2003: Nu Metal wirkt nicht mehr wie Aufbruch, sondern wie Durchhalteparole. Limp Bizkit verwalten ihr Image, das Genre zitiert sich bereits selbst. Ausgerechnet in diesem Moment veröffentlichen Linkin Park mit "Meteora" ein Album, das nicht nach Rettung klingt, sondern nach Finalisierung. Es gibt Platten, …
Ein fast perfektes Album. Einziges Problem ist, dass sie songs gleich/ähnlich anfangen, so dass es sich es dort ein wenig unspiriert ist. Trotzdem gleichen die Songs dieses Problem sofort aus
Als jemand, der im Gegensatz zum Rezensenten schon am Leben war, als das Albung rauskam, finde ich's höchst amüsant, dass er da von "Nu Metal wird erwachsen" redet, wenn in Wahrheit der Nu Metal anno 2003 schon lange drüber und auf dem absteigenden Ast war. Das Albung verdeutlicht hingegen perfekt, wie Nu Metal vollkommen mutlos, vorhersehbar und kommerziell angepasst abgetreten ist.
"Live entfaltet dieses Material zusätzliche Wucht. Auf "Live In Texas" etwa wird deutlich, wie sehr die Songs auf unmittelbare Entladung ausgelegt sind"
Ich finde, es wird eher besonders deutlich, wie sehr da offenkundig überdubbt wurde bis zum geht nicht mehr und es absolut nichts mit "live" zu tun hat. Hatte bereits 2004 diesen Beigeschmack.
Ich mochte, wie das Videomaterial teilweise vollkommen willkürlich zur Soundspur geschnitten wurde. Und die ungefähr 100 cuts pro Minute. Hab den Kauf nie bereut und die ist garantiert nie auf'm Flohmarkt gelandet, ich schwör's
Der gute Flohmarkt. Ja, früher gab's da Schnapper. Heute eher mit dem Feeling einer dubiosen Schwarzmarktfete verbunden mit einem Sammelsurium aus versifften Plüschfiguren, palettenweise Panzerbüchern/Figuren, Samsung S7 Attrappen und Bierflaschen.
Die Live in Texas ist wirklich ein kurioses Stück Irgendwas, aber kein Live-Album
Die Meteora hingegen liebe ich tatsächlich bis heute fast so sehr wie die Hybrid Theory. Sie haben einfach genau so weitergemacht, wie sie angefangen haben und mir kommt es eher wie die zweite Hälfte eines Doppelalbums vor.
Bisschen wie später diese beiden SoaD-Alben, die auch so eine kurze Spieldauer hatten. Mezmerize und Hypnotize oder wie die hießen.
Ich kann mich noch sehr gut an den Monat erinnern, als das Album rauskam. Ich war voller Vorfreude, weil die Hybrid Theory mich komplett weggeblasen hatte. Als ich das Teil dann das erst Mal hörte, war ich sowas von enttäuscht. Die einzigen Songs, die mir gefielen waren "Lying From You" und "Breaking The Habit". Ich dachte echt, das wäre ein Witz, das ist doch kein richtiges Album. Heute mag ich es irgendwie, weil es mich an die Zeit damals erinnert, keine Ahnung, wie das bei euch ist, aber bei mir ist das so, wenn ich ein Albung höre, dann brennen sich die vorherrschenden Gefühle direkt in mich hinein und verschwinden auch nicht mehr, weswegen die "Meteora" eine schöne emotionale & intensive Zeitreise für mich ist, aber rein qualitativ für mich dennoch immer nur die B-Seite des Vorgängers bleiben wird, was man schon daran erkennt, zu glauben, dass man mal "confused" gewesen ist und jetzt eben nicht mehr, keine Weiterentwicklung, sondern nur der Schritt zur nächsten Verwirrung ist.
