen Appeal einer Zeit zu verdanken, in welcher Musikproduktion und -veröffentlichung noch nicht so zugänglich war. Parodie-Musik war vor dem Internet eine bequeme Nische, wahrscheinlich, da viele Labels und Künstler es einfach nicht machen wollten. Klamauk funktioniert eh nicht mehr, sobald man als Hörer die Pointe kennt und die meisten Künstler wollen lieber mit eigenen und ernsthaften Lieder berühmt werden.

    Durch Social Media ist der Markt übersättigt mit Parodie-Songs oder "Wie klingt Song X in Metal/Mittelalter/Breakcore/etc...?"-Videos. J.B.O. haben jetzt das Problem, dass die Konkurrenz deutlich besser ist, ihren Kram gratis anbieten und eben auch näher am Zeitgeist arbeiten.

    • Vor 20 Tagen

      Das Konzept war aber bereits damals für maximal ein Album witzig. Aber Deutschland ist halt ein guter Markt für schlechte und nicht witzige Witze, die endlos wiederholt werden. Mario Barth füllt damit ganze Fußballstadien, und JBO Mehrzweckhallen in der Provinz.
      Aber wer will es ihnen verdenken? Ohne den Erfolg von JBO, der seinerzeit eher zufällig zustande kam, würden die Kollegen heute vermutlich noch immer in ihren bürgerlichen Berufen arbeiten, und am Wochenende mit irgendwelchen Coverbands auf Dorffesten AC/DC und das Guns N' Roses-Medley runtergniedeln.

    • Vor 20 Tagen

      Ich finde, Mario Barth ist gar nicht mal der unwitzigste von Allen. Ich würde ihn sogar in der Mitte einordnen, weil er so bescheuert ist. Serdar fand ich auch lange unwitzig, erst seit dem er ernst geworden ist, bin ich nur noch am Lachen. Am unwitzigsten ist definitiv Torsten Sträter, insbesondere auch, weil Depressionen alles andere als witzig sind. Ich glaube, ich komme heute wieder in die Hölle.

    • Vor 20 Tagen

      Alles was sich in Deutschland "Comedian" nennt ist vollkommen unlustig.

    • Vor 20 Tagen

      Ich habe in den letzten Wochen einige Comedyshows bzw. Ausschnitte davon angeschaut so wie Folgen von "Falsch, aber anders lustig." Entweder bin ich komplett humorlos oder habe einen anderen Sinn für Humor oder die komplette Riege an angesagten Comedians ist bestenfalls mäßig. Wie das Publikum bei Felix Lobrecht beispielsweise abgeht, finde ich bemerkenswert in Anbetracht der völlig belanglosen Albernheiten. Bei den Briten und Amerikanern (Ricky Gervais, Sean Lock, Bill Burr, Chris Rock, Chapelle, Jeselnik etc.) lache ich mich jedesmal schlapp oder grinse zumindest, weil der Humor so scharfsinnig ist. Wie ist das bei euch?

    • Vor 20 Tagen

      Wer sich zünftig beömmeln möchte, möge bitte Taskmaster (UK Version, kostenlos auf Youtube) schauen. Los, los!

    • Vor 19 Tagen

      Ich fand die Böhmermann-Parodie auf Dieter Nuhr unter dem Titel "Nuhr im Zweiten" ganz spannend. Da werden genannter Nuhr, Luke Mockridge, Lisa Eckart und ein paar weitere ziemlich gut verarscht.

    • Vor 19 Tagen

      Jo, "Nuhr im Zweiten" war recht lustig. Ich fürchte, das Beste was an Humor in den letzten 25 Jahren aus Deutschland kam, war tatsächlich "Stromberg". Aber sonst ist alles, was so an Mainstream-Comedy im TV läuft ziemlich bräsiger Mist.

    • Vor 19 Tagen

      Gleep, Taskmaster ist genial! Und über die obligatorisch-peinlichen Panelshow-Eigenheiten der Insel kann man prima hinwegsehen... ♥

      Wurde schon oft adaptiert in anderen Ländern. Aber ich schätze, weil es so wenig bekanntes charmantes und/oder lustiges Personal in Deutschland gibt, ist das hier einfach nicht realisierbar.

    • Vor 19 Tagen

      Abdul Chahin finde ich einen sehr lustigen deutschen Comedian.

    • Vor 19 Tagen

      Es gab ernsthaft mal einen deutschen Taskmaster-Versuch mit Atze Schröder als Taskmaster und Carsten van Ryssen als Assistent. Zwei Episoden wurden produziert, aber nie ausgestrahlt. Aber das Original lebt halt von seiner Leichtigkeit. Das ist einfach lustig, ohne dass jemand aktiv versuchen muss, lustig zu sein. Ein Konzept, das es im deutschsprachigen Raum einfach schwer hat.

    • Vor 19 Tagen

      Olaf Schubert sollten wir auch etwas in Schutz nehmen - mein großes Vorbild.

