Solange - "A Seat At The Table"
2016 war überhaupt ein gutes Jahr für R'n'B. Wollen wir an dieser Stelle vielleicht über Beyoncés Abrechnungs-Album "Lemonade" sprechen?
Nö, wollen wir nicht, darüber wurde wahrlich schon genug geschrieben. Wir werfen lieber einen Blick auf "A Seat At The Table", mit dem es die jüngere Knowles-Schwester Solange zwar nicht geschafft hat, aber verdient gehabt hätte, endlich aus dem Schatten der Älteren herauszutreten.
Die Frage nach dem Warum hat uns Kollege Jeremias Heppeler seinerzeit umfassend beantwortet:
"Weil es auf lautstarke Ankündigungen verzichtet und Taten sprechen lässt. Weil es nicht davor zurückschreckt, auch mal altbacken zu wirken, nur um im nächsten Song futuristisches Potenzial zu offenbaren. Weil wir selbst in den kleinsten Gesten große Bedeutungen erkennen und so auch über gewisse Längen und Gleichförmigkeiten hinwegsehen können. Weil es so rund und glatt und doch so diffus und fast grotesk anmutet, dass es dich als Hörer gleichermaßen aufreibt und besänftigt. Weil es R'n'B neu definiert, auf Null zurücksetzt und zersetzt und politisch auflädt ohne auch nur einmal mit dem Zeigefinger zu wedeln."
Fazit: "Lemonade" ist gut. "A Seat At The Table" ist besser. Wagt ruhig den direkten Vergleich.
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