Ufff ne. Hab ich als Teenager hart gefeiert, aber rückblickend wirkt dass Album eher nach dem kalkuliertne Move die wenigen Ecken und Kanten, die Hybrid Theory hatte, auch noch abzuschleifen. Was nicht heißt, dass die Songs nicht gut wären, aber Meilenstein? Kein bisschen.
Bizarr, wie sehr im Nachinein verklärt wird, welch kalkuliertes Stück Popmetal und welch ein müder Abklatsch des Debüts diese Platte ist. Damals wurde dieser Umstand jedoch sehr treffend von der Visions aufgegriffen und die Band im Interview als die langweilige, durchdesignte und humorlose Kommerzkombo entlarvt, die sie auch heute noch ist.
Mit dem heutigen Wissen, was alles danach kam, ist das schon ein bedeutendes, gutes Album. Das letzte, das den Core-Sound der Anfänge in Gänze ausspielte. Ja, kein HT, aber das konnte man nicht toppen von der Stimmung, welches die damalige Zeit einfing.
2003 war Nu-Metal schon hart am struggeln und längst nicht mehr in der Hochphase *siehe auch Results May Vary von LB*, gehe auch mit, dass Meteora leichte B-Seiten Vibes verströmt: zu Release 03 war ich happy, hatte aber auch schon dort mit dem ein oder anderen Song ein paar Aufwärmübungen nötig
Obs ein Meilenstein ist? Schwierig. Mit der nostalgia in mind Ja, nüchtern betrachtet vielleicht, als eine Art Schlussakkord einer damals endenden Genregattung
Schon irgendwie, aber den wirklichen Schlussakkord spielten dann ein Jahr später Slipknot sowie System 2005, da befanden wir uns allerdings bereits knapp unter der Erde.
Boah, Leute... Ich habe es dann doch nochmal komplett gehört heute während Bahnfahrt durch die Heimat. Ist ja auch kurz genug, geht also schnell.
Ich (halbwegs erwachsen) kann alle oben aufgeführten Kritikpunkte nachvollziehen. Meteora war und ist ein kalkulierter Move (noch mehr) in Richtung Pop-Appeal und Heavy-Rotation-Tauglichkeit gewesen. Es bot auch kaum Neues im Vergleich zu Hybrid Theory davor.
That being said/sad: Mein 16jähriges Ich übernimmt trotzdem schon im 13sekündigen Foreword gnadenlos die Kontrolle über das gesamte ZNS und allerspätestens bei From the Inside will ich wahlweise schreiend weinen oder weinend mitschreien
Meilensteinwürdigkeit hin oder her (da würde ich auch eher Hybrid Theory sehen) - Danke für diesen Trip in die Vergangenheit, ich bin ganz seelig.
Mein 16jähriges ich war zum Zeitpunkt dieses Pladdenreleases halt leider schon fast 22 und während ich schon relativ flatterig und in wenigen Teen-Jahren ausgehend von Mamas Maiden-Scheiben über "was ganz eigenes" mit Ärzten, Nirvana, helmet und Faith no more dann pünktlich zur tatsächlichen 16jährigen Ich-Werdung bei Tool, deftones und KoRn gelandet war, kann und konnte ob des hohen Zuckerrohr- und Hardplastikanteils bei LP nur verächtlich die Nüstern blähen anstatt da wirklich was bei zu fühlen, sorry.
Mein Brudi wiederum ist 14 Jahre jünger als ich - zu jung, um die LP-Blütezeit miterlebt zu haben - und wurde als einziger NuMetal-Bro seiner Zeit vom D-HipHop-Klassenverband geschlossen gefrontet. Zeitweise so sehr, dass er sich dann selbst mal ne Sido-Scheibe von mir zu Weihnachten gewünscht hat.
Na ja. der Suizid von Chester ging ihm damals spürbar nahe, seitdem zocke zwischen den eigenen Stücken im Proberaum immer wieder gerne mal was vom LP-Debut an, worauf er und die anderen alsbald mit einstimmen. Diese wahnsinnig wuchtige (wenn auch insgesamt sehr sterile) Digi-Produktion von der Hybrid Theory mag ich auch heute noch sehr gerne, aber eben auch nicht so sehr, dass ich mir deswegen zu Hause je nochmal eiun ganzes Albung am Stück von denen anhören müsste...
