Ich habe mir von den Kollegen in der Redaktion sagen lassen, J.B.O. sei nur unter Einfluss von Alkohol erträglich. Also habe ich das mit dem neuen Projekt "Haus Of The Rising Fun" selbst versucht. Wir wollen ja fair bleiben, oder nicht? Bevor ich auf den Einfall kam, das Album besoffen zu bewerten, …

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  • Vor 4 Stunden

    Ich muss sagen, ich habe dieses Album durchgeskippt und ich verstehe es einfach nicht. Also ich mein, das kann ja sein, dass man wirklich nichts zu sagen hat (auch wenn ich eigentlich glaube, dass jeder Mensch eine unendlich komplexe eigene Welt in sich trägt, die er ausdrücken konnte, auch wenn das etwas idealistisch sein mag), aber das ist doch noch kein Grund, Woke on the Smater zu machen. Ich bin der erste, der stolz verkünden wird, Flink Poyd Fan zu sein. Also wirklich mit diesem Schüttelreim. Höre auch aktuelle Musik so. Aber gerade wenn man sich als diesen Boomer sieht, der sich auf diese klassische Periode der Rockmusik zurückbesinnt, schämt man sich nicht für dieses Cover? Wieso muss gerade die Musik, die sich über den Humor definiert, genau die sein, die am unlustigsten ist? Fragen, die mir wahrscheinlich nie beantwortet werden.

    • Vor 4 Stunden

      Möchte noch ergänzen: Ich war auf einem HGIch.T Konzert (eine Gruppe, die ich kennengelernt habe, durch ein Poster, welches im laut Büro an der Tür hing, shoutouts dafür). Ich habe deren Musik zuerst schätzen gelernt, weil ich sie unfassbar lustig finde. Ich wusste nicht, was ich bei deren Liveshow zu erwarten hatte. Aber was ich vorfand, war eine der lebensbejaenden, existenziellsten, wunderschönsten musikalischen Darbietungen, die ich je erlebt habe. Man kann das wahrscheinlich kaum begreifen, wenn man es nicht selber gesehen hat. Es war natürlich auch blöd und lustig, brainrot, wie meine Generation sagen würde, aber es war eben auch beautiful. Die haben sogar auch Vicky Leandros gecovert tatsächlich. Und irgendwie scheint es mir, als würde genau dann, wenn du die Aufrichtigkeit und die Emotionen aus der Musik rauslässt, sie plötzlich auch noch unlustig werden. Und dann hast du dieses Album, bei dem ich mich wirklich frage, wer sich das freiwillig anhört und wieso.

      Es sei denn, J.B.O. Live Shows sind auch eine farbenfrohe, das Leben zelebrierende, existenzielle Erfahrung und beinhalten eine dreiminütige Traumreise auf dem Boden eines Techno-Clubs, in dem Fall nehme ich alles zurück.

    • Vor 4 Stunden

      J.B.O. Shows sind genauso Scheiße wie J.B.O. Alben.

  • Vor 2 Stunden

    Obligatorischer "die gibt's noch?" Kommentar.

  • Vor 2 Stunden

    Was rechtfertigt den zweiten Stern der Redaktionswertung?

  • Vor 58 Minuten

    Ich stelle hier mal die These in den Raum, dass Personen, die behaupten, dass man beschissene Musik (meißt Schlager) mit 3,8 auf dem Kessel ertragen könne, diesen Schund auch ohne diese 3,8 abfeiern würden. Das ist legendlich eine Schutzbehauptung, weil diese Personen wissen, dass mit dem Konsum ihre Maske fällt und sie Ihre Gewaltphantasien nicht mehr verstecken können.

  • Vor 15 Minuten

    Musik für Leute, die auch Das Lumpenpack feiern. Natürlich unter der Prämisse: "Hey ich hör die eigentlich nicht wirklich, aber hör dir den einen Song mal an, der ist echt witzig!"

  • Vor einer Minute

    Die hatten ihren ursprünglichen Appeal einer Zeit zu verdanken, in welcher Musikproduktion und -veröffentlichung noch nicht so zugänglich war. Parodie-Musik war vor dem Internet eine bequeme Nische, wahrscheinlich, da viele Labels und Künstler es einfach nicht machen wollten. Klamauk funktioniert eh nicht mehr, sobald man als Hörer die Pointe kennt und die meisten Künstler wollen lieber mit eigenen und ernsthaften Lieder berühmt werden.

    Durch Social Media ist der Markt übersättigt mit Parodie-Songs oder "Wie klingt Song X in Metal/Mittelalter/Breakcore/etc...?"-Videos. J.B.O. haben jetzt das Problem, dass die Konkurrenz deutlich besser ist, ihren Kram gratis anbieten und eben auch näher am Zeitgeist arbeiten.