    • Vor 19 Tagen

      Somuncu hatte viele sehr gute Momente, bis wr irgendwann komplett falsch abgebogen ist; in den frühen Nullerjahren war Dieter Nuhr tatsächlich auch ganz gut, ebenso wie Hagen Rether und teilweise auch Kurt Krömer. Reinhald Grebe war z.T. sensationell. Ebenso Pispers, der rechtzeitig den Absprung geschafft hat. Vermutlich sind das alles eher Kabarettisten. Aber bei den ganzen Comedians (die Dauerpräsenten wie Atze Schröder, Mario Barth, Cindy aus Mazahn, Bülent Ceylan, Paul Panzer etc.) sowie den Jüngeren sitze ich oft vor den Clips und verziehe nicht mal nen Mundwinkel oder bekomme ein unangenehmes Fremdschamgefühl. Ein ganzes Programm von denen wäre vermutlich die Foltermethode, bei der ich auspacken würde. RTL oder 1Live sind in der Hinsicht am Allerschlimmsten.

    • Vor 19 Tagen

      Wigald Boning und Bernhard Hoecker könnten auch Comedians sein. Ich mag es, wie sie wissenschaftliche Notationen mit Gags kombinieren und gleichzeitig - meistens für den Zuschauer unbemerkt - männliche Stereotypen in Frage stellen durch ihr zur Schau getragenes trotteliges bzw. clownsartiges Verhalten, am Ende aber eine Erkenntnis verbleibt. Hier können sich viele (Männer) ne' Scheibe von abschneiden.

    • Vor 19 Tagen

      ...da fällt mir noch ein: witzig ist hier vor allem, dass sie ja manchmal Experimente aufbauen - also Boning und Hoecker jetzt - oder ihr Wissen referieren, in Wahrheit aber dekonstruieren: nämlich Männlichkeit. Die Wissenschaftspoesie ist lediglich ein geschicktes Ablenkungsmanöver.

    • Vor 19 Tagen

      „ Wigald Boning und Bernhard Hoecker könnten auch Comedians sein. Ich mag es, wie sie wissenschaftliche Notationen mit Gags kombinieren und gleichzeitig - meistens für den Zuschauer unbemerkt - männliche Stereotypen in Frage stellen durch ihr zur Schau getragenes trotteliges bzw. clownsartiges Verhalten, am Ende aber eine Erkenntnis verbleibt. Hier können sich viele (Männer) ne' Scheibe von abschneiden.“

      Der Umbruch des Männlichkeitsbildes ist spätestens schon Ende der 1980er im Mainstream angekommen, mit dem neuroatypischen, intelligenten und pazifistischen Superhelden MacGyver. Der eigentliche Umbruch läuft schon wesentlich länger, spätestens seit den 1960ern. Was du hier so feingeistig zu entdecken meinst ist der Nachhall des Echos einer Kopie der Nachahmung einer Faksimile eines weit verbreiteten Umstandes.

  • Vor 20 Tagen

    ich feier die musik, aber man kanns natürlich nicht immer hören. aber ich meine, es muss nicht immer komplexester mathematischer extreme metal sein

  • Vor 19 Tagen

    Man erkennt an den Reaktionen hier, wer weiß, wie man feiert und wer nicht.

    • Vor 19 Tagen

      Die Feier kann ich mir vorstellen. Bei Jürgen-Jannes im Hintergarten mit einem Kasten Feldschlösschen und 5€-Discounter Fleisch auf dem Grill.

    • Vor 19 Tagen

      Das sind dann so diese Feiern, auf denen später am Abend ein Aprés-Ski Sampler und noch später Onkelz läuft, und ein Karton mit "Kleiner Feigling" rumgeht. Also nichts, zu dem man hingehen sollte, oder wenn früh genug wieder gehen.

  • Vor 18 Tagen

    Gibt genug Leute denen das gefällt.
    Kannst dir ja auch nen Strick nehmen und dich erhängen wenn du nicht damit klarkommst.
    Warum nimmt man sich denn überhaupt Alben von Interpreten vor die man von Haus aus nicht mag? Nur um die Ergebnisse der Suchmaschinen mit ein bisschen Müll zu füttern und einen provokativen Text rauszuhauen damit man Besucher auf die Seite lockt ist erbärmlich. Und dann auch noch die Kommentare dazu löschen die einem nicht passen.Tja, wer J.B.O. nicht verstehen will und sie nicht mag, der soll damit alleine klarkommen. Die große Fangemeinde spricht eine andere Sprache und mal ganz ehrlich, besser als ein Großteil der Musik, die heutzutage von der Jugend gehört wird. Wenn ich mir anhören muss wie Jugendliche irgendwelche Hip-Hop-Texte sich reinziehen, die irgendwelche Gamerkollegen bei Call of Duty oder ähnlichen Egoshootern geschrieben haben oder Möchtegern-Hip-Hop-Bands extra für sowas geschrieben haben, wo der Gesang so grottenschlecht ist, das Katzengejammer wie ein Engelschor daher kommt, ist J.B.O. um Universen besser. Auch diese Möchtegern-Sternchen von DSDS vor denen man lieber Reißaus nehmen würde, kann man mit J.B.O. nicht mal ansatzweise vergleichen. Also worüber reden wir hier eigentlich. Doch nur um den reinen persönlichen Geschmack, nicht mehr und nicht weniger. Ergo sollte man den Ball da doch etwas flacher halten. Ach ja, wer J.B.O. nicht mag, es gibt ne ganz einfache Möglichkeit, entweder gar nicht erst anhören oder sich Oropax mitnehmen, falls man doch ganz unverhofft auf die Musik trifft.

  • Vor 18 Tagen

    so Alben gibt es doch tausende; mediocre und nicht hörenswert; alle bekommen irgendwas zwischen 2 und 3 von 5.

  • Vor 17 Tagen

    Ich finde das Cover sehr lustig! :D