Wollte ja eigentlich auch nur kommentieren, dass ich Wiesli seinen persönlichen Krypta-Moment in den Kommentarspalten wirklich von Herzen gönne, aber es hätte schon jemand weniger sozialverträgliches sein können als Ms. Social Surfer qua Ausbildungsweg. Ist doch viel zu brav-angepasst für dich.
Ich mag einfach Duris Fürsorglichkeit. Meine Mama sagt auch, ich brauche jemanden, der sehr viel Nachsicht hat bei gleichzeitiger Anziehung durch mein linkes Proleten-Dasein inklusive histrionisch-romantische Flut per Knopfdruck, wenn's drauf ankommt. Gerne dann auch mal ne' Runde In the End nach 5 Bier vorm Balkon grölen. Äh, ups. Dieser Flashback liegt jetzt unterm falschen Meilenstein... Gut, dann halt ne Runde Hit the Floor
Meteorismus ist ein oft unterschätztes Problem. Und ich war Linkedin Park schon damals sehr dankbar, dass sie so mutig darauf aufmerksam gemacht haben!
Ich vermute mal, das liegt auch an dem damaligen Jahrhundertsommer. Die Menschen waren zwar froh über ihre Büros, aber die Sehnsucht nach dem Brunnen draußen trübte die Urteilskraft.
Stadien füllen sie, entgegen der Behauptung im letzten Absatz, vor allem wegen "What i've done" und Minutes 2 Midnight. Was, gemessen an der Qualität, auch das deutlich bessere Album war.
Die paar Brecher hier (Somewhere I Belong ist n gutes Stück Musik, keine Frage) trafen halt auf Fünfzehnjährige, das ist von Klima bis Porno immer eine hervorragende Zielgruppe. Aber den Meilenstein haben sie allenfalls als Atempumpe eines röchelnden Genres zustehen.
Ich wundere mich als dass Somewhere I Belong bei vielen als Brecher gilt. Das ist so ziemlich die gelangweilste Darbietung des ganzen Albungs. Bei Breaking the Habit hört man zumindest, dass die Band Bock drauf hatte.
2003: Nu Metal wirkt nicht mehr wie Aufbruch, sondern wie Durchhalteparole. Limp Bizkit verwalten ihr Image, das Genre zitiert sich bereits selbst. Ausgerechnet in diesem Moment veröffentlichen Linkin Park mit "Meteora" ein Album, das nicht nach Rettung klingt, sondern nach Finalisierung. Es gibt Platten, …
Ein fast perfektes Album. Einziges Problem ist, dass sie songs gleich/ähnlich anfangen, so dass es sich es dort ein wenig unspiriert ist. Trotzdem gleichen die Songs dieses Problem sofort aus
5/5
Stimmt, ein Meilenstein. War mein erstes LP-Album, ist und bleibt mit Abstand das beste. Höre ich immer noch gern.
Endlich bekommt dieses Meisterwerk auch hier die nötige Anerkennung! ungehört 1/5, LG
Als jemand, der im Gegensatz zum Rezensenten schon am Leben war, als das Albung rauskam, finde ich's höchst amüsant, dass er da von "Nu Metal wird erwachsen" redet, wenn in Wahrheit der Nu Metal anno 2003 schon lange drüber und auf dem absteigenden Ast war. Das Albung verdeutlicht hingegen perfekt, wie Nu Metal vollkommen mutlos, vorhersehbar und kommerziell angepasst abgetreten ist.
