Frank Ocean - "Blonde"
Apropos David Bowie: Den nannte Frank Ocean übrigens, fragte man ihn nach den Künstler*innen, die dieses Album inspiriert haben. Zusammen mit anderen Größen wie Stevie Wonder, die Beach Boys, die Beatles und Jimi Hendrix. Vier Jahre waren seit "Channel Orange" ins Land gezogen. Wer damals dachte, die Wartezeit auf seinen Zweitling sei lang gewesen, wusste noch nicht, dass Frank Ocen danach noch viel länger in der Versenkung verschwinden würde.
Genau genommen ist "Blond(e)" sein bis heute letzter Longplayer geblieben. Irgendwo zwischen R'n'B und avantgardistischem Soul verhandelte Ocean darauf Emotionalität, Männlichkeit und Geschlechterrollen: Themen, die 2016 noch keineswegs in aller Munde waren. Dass dieses stille Meisterwerk unter zwei verschiedenen Titeln erschienen ist, einmal mit, einmal ohne e, also mit unterschiedlichem grammatikalischem Geschlecht, dürfte kein Versehen gewesen sein.
Danach? Kam nicht mehr viel. Ein paar einzelne Singles, eine Radioshow, Gerüchte, Frank Ocean mache nun Mode, oder Filme, ein wahrhaftig unterwältigender Auftritt beim Coachella 2023 ... schade, eigentlich. Zu "Blond(e)"-Zeiten hätten wir Frank Ocean noch alles zugetraut, nur keine Enttäuschung.
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