Sie heißt nun nur noch Miley, und doch wissen alle, wer gemeint ist (für alle anderen hier ein Tipp: Sie ist unter anderem mit einer Noah und einem Billy Ray verwandt). Bedeutet diese Namensänderung nun eine neue Ära? Ja, so wie gefühlt jedes Album von ihr, das eine große Veränderung in Stil …
Ich mag Miley wirklich, aber sie will immer zu viel auf einmal. Schon das Vorgängeralbum war trotz wirklich starker Momente etwas inkonsistent – sowohl stilistisch als auch qualitativ. So auch hier wieder. Man merkt manchmal auch, dass da viele verschiedene Personen an den Songs mitwerkeln. Es fehlt eine durchgängige Handschrift wie zum Beispiel auf dem schönen neuen Album von Jorja Smith, die sich mit Richard Isong alias P2J zusammengetan hat und dann durchgehend mit glitchigen und zuweilen nervös-komplexen Rhythmen der britischen Underground-Clubkultur huldigt (warum wurde das noch nicht besprochen?). Großer Pluspunkt bleibt Mileys rauchige und leicht angeschlagene Stimme, mit der sie sich in so ziemlich jedem Genre bewegen kann.
Miley könnte echt gut sein. Aber sie macht seit vielen Alben nur noch Glamscheiße für Vanity-Fair-Lesende. Sie sollte mal zwei-drei Jahre in einem Wohnwagen leben, um wieder IRGENDWAS fühlen zu können.
Für mich klingt es nicht so, als würde Miley nichts fühlen. Eher danach, dass sie sich nicht in letzter Konsequenz traut, das umzusetzen, was sie will - bzw. es selbst nicht so genau weiß. Und dann eben oft mit Leuten kooperiert, die sicher ihre Qualitäten haben, aber zu den generischeren Machern im aktuellen Pop-Umfeld zählen. Um ihre Stimme mache ich mir beim Wiederhören aber so ein bisschen Sorgen. Noch ist das reizvoll, aber wenn das so weitergeht, hat sie bald die späte Marianne Faithfull eingeholt .
"Nicht trauen" ist vielleicht dem "nicht genug fühlen" gar nicht so unähnlich. Wie viel kreativer Drang kann dich überhaupt erreichen, wenn du den ganzen Tag in Jets und Limos herumfährst? Logo suchste dir dann irgendwelche coolen Fuzzis, die schon mal wem nen Hit produziert haben. Die "Dead Petz" ist bis heute am besten, eben weil sie offensichtlich irgendeine tollwütige Hummel gebissen hatte, und sie mit einer (vielleicht sogar cringigen) Attitüde von "ätschibäsch, mir doch egal" die ganze Grammy-Szene ignorierte.
""Nicht trauen" ist vielleicht dem "nicht genug fühlen" gar nicht so unähnlich. Wie viel kreativer Drang kann dich überhaupt erreichen, wenn du den ganzen Tag in Jets und Limos herumfährst?"
Auch im Porsche fallen Tränen. Das wissen wir doch spätestens seit den Amigos .
Sie heißt nun nur noch Miley, und doch wissen alle, wer gemeint ist (für alle anderen hier ein Tipp: Sie ist unter anderem mit einer Noah und einem Billy Ray verwandt). Bedeutet diese Namensänderung nun eine neue Ära? Ja, so wie gefühlt jedes Album von ihr, das eine große Veränderung in Stil …
Ich mag Miley wirklich, aber sie will immer zu viel auf einmal. Schon das Vorgängeralbum war trotz wirklich starker Momente etwas inkonsistent – sowohl stilistisch als auch qualitativ. So auch hier wieder. Man merkt manchmal auch, dass da viele verschiedene Personen an den Songs mitwerkeln. Es fehlt eine durchgängige Handschrift wie zum Beispiel auf dem schönen neuen Album von Jorja Smith, die sich mit Richard Isong alias P2J zusammengetan hat und dann durchgehend mit glitchigen und zuweilen nervös-komplexen Rhythmen der britischen Underground-Clubkultur huldigt (warum wurde das noch nicht besprochen?). Großer Pluspunkt bleibt Mileys rauchige und leicht angeschlagene Stimme, mit der sie sich in so ziemlich jedem Genre bewegen kann.
Dieser Kommentar wurde vor 6 Tagen durch den Autor entfernt.
Miley könnte echt gut sein. Aber sie macht seit vielen Alben nur noch Glamscheiße für Vanity-Fair-Lesende. Sie sollte mal zwei-drei Jahre in einem Wohnwagen leben, um wieder IRGENDWAS fühlen zu können.
Für mich klingt es nicht so, als würde Miley nichts fühlen. Eher danach, dass sie sich nicht in letzter Konsequenz traut, das umzusetzen, was sie will - bzw. es selbst nicht so genau weiß. Und dann eben oft mit Leuten kooperiert, die sicher ihre Qualitäten haben, aber zu den generischeren Machern im aktuellen Pop-Umfeld zählen. Um ihre Stimme mache ich mir beim Wiederhören aber so ein bisschen Sorgen. Noch ist das reizvoll, aber wenn das so weitergeht, hat sie bald die späte Marianne Faithfull eingeholt
.
"Nicht trauen" ist vielleicht dem "nicht genug fühlen" gar nicht so unähnlich. Wie viel kreativer Drang kann dich überhaupt erreichen, wenn du den ganzen Tag in Jets und Limos herumfährst? Logo suchste dir dann irgendwelche coolen Fuzzis, die schon mal wem nen Hit produziert haben. Die "Dead Petz" ist bis heute am besten, eben weil sie offensichtlich irgendeine tollwütige Hummel gebissen hatte, und sie mit einer (vielleicht sogar cringigen) Attitüde von "ätschibäsch, mir doch egal" die ganze Grammy-Szene ignorierte.
"Sie sollte mal zwei-drei Jahre in einem Wohnwagen leben, um wieder IRGENDWAS fühlen zu können."
Du meinst so ein swift switch?
""Nicht trauen" ist vielleicht dem "nicht genug fühlen" gar nicht so unähnlich. Wie viel kreativer Drang kann dich überhaupt erreichen, wenn du den ganzen Tag in Jets und Limos herumfährst?"
Auch im Porsche fallen Tränen. Das wissen wir doch spätestens seit den Amigos
.