"Live entfaltet dieses Material zusätzliche Wucht. Auf "Live In Texas" etwa wird deutlich, wie sehr die Songs auf unmittelbare Entladung ausgelegt sind"
Ich finde, es wird eher besonders deutlich, wie sehr da offenkundig überdubbt wurde bis zum geht nicht mehr und es absolut nichts mit "live" zu tun hat. Hatte bereits 2004 diesen Beigeschmack.
Ich hatte '04 bereits diese wuchtige Live-DVD und das klang und wirkte vom Soundbild auf mich schon damals irgendwie teils klinisch
Ich mochte, wie das Videomaterial teilweise vollkommen willkürlich zur Soundspur geschnitten wurde. Und die ungefähr 100 cuts pro Minute. Hab den Kauf nie bereut und die ist garantiert nie auf'm Flohmarkt gelandet, ich schwör's
Der gute Flohmarkt. Ja, früher gab's da Schnapper. Heute eher mit dem Feeling einer dubiosen Schwarzmarktfete verbunden mit einem Sammelsurium aus versifften Plüschfiguren, palettenweise Panzerbüchern/Figuren, Samsung S7 Attrappen und Bierflaschen.
Die Live in Texas ist wirklich ein kurioses Stück Irgendwas, aber kein Live-Album
Die Meteora hingegen liebe ich tatsächlich bis heute fast so sehr wie die Hybrid Theory. Sie haben einfach genau so weitergemacht, wie sie angefangen haben und mir kommt es eher wie die zweite Hälfte eines Doppelalbums vor.
Bisschen wie später diese beiden SoaD-Alben, die auch so eine kurze Spieldauer hatten. Mezmerize und Hypnotize oder wie die hießen.
Ich kann mich noch sehr gut an den Monat erinnern, als das Album rauskam. Ich war voller Vorfreude, weil die Hybrid Theory mich komplett weggeblasen hatte. Als ich das Teil dann das erst Mal hörte, war ich sowas von enttäuscht. Die einzigen Songs, die mir gefielen waren "Lying From You" und "Breaking The Habit". Ich dachte echt, das wäre ein Witz, das ist doch kein richtiges Album. Heute mag ich es irgendwie, weil es mich an die Zeit damals erinnert, keine Ahnung, wie das bei euch ist, aber bei mir ist das so, wenn ich ein Albung höre, dann brennen sich die vorherrschenden Gefühle direkt in mich hinein und verschwinden auch nicht mehr, weswegen die "Meteora" eine schöne emotionale & intensive Zeitreise für mich ist, aber rein qualitativ für mich dennoch immer nur die B-Seite des Vorgängers bleiben wird, was man schon daran erkennt, zu glauben, dass man mal "confused" gewesen ist und jetzt eben nicht mehr, keine Weiterentwicklung, sondern nur der Schritt zur nächsten Verwirrung ist.
Herzlichen Glückwunsch für deinen kohärenten Post, Wiesli.
Das ist sehr lieb von Dir. Ich spreche bekanntlich gerne über meine Gefühle. Sie sind mein Standbein.
Ufff ne. Hab ich als Teenager hart gefeiert, aber rückblickend wirkt dass Album eher nach dem kalkuliertne Move die wenigen Ecken und Kanten, die Hybrid Theory hatte, auch noch abzuschleifen. Was nicht heißt, dass die Songs nicht gut wären, aber Meilenstein? Kein bisschen.
Bizarr, wie sehr im Nachinein verklärt wird, welch kalkuliertes Stück Popmetal und welch ein müder Abklatsch des Debüts diese Platte ist. Damals wurde dieser Umstand jedoch sehr treffend von der Visions aufgegriffen und die Band im Interview als die langweilige, durchdesignte und humorlose Kommerzkombo entlarvt, die sie auch heute noch ist.
Mit dem heutigen Wissen, was alles danach kam, ist das schon ein bedeutendes, gutes Album. Das letzte, das den Core-Sound der Anfänge in Gänze ausspielte. Ja, kein HT, aber das konnte man nicht toppen von der Stimmung, welches die damalige Zeit einfing.
2003 war Nu-Metal schon hart am struggeln und längst nicht mehr in der Hochphase *siehe auch Results May Vary von LB*, gehe auch mit, dass Meteora leichte B-Seiten Vibes verströmt: zu Release 03 war ich happy, hatte aber auch schon dort mit dem ein oder anderen Song ein paar Aufwärmübungen nötig
Obs ein Meilenstein ist? Schwierig. Mit der nostalgia in mind Ja, nüchtern betrachtet vielleicht, als eine Art Schlussakkord einer damals endenden Genregattung
Schon irgendwie, aber den wirklichen Schlussakkord spielten dann ein Jahr später Slipknot sowie System 2005, da befanden wir uns allerdings bereits knapp unter der Erde.
Boah, Leute... Ich habe es dann doch nochmal komplett gehört heute während Bahnfahrt durch die Heimat. Ist ja auch kurz genug, geht also schnell.
Ich (halbwegs erwachsen) kann alle oben aufgeführten Kritikpunkte nachvollziehen. Meteora war und ist ein kalkulierter Move (noch mehr) in Richtung Pop-Appeal und Heavy-Rotation-Tauglichkeit gewesen. Es bot auch kaum Neues im Vergleich zu Hybrid Theory davor.
That being said/sad: Mein 16jähriges Ich übernimmt trotzdem schon im 13sekündigen Foreword gnadenlos die Kontrolle über das gesamte ZNS und allerspätestens bei From the Inside will ich wahlweise schreiend weinen oder weinend mitschreien
Meilensteinwürdigkeit hin oder her (da würde ich auch eher Hybrid Theory sehen) - Danke für diesen Trip in die Vergangenheit, ich bin ganz seelig.
Womöglich nebeneinander?
Dieser Kommentar wurde vor 17 Tagen durch den Autor entfernt.
Ehrlich gesagt, ich halte schon ab und zu nach Duri ausschau. Manchmal treffen sich unvermittelt Blicke in der Bahn und ich denke mir, ist er das?
Er?
Dann halt Sie. Ich dachte, Gleep wäre weiblich. Aber, ja. Passt auch.
Ach, bevor ich's vergesse @Duri:
Bock auf'n Kaffee?
Hatte gerade schon 1 Espresso am Zielort. Wenn ich jetzt noch mehr trinke, dann kriege ich (noch stärkeres) Herzrasen
Traust Du dich, die Nummer des Zuges zu benennen?
Ne, lieber nicht, aber wir halten einfach mal die Augen offen
Schön, diese Frühlingsgefühle.Meteora vereint
Ich glaub, ich hab' mich in Duri verliebt. Sorry, kann nichts dafür. Es ist einfach so passiert.
Gott sei Dank.
Ich habe ja kein Wissen über Duris Geschlecht(-sidentität), nur zu male default.
Ach Herrje
Frauje?
Ach Mensch...
Mein 16jähriges ich war zum Zeitpunkt dieses Pladdenreleases halt leider schon fast 22 und während ich schon relativ flatterig und in wenigen Teen-Jahren ausgehend von Mamas Maiden-Scheiben über "was ganz eigenes" mit Ärzten, Nirvana, helmet und Faith no more dann pünktlich zur tatsächlichen 16jährigen Ich-Werdung bei Tool, deftones und KoRn gelandet war, kann und konnte ob des hohen Zuckerrohr- und Hardplastikanteils bei LP nur verächtlich die Nüstern blähen anstatt da wirklich was bei zu fühlen, sorry.
Mein Brudi wiederum ist 14 Jahre jünger als ich - zu jung, um die LP-Blütezeit miterlebt zu haben - und wurde als einziger NuMetal-Bro seiner Zeit vom D-HipHop-Klassenverband geschlossen gefrontet. Zeitweise so sehr, dass er sich dann selbst mal ne Sido-Scheibe von mir zu Weihnachten gewünscht hat.
Na ja. der Suizid von Chester ging ihm damals spürbar nahe, seitdem zocke zwischen den eigenen Stücken im Proberaum immer wieder gerne mal was vom LP-Debut an, worauf er und die anderen alsbald mit einstimmen. Diese wahnsinnig wuchtige (wenn auch insgesamt sehr sterile) Digi-Produktion von der Hybrid Theory mag ich auch heute noch sehr gerne, aber eben auch nicht so sehr, dass ich mir deswegen zu Hause je nochmal eiun ganzes Albung am Stück von denen anhören müsste...
Wollte ja eigentlich auch nur kommentieren, dass ich Wiesli seinen persönlichen Krypta-Moment in den Kommentarspalten wirklich von Herzen gönne, aber es hätte schon jemand weniger sozialverträgliches sein können als Ms. Social Surfer qua Ausbildungsweg. Ist doch viel zu brav-angepasst für dich.
Zumindest kommt bald nach dem Krypta-Moment i.d.R. die endgültige Selbstlöschung, worauf ich mich schon sehr freue.
Ich mag einfach Duris Fürsorglichkeit. Meine Mama sagt auch, ich brauche jemanden, der sehr viel Nachsicht hat bei gleichzeitiger Anziehung durch mein linkes Proleten-Dasein inklusive histrionisch-romantische Flut per Knopfdruck, wenn's drauf ankommt. Gerne dann auch mal ne' Runde In the End nach 5 Bier vorm Balkon grölen. Äh, ups. Dieser Flashback liegt jetzt unterm falschen Meilenstein... Gut, dann halt ne Runde Hit the Floor
Bei vergleichbarer Rollenkonstellation wäre es doch dann aber Duri, die sich demnächst endgültig selbst löschen würde?
Das gefällt mir dann aber auch nicht.
Ihr seid so sweet alle! Versüßt mir die bekackte Rückfahrt per Schienenersatzverkehr schon deutlich
Wiesli, wenn Du gerade (wieder) neben mir gesessen hast, dann warst Du aber feige!
Ne, das war ich sicher nicht
.
Meilenstein? Weiß nicht.
Hitalbum, wörtlich genommen? Auf jeden Fall!
mit welcher Begründung ist das hier ein Meilenstein und Hybrid Theory nicht?
Meteorismus ist ein oft unterschätztes Problem. Und ich war Linkedin Park schon damals sehr dankbar, dass sie so mutig darauf aufmerksam gemacht haben!
Wurde die alte Review (bilde mir ein, das war eine 3/5) jetzt dafür ersetzt?
Came here for this... Ich mein', es war ne 3/5...
Revisionismus!
3/5 in 2003 sind 5/5 heute
Ich vermute mal, das liegt auch an dem damaligen Jahrhundertsommer. Die Menschen waren zwar froh über ihre Büros, aber die Sehnsucht nach dem Brunnen draußen trübte die Urteilskraft.
Stadien füllen sie, entgegen der Behauptung im letzten Absatz, vor allem wegen "What i've done" und Minutes 2 Midnight. Was, gemessen an der Qualität, auch das deutlich bessere Album war.
Die paar Brecher hier (Somewhere I Belong ist n gutes Stück Musik, keine Frage) trafen halt auf Fünfzehnjährige, das ist von Klima bis Porno immer eine hervorragende Zielgruppe. Aber den Meilenstein haben sie allenfalls als Atempumpe eines röchelnden Genres zustehen.
Das stimmt natürlich. Wenn man älter wird als 15, werden einem sowohl wissenschaftliche Tatsachen als auch der Sexualtrieb zunehmend egaler.
Ein Segen. Die beiden größten Nerven-, Geld- und Zeitfresser.
Ich wundere mich als dass Somewhere I Belong bei vielen als Brecher gilt. Das ist so ziemlich die gelangweilste Darbietung des ganzen Albungs. Bei Breaking the Habit hört man zumindest, dass die Band Bock drauf